Die Stromer sind ein berühmtes Adelsgeschlecht, das im Mittelalter als eine der wichtigsten Patrizierfamilien der „Freien Reichsstadt Nürnberg“ galt. Manche Mitglieder der Familie Stromer fungierten als Handelsherren, Baumeister, Erfinder, Verwalter der städtischen Steuern („Vorderster Losunger“) und Bürgermeister von Nürnberg. Der renommierte Naturforscher Ernst Stromer von Reichenbach (1871–1952) verfasste auf Wunsch seines 1944 in russische Kriegsgefangenschaft geratenen Sohnes und Historikers Wolfgang (1922–1999) die 1951 erschienene Publikation „Unsere Ahnen in der Reichsstadt Nürnberg 1250–1806“. In diesem Werk wird das Leben zahlreicher berühmter Stromer geschildert.
Inhaltsverzeichnis
Die Familie Stromer
Conrad I. Stromair. Zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts.
Heinrich Stromair, geb. vor 1290, gest. 30. 4. 1347.
Conrad (III.) Stromair vor den Predigern, geb. vor 1303, gest. vor 23. 7. 1383.
Ulrich Stromair am Zotenberg, Conrads Sohn, gest. 1385/7.
Ulrich Stromair zur güldenen Rose, Wolframs Sohn, gest. nach 1385/7, vor 1390.
Peter Stromair, geb. vor 1298, gest. nach 1387/8 und vor 12. 3. 1390.
Ulman Stromair, der „gar alte“, geb. 6. 1. 1329, gest. 3. 4. 1407.
Hans Stromair, Sohn Ortulfs, gest. 1421.
Sigmund Stromair zur goldenen Rose, gest. 1435 (nicht 1437).
Ulman III. Stromair, gest. 15. 7. 1509.
Hans II. Stromair, 1467 bis 14. 4. 1526.
Hans IV. Stromair, 1517 bis 20. 12. 1592.
Wolff Stromair, 1471 bis 13. 8. 1552.
Wolf Jakob Stromair, 1561 bis 28. 6. 1614.
Wolf Friedrich (20. 3. 1587 bis 4. 12. 1635) und sein jüngerer Bruder Philipp Jakob (senior) Stromair (25. 7. 1590 bis 23. 10. 1649).
Philipp Jakob Stromair von Reichenbach, 22. 2. 1624 bis 16. 1. 1694.
Wolf Albrecht Stromair von Reichenbach, 30. 7. 1636 bis 19. 4. 1702.
Ulman V. Stromair von Reichenbach, 5. 1. 1641 bis 4. 1. 1707.
Christoph Friedrich Stromair von Reichenbach, 10. 2. 1712 – 4. 12. 1794, verh. 17. 4. 1736 mit Helena Katharina Scheurl († 1756) und 23. 5. 1758 mit Anna Katharina Oelhafen († 1792).
Christoph Wilhelm Friedrich Stromair von Reichenbach, 5. 2. 1737 bis 20. 5. 1805.
Karl Christoph Stromair von Reichenbach und Holenstein, 3. 5. 1728 bis 3. 2. 1785, verh. 2. 3. 1751 mit Katharina Eleonora Haller von Hallerstein (20. 8. 1731 bis 21. 4. 1815).
Jakob Karl Stromair von Reichenbach.
Nachtrag
Karl Otto Stromair von Reichenbach
Ernst Stromair von Reichenbach
Wolfgang Stromair von Reichenbach
Rotraut Stromer von Reichenbach-Baumbauer
Burg und Schloss Grünsberg
Zielsetzung und Themenfelder
Das Werk widmet sich der detaillierten genealogischen Aufarbeitung der Nürnberger Patrizierfamilie Stromer über einen Zeitraum von mehr als fünf Jahrhunderten, wobei der Fokus auf der Einbettung der Familiengeschichte in den Kontext der Reichsstadt Nürnberg liegt. Zudem ergänzt das Buch die Biografien bedeutender Familienmitglieder der jüngeren Vergangenheit.
- Genealogische Erforschung der Familie Stromer in Nürnberg (1250–1806)
- Dokumentation der Bedeutung des Patriziergeschlechts für die Stadtentwicklung
- Historische Aufarbeitung des Familiensitzes Schloss Grünsberg
- Biografische Porträts moderner Vertreter der Familie (Ernst Stromer, Wolfgang Stromer)
Auszug aus dem Buch
Die Familie Stromer
Die Stromer sind ein berühmtes Adelsgeschlecht, das im Mittelalter als eine der wichtigsten Patrizierfamilien der „Freien Reichsstadt Nürnberg“ galt. Manche Mitglieder der Familie Stromer fungierten als Handelsherren, Baumeister, Erfinder, Verwalter der städtischen Steuern („Vorderster Losunger“) und Bürgermeister von Nürnberg. Der renommierte Naturforscher Ernst Stromer von Reichenbach (1871–1952) verfasste auf Wunsch seines 1944 in russische Kriegsgefangenschaft geratenen Sohnes und Historikers Wolfgang (1922–1999) die 1951 erschienene Publikation „Unsere Ahnen in der Reichsstadt Nürnberg 1250–1806“. In diesem Werk, das auf den folgenden Seiten zu lesen ist, wird das Leben zahlreicher berühmter Stromer geschildert.
Im Nachwort schrieb Ernst Stromer: „Zum Schluss meiner Ausführungen drücke ich die Hoffnung aus, daß meine nüchterne und nichts beschönigende Darstellung bewiesen hat, daß meine Vorfahren in den 5 1/2 Jahrhunderten ihrer Reichsstadtzeit sich im Wesentlichen bewährt und nicht nur in ihrer engeren Heimat manch namhaften Mann gestellt haben. Sie haben sicher nicht „seit je das werktätige Volk ausgebeutet“, wie meinem kriegsgefangenen Sohne im Herbst 1949 von einem russischen Kriegsgericht vorgeworfen worden ist. Ich hoffe aber auch, wenn auch als Laie, manche Anregung für Verfolgung kunsthistorischer Fragen und durch Nennung zahlreicher Urkunden und z. T. sehr wenig bekannter Literatur Forschern auf ortsgeschichtlichem Gebiete Material geliefert zu haben“.
Zusammenfassung der Kapitel
Die Familie Stromer: Einleitende Betrachtung der historischen Bedeutung des Patriziergeschlechts für Nürnberg und Hintergrund zur Entstehung der Publikation.
Conrad I. Stromair. Zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts.: Darstellung des frühen Auftretens der Familie in Nürnberg und der ersten urkundlichen Erwähnung.
Heinrich Stromair, geb. vor 1290, gest. 30. 4. 1347.: Beschreibung des Wirkens von Heinrich Stromair und seiner Verbindungen innerhalb der städtischen Handelsstrukturen.
Conrad (III.) Stromair vor den Predigern, geb. vor 1303, gest. vor 23. 7. 1383.: Fokus auf die Bauaktivitäten und die Rolle im Nürnberger Rat.
Ulrich Stromair am Zotenberg, Conrads Sohn, gest. 1385/7.: Analyse der politischen Aktivitäten und der familiären Beziehungen dieses Vertreters.
Ulrich Stromair zur güldenen Rose, Wolframs Sohn, gest. nach 1385/7, vor 1390.: Dokumentation der familiären Linienführung und wirtschaftlichen Bedeutung.
Peter Stromair, geb. vor 1298, gest. nach 1387/8 und vor 12. 3. 1390.: Erörterung der forstwirtschaftlichen Leistungen und der Bedeutung des Besitzes.
Ulman Stromair, der „gar alte“, geb. 6. 1. 1329, gest. 3. 4. 1407.: Würdigung einer zentralen Figur der Familie, die maßgeblich zum Ansehen der Stromer beitrug.
Hans Stromair, Sohn Ortulfs, gest. 1421.: Untersuchung dieses Vertreters einer mittlerweile ausgestorbenen Linie.
Sigmund Stromair zur goldenen Rose, gest. 1435 (nicht 1437).: Fokus auf die historische und politische Rolle im Kontext der Reichsstadt.
Ulman III. Stromair, gest. 15. 7. 1509.: Zusammenfassung der geschichtlichen Ereignisse und des Einflusses dieses Familienmitglieds.
Hans II. Stromair, 1467 bis 14. 4. 1526.: Bericht über das Schicksal und die Besitztümer dieses Stromers.
Hans IV. Stromair, 1517 bis 20. 12. 1592.: Dokumentation der Lebensumstände und familiären Verflechtungen.
Wolff Stromair, 1471 bis 13. 8. 1552.: Erörterung der beruflichen Laufbahn und der literarischen Hinterlassenschaften.
Wolf Jakob Stromair, 1561 bis 28. 6. 1614.: Fokus auf die Rolle als Ratsherr und seine architektonischen Beiträge in Nürnberg.
Wolf Friedrich (20. 3. 1587 bis 4. 12. 1635) und sein jüngerer Bruder Philipp Jakob (senior) Stromair (25. 7. 1590 bis 23. 10. 1649).: Darstellung des Lebens und Wirkens der Brüder in einer bewegten Zeit.
Philipp Jakob Stromair von Reichenbach, 22. 2. 1624 bis 16. 1. 1694.: Biografischer Überblick über diesen Stammvater einer weiteren Linie.
Wolf Albrecht Stromair von Reichenbach, 30. 7. 1636 bis 19. 4. 1702.: Würdigung der wissenschaftlichen und gärtnerischen Interessen dieses Familienmitglieds.
Ulman V. Stromair von Reichenbach, 5. 1. 1641 bis 4. 1. 1707.: Zusammenfassung der letzten Lebensjahre und Familienverhältnisse dieser Generation.
Christoph Friedrich Stromair von Reichenbach, 10. 2. 1712 – 4. 12. 1794, verh. 17. 4. 1736 mit Helena Katharina Scheurl († 1756) und 23. 5. 1758 mit Anna Katharina Oelhafen († 1792).: Porträt des Ratsherrn und seiner Bedeutung für die Familiengeschichte.
Christoph Wilhelm Friedrich Stromair von Reichenbach, 5. 2. 1737 bis 20. 5. 1805.: Rückblick auf das Leben dieses Juristen im späten 18. Jahrhundert.
Karl Christoph Stromair von Reichenbach und Holenstein, 3. 5. 1728 bis 3. 2. 1785, verh. 2. 3. 1751 mit Katharina Eleonora Haller von Hallerstein (20. 8. 1731 bis 21. 4. 1815).: Darstellung der Heiratspolitik und der wirtschaftlichen Lage des Familienzweiges.
Jakob Karl Stromair von Reichenbach.: Zusammenfassende Betrachtung der letzten Generationen vor der Zäsur von 1806.
Nachtrag: Ergänzende Biografien wichtiger Familienmitglieder wie Karl Otto, Ernst und Wolfgang Stromer sowie Rotraut Stromer von Reichenbach-Baumbauer.
Burg und Schloss Grünsberg: Umfassende Baugeschichte, Erhaltung und Bedeutung des Familiensitzes für die Gegenwart.
Schlüsselwörter
Stromer, Patrizier, Nürnberg, Reichsstadt, Schloss Grünsberg, Genealogie, Ernst Stromer, Dinosaurier-Forschung, Paläontologie, Familiengeschichte, Nürnberger Adel, Wirtschaftsgeschichte, Denkmalpflege, Bürgertum, Kulturgeschichte
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Publikation befasst sich mit der detaillierten historischen Aufarbeitung der Nürnberger Patrizierfamilie Stromer und der Geschichte ihres Familiensitzes Schloss Grünsberg.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind Genealogie, Nürnberger Stadtgeschichte, die Bedeutung von Patrizierfamilien im Mittelalter und der Frühen Neuzeit sowie die Bewahrung kulturellen Erbes.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die Ahnenreihe der Familie Stromer lückenlos zu dokumentieren und das Leben sowie das Wirken bedeutender Familienmitglieder der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Der Autor stützt sich auf eine tiefgehende Auswertung von Urkunden, historischen Aufzeichnungen, Briefen, Stammesregistern und zeitgenössischer Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in chronologische Porträts verschiedener Stromer-Vertreter sowie einen ausführlichen Teil zur Geschichte und Restaurierung von Schloss Grünsberg.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlüsselwörter sind: Stromer, Nürnberg, Patrizier, Schloss Grünsberg, Genealogie, Paläontologie und Ernst Stromer.
Welche Rolle spielt Ernst Stromer in diesem Werk?
Ernst Stromer wird als berühmter Paläontologe gewürdigt, dessen Leben und Wirken einen wesentlichen Teil der ergänzenden Biografien im Nachtrag ausmacht.
Was zeichnet Schloss Grünsberg aus?
Schloss Grünsberg ist ein historisches Denkmal, das durch die Familie Stromer von Reichenbach als gemeinnützige Stiftung erhalten wird und eine bedeutende Sammlung kulturhistorischer Objekte beherbergt.
- Quote paper
- Ernst Freiherr Stromer von Reichenbach (Author), 2015, Unsere Ahnen in der Reichsstadt Nürnberg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/299118