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Grundsätze der Gerechtigkeit in John Rawls "Eine Theorie der Gerechtigkeit"

Titel: Grundsätze der Gerechtigkeit in John Rawls "Eine Theorie der Gerechtigkeit"

Seminararbeit , 2012 , 13 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Patrick Schmitt (Autor:in)

Politik - Allgemeines und Theorien zur Internationalen Politik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Absolute Gerechtigkeit gibt es nicht, und wenn jemand absolute Gerechtigkeit anstrebt, wird es furchtbar ungerecht“.
Dieses Zitat war ursprünglich sicherlich nicht auf die Frage der Gesamtgerechtigkeit gemünzt, trifft jedoch die Kernfrage von Gerechtigkeitsverständnis recht gut.
John Rawls hat sich in seinem großen Werk von 1971 ‚Eine Theorie der Gerechtigkeit’, den Fragen gestellt:
Was ist überhaupt Gerechtigkeit?
Wer bestimmt überhaupt, was für wen gerecht ist oder sein kann?
Kann man Gerechtigkeit verallgemeinern, bzw. kann man eine ‚Formel’ entwickeln die für alle gerecht ist?
Um diese Fragen zu beantworten, muss man sich zuerst mit der Begrifflichkeit der Gerechtigkeit auseinander setzen. Jeder Mensch hat eine Vorstellung von Gerechtigkeit, was diese ausmacht und was ungerecht ist. Dafür jedoch eine allgemeingültige Regel aufzustellen, die für jeden Zustand, zu jeder Zeit und für jeden Menschen gilt, ist nahezu unmöglich.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Bedeutung der Gerechtigkeit

1.2 Was ist gerecht? Gibt es eine allg. Formel für Gerechtigkeit?

2. „Der Urzustand“

2.1 Annahmen im Urzustand

2.2 Bedeutung für die Grundsätze der Gerechtigkeit

3. John Rawls’ Gerechtigkeitsprinzipien

3.1. Die Gerechtigkeitsgrundsätze und ihre Vorrangregeln

3.2 Bedeutung der lexikalischen Ordnung

3.3 Aufgaben der Gerechtigkeitstheorie

4. Schluss

4.1 Verständnis der Grundsätze, Anwendbarkeit in der Praxis

4.2 Kritik Rawls am Utilitarismus , Kontraktualismus

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Kernkonzepte der Gerechtigkeitstheorie von John Rawls, insbesondere die Bedingungen des hypothetischen Urzustands und die daraus resultierenden Gerechtigkeitsprinzipien, um deren praktische Anwendbarkeit und theoretische Abgrenzung zum Utilitarismus kritisch zu beleuchten.

  • Die Begriffsbestimmung von Gerechtigkeit im gesellschaftlichen Kontext.
  • Die theoretische Konstruktion des "Urzustands" und des "Schleiers des Nichtswissens".
  • Die Analyse der Gerechtigkeitsgrundsätze und ihrer lexikalischen Ordnung.
  • Die kritische Auseinandersetzung mit dem Utilitarismus und dem klassischen Kontraktualismus.
  • Die Diskussion über die praktische Relevanz und Anwendbarkeit der Theorie.

Auszug aus dem Buch

3.1. Die Gerechtigkeitsgrundsätze und ihre Vorrangregeln

In John Rawls ursprünglicher Fassung der „Eine Theorie der Gerechtigkeit“ von 1971 beschreibt er den ersten Grundsatz:

„Erster Grundsatz

Jedermann hat gleiches Recht auf das umfangreichste Gesamtsystem gleiche Grundfreiheiten, das für alle möglich ist“10

Diesen Grundsatz änderte er jedoch als Reaktion auf eine Kritik von H. L. A. Hart im Jahre 1981 ab auf folgende Endfassung:

„Jede Person hat das gleiche Recht auf ein völlig adäquates System gleicher Grundfreiheiten, das mit einem ähnlichen System von Freiheiten für alle vereinbar ist.“11

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung thematisiert das allgemeine Verständnis von Gerechtigkeit und leitet die zentralen Fragestellungen von John Rawls' Werk ein.

2. „Der Urzustand“: Das Kapitel erläutert den hypothetischen Konstruktionsraum "Urzustand" sowie die Bedingungen wie Gleichheit und den "Schleier des Nichtswissens".

3. John Rawls’ Gerechtigkeitsprinzipien: Hier werden die spezifischen Grundsätze der Gerechtigkeit, ihre Vorrangregeln und die Bedeutung der lexikalischen Ordnung detailliert dargestellt.

4. Schluss: Der Abschluss diskutiert die praktische Anwendbarkeit der Gerechtigkeitstheorie und setzt sie kritisch in Bezug zum Utilitarismus und Kontraktualismus.

Schlüsselwörter

Gerechtigkeit, John Rawls, Urzustand, Schleier des Nichtswissens, Gerechtigkeitsprinzipien, Lexikalische Ordnung, Utilitarismus, Kontraktualismus, Maximin-Regel, Grundfreiheiten, Gesellschaftsvertrag, Vernunft, Chancengleichheit, Institutionen, Nutzenmaximierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die zentralen Argumente von John Rawls in seinem Werk "Eine Theorie der Gerechtigkeit" und deren Bedeutung für eine faire gesellschaftliche Grundordnung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die Definition von Gerechtigkeit, die Bedingungen des Urzustands, die Struktur der Gerechtigkeitsgrundsätze sowie deren Abgrenzung zu utilitaristischen Denkweisen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, wie Rawls Gerechtigkeit theoretisch begründet und inwiefern sein Modell eine Antwort auf die Defizite klassischer Gesellschaftsverträge und des Utilitarismus bietet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor verwendet eine politikwissenschaftliche und philosophische Analyse, indem er die Primärquelle "Eine Theorie der Gerechtigkeit" interpretiert und systematisch in den Kontext der politischen Theorie einordnet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Herleitung des Urzustands, der Definition der zwei Gerechtigkeitsgrundsätze sowie der Vorrangregeln und deren lexikalischer Anordnung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Gerechtigkeit, Urzustand, Schleier des Nichtswissens, Lexikalische Ordnung und Utilitarismuskritik.

Welche Rolle spielt die Maximin-Regel in Rawls' Modell?

Sie dient als Entscheidungsregel im Urzustand, um unter Unsicherheit das bestmögliche Ergebnis für die am schlechtesten gestellten Mitglieder einer Gesellschaft zu erzielen.

Warum ist laut Rawls der "Schleier des Nichtswissens" notwendig?

Er verhindert, dass Individuen Gerechtigkeitsgrundsätze zu ihrem eigenen Vorteil verzerren, indem sie ihre soziale Stellung, körperlichen Voraussetzungen oder persönlichen Lebensziele ausblenden.

Inwiefern unterscheidet sich Rawls' Theorie vom Utilitarismus?

Im Gegensatz zum Utilitarismus, der das Gesamtwohl über das Individuum stellt, schützt Rawls die Rechte Einzelner durch Grundfreiheiten und erlaubt Ungleichheiten nur dann, wenn sie den am wenigsten Begünstigten einen Vorteil bringen.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Grundsätze der Gerechtigkeit in John Rawls "Eine Theorie der Gerechtigkeit"
Hochschule
Hochschule für Politik München
Note
1,3
Autor
Patrick Schmitt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
13
Katalognummer
V298931
ISBN (eBook)
9783656953098
ISBN (Buch)
9783656953104
Sprache
Deutsch
Schlagworte
John Rawls Gerechtigkeit Grundsätze
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Patrick Schmitt (Autor:in), 2012, Grundsätze der Gerechtigkeit in John Rawls "Eine Theorie der Gerechtigkeit", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/298931
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Leseprobe aus  13  Seiten
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