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Die Religionspolitik von Theodosius dem Großen

Title: Die Religionspolitik von Theodosius dem Großen

Term Paper , 2002 , 19 Pages , Grade: 3+

Autor:in: Oliver Zachert (Author)

World History - Early and Ancient History
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Summary Excerpt Details

Ab 303 nach Christus gab es keine Christenverfolgungen mehr und somit konnte sich eine neue Religion immer mehr in der römischen Gesellschaft durchsetzen. Unter Kaiser Galerius wurde 311 n. Chr. erstmals ein Toleranzedikt für die Christen ausgesprochen. Kaiser Konstantin war der erste christliche Kaiser, der sich dieser Religion mit dem Konzil von Nikaea anschloss.

Auch die Söhne des Konstantin, Konstans und Konstantius II, führten dessen Religionspolitik weiter. Konstantin II übte den größten Einfluss aus und war ab 353 n. Chr. Alleinherrscher. Einen kurzen Einbruch erlitten die Christen unter Julian Apostata, einem Anhänger der heidnischen Opferkulte, der andere Religionen verbot. Er herrschte jedoch nur von 361-362 n. Chr.. Um das Heidentum wieder aufleben zu lassen, schränkte er die Christen in ihren Rechten ein.

In den Jahren der Regentschaften der Kaiser Valentian I, Valens II sowie Valentian II wurde die Religionsfrage sehr selten gestellt. Arianismus- und Donatismusstreit konnten sich weit ausbreiten. Da gesetzlich nichts festgeschrieben war, bildeten sich Abspaltungen dieser Parteien. Ein erstes Zeichen gegen die Verachtung der Religionsfrage setzte Kaiser Gratian mit seinem Toleranzedikt von 378 n. Chr.. Auf Grund eines synodalen Beschlusses wurde er um ein Eingreifen gebeten. Diese Maßnahme jedoch verschlechterte die religiöse Lage. Theodosius, der 379 n. Chr. zum Kaiser für das arianische Ostreich ernannt wurde, machte es sich zur Aufgabe, die Uneinigkeit in der Kirche zu beenden. Der einzig wahre Glaube sollte sich in dem gesamten Reich durchzusetzen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

Einblick in die religionspolitische Lage vor Theodosius

2. Das Edikt des Theodosius

Das Edikts: “cunctos populos“ aus dem Jahr 381

3. Die Häretiker

Überblick und Auswertung der Häretikergesetze aus dem Codex Theodosianus

4. Die Heiden

4.1. Die Entwicklung der Heidengesetze von 379 n. Chr. bis 391 n. Chr.

4.2. Die Heidengesetze ab 391 n. Chr.

5. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Religionspolitik von Kaiser Theodosius dem Großen und analysiert, wie er versuchte, den christlichen Glauben im gesamten Römischen Reich durchzusetzen sowie den Umgang mit Häretikern und Anhängern des Heidentums gesetzlich zu regeln.

  • Die religionspolitische Ausgangslage vor dem Regierungsantritt von Theodosius
  • Analyse des Edikts "cunctos populos" als Grundlage der kaiserlichen Glaubenspolitik
  • Rechtliche Maßnahmen gegen häretische Gruppierungen im Codex Theodosianus
  • Die Entwicklung und Verschärfung der Gesetzgebung gegenüber heidnischen Kulten

Auszug aus dem Buch

Die Entwicklung der Heidengesetze von 379 n. Chr. bis 391 n. Chr.

Der Auftakt für die Bekämpfung des Heidentums war bereits schon durch dem Amtsantritt des Theodosius im Jahr 379 n. Chr. vorprogrammiert. Er lehnte bezeichnenderweise für seine Religionspolitik den Titel des pontifex maximus ab. So gab Theodosius ein erstes Signal für seine angestrebten religiösen Ziele. Ich persönlich setze die Ablehnung des pontifex maximus mit dem Edikt cunctos populos gleich. Denn beide Ereignisse werte ich als einen „Richtungsweiser“ für das Fortbestehen der heidnischen und häretischen Religion. Für die heidnische Bevölkerung muss die Ablehnung des Titels als oberster Priesters eine Mahnung gewesen sein, die sich Jahre erst später bewahrheiten sollte. Theodosius verzichtet also nicht nur auf alle Rechte, sondern auch auf die Pflichten gegenüber dem alten Staatskult.

Thedosius’ persönliche Einstellung gegenüber dem Christentum ist als positiv und förderlich zu bewerten. Ich gehe davon aus, dass Theodosius bereits seit seiner Geburt getauft war und durch sein Elternhaus zu dem nicaenischen Glauben fand. Er hätte sonst wohl kaum den Titel des pontifex maximus abgelehnt, wenn er nicht ein gläubiger Christ gewesen wäre. Das bezeugt uns auch der Mailänder Bischof Ambrosius. Er sagt in einem Brief an Theodosius, dass der Kaiser ein Vorbild unerhörter Frömmigkeit sei und den Gipfel der Milde erreicht habe. Diese Laudatio dient nur als Beleg und sollte nicht überbewertet werden, denn der Bischof versucht in diesem Schreiben die Gunst des Kaisers zu gewinnen, um selbst an der Regierung mitwirken zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die religiöse Situation im Römischen Reich vor Theodosius und den Kontext seiner Machtübernahme.

2. Das Edikt des Theodosius: Hier wird die Bedeutung des Edikts "cunctos populos" von 381 n. Chr. als zentrales Instrument für die staatliche Etablierung des katholischen Glaubens untersucht.

3. Die Häretiker: Dieser Abschnitt behandelt die gesetzlichen Einschränkungen und Sanktionen gegen christliche Abspaltungen gemäß dem Codex Theodosianus.

4. Die Heiden: Das Kapitel analysiert die schrittweise Verschärfung der Gesetze gegen heidnische Kulte, insbesondere die Verbote von Opferriten und Tempelbesuchen.

5. Zusammenfassung: Abschließend wird die religionspolitische Strategie des Kaisers bewertet und sein Einfluss auf die Etablierung des Christentums als Staatsreligion resümiert.

Schlüsselwörter

Theodosius der Große, Religionspolitik, Christentum, Heidentum, Codex Theodosianus, cunctos populos, Häresie, pontifex maximus, Antike, römische Geschichte, Ambrosius von Mailand, Religionsedikt, Kaisertum, Gesetzgebung, Kirchengeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die religiösen Reformen und gesetzgeberischen Maßnahmen von Kaiser Theodosius dem Großen während seiner Regierungszeit im vierten Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Etablierung des katholischen Glaubens, dem Umgang mit verschiedenen häretischen Gruppen sowie dem systematischen Vorgehen gegen traditionelle heidnische Kulte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Prozess der Transformation des Römischen Reiches hin zur christlichen Staatsreligion durch die spezifische Religionspolitik des Kaisers aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse antiker Quellen, wie den Codex Theodosianus, sowie auf moderne kirchengeschichtliche und historische Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Gesetze gegen Häretiker, die Entwicklung der Heidengesetze vor und nach 391 n. Chr. sowie den Einfluss kirchlicher Würdenträger auf kaiserliche Entscheidungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Theodosius der Große, cunctos populos, Religionspolitik, Heidenbekämpfung, Häretikergesetze und der Codex Theodosianus.

Welche Rolle spielte Ambrosius von Mailand in der Religionspolitik des Theodosius?

Ambrosius trat als Impulsgeber auf, der den Kaiser durch politischen Druck und religiöse Mahnungen dazu bewegte, die Religionsfragen stärker in den Fokus der Staatsführung zu rücken.

Warum lehnte Theodosius den Titel "pontifex maximus" ab?

Diese Ablehnung diente als deutliches Signal für seinen Bruch mit der heidnischen Tradition und unterstrich seine christliche Überzeugung und religiöse Ausrichtung.

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Details

Title
Die Religionspolitik von Theodosius dem Großen
College
Otto-von-Guericke-University Magdeburg  (Institut für Geschichte)
Course
Zwischen heidnischer Tradition und christlicher Neuerung: Das römische Reich im 4.Jh.n.Chr.
Grade
3+
Author
Oliver Zachert (Author)
Publication Year
2002
Pages
19
Catalog Number
V29916
ISBN (eBook)
9783638313124
Language
German
Tags
Religionspolitik Theodosius Großen Zwischen Tradition Neuerung Reich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Oliver Zachert (Author), 2002, Die Religionspolitik von Theodosius dem Großen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/29916
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