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Einflussfaktoren auf das kindliche Wohlergehen. Untersuchung der Rolle des Staates

Titel: Einflussfaktoren auf das kindliche Wohlergehen. Untersuchung der Rolle des Staates

Hausarbeit , 2015 , 17 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Armin Angermeyer (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Soziologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Wohlergehen der Kinder einer Gesellschaft ist nicht erst seit der von der Christlich-Sozialen Partei (CSU) angestoßenen Debatte rund um das Erziehungsgeld von großer Bedeutung für Politik und Gesellschaft. Selten ist eine Debatte wie diejenige um den richtigen Umgang mit „unserem Nachwuchs“ so emotional. Nicht nur beim Erziehungsgeld, sondern auch bei der Kindertagesstätten-Diskussion erhitzen sich die Gemüter. Dabei stellt sich ganz unmittelbar die Frage, welche Faktoren überhaupt die Gesundheit (physisch oder mental), die Entwicklung eines Kindes in Bezug auf seine Bildung, aber auch das Verhalten von Kindern beeinflussen können.

Spielt der Staat hierbei überhaupt eine Rolle? Wirken sich Entscheidungen des Staates auf der Makroebene überhaupt auf das kindliche Wohlbefinden auf der Mikroebene aus? Kann der Staat, die Legislative durch diverse Institutionen, Regelungen und Transferleistungen das Wohl bzw. die Entwicklung eines Kindes beeinflussen?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Das kindliche Wohlergehen. Eine Frage der staatlichen Regulierung?

II. Familiäre Einflussfaktoren

1. Die Erziehungsstile und Ihre Auswirkungen

2. Elterliche Merkmale als Einflussfaktoren?

3. Die Trennung der Eltern als Einflussfaktor?

III. Staatliche Einflussfaktoren

1. Regulierung der Scheidung als Einflusskanal?

2. Ersetzen staatliche Leistungen großelterliche Fürsorge für Kinder?

3. Verbessern staatliche Sozialleistungen die kindlichen Entwicklungsmöglichkeiten?

IV. Diskussion der Ergebnisse

V. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die wesentlichen Einflussfaktoren auf das kindliche Wohlergehen, wobei sie insbesondere die Wechselwirkung zwischen dem familiären Umfeld und staatlichen Interventionsmöglichkeiten analysiert. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, inwieweit der Staat durch rechtliche Rahmenbedingungen und Sozialleistungen aktiv in die Entwicklung von Kindern eingreifen und deren Lebensbedingungen beeinflussen kann.

  • Analyse verschiedener Erziehungsstile und deren Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung.
  • Untersuchung ökonomischer Faktoren und der Rolle von Religiosität im Elternhaus.
  • Evaluation staatlicher Regulierungen des Scheidungsrechts als Einflussfaktor.
  • Betrachtung der staatlichen Unterstützung bei der Kinderbetreuung durch Großeltern.
  • Wirkungsanalyse von Sozialprogrammen auf die Entwicklungschancen von Kindern aus einkommensschwachen Familien.

Auszug aus dem Buch

3. Die Trennung der Eltern als Einflussfaktor?

Um zu untersuchen, ob eine Scheidung der Eltern einen Einfluss auf ein Kind hat, wird eine Studie aus dem Jahr 2014 herangezogen. Gemessen an den „Approachs to learn“ (ATL), mit denen die Forscher im Wesentlichen die Lernmotivation eines Kindes messen wollen, wird verglichen, ob die Schulleistung von Kindern, deren Eltern getrennt leben, beeinflusst wird. Dabei lässt sich nicht sagen, dass allgemein Kinder von getrennt lebendenden Eltern schlechtere Leistungen in der Schule erreichen. Die Studie zeigt vielmehr auf, das vor allem Mädchen in Mathematiktests schlechter abschneiden als Mädchen, deren Eltern zusammen leben. Kein relevanter Unterschied ist bei Jungen auszumachen. Auch zeigt sich, dass sowohl Jungen und Mädchen von getrennt lebenden Eltern bei Lesetests nicht schlechter abschneiden als die Vergleichsgruppe. Als entscheidend für die schulische Leistungsfähigkeit eines Kindes hat sich der Trennungszeitpunkt erwiesen. Während ein Kind, das die Trennung seiner Eltern im Alter von sechs Jahren erfährt im Durchschnitt besser abschneidet als ein Kind, dessen Eltern zusammenleben, so fallen die schulischen Leistungen bei einem Trennungsalter von zehn Jahren im Hinblick auf die Vergleichsgruppe ab.

Die Ergebnisse dieser Studie zeigen folglich auf, dass sich die Trennung von Eltern unterschiedlich auf das männliche und das weibliche Geschlecht auswirkt. Auch das Alter eines Kindes, in dem sich die Eltern scheiden lassen, ist für dessen schulische Leistungen entscheidend. Diese Erkenntnisse aller vorgestellten Studien zeigen, dass die Sphäre der Familie Einfluss auf Kinder hat. Hat die Gemeinschaft, sprich der Staat, vergleichsweise auch Auswirkungen auf das Kind? Im Folgenden werden potenzielle staatliche Einflussfaktoren näher untersucht. Dabei soll auch die Regelungen von Scheidungen eine Rolle spielen, da gerade ausgeführt worden war, dass die Trennung der Eltern einen Einfluss beispielsweise auf die Bildung eines Kindes hat. Spielen hierbei staatliche Gesetze zur Scheidung eine maßgebliche Rolle?

Zusammenfassung der Kapitel

I. Das kindliche Wohlergehen. Eine Frage der staatlichen Regulierung?: Das Kapitel führt in die Debatte ein, welche Faktoren das Wohlergehen von Kindern beeinflussen und ob der Staat als Akteur hierbei eine wirksame Rolle einnehmen kann.

II. Familiäre Einflussfaktoren: Hier werden zentrale familiäre Aspekte wie Erziehungsstile, elterliche Merkmale, Religiosität und die Auswirkungen einer Trennung auf die kindliche Entwicklung analysiert.

III. Staatliche Einflussfaktoren: Dieses Kapitel untersucht, wie staatliche Maßnahmen wie Scheidungsgesetze, Familienleistungen und Sozialprogramme die Lebensumstände von Kindern direkt oder indirekt beeinflussen.

IV. Diskussion der Ergebnisse: Die Kapitelinhalte werden zusammengeführt, um zu erörtern, wie staatliche Interventionen die familiäre Sphäre unterstützen oder verändern können.

V. Fazit und Ausblick: Das Fazit stellt fest, dass staatliche Instrumente das kindliche Wohlergehen fördern können, und empfiehlt eine gezieltere Nutzung zur Unterstützung einkommensschwacher Familien.

Schlüsselwörter

Kindliches Wohlergehen, Staatliche Regulierung, Erziehungsstile, Familiäres Umfeld, Scheidungsrecht, Sozialleistungen, Bildungsfähigkeit, Kindesentwicklung, Einkommen, Religiosität, Großelterliche Fürsorge, Intervention, Chancengleichheit, Soziale Sicherheit, Familienstruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die verschiedenen Faktoren, die das Wohlergehen von Kindern beeinflussen, und untersucht, inwiefern der Staat durch politische Maßnahmen und rechtliche Regelungen darauf einwirken kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen den Einfluss des familiären Umfelds, insbesondere durch Erziehungsstile und ökonomische Verhältnisse, sowie die Auswirkungen staatlicher Eingriffe durch Sozialpolitik und Gesetze.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Kinder durch familiäre und staatliche Faktoren beeinflusst werden und welche Konsequenzen diese Instrumente für das kindliche Wohl und die Chancengleichheit haben.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse aktueller wissenschaftlicher Studien, um empirische Zusammenhänge zwischen den genannten Einflussfaktoren und der Entwicklung von Kindern darzulegen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung familiärer Faktoren und eine detaillierte Analyse staatlicher Einflusskanäle, wie Scheidungsregelungen und Programme zur finanziellen Unterstützung von Familien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem staatliche Regulierung, Erziehungsstile, Kindeswohl, Scheidungsrecht, soziale Sicherungsprogramme und familiäre Einflussfaktoren.

Wie wirkt sich ein autoritativer Erziehungsstil laut der Arbeit auf Kinder aus?

Studien deuten darauf hin, dass ein autoritativer Erziehungsstil, der Struktur und Zuneigung kombiniert, am positivsten auf die kindliche Entwicklung und Gesundheit wirkt.

Welchen Effekt hat die staatliche Förderung von einkommensschwachen Familien?

Die Arbeit zeigt, dass finanzielle Unterstützungen, wie Steuergutschriften oder der Zugang zu medizinischer Versorgung, direkt zur Verbesserung der Gesundheit und der Entwicklungschancen der Kinder beitragen.

Welche Rolle spielen Großeltern im Kontext staatlicher Leistungen?

Der Autor stellt fest, dass staatliche Leistungen und großelterliche Fürsorge sich ergänzen können, wobei staatliche Hilfe dazu beitragen kann, eine Überforderung der Großeltern zu verhindern.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Einflussfaktoren auf das kindliche Wohlergehen. Untersuchung der Rolle des Staates
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München
Note
2,0
Autor
Armin Angermeyer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
17
Katalognummer
V298659
ISBN (eBook)
9783656950080
ISBN (Buch)
9783656950097
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziologie Familie Kindeswohl Bildung Entwicklung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Armin Angermeyer (Autor:in), 2015, Einflussfaktoren auf das kindliche Wohlergehen. Untersuchung der Rolle des Staates, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/298659
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Leseprobe aus  17  Seiten
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