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Kreatives Schreiben im Deutschunterricht der Klasse 8

Die Schreibwerkstatt als Beispiel einer prozessorientierten Didaktik zur Lese- und Schreibkompetenzförderung

Titel: Kreatives Schreiben im Deutschunterricht der Klasse 8

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2014 , 18 Seiten , Note: 3,0

Autor:in: Kevin Salzmann (Autor:in)

Didaktik - Germanistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Deutschunterricht der Sekundarstufe I stellt neben der Förderung von Sprach- und Lesekompetenz vor allem das Schreiben ein wichtiges Element dar. Schülerinnen und Schüler sollen dazu befähigt werden, grammatikalische Kenntnisse produktiv anzuwenden sowie von ihrer kommunikativen Kompetenz Gebrauch zu machen, indem sie „sich intentions- und partnerangemessen [...] verständigen - auch im Fall der schriftlichen Kommunikation“. Der Deutschunterricht soll Schreibanlässe ermöglichen, die den SuS die Chance bieten, produktiv und kreativ mit Sprache umzugehen.
Aus schreibdidaktischer Perspektive unterscheidet man zwischen Produktorientierung und Prozessorientierung beim Schreiben. Im traditionellen Aufsatzunterricht wird ein von SuS geschriebener Text als Produkt angesehen, „das unter Vernachlässigung der Bedingungen seiner Entstehung Gegenstand von Leistungskontrollen, Bewertungen und Beurteilungen wird.“ Hierbei steht also lediglich der fertige Schülertext im Mittelpunkt, während die seit den 1980er Jahren stattfindende Wende hin zur prozessorientierten Schreibdidaktik „den Schreibprozess beim Entstehen eines Textes zu einem bestimmten Thema und einer bestimmten Intention“ in den Fokus nimmt und SuS dabei zu Korrekturkompetenz anregen soll, indem der eigene Text stetig überarbeitet wird. Prozessorientiertes Schreiben erfordert daher deutlich mehr Motivation für Überarbeitungsphasen sowie die Bereitschaft, den Schreibprozess zu reflektieren; SuS sollten hierbei von der Lehrperson „durch ausführliche Kommentare und Anregungen zur Optimierung der Texte" unterstützt werden.
In diesem Zusammenhang stellt der Schreibwerkstatt-Unterricht eine Form des Deutschunterrichts dar, die eine prozessorientierte Schreibdidaktik als Grundlage hat und so SuS zu kreativem Schreiben anregt; hierbei spielt die Subjektperspektive des schulischen Schreibprozesses eine wichtige Rolle: „Die Subjektperspektive stellt den schreibenden Schüler in den Mittelpunkt und fragt nach dessen Voraussetzungen, Interessen und Kompetenzen.“ Unter Berücksichtigung dieser Aspekte können Schreibanlässe initiiert werden, die den SuS Raum für Kreativität ermöglichen, wodurch die individuelle Schreibkompetenz gefördert wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Lese- und Schreibkompetenzerwerb im Deutschunterricht

2.1 Schreibkompetenz

2.2 Lesekompetenz

3. Die Schreibwerkstatt

3.1 Konzeption und Durchführung von Schreibwerkstatt-Unterricht

3.2 Förderung von Schreibkompetenz

3.3 Beurteilung kreativer Textproduktion

4. Der literarische Abend

4.1 Die Authentizität der Lernsituation

4.2 Förderung von Lesekompetenz

5. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Umsetzung des Schreibwerkstatt-Unterrichts als prozessorientierte Didaktik in der achten Jahrgangsstufe der Reformschule Kassel. Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch kreative Schreibprozesse und authentische Präsentationsformen, wie den literarischen Abend, die individuelle Schreib- und Lesekompetenz der Schülerinnen und Schüler nachhaltig gefördert werden kann.

  • Vergleich zwischen traditioneller Aufsatzdidaktik und prozessorientiertem Schreiben
  • Methodische Konzeption und Durchführung der Schreibwerkstatt
  • Herausforderungen und Ansätze zur Beurteilung kreativer Textproduktionen
  • Förderung der Lesekompetenz durch authentische Vorlesesituationen
  • Bedeutung der Subjektperspektive und Individualisierung im Lernprozess

Auszug aus dem Buch

3.1 Konzeption und Durchführung von Schreibwerkstatt-Unterricht

Im Gegensatz zu Schreibaufgaben im Sinne des traditionellen Aufsatzunterrichts wird den SuS im Schreibwerkstatt-Unterricht die Möglichkeit gegeben, über ganz verschiedene Themen zu schreiben, die sie interessieren. Es gibt keinen allgemeinen Schreibauftrag, sondern es wird die Kreativität der SuS gefordert: „Beim kreativen Schreiben steht der Schreibende im Mittelpunkt. Allein dessen Fantasie entscheidet über die Wichtigkeit einer Aussage. Er reproduziert keine vorgegebenen Texte. Das Kreative äußert sich dadurch, dass es für das Individuum, welches am Schreibprozess beteiligt ist, etwas Neues schafft.“

Ziel dieser offenen Unterrichtsform ist jedoch nicht nur, die SuS immer wieder neue Texte schreiben zu lassen, sondern durch Phasen der Überarbeitung das Geschriebene zu optimieren. Solch ein Deutschunterricht ist stark individualisiert angelegt und gibt den SuS somit Freiraum für den schriftlichen Ausdruck persönlicher Themen. „Diese starke Individualisierung soll dem einzelnen Kind ermöglichen, mit seinen Interessen und Bedürfnissen zum Mittelpunkt und Antrieb seines Lernens zu werden.“

Wie der Begriff „Werkstatt“ bereits andeutet, wird der Deutschunterricht zu einem Raum kreativer Textproduktion, in dem nicht nur mit, sondern auch an Texten gearbeitet wird, damit die SuS ihren Schreibprozess reflektieren und ihre Texte ebenso mit einer zugrunde liegenden Intention verfassen: „Die Schüler gehen ihren eigenen Weg, sie legen als erstes ein Ziel fest und müssen dann nach und nach den Weg dahin bestmöglich ausgestalten, damit es am Schluss ein harmonisches Ganzes gibt. Dabei überdenken sie viele Schritte mehrmals. Es kommt zu einer permanenten mentalen und auch schriftlichen Überarbeitung.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz der prozessorientierten Schreibdidaktik und führt in die Fragestellung zur Schreibwerkstatt an der Reformschule Kassel ein.

2. Lese- und Schreibkompetenzerwerb im Deutschunterricht: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Schreib- und Lesekompetenz sowie deren historische Entwicklung im Deutschunterricht.

3. Die Schreibwerkstatt: Hier werden die methodische Ausrichtung, die Förderung der Schreibkompetenz und die Problematik der Leistungsbewertung innerhalb der Schreibwerkstatt detailliert betrachtet.

4. Der literarische Abend: Das Kapitel beleuchtet den literarischen Abend als authentische Lernsituation, die insbesondere zur Förderung der Lesekompetenz und zur Präsentation eigener Texte dient.

5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und bestätigt die Schreibwerkstatt als wertvollen Bestandteil für die Entwicklung sprachlicher Fähigkeiten in der Sekundarstufe I.

Schlüsselwörter

Deutschunterricht, Schreibwerkstatt, Schreibkompetenz, Lesekompetenz, Prozessorientierung, kreatives Schreiben, Reformschule Kassel, Textproduktion, Überarbeitungsphase, literarischer Abend, Authentizität, Subjektperspektive, Textkompetenz, Leistungsbewertung, Lernentwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Implementierung einer prozessorientierten Schreibdidaktik in Form einer Schreibwerkstatt im Deutschunterricht der achten Klasse.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Schwerpunkte sind der Kompetenzerwerb im Lesen und Schreiben, die Gestaltung offener Unterrichtsformen sowie Strategien der kriteriengeleiteten Beurteilung kreativer Schülertexte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Schreibwerkstatt-Unterricht die Textkompetenz fördert, indem er den Schreibprozess in den Mittelpunkt stellt und durch den literarischen Abend motivierende Rahmenbedingungen schafft.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Fundierung, die durch den Transfer auf die praktische Umsetzung an der Reformschule Kassel ergänzt und veranschaulicht wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Aspekte zum Lese- und Schreibkompetenzerwerb, die Konzeption der Schreibwerkstatt, Methoden der Bewertung sowie die Rolle des literarischen Abends als authentisches Forum.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Schreibwerkstatt, prozessorientiertes Schreiben, Lesekompetenzförderung, kreative Textproduktion und die authentische Lernsituation.

Warum wird der literarische Abend als authentische Lernsituation hervorgehoben?

Er dient als öffentlicher Raum, in dem Schüler ihre überarbeiteten Texte präsentieren können, was die Anwendung geübter Vorlesetechniken erfordert und die Motivation nachhaltig steigert.

Wie geht die Arbeit mit der Problematik der Notengebung im kreativen Schreiben um?

Die Arbeit plädiert für transparente Kriterienkataloge und eine förderorientierte Haltung der Lehrperson, anstatt das Endprodukt rein behavioristisch zu bewerten.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kreatives Schreiben im Deutschunterricht der Klasse 8
Untertitel
Die Schreibwerkstatt als Beispiel einer prozessorientierten Didaktik zur Lese- und Schreibkompetenzförderung
Hochschule
Universität Kassel  (Institut für Germanistik)
Veranstaltung
Textkompetenz und Lebenswirklichkeit - Deutschunterricht in der Klasse 8
Note
3,0
Autor
Kevin Salzmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
18
Katalognummer
V299317
ISBN (eBook)
9783656957713
ISBN (Buch)
9783656957720
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kreatives schreiben deutschunterricht klasse schreibwerkstatt beispiel didaktik lese- schreibkompetenzförderung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kevin Salzmann (Autor:in), 2014, Kreatives Schreiben im Deutschunterricht der Klasse 8, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/299317
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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