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Die Entdeckernation Portugal und ihre Chronisten

Título: Die Entdeckernation Portugal und ihre Chronisten

Ensayo , 2015 , 5 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor)

Romanística - Estudos portugueses
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Als erster wichtiger Punkt, der für die Vorreiterrolle Portugals bei den europäischen Entdeckungsfahrten mitverantwortlich ist, können die Erfahrungen, die das Land im Bereich der Schiffskonstruktion und der Navigation aufweisen konnte, gelten. Die Lage an den Küsten des Atlantiks und des Mittelmeers hatte seit jeher günstige Bedingungen für die Entwicklung der Schifffahrt erschaffen, sodass man zu Beginn des Zeitalters der Entdeckungen im 15. Jahrhundert auf eine Tradition der Seefahrt zurückblicken konnte. Ferner spielt auch die vocação atlântica als Disposition zum Blick jenseits des Meeres eine wichtige Rolle, da durch sie bereits früh ein Bewusstsein für die Möglichkeiten eines Aufbruchs in überseeische Gebiete geschaffen wurde, wie sich in den bereits bestehenden Handelsbeziehungen auf den afrikanischen Kontinent zeigt.

Aus dem Inhalt:
- Voraussetzungen der portugiesischen Entdeckungsfahrten,
- Die portugiesische Expansionspolitik in Übersee,
- Die Chronisten

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Voraussetzungen der portugiesischen Entdeckungsfahrten

Intellektuelle Voraussetzungen

Geographische Lage

Politische und gesellschaftliche Aspekte

2. Die portugiesische Expansionspolitik in Übersee

3. Die Chronisten

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen, politischen und intellektuellen Bedingungen, die Portugal zur führenden Entdeckernation machten, und analysiert die Rolle zeitgenössischer Chronisten bei der Dokumentation der kolonialen Expansion in Brasilien.

  • Analyse der intellektuellen und geographischen Voraussetzungen für portugiesische Entdeckungsfahrten.
  • Untersuchung der politischen Machtzentralisierung und gesellschaftlichen Strukturveränderungen im 15. Jahrhundert.
  • Darstellung der portugiesischen Expansionsstrategie unter D. Manuel I. und dem Wandel der Bedeutung Brasiliens.
  • Kritische Würdigung der Rolle von Jesuiten als Zeitzeugen und Chronisten der frühen Kolonialzeit.

Auszug aus dem Buch

Die Chronisten

Pero Vaz de Caminha (1440-1500) ist der unumstrittene Chronist der Entdeckung des Gebietes, das Cabral und seine Männer für eine Insel hielten und das sie Vera Cruz nannten. Seine Carta a el-rei D. Manuel, in der er über diese Entdeckung berichtet, wird von der portugiesischen und brasilianischen Geschichtsschreibung als Geburtsurkunde Brasiliens bezeichnet. Der Text der Carta kann aus unterschiedlen Perspektiven betrachtet werden. Zum einen ist er der literarische Ausdruck des bewundernden und bewegten Blicks des zivilisierten Menschen der Renaissance auf den friedlichen, naiven, unschuldigen Indio und der Begeisterung über die üppige, paradiesische Natur. Er ist aber auch eine Botschaft an den König. Das neue Territorium scheine nicht das zu bieten, nach dem die Portugiesen gesucht haben, Gold und Silber.

Der Brief, den D. Manuel I. erst ein Jahr später an die Katholischen Könige schreibt, um ihnen die Entdeckung Brasiliens mitzuteilen, unterscheidet sich grundlegend von der Carta von Caminha. Gemessen an der Bedeutung der Entdeckung der portugiesischen Seefahrer überrascht er durch seine Kürze, Nüchternheit und Zweideutigkeit. Ist es vorgetäuschtes Desinteresse an der Entdeckung? Oder ist es wirkliches Desinteresse, weil man weder Gold noch Silber gefunden hat? Diese Fragen beschäftigen noch heute die portugiesischen und brasilianischen Historiker. Aber zwei Aussagen im Brief des Königs sind unumstritten: 1. Das neue Territorium sei „zufällig“ entdeckt worden. 2. Ihre Bedeutung läge darin, dass die brasilianische Küste eine wichtige Anlaufstelle auf der Seeroute nach Indien sein könnte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Voraussetzungen der portugiesischen Entdeckungsfahrten: Dieses Kapitel erläutert die geografischen, intellektuellen und politischen Faktoren, die Portugal dazu befähigten, im 15. Jahrhundert die europäische Entdeckerrolle zu übernehmen.

2. Die portugiesische Expansionspolitik in Übersee: Hier wird der Fokus auf die Regierungszeit von D. Manuel I. und die strategische Entwicklung der Kolonie Brasilien vom „zufälligen“ Fundort zur wirtschaftlich bedeutenden Überseeprovinz gelegt.

3. Die Chronisten: Dieses Kapitel untersucht die subjektiven Berichte zeitgenössischer Chronisten wie Caminha und der Jesuiten Anchieta und Vieira als essenzielle historische Quellen.

Schlüsselwörter

Portugal, Entdeckungsfahrten, D. Manuel I., Brasilien, Kolonialgeschichte, Pero Vaz de Caminha, Jesuiten, Padre José de Anchieta, Padre António Vieira, Expansion, Reconquista, Atlantik, Handelsrouten, imperiale Geschichte, Zeitzeugenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit befasst sich mit dem Aufstieg Portugals zur führenden Entdeckernation und der anschließenden kolonialen Entwicklung Brasiliens unter Berücksichtigung politischer und intellektueller Hintergründe.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Voraussetzungen der Seefahrt, die politische Ambition der Krone unter D. Manuel I. und die Rolle der zeitgenössischen Chronisten bei der Aufzeichnung dieser Epoche.

Welches Ziel verfolgt der Autor mit dieser Abhandlung?

Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen der offiziellen politischen Selbstdarstellung der portugiesischen Krone und den Berichten der Akteure vor Ort, wie den Jesuiten, historisch aufzuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine historische Quellenanalyse, bei der primäre zeitgenössische Texte und Sekundärliteratur zur portugiesischen Entdeckungsgeschichte vergleichend ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Voraussetzungen, die Expansionspolitik in Übersee und eine kritische Auseinandersetzung mit den Werken von Chronisten wie Caminha und Vieira.

Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit geprägt?

Wichtige Begriffe sind Portugal, Expansion, Brasilien, Kolonialreich, Chronisten, Indios und der Einfluss der Jesuiten im 16. und 17. Jahrhundert.

Warum wird die „Carta a el-rei D. Manuel“ als so bedeutend eingestuft?

Sie gilt als „Geburtsurkunde Brasiliens“ und liefert einen einzigartigen Einblick in das Bild, das sich die Entdecker von der neuen Welt und ihren Bewohnern machten.

Welche Rolle spielten die Jesuiten Anchieta und Vieira in diesem Kontext?

Sie fungierten als wichtige Zeitzeugen, die durch ihre Berichte und Kanzelpredigten nicht nur administrative Einblicke gaben, sondern auch die Brutalität der Siedler gegenüber der indigenen Bevölkerung anprangerten.

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Detalles

Título
Die Entdeckernation Portugal und ihre Chronisten
Calificación
1,0
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
5
No. de catálogo
V298829
ISBN (Ebook)
9783656973447
ISBN (Libro)
9783656973454
Idioma
Alemán
Etiqueta
entdeckernation chronisten
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2015, Die Entdeckernation Portugal und ihre Chronisten, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/298829
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