In der vorliegenden Arbeit wird untersucht, inwieweit die Kommunikationsmaßnahmen und Absenderbotschaften des amerikanischen Soft- und Hardwareherstellers Apple Einfluss auf die Imagebildung des Unternehmen haben. Die im März 2012 abgehaltene Produktpräsentation des neuen iPads wird im Verlauf der Forschung auf ihre sprachliche und werbliche Ausgestaltung überprüft und soll letztendlich Aufschluss über Pflege und Generierung des Images geben.
Bezüglich des Forschungsprozesses sind folgende Hypothesen im Mittelpunkt der Inhaltsanalyse zu sehen:
Wenn Apple im Laufe der Produktpräsentationen die Nutzung der hauseigenen Produkte illustriert, dann stammen die Beispiele signifikant öfter aus dem sozial-familiären Umfeld, als aus dem beruflichen.
1. Es besteht ein Zusammenhang zwischen dem globalen Erfolg von Apple und den unveränderten Absenderbotschaften der Nutzerfreundlichkeit, Simplizität und Jugendlichkeit.
2. Es besteht ein Zusammenhang zwischen der Faszination rund um das Unternehmen Apple und deren Produktpräsentationen.
3. Je höher der technische Anteil einer Präsentationssequenz ist, desto mehr werden rhetorische Mittel zur sprachlichen Gestaltung eingesetzt.
4. Um diese Hypothesen gemäß des wissenschaftlichen Anspruchs fachgerecht zu prüfen, wird zunächst anhand aufeinander aufbauender Theorien der Begriff der Unternehmenskommunikation definiert. Weiterhin wird auf Kommunikationsinstrumente PR, Marketing und Corporate Identity eingegangen, bevor die im Forschungsthema genannte Imagebildung gemeinsam mit den Absenderbotschaften erläutert wird. Bezüglich des Analysegegenstandes findet die Relevanz und Vielfalt von Unternehmenspräsentationen Erwähnung im wissenschaftlichen Teil dieser Arbeit.
Zur adäquaten Veri- bzw. Falsifizierung der auf Apple bezogenen Hypothesen, wird die Erfolgsgeschichte des Unternehmens im weiteren Verlauf dargestellt. Hierzu gehören ebenfalls allgemeine Informationen über den Konzern, wie Hierarchie oder Verkaufszahlen, um einen Überblick über die Organisation und den bisherige Meilensteine zu bekommen.
Im empirischen Teil wird zunächst die Methodik der Inhaltsanalyse und ihre Einordnung in die empirische Sozialforschung erfasst. Unmittelbar vor der Forschung findet sich Hintergrundinformationen und Merkmale, die sich auf den Untersuchungsgegenstand beziehen. Anschließend wird die Präsentation des neuen iPads in drei Sequenzen unterteilt und mittels Codierbuch / -bogen untersucht.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Unternehmenskommunikation
2.1 Definition / Historie
2.1.1 Theorien
2.1.2 Zusammenfassung
2.2 Zielgruppendefinition
2.3 PR und Marketing als Instrument der Unternehmenskommunikation
2.3.1 Marketing
2.3.2 Public Relations
2.4 Corporate Identity
2.5 Imagebildung
2.6 Absenderbotschaften
2.6.1 Relevanz für den Rezipientenmarkt
2.6.2 Das AIDA-Modell
2.7 Präsentationen
2.7.1 Relevanz für Unternehmen
2.7.2 Der Redner
2.7.3 Stimme
2.7.4 Das Publikum
2.7.5 Sprache
2.7.6 Rhetorik
2.7.7 Körpersprache
2.7.8 Visuelle Unterstützung
3 Apple Inc
3.1 Das Unternehmen im Allgemeinen
3.2 Unternehmenshierarchie
3.3 Geschichte
3.3.1 Entstehung
3.3.2 Apples Inszenierungen
3.3.3 Die Apple Hysterie
3.4 Produktportfolio
3.4.1 Produktpalette
3.4.2 Apples Verkaufszahlen
3.4.3 Produktentwicklung
3.4.4 Apple Stores
3.5 Kommunikationsmaßnahmen
3.5.1 Apples Zielgruppe
3.5.2 Interne Kommunikation
3.5.3 Externe Kommunikation
4 Produktpräsentation des „neuen iPads“
4.1 Methodendesign der Inhaltsanalyse
4.1.1 Empirische Sozialforschung
4.1.2 Gütekriterien der Inhaltsanalyse
4.1.3 Qualitative und quantitative Analyse
4.2 Untersuchungsgegenstand
4.2.1 Hintergrund
4.2.2 Merkmale der Untersuchung
4.3 Umfeld
4.4 Untersuchung der Präsentation
4.4.1 Neue Funktionen des Produkts
4.4.2 Demonstration von iWork und iLife
4.4.3 Video
4.4.4 Resümee
4.5 Postpräsentativer Marketingverlauf
4.5.1 Global
4.5.2 Deutschland
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den Einfluss der Kommunikationsmaßnahmen und Absenderbotschaften von Apple auf die Imagebildung des Unternehmens, mit einem spezifischen Fokus auf die Produktpräsentation des „neuen iPad“ im März 2012.
- Analyse der Unternehmenskommunikation und ihrer Instrumente (PR, Marketing, Corporate Identity)
- Untersuchung von rhetorischen und sprachlichen Stilmitteln in Produktpräsentationen
- Empirische Inhaltsanalyse der Apple-Keynote zur Produktpräsentation des „neuen iPad“
- Evaluation des Zusammenhangs zwischen Unternehmensinszenierung und Kundenbindung
Auszug aus dem Buch
2.7.6 Rhetorik
Die Rhetorik ist das wohl essentiellste Instrument einer Präsentation, da sie das Publikum mit meist simpler Methodik unbewusst beeinflusst. Schon in der römischen und griechischen Antike gehörte die Rhetorik, neben der Dialektik und Grammatik, zur Grundausbildung der damaligen Sprachausbildung. Wer vor Gericht zu Wort kommen wollte, der musste sich gut mit dem Einsatz rhetorischer Grundzüge auskennen. Rhetorische Mittel dienen seit je her der Verdeutlichung oder Bekräftigung eines Gedanken und müssen gezielt und strategisch eingesetzt werden, um die inhaltliche Qualität der Rede zielführend unterstreichen zu können. Um der Vielzahl an rhetorischen Mitteln gerecht zu werden, sollen an dieser Stelle die prominentesten erläutert und in einen Zusammenhang gebracht werden:
Die Anapher beschreibt die Wiederholung von Wörtern am Satzanfang. Dieses hat den Effekt, dass die Inhalte nach dem wiederholten Satzanfang dem Zuhörer besser im Gedächtnis bleiben. Ein ähnliches Stilmittel, allerdings mit dem identischen Ende eines Satzes, nennt sich Epipher.
Einhergehend mit der Anapher gliedert sich die Klimax, oder der Höhepunkt, mit in die Reihe der wirkungsvollsten rhetorischen Mittel ein. Oft mit dem selben Wortlaut beginnend, nehmen die Inhalte des Präsentierten von Satz zu Satz an Schlagkraft und Enthusiasmus zu. Es wird also eine Gedankenkette so weit ausgeführt, bis der Höhepunkt des Satzes erreicht ist. Dies ist ein beliebtes Mittel, um ein Themengebiet innerhalb der Präsentation mit Applaus seitens des Publikum abzuschließen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage bezüglich des Einflusses der Kommunikationsmaßnahmen von Apple auf die Imagebildung.
2 Unternehmenskommunikation: Theoretische Fundierung der Unternehmenskommunikation inklusive PR, Marketing, Corporate Identity und Präsentationstechniken.
3 Apple Inc: Darstellung des Unternehmens, seiner Geschichte, Hierarchie, Produktpalette und der speziellen Kommunikationsstrategie.
4 Produktpräsentation des „neuen iPads“: Empirische Inhaltsanalyse der Keynote des „neuen iPad“ unter Anwendung verschiedener methodischer Ansätze.
5 Fazit: Zusammenfassende Verifizierung der aufgestellten Hypothesen hinsichtlich der Kommunikation und Wirkung von Apple.
Schlüsselwörter
Unternehmenskommunikation, Apple Inc, Produktpräsentation, Imagebildung, Rhetorik, AIDA-Modell, Corporate Identity, PR, Marketing, Inhaltsanalyse, Kundenbindung, Keynote, Kommunikation, Sprache, Empirie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie Apple durch gezielte Kommunikationsmaßnahmen und spezifische Absenderbotschaften in Produktpräsentationen sein Image aufbaut und pflegt.
Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?
Die Arbeit deckt die theoretischen Grundlagen der Unternehmenskommunikation ab und wendet diese auf die Praxisbeispiele von Apple, insbesondere die „neuen iPad“-Präsentation, an.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den Einfluss von Rhetorik, Sprache und Inszenierung auf die Imagebildung und die Produktbindung der Kunden bei Apple zu analysieren.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es wird eine empirische Inhaltsanalyse durchgeführt, die qualitative Ansätze mit quantitativen Elementen (wie Frequenzanalysen von Adjektiven) kombiniert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Rahmen zur Unternehmenskommunikation und einen empirischen Teil, der die Keynote des „neuen iPad“ mittels Codierbögen methodisch auswertet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Unternehmenskommunikation, Apple, Rhetorik, Inhaltsanalyse, Imagebildung und Produktpräsentation sind die zentralen Begriffe.
Wie wichtig ist Steve Jobs für die untersuchte Kommunikationsstrategie?
Die Arbeit verdeutlicht, dass Steve Jobs’ Art der Inszenierung als „Visionär“ und sein Leitbild der Simplizität das Unternehmen maßgeblich geprägt haben und selbst nach seinem Tod als Standard weitergeführt werden.
Welche Rolle spielt die Rhetorik in den Präsentationen?
Die Rhetorik wird als essentiell beschrieben, um das Publikum unbewusst zu beeinflussen, Sachverhalte zu vereinfachen und eine emotionale Bindung zur Marke aufzubauen.
Warum spielt das „neue iPad“ eine so zentrale Rolle in der Untersuchung?
Das „neue iPad“ dient als ideales Untersuchungsbeispiel, da dessen Präsentation eine signifikante Steigerung der Verkaufszahlen bewirkte und die Apple-typische Marketingstrategie exemplarisch abbildet.
- Citation du texte
- Pascal Gerard Contursi (Auteur), 2012, Imagebildung durch Produktpräsentationen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/298944