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Problemorientierter oder chronologischer Geschichtsunterricht in der Schule

Vergleich der Vorteile und Nachteile der beiden Unterichtsmodelle

Titel: Problemorientierter oder chronologischer Geschichtsunterricht in der Schule

Hausarbeit , 2015 , 19 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Henning Fischer (Autor:in)

Didaktik - Geschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Wer Geschichte lehrt, versucht, historisches Lernen zu ermöglichen. Schülerinnen und Schüler sollen ihre Aufmerksamkeit auf Vergangenes richten, diese wahrnehmen und für sich rekonstruieren und deuten.“

Das ist die Aufgabe eines / einer Geschichtslehrers oder -lehrerin, aber auch des Fachs Geschichte selbst. Im Laufe der Zeit hat die Unterrichtsstruktur im Fach Geschichte eine beachtliche Entwicklung durchlebt, viele Kinder sehen Geschichte nicht mehr als stupides Auswendiglernen von Zahlen und Fakten an, sondern haben durchaus ein tiefer gehendes Interesse für die Geschichte und die zahlreichen Vorkommnisse entwickelt.

Dies wird auch im Lehrplan für Geschichte der Sekundarstufe I deutlich: „Durch ihre wirksame Aufbereitung, vor allem in den Medien, hat sich der Stellenwert der Geschichte verändert. Populärwissenschaftliche Veröffentlichungen, Kinderlexika, Comics, Ausstellungen, Angebote außerschulischer Lernorte, besonders der Museen, und die Präsentation geschichtlicher Themen in den audiovisuellen Medien führen zu einer Vorprägung der Schülerinnen und Schüler und beeinflussen ihre Erwartungshaltung bei der Begegnung mit historischen Phänomenen, Ereignissen und Persönlichkeiten im Unterricht.“

Trotz dieser Entwicklung ist die Meinung der Schülerinnen und Schüler über das Fach Geschichte weiterhin gespalten. Empirische Erkundungen haben ergeben, dass Kinder und Jugendliche den herkömmlichen Geschichtsunterricht des chronologischen Durchgangs für langweilig halten, weil er an ihren Interessen und Bedürfnissen vorbeigeht. Für viele Schülerinnen und Schüler ist Geschichte ein Fach, das sich mit einer abgelebten, toten Vergangenheit befasst – Geschichte als „tote Anatomie“ und allenfalls im Bereich der unmittelbaren Vorgeschichte der Gegenwart nützliche Informationen zum Gegenwartsverständnis beisteuern kann. Hier werden erhöhte Anforderungen an die Lehrkräfte gestellt, für die es gilt, den Unterricht informativ und lehrreich, aber auch interessant und unterhaltsam zu gestalten. Diese Äußerungen von Schülerinnen und Schülern spiegeln häufig deren eigene Wirklichkeit des Geschichtsunterrichts wider. Dies zeigt auf, dass sich für die Lernenden zwischen Gegenwart und Vergangenheit eine Kluft auftut, die sie im Unterricht nur zu überbrücken vermögen. In dieser Hausarbeit werden zwei Unterrichtsmodelle miteinander verglichen, der „problemorientierte Geschichtsunterricht“ und der „chronologische Geschichtsunterricht“, dies bildet den Kern der Hausarbeit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Problemorientierter Geschichtsunterricht

2.1 Das „Drei-Phasen-Modell“ nach Dahl (1989) und Uffelmann (1998)

2.2 Einstiege in den problemorientierten Unterricht

3. Chronologischer Geschichtsunterricht

4. Problemorientierter Geschichtsunterricht oder chronologischer Geschichtsunterricht?

4.1 Vor- und Nachteile: Chronologischer Geschichtsunterricht

4.2 Vor- und Nachteile: Problemorientierter Geschichtsunterricht

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis und Quellenverzeichnis

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht und vergleicht die zwei zentralen Unterrichtsmodelle „problemorientierter Geschichtsunterricht“ und „chronologischer Geschichtsunterricht“, um zu ermitteln, welches Konzept für den modernen Geschichtsunterricht besser geeignet ist, um das Interesse der Schüler zu fördern und historisches Lernen effektiv zu gestalten.

  • Vergleich von problemorientierten und chronologischen Unterrichtsstrukturen.
  • Analyse des „Drei-Phasen-Modells“ nach Dahl und Uffelmann.
  • Untersuchung verschiedener Einstiegsmethoden in den Geschichtsunterricht.
  • Abwägung der Vor- und Nachteile beider Ansätze aus didaktischer Perspektive.
  • Diskussion zur Förderung von historischem Denken und Schülerpartizipation.

Auszug aus dem Buch

2.1 Das „Drei-Phasen-Modell“ nach Dahl (1989) und Uffelmann (1998)

Bei diesem Modell wird der Vorgang des Findens und Lösens eines Problems in drei verschiedene Phasen unterteilt, die jeweils in einzelne Abschnitte gegliedert sind. Die folgende Darstellung zeigt das „Drei-Phasen-Modell“ von Uwe Uffelmann. (vgl. Uffelmann, 1999, S. 23)

Problemfindung: 1. Ermittlung der Einstellungen und Vorkenntnisse

2. Benennung des historischen Sachverhalts

3. Problematisierung des historischen Sachverhalts

4. Formulierung der Problemfrage

- die jeweils Betroffenen verstehen

- sich selbst befragen (Welche Bedeutung hat das geschichtliche Problem für mich?)

5. Hypothesenbildung

- den historischen Verlauf vorweg nehmen

- Möglichkeit der Überprüfung von Vermutungen

- Möglichkeit der Informationsbeschaffung

- Möglichkeit der Informationsverarbeitung

Problemlösung: 6. Historische Analyse (historische Bedingungen und Ursachen erarbeiten)

7. Beantwortung der Problemfrage (siehe 4)

Reflexion: 8. Meinungen und Stellungnahmen zum Problem analysieren (Äußerungen von Zeitgenossen, geschichtswissenschaftliche Darstellungen, aktuelle Stellungnahmen)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die veränderte Rolle des Geschichtsunterrichts und das sinkende Interesse der Schüler am klassischen chronologischen Modell, was die Notwendigkeit für didaktische Alternativen aufzeigt.

2. Problemorientierter Geschichtsunterricht: Dieses Kapitel erläutert das Konzept des problemorientierten Unterrichts, der historisches Denken durch die eigene Auseinandersetzung mit Problemen fördern will.

2.1 Das „Drei-Phasen-Modell“ nach Dahl (1989) und Uffelmann (1998): Hier wird ein konkretes Modell vorgestellt, das den Unterrichtsprozess in die Phasen Problemfindung, Problemlösung und Reflexion gliedert.

2.2 Einstiege in den problemorientierten Unterricht: Es werden verschiedene Methoden wie der diachrone oder synchrone Vergleich sowie Provokationen vorgestellt, um den Unterrichtseinstieg effektiv zu gestalten.

3. Chronologischer Geschichtsunterricht: Dieses Kapitel beschreibt den traditionellen, chronologisch strukturierten Geschichtsunterricht als Versuch, historische Ereignisse linear und zusammenhängend darzustellen.

4. Problemorientierter Geschichtsunterricht oder chronologischer Geschichtsunterricht?: Die Vor- und Nachteile beider Ansätze werden gegenübergestellt und kritisch unter Einbeziehung didaktischer Positionen analysiert.

4.1 Vor- und Nachteile: Chronologischer Geschichtsunterricht: Es wird erörtert, warum der rein chronologische Durchgang oft als langweilig empfunden wird, auch wenn er für das grundlegende historische Verständnis wichtig bleibt.

4.2 Vor- und Nachteile: Problemorientierter Geschichtsunterricht: Die Stärken der Problemorientierung bei der Identitätsbildung und Motivation werden diskutiert, ebenso wie kritische Stimmen zur theoretischen Fundierung.

5. Fazit: Das Fazit empfiehlt den problemorientierten Geschichtsunterricht als den für die heutige Zeit besser geeigneten Ansatz, der jedoch eine sinnvolle Einbettung erfordert.

6. Literaturverzeichnis und Quellenverzeichnis: Hier sind sämtliche verwendeten geschichtsdidaktischen Quellen und Materialien aufgelistet.

Schlüsselwörter

Geschichtsunterricht, Problemorientierung, Chronologie, Historisches Denken, Didaktik, Dreiphasenmodell, Handlungsorientierung, Unterrichtsmodelle, Geschichtsdidaktik, Schülerinteresse, Identitätsfindung, Unterrichtsmethoden

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit vergleicht das problemorientierte mit dem chronologischen Geschichtsunterricht, um zu bewerten, welcher Ansatz zeitgemäßer und für Schüler motivierender ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen historische Didaktik, Unterrichtsstrukturierung, Methoden der Problemorientierung und die Kritik am klassischen chronologischen Lehrplan.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, herauszuarbeiten, welches Unterrichtsparadigma besser geeignet ist, um das Fach Geschichte bei Lernenden interessanter zu gestalten und das historische Denken zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem Vergleich didaktischer Theorien verschiedener Fachwissenschaftler wie Uffelmann, Sauer und Becher.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert das Drei-Phasen-Modell, verschiedene Einstiegsszenarien für den Unterricht sowie die spezifischen Vor- und Nachteile beider konkurrierender Unterrichtskonzepte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Geschichtsunterricht, Problemorientierung, Chronologie, historisches Lernen und fachübergreifende Didaktik.

Was zeichnet das im Dokument beschriebene Drei-Phasen-Modell aus?

Es gliedert den Lernprozess in die Phasen Problemfindung, Problemlösung und Reflexion, um Schüler aktiv in den Erkenntnisprozess einzubeziehen.

Welche Rolle spielt der Lebensweltbezug laut Autor?

Der Lebensweltbezug ist essenziell, da er den Schülern einen Ich-Bezug ermöglicht und die historische Auseinandersetzung greifbarer sowie motivierender macht.

Warum wird der chronologische Unterricht kritisiert?

Er wird häufig als "tote Anatomie" bezeichnet, da er oft als Aneinanderreihung von Fakten ohne inhaltliche Tiefe oder Bezug zur heutigen Lebenswelt der Schüler wahrgenommen wird.

Was ist das Fazit des Autors?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der problemorientierte Ansatz den chronologischen zwar nicht ersetzt, aber didaktisch als das überlegene Konzept für einen modernen Geschichtsunterricht anzusehen ist.

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Details

Titel
Problemorientierter oder chronologischer Geschichtsunterricht in der Schule
Untertitel
Vergleich der Vorteile und Nachteile der beiden Unterichtsmodelle
Hochschule
Europa-Universität Flensburg (ehem. Universität Flensburg)  (Institut für Gesellschaftswissenschaften und Theologie - Seminar für Geschichte)
Veranstaltung
Geschichte in der Schule
Note
2,0
Autor
Henning Fischer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
19
Katalognummer
V299268
ISBN (eBook)
9783656956877
ISBN (Buch)
9783656956884
Sprache
Deutsch
Schlagworte
problemorientierter geschichtsunterricht schule vergleich vorteile nachteile unterichtsmodelle
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Henning Fischer (Autor:in), 2015, Problemorientierter oder chronologischer Geschichtsunterricht in der Schule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/299268
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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