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Erfassung finanzieller Vermögenswerte und in den Bilanzen von Nicht-Banken nach den gültigen IFRS

Title: Erfassung finanzieller Vermögenswerte und in den Bilanzen von Nicht-Banken nach den gültigen IFRS

Elaboration , 2014 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Tobias Marsch (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Die Erfassung von Finanzinstrumenten in den Bilanzen kapitalmarktorientierter Unternehmen nimmt im Zuge der Globalisierung eine immer gewichtigere Rolle ein. Spätestens seit dem Ausbruch der internationalen Bankenkrise im Jahr 2007, die sich im weiteren Verlauf zu einer weltweiten Finanzkrise entwickelt hat, stehen Finanzinstrumente hinsichtlich ihrer Bilanzierung unter intensiver Beobachtung. Gerade bei Finanzinstituten aber auch bei Nicht-Banken machen Finanzinstrumente einen wesentlichen Bestandteil der Bilanzsumme aus.

Die noch heute spürbaren Auswirkungen der Krise belegen als Beispiel die Bedeutung von Finanzinstrumenten für die Weltwirtschaft. Als Folge der Krise hat das International Accounting Standards Board (IASB) im Jahr 2008 die Überarbeitung der relevanten Standards der internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) intensiviert, die bis heute andauert. Ziel ist unter anderem eine Vereinfachung der Regularien hinsichtlich Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten. Diese vereinfachte Vorgehensweise wird in IRFS 9 geregelt, der nach Veröffentlichung den bisher regelnden IAS 39 ersetzen wird. Nach bereits zahlreichen Terminverschiebungen ist aktuell der 01.01.2015 als Zeitpunkt für die erstmalige verpflichtende Anwendung von IFRS 9 angepeilt.

Die folgende Ausarbeitung soll dem Leser einen Einblick in die Erfassung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in den Bilanzen von Nicht-Banken nach den derzeit gültigen IFRS geben. Dabei werden die Kernaussagen der für die Rechungslegung ausschlaggebenden Standards (IAS/IFRS) und die zu erledigenden Schritte bis zur Bilanzerfassung erläutert.

Zu Beginn muss ermittelt werden, ob es sich bei der zu bewertenden Position um ein Finanzinstrument handelt. Diese Definition bzw. Abgrenzung nimmt der IAS 32 vor und ist in Kapital 2 dieser Arbeit detailliert ausgeführt.
Liegt ein Finanzinstrument im Sinne des IAS 32 vor, regelt der IAS 39, wie in Kapitel drei und vier beschrieben, den Ansatz und die Bewertung der Position. Darüber hinaus werden bestimmte Finanzinstrumente aus dem Anwendungsbereich des IAS 39 ausgeschlossen. Dies trifft insbesondere auf Leasingverhältnisse (IAS 17), Versicherungsverträge (IFRS 4), Pensionsverpflichtungen (IAS 19) und Anteile an Tochter- (IAS27), Gemeinschafts- (IAS 31) und assoziierten Unternehmen (IAS 28) zu. Auf diese, andere Standards betreffende Regelungen, wird im Verlaufe dieser Ausarbeitung nicht weiter eingegangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Finanzinstrumente - Allgemeine Betrachtung

2.1 Finanzinstrumenten nach IAS 32

2.2 Originäre versus Derivative Finanzinstrumente

3 Kategorisierung von Finanzinstrumenten

3.1 Zu bilanzierende Vermögenswerte

3.2 Zu bilanzierende Verbindlichkeiten

4 Bewertung von Finanzinstrumenten

4.1 Erstmaliger Ansatz

4.2 Folgebewertung

5 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit befasst sich mit der Erfassung und Bilanzierung von Finanzinstrumenten in den Abschlüssen von Nicht-Banken gemäß der zum Zeitpunkt der Erstellung gültigen IFRS-Standards. Das primäre Ziel ist es, dem Leser die komplexen Vorschriften zur Klassifizierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten verständlich näherzubringen und dabei die kritische Debatte um die Anwendung des Fair-Value-Ansatzes unter Berücksichtigung der Erfahrungen aus der Finanzkrise zu beleuchten.

  • Grundlagen und Definition von Finanzinstrumenten nach IAS 32
  • Differenzierung zwischen originären und derivativen Finanzinstrumenten
  • Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
  • Methodik der Erst- und Folgebewertung gemäß IAS 39
  • Kritische Analyse der Fair-Value-Bewertung im Kontext der Finanzmarktkrise

Auszug aus dem Buch

2 Finanzinstrumente - Allgemeine Betrachtung

Eine Definition für Finanzinstrumente findet sich in IAS 32 wieder. Hier wird ein Finanzinstrument als „Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem andern Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument“ (IAS 32.11) führt, definiert.

Ein Unternehmen stellt nach IAS 32 Einzelpersonen, Personen- oder Kapitalgesellschaften, Treuhänder sowie öffentliche Institutionen dar (IAS 32.14). Der Vertrag zwischen diesen Unternehmen wird als Vereinbarung, welche mündlich oder schriftlich getroffen wird und eine wirtschaftliche Konsequenz für die einzelnen Vertragsparteien hat, verstanden. Zusätzlich ist zu erwähnen, dass der zeitliche Aspekt der aus dem Vertrag resultierenden Rechte und Pflichten keine Rolle spielt. Als Beispiel können ewige Anleihen genannt werden, die feste Zinszahlungen zu bestimmten Zeitpunkten bis in unbestimmte Zukunft erfordern (Stauber (2012), S.85). Ein signifikanter Indikator für das Vorliegen eines Finanzinstruments ist der Austausch von Zahlungsmitteln. Dieser Geldwerdungsprozess unterscheidet Finanzinstrumente von anderen Aktiva oder Passiva Posten der Bilanz, wie beispielsweise Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte oder Rückstellungen (Stauber (2012), S.86). Zudem gibt es Finanzinstrumente, die gesondert in den IFRS geregelt sind und nicht unter den Anwendungsbereich des IAS 39 fallen:

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Bilanzierung von Finanzinstrumenten ein, erläutert die Bedeutung der IFRS-Standards vor dem Hintergrund der Finanzkrise und skizziert das Ziel der Arbeit sowie die Abgrenzung zum IFRS 9 und anderen Standards.

2 Finanzinstrumente - Allgemeine Betrachtung: In diesem Kapitel werden Finanzinstrumente gemäß IAS 32 definiert, die Abgrenzung zu anderen Bilanzposten erläutert und die Unterscheidung zwischen originären und derivativen Finanzinstrumenten vorgenommen.

3 Kategorisierung von Finanzinstrumenten: Dieses Kapitel erläutert die detaillierte Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in verschiedene Kategorien, die maßgeblich für die anschließende Bewertung in der Bilanz sind.

4 Bewertung von Finanzinstrumenten: Hier wird der Prozess der Erstbewertung sowie die komplexen Regeln der Folgebewertung unter Anwendung von fortgeführten Anschaffungskosten oder dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) beschrieben.

5 Fazit und Ausblick: Das Fazit stellt eine kritische Würdigung der Bilanzierungsvorschriften dar, hinterfragt die Auswirkungen der Fair-Value-Bewertung in Krisenzeiten und bietet einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung durch den IFRS 9.

Schlüsselwörter

Finanzinstrumente, IFRS, IAS 32, IAS 39, Bilanzierung, Fair Value, Finanzielle Vermögenswerte, Finanzielle Verbindlichkeiten, Erstbewertung, Folgebewertung, Effektivzinsmethode, Finanzkrise, Klassifizierung, Eigenkapitalinstrumente, Derivate

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Bilanzierung und Bewertung von Finanzinstrumenten in Unternehmen, die keine Banken sind, basierend auf den IFRS-Rechnungslegungsvorschriften.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Definition von Finanzinstrumenten, deren Kategorisierung in der Bilanz sowie den spezifischen Methoden zur Erst- und Folgebewertung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, einen Einblick in die geltenden Regeln der IAS/IFRS zur Erfassung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu geben und die kritischen Aspekte dieser Bilanzierung zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine ausarbeitende Literaturanalyse, die die relevanten Standards (IAS/IFRS) aufarbeitet und in den Kontext der Finanzmarktkrise sowie aktueller Kritikpunkte stellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung (Definitionen, Abgrenzungen), die systematische Kategorisierung der Instrumente und die detaillierte Erläuterung der Bewertungsmethodik (Fair Value vs. Anschaffungskosten).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie IFRS, Finanzinstrumente, Fair Value, IAS 32, IAS 39 und Bilanzierung geprägt.

Warum wird die Fair-Value-Bewertung in der Arbeit kritisiert?

Kritisiert wird, dass die Fair-Value-Bewertung in Krisenzeiten als „Brandbeschleuniger“ wirken kann, da sie unrealistische Gewinne oder Verluste ausweist, die nicht zahlungswirksam sind und die Kapitalausstattung gefährden können.

Was besagt die „Sperrklausel“ bei der Kategorie Held-to-Maturity?

Diese Klausel besagt, dass Vermögenswerte nicht als bis zur Endfälligkeit gehalten eingestuft werden dürfen, wenn ein Unternehmen einen wesentlichen Teil dieser Bestände innerhalb der letzten zwei Jahre vor Fälligkeit veräußert hat.

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Details

Title
Erfassung finanzieller Vermögenswerte und in den Bilanzen von Nicht-Banken nach den gültigen IFRS
College
University of applied sciences, Mannheim  (Mannheim)
Course
Finance & Accounting
Grade
1,3
Author
Tobias Marsch (Author)
Publication Year
2014
Pages
18
Catalog Number
V299292
ISBN (eBook)
9783656958604
ISBN (Book)
9783656958611
Language
German
Tags
IFRS IAS Internationale Rechnungslegung Finanzinstrumente IFRS 9 IAS 28 HGB Bilanzierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Marsch (Author), 2014, Erfassung finanzieller Vermögenswerte und in den Bilanzen von Nicht-Banken nach den gültigen IFRS, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/299292
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