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Ethische Unternehmenswerte. Entwicklung eines Konzeptes verantwortungsvoller Unternehmensführung

Titre: Ethische Unternehmenswerte. Entwicklung eines Konzeptes verantwortungsvoller Unternehmensführung

Thèse de Master , 2014 , 111 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Stephan Reinhold (Auteur)

Gestion d'entreprise - Direction d'entreprise, Management, Organisation
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Anforderungen an Unternehmen, ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nachzukommen, sind heutzutage sehr komplex. So agieren sie in einer pluralistischen und post-traditionalen Gesellschaft, in der sie mit unterschiedlichsten Moralvorstellungen und Ansprüchen konfrontiert sind. Diese Moralvorstellungen manifestieren sich unter anderem in Unternehmenswerten. Richten sich die Handlungen von Unternehmen dabei an Werten aus, welche nur ökonomische Interessen berücksichtigen, kann es zu gravierende Konflikten zwischen ihnen und ihren Anspruchsgruppen kommen.

Die zunehmende Kritik am Shareholder-Value-Management oder die gesellschaftliche Empörung über zu hohe Bonuszahlungen an Manager sind genauso Ausdruck dieses Konfliktes, wie die steigenden Proteste gegen menschenunwürdige Arbeitsbedingungen, den rücksichtslose Abbau von natürlichen Ressourcen oder der Verschmutzung der Umwelt. Der sich daraus entwickelnde gesellschaftliche Druck, schafft für Unternehmen zumindest eine extrinsische Motivation, um den Ansprüchen eines ‚verantwortungsvolleren’ unternehmerischen Handelns nachzukommen. Orientieren sich Unternehmen in ihren Handlungen an eindimensionalen ökonomischen Werten, wie der Gewinnmaximierung, wirkt das ‚gesellschaftlich verantwortungsvolle Handeln’ eines Unternehmens jedoch eher aufgesetzt und wenig konsistent. So können Konzepte, welche die gesellschaftliche Unternehmensverantwortung (auch unter dem Begriff CSR: Corporate Social Responsibility bekannt) prinzipiell fördern sollen, als strategisches Marketinginstrument ‚missbraucht’ werden. Wird die Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung in Unternehmen dabei nur im Sinne der Verkaufsförderung bzw. Imageverbesserung verstanden, ohne dass die eigentlichen unternehmerischen Handlungen die Ansprüche anderer Stakeholder berücksichtigen, verlieren Unternehmen ihre Glaubwürdigkeit, das gesellschaftliche Vertrauen und letztlich ihre Existenzberechtigung.

Damit der Verantwortung nachgekommen werden kann, müssen gesellschaftliche Ansprüche bereits in der Handlungsorientierung des Unternehmens, in den Unternehmenswerten, berücksichtigt werden. Um zu einem Konsens über eine gemeinsame und somit gerechte Wertebasis zwischen Unternehmen und Gesellschaft zu kommen, bedarf es einer Ebene, auf der die jeweiligen Moral- und Wertevorstellungen reflektiert werden können. Diese Reflexionsebene bildet die Ethik, welche in dieser Arbeit den Schwerpunkt darstellt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Kurzfassung/Summary

2. Einführung

2.1 Kontext und Relevanz der Arbeit

2.2 Aufbau der Arbeit

3. Einführung in die Ethik

3.1 Ethische Grundbegriffe

3.1.1 Moralität

3.1.2 Moral

3.1.3 Ethik

3.2 Normative Ethik

3.2.1 Unterscheidung von normativer und deskriptiver Ethik und der Metaethik

3.2.2 Ethische Prinzipien

3.2.2.1 Merkmale ethischer Prinzipien

3.2.2.2 Begründung ethischer Prinzipien

3.2.2.3 Anwendung ethischer Prinzipien

3.3 Unternehmensethik

3.3.1 Einführung in die Unternehmensethik

3.3.2 Ansätze der Unternehmensethik

3.3.2.1 Prozessorientierte Ansätze der formal-normativen Unternehmensethik

3.3.2.1.1 Republikanische Dialogethik

3.3.2.1.2 Integrative Unternehmensethik

3.3.3 Die Diskursethik als Grundlage der Unternehmensethik

3.3.3.1 Merkmale der Diskursethik

3.3.3.2 Begründungsebene der Diskursethik

3.3.3.3 Anwendungsebene der Diskursethik

3.4 Zwischenfazit: Einführung in die Ethik

4. Einführung in den Wertbegriff

4.1 Etymologische Herkunft und Bedeutung des Wertbegriffs

4.2 Herkunft und Bedeutung des Wertbegriffs in den Wirtschaftswissenschaften

4.2.1 Bedeutung des Wertbegriffs in der Betriebswirtschaft

4.2.1.1 Werttheorie nach Wolfram Engels

4.2.1.2 Der Unternehmenswert

4.2.1.3 Die Unternehmensbewertung

4.2.1.3.1 Der Unternehmenswert für Aktionäre: Shareholder-Value

4.2.1.3.2 Der Unternehmenswert für Anspruchsgruppen: Stakeholder-Value

4.3 Herkunft und Bedeutung des Wertbegriffes in der Ethik

4.3.1 Wertbegriff nach Immanuel Kant

4.3.2 Wertbegriff nach Rudolf Hermann Lotze

4.3.3 Wertbegriff nach Friedrich Nietzsche

4.3.4 Wertbegriff nach Max Scheler

4.4 Ethische Konzepte zur Begründung von Werten

4.4.1 Metaphysische Verankerung von Werten

4.4.2 Deduktive Herleitung aus Basiswerten

4.4.3 Vertragstheoretische Begründung von Werten

4.4.4 Prozessuale Begründung von Werten

4.4.5 Interaktionsökonomische Begründung von Werten

4.5 Zwischenfazit: Einführung in den Wertbegriff

5. Ansatzpunkte ethischer Unternehmenswerte durch den Diskurs in Unternehmen

5.1 Voraussetzungen für den Diskurs in Unternehmen

5.2 Ansatzpunkte für den Diskurs durch die Unternehmenskommunikation

5.2.1 Prinzipien der Unternehmenskommunikation

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen durch eine werteorientierte, ethisch reflektierte Unternehmensführung ihrer gesellschaftlichen Verantwortung (CSR) gerecht werden können, ohne dabei ökonomische Notwendigkeiten zu vernachlässigen. Zentral ist dabei die Forschungsfrage, wie durch Diskursethik ein kommunikatives Fundament geschaffen werden kann, um Unternehmenswerte legitim und konsensual gegenüber Stakeholdern zu begründen.

  • Grundlagen der Ethik und Unterscheidung zwischen Moral, Moralität und Ethik.
  • Analyse und Begründung ethischer Prinzipien für die Unternehmensethik.
  • Untersuchung des Wertbegriffs in Wirtschafts- und Ethikkontexten.
  • Die Rolle der Diskursethik als prozedurales Verfahren zur Konsensfindung.
  • Implementierung ethischer Werte durch Stakeholder-Kommunikation.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Moralität

„Moralität ist ein spezifisches humanes Phänomen, von dem jeder Mensch aus eigener Erfahrung ein intuitives Vorverständnis hat. Worum es bei Fragen der Moral und Ethik im Kern geht, lässt sich daher zunächst am besten aus ihrer elementaren Bedeutung für das Leben und Zusammenleben der Menschen begreifen.“

Moralität und Sittlichkeit sollen in dieser Arbeit als synonyme Begriffe verwendet werden. Nach Otfried Höffe bezeichnet die Sittlichkeit „die uneingeschränkte Verbindlichkeit, unter der der Mensch in seinem Verhalten zu den Mitmenschen, aber auch zur Natur und zu sich selbst steht.“ Dabei ist die Sittlichkeit, nicht wie bei der Moral aufgrund sozialer Sanktionen konstituiert, sondern seiner selbst Willen zu befolgen und richtet sich an den Menschen als freies Vernunftwesen. Moralität ist nicht mit einer bestimmten Moral identisch, sondern bezeichnet vielmehr den unbedingten normativen Anspruch, von dem aus die Moral ihre Rechtfertigung oder auch Disqualifizierung erhält. Der Mensch zeichnet sich als sittliches Wesen dadurch aus, dass er sich zu seinen biologischen, psychologischen und soziokulturellen Bedingungen ins Verhältnis setzt und durch die Benennung, Beurteilung, Anerkennung oder Verwerfung dieser Determinationen über Vernunft verfügt. Stellt sich der Mensch in seinem Handeln dem Anspruch der Moralität, tut er das Gute, handelt er absichtlich entgegengesetzt dieses Anspruches, tut er das Böse.

Zusammenfassung der Kapitel

Kurzfassung/Summary: Diese Arbeit analysiert, wie Unternehmen CSR durch ethisch begründete Unternehmenswerte wahrnehmen können, indem sie die Diskursethik als Verfahren zur wertebasierten Kommunikation mit Stakeholdern einsetzen.

Einführung: Die Einleitung beleuchtet die steigenden komplexen gesellschaftlichen Anforderungen an Unternehmen und die Notwendigkeit, ökonomische Interessen mit ethischer Verantwortung zu vereinen.

Einführung in die Ethik: Dieses Kapitel klärt grundlegende ethische Begriffe und erläutert die Bedeutung der normativen Ethik und ethischer Prinzipien als Basis für Unternehmenswerte.

Einführung in den Wertbegriff: Hier wird der Wertbegriff aus ökonomischer und ethischer Perspektive untersucht, um eine Grundlage für die Definition ethischer Unternehmenswerte zu schaffen.

Ansatzpunkte ethischer Unternehmenswerte durch den Diskurs in Unternehmen: Dieses Kapitel erörtert die praktische Umsetzung des Diskurses in Unternehmen, insbesondere durch Unternehmenskommunikation und die notwendigen strukturellen Voraussetzungen.

Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass eine prozedurale Diskursethik einen tragfähigen Reflexionsrahmen bietet, um Unternehmenswerte legitim und fair zu entwickeln.

Schlüsselwörter

Unternehmensethik, Diskursethik, Corporate Social Responsibility, Werte, Stakeholder, Moral, Moralität, Kommunikation, Konsens, Unternehmensführung, Ethik, Gerechtigkeit, Letztbegründung, Unternehmenskommunikation, CSR.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie Unternehmen eine ethisch legitimierte werteorientierte Führung in einem wirtschaftlich komplexen Umfeld umsetzen können.

Welche sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Unternehmensethik, der ethische Wertbegriff, die Stakeholder-Kommunikation und die Anwendung der Diskursethik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Entwicklung eines Konzepts, wie ethische Unternehmenswerte durch einen diskursiven Prozess mit Stakeholdern begründet und verankert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer wissenschaftstheoretischen und philosophischen Analyse ethischer Theorien, insbesondere der Diskursethik nach Habermas und Apel.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der Ethik, die wirtschaftswissenschaftliche Herleitung von Werten und die praktische Anwendbarkeit der Diskursethik in der Unternehmenskommunikation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Diskursethik, Unternehmensethik, CSR, Stakeholder-Value und werteorientierte Führung.

Wie unterscheidet sich der Shareholder-Value vom Stakeholder-Value-Ansatz im Kontext dieser Arbeit?

Der Shareholder-Value-Ansatz fokussiert sich primär auf die monetäre Rendite für Aktionäre, während der Stakeholder-Value-Ansatz die Interessen aller relevanten Anspruchsgruppen ethisch integrieren will.

Warum ist die Diskursethik laut Autor besonders für Unternehmen geeignet?

Die Diskursethik bietet ein prozedurales Verfahren, das es ermöglicht, in einer pluralistischen Gesellschaft faire Konsense über Werte zu erzielen, ohne diese inhaltlich vorzugeben.

Welche Rolle spielt die Unternehmenskommunikation?

Sie dient als praktische Anwendungsebene, auf der der Dialog mit Stakeholdern stattfindet und ethische Werte durch spezifische Kommunikationsprinzipien konkretisiert werden können.

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Résumé des informations

Titre
Ethische Unternehmenswerte. Entwicklung eines Konzeptes verantwortungsvoller Unternehmensführung
Université
Steinbeis University Berlin  (ICRM)
Cours
Verantwortungsvolle Unternehmensführung
Note
1,0
Auteur
Stephan Reinhold (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
111
N° de catalogue
V299234
ISBN (ebook)
9783656954125
ISBN (Livre)
9783656954132
Langue
allemand
mots-clé
ethische unternehmenswerte entwicklung konzeptes unternehmensführung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Stephan Reinhold (Auteur), 2014, Ethische Unternehmenswerte. Entwicklung eines Konzeptes verantwortungsvoller Unternehmensführung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/299234
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