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"Power Shift" in den internationalen Beziehungen. Eine theoretische Erfassung anhand der Süd-Süd-Kooperation

Titel: "Power Shift" in den internationalen Beziehungen. Eine theoretische Erfassung anhand der Süd-Süd-Kooperation

Seminararbeit , 2015 , 25 Seiten , Note: 1

Autor:in: Eric Hugo Weinhandl (Autor:in)

Politik - Allgemeines und Theorien zur Internationalen Politik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Auseinandersetzung mit dem Wandel in den internationalen Beziehungen erlebt aus (politik-)wissenschaftlicher Perspektive seit dem Ende des kalten Krieges und dem Zusammenbruch der Sowjetunion eine regelrechte Renaissance.
Zahlreiche empirische Arbeiten beschäftigten sich seither mit dem voranschreitenden Bedeutungsverlust westlicher Industrienationen und den gleichzeitig wirtschaftlich und politisch aufstrebenden Entwicklungs- und Schwellenländern, primär in Asien. Dieser Prozess der Machtverschiebung hat sich in den vergangenen Jahren, auch durch die Terroranschläge des 11. Septembers 2001 in den USA, noch weiter intensiviert, weshalb viele Autoren dieses Phänomen als „Power Shift“ definieren. Der Prozess des Power Shift geht dabei sowohl in politischer und wirtschaftlicher, als auch in gesellschaftlicher Art und Weise vonstatten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorien, Fragestellung und Hypothese

2.1 Interdependenztheorie

2.2 Global Governance:

2.3 Neogramscianische Perspektiven:

3. Power Shift anhand ausgewählter Beispiele der Süd-Süd Kooperation:

3.1 BRICS:

3.2 Lateinamerikanisch-afrikanische Kooperationen – ASA-Gipfel:

3.3 World Social Forum und die G15/G20:

4. Conclusio:

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Prozess der globalen Machtverschiebung, den sogenannten "Power Shift", weg von westlichen Industrienationen hin zu aufstrebenden Entwicklungs- und Schwellenländern. Dabei wird analysiert, wie dieser Wandel durch verschiedene Kooperationsformen des globalen Südens – wie die BRICS-Staaten, ASA-Gipfel sowie das World Social Forum – theoretisch fundiert und praktisch umgesetzt wird, um eine emanzipierte gegenhegemoniale Strategie zu verfolgen.

  • Analyse der Machtverschiebung in den internationalen Beziehungen
  • Theoretische Verknüpfung von Interdependenztheorie, Global Governance und Neogramscianismus
  • Untersuchung von Süd-Süd Kooperationen als gegenhegemoniale Strategien
  • Rolle der Zivilgesellschaft in neuen transnationalen Integrationsprozessen
  • Kritik an neoliberalen und westlich dominierten Weltordnungsmodellen

Auszug aus dem Buch

3.1 BRICS:

Als BRIC, mittlerweile BRICS, werden seit dem Jahr 2001 Schwellenländer des globalen Südens tituliert, „to highlight the exceptional role of important emerging economies“. Amerikanische Finanzanalysten etablierten diesen Begriff in Abgrenzung zu den westlichen G7 Nationen und seither wurde dieses Akronym auch von politikwissenschaftlicher Seite übernommen. Charakteristisch für die teilhabenden Staaten Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika, sind ihre hohen Wachstumsraten, ihr ökonomisches Zukunftspotential und ihre demographischen Entwicklungen. Auch eint all diese Staaten der Wille nach einer Veränderung im internationalen politischen Geschehen, mit einem stärkeren Fokus auf den speziellen Bedürfnissen von Entwicklungs- und Schwellenländern.

Vor allem die Rollen der einzelnen Mitglieder als regionale Großmächte, mit mächtigem Einfluss auf viele sogenannte „Low Income Countries (LIC´s)“, bescherte den BRICS-Staaten einen hohen Vertrauenszuwachs während der vergangenen Finanzkrise von 2008. Durch regionale und subregionale Handels- und Investitionsabkommen, konnte die Staatengemeinschaft für relative wirtschaftliche und politische Stabilität in vielen Regionen des globalen Südens sorgen.

Seit dem Jahr 2006 gibt es regelmäßige Treffen der Staats- und Regierungschefs aller teilhabenden Staaten. Im Jahr 2010 wurde Südafrika als bislang letztes Mitglied in die Gruppe aufgenommen, trotz deutlicher ökonomischer und demographischer Differenzen zu den anderen Teilhabern, um einen regionalen Vertreter des afrikanischen Kontinentes mit an Bord zu haben. Südafrika gilt gemeinhin als wirtschaftliches und politisches Tor zum Sub-Sahara Raum. Ziel der BRICS ist es seither die internationale Agenda zugunsten einer Schwellen- und Entwicklungsländerfreundlicheren Politik um zu modellieren. Man will ein stärkeres Mitspracherecht in den internationalen Governance-Strukturen, wie etwa im UN-Sicherheitsrat, oder in den Führungsgremien der Weltbank, des Internationalen Währungsfonds und der Internationalen Strafgerichtshöfe.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Phänomen des "Power Shift" ein und definiert das Ziel der Arbeit, diese Machtverschiebung theoretisch anhand von Süd-Süd Kooperationen zu erfassen.

2. Theorien, Fragestellung und Hypothese: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen durch die Interdependenztheorie, Global Governance und den Neogramscianismus gelegt, um das Forschungsziel methodisch einzuordnen.

3. Power Shift anhand ausgewählter Beispiele der Süd-Süd Kooperation: Dieser Hauptteil analysiert empirische Beispiele wie BRICS, ASA-Gipfel und das World Social Forum als Ausdruck gegenhegemonialer Strategien.

4. Conclusio: Das Fazit bestätigt die Forschungsfrage, dass ein Machtverschiebungsprozess stattfindet, und diskutiert kritisch die theoretische Belastbarkeit der untersuchten Ansätze.

Schlüsselwörter

Power Shift, Süd-Süd Kooperation, Internationale Beziehungen, BRICS, Global Governance, Interdependenztheorie, Neogramscianismus, Gegenhegemonie, Schwellenländer, Weltsozialforum, Zivilgesellschaft, Multipolarität, Machtverschiebung, Politische Ökonomie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Prozess der Machtverschiebung in der globalen Politik von westlichen Industrienationen hin zu aufstrebenden Entwicklungs- und Schwellenländern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Erfassung globaler Machtverschiebungen, der Bedeutung von Süd-Süd-Kooperationen und der Rolle nicht-staatlicher Akteure in der internationalen Politik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den "Power Shift" Prozess anhand praktischer Beispiele aus dem globalen Süden theorieübergreifend zu erklären und zu analysieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Autorin kombiniert drei zentrale politikwissenschaftliche Ansätze: die Interdependenztheorie, die Global Governance Theorie und den Neogramscianismus.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert konkrete Bündnisse und Foren wie die BRICS-Staaten, die ASA-Gipfel sowie das World Social Forum und die G15/G20 als gegenhegemoniale Instrumente.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Power Shift, Süd-Süd-Kooperation, gegenhegemoniale Strategien, Multipolarität und die Transformation der internationalen Weltordnung.

Warum spielt die Zivilgesellschaft eine zentrale Rolle in der Analyse?

Die Autorin argumentiert, dass transnationale Akteure und die internationale Zivilgesellschaft zunehmend an Bedeutung gewinnen und klassische, staatszentrierte Machtmodelle ablösen.

Wie wird die Rolle der BRICS-Staaten in der Arbeit bewertet?

Die BRICS werden als ein wesentlicher Akteur des Power Shift verstanden, der versucht, durch neue Finanzinstitutionen und politisches Agendasetting die Vormachtstellung des Westens zu hinterfragen.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
"Power Shift" in den internationalen Beziehungen. Eine theoretische Erfassung anhand der Süd-Süd-Kooperation
Hochschule
Universität Wien  (Politikwissenschaft)
Veranstaltung
Vertiefungsseminar Internationale Konflikte: Theorien und Fallbeispiele
Note
1
Autor
Eric Hugo Weinhandl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
25
Katalognummer
V299172
ISBN (eBook)
9783656954286
ISBN (Buch)
9783656954293
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Internationale Politik Internationale Theorien Süd-Süd Kooperation Afrika Asien Lateinamerika Südamerika BRICS China Powershift Interdependenztheorie Neogramscianismus Global Governance G15 G20 World Social Forum Weltsozialforum ASA Schwellenländer Entwicklungsländer Low Income Countries Südafrika Brasilien Russland Hegemonie Block
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Eric Hugo Weinhandl (Autor:in), 2015, "Power Shift" in den internationalen Beziehungen. Eine theoretische Erfassung anhand der Süd-Süd-Kooperation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/299172
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Leseprobe aus  25  Seiten
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