"Rethink your drink!" Der Zuckergehalt von Getränken und ihre Auswirkung auf unsere tägliche Ernährung

Eine Lehrprobenstunde im Fächerverbund Wirtschaft - Arbeit - Gesundheit


Unterrichtsentwurf, 2015
29 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1 UNTERRICHTSEINHEIT
1.1 Begründung der Themenauswahl
1.2 Die Unterrichtssequenz
1.2.1 Einbettung der Unterrichtssequenz in die Unterrichtseinheit
1.2.2 Einordnung in den Bildungsplan

2 LERNVORAUSSETZUNGEN
2.1 Die Schule
2.2 Die Klasse
2.4 Anmerkungen zu einzelnen Schülern

3 SACHDARSTELLUNG
3.1 Definition: Kohlenhydrate
3.2 Einteilung der Kohlenhydrate
3.2 Trinkverhalten von Jugendlichen

4 DIDAKTISCH-METHODISCHE ÜBERLEGUNGEN

5 INTENTIONEN

6 LERNSTRUKTUR

7 VERLAUFSSKIZZE ZUM GEPLANTEN LERNEN

8 LITERATURVERZEICHNIS

9 ANHANG

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 UNTERRICHTSEINHEIT

Im folgenden Abschnitt soll die Themenwahl begründet und die heutige Unterrichtssequenz in einen Zusammenhang mit der dazu gehörenden Unterrichtseinheit gebracht werden. Des Weiteren sollen Kompetenzfelder genannt werden, die in der Unterrichtsstunde zum Tragen kommen.

1.1 Begründung der Themenauswahl

Die Ernährung ist seit jeher ein Grundbedürfnis des Menschen und bildet somit die wichtigste Grundlage aller menschlichen und tierischen Lebewesen. Sie dient uns zum Aufbau unseres Körpers sowie der Aufrechterhaltung unserer Lebensfunktionen. Zudem beeinflusst sie das körperliche, geistige, physiologische und soziale Wohlbefinden. Um den Körper mit den notwendigen Nährstoffen zu versorgen, ist es wichtig, auf eine nährstoffreiche und ausgewogene Ernährung zu achten.

Bei Jugendlichen nimmt eine gesundheitsförderliche Ernährung häufig einen zu geringen Stellenwert ein. Die Nahrungsaufnahme gilt lediglich der Befriedigung ihres Hungerbedürfnisses oder vollzieht sich zusehends als sozialer Akt in außerhäuslichen Institutionen. Welche Inhaltsstoffe in den einzelnen Lebensmitteln zu finden sind und wie sich diese Stoffe auf unseren Körper auswirken, ist den meisten Jugendlichen nicht bewusst. Um die Schüler für eine gesundheitsförderliche Ernährungsweise zu sensibilisieren und ihnen damit wertvolle Kenntnisse und Fertigkeiten zu vermitteln, wird dieses Thema im WAG-Unterricht behandelt.

1.2 Die Unterrichtssequenz

1.2.1 Einbettung der Unterrichtssequenz in die Unterrichtseinheit

Die heutige Unterrichtsstunde bildet die dritte Sequenz der Unterrichtseinheit „Inhaltsstoffe von Lebensmitteln“. Zu Beginn der Einheit erhielten die Schüler einen Überblick über alle wesentlichen Nährstoffe unserer Nahrung und deren Einteilung in Brennstoffe, Baustoffe sowie Schutz- und Reglerstoffe. In den folgenden Stunden werden nun die einzelnen Nährstoffe genauer untersucht. In der vorherigen Stunde haben sich die Schüler mit dem Thema „Kohlenhydrate“ auseinandergesetzt. Sie haben dabei erarbeitet, dass Kohlenhydrate in drei Gruppen eingeteilt werden können und zwar, vereinfacht gesprochen, in Zucker, Stärke und Ballaststoffe. Des Weiteren haben sie kohlenhydratreiche Lebensmittel sowie deren Wirkung auf den Körper kennengelernt.

Da in der Unterrichtseinheit die Nährstoffe in unserer Nahrung fokussiert werden, ist es nötig, in Verbindung mit dem Unterthema „Kohlenhydrate“ auch einen reflektierten Umgang mit zuckerhaltigen Lebensmitteln anzubahnen. Im Unterricht konnte ich bereits häufig beobachten, dass die Jugendlichen hauptsächlich zuckerhaltige Getränke zu sich nehmen. Aus diesem Grund wurde die Lebensmittelgruppe „Getränke“ exemplarisch ausgewählt. Die Schüler sollen dabei erfahren, dass allein durch den Konsum von Softdrinks und Säften häufig die maximale Tagesmenge an Zucker bereits erreicht oder sogar überschritten wird.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.2.2 Einordnung in den Bildungsplan

Der Fächerverbund Wirtschaft – Arbeit – Gesundheit vermittelt in der Werkrealschule grundlegende Kenntnisse und Kompetenzen zu einer erfolgreichen Bewältigung des Alltags. Die Teilbereiche des Fächerverbundes beziehen sich auf die Themen „Marktgeschehen“, „Arbeit – Produktion – Technik“, „Wege zur Berufsfindung“ sowie „Familie – Freizeit – Haushalt“. Die Kompetenzbereiche, die für die Unterrichtseinheit im Bildungsplan für die Werkrealschule Baden-Württemberg[1] genannt werden, sollen nun aufgelistet werden.

1. MARKTGESCHEHEN

Die Schülerinnen und Schüler

- zeigen […] verbraucherbewusstes Verhalten und können eine Kaufentscheidung begründen;
- können Produkte […] testen, vergleichen und bewerten.

4. FAMILIE – FREIZEIT – HAUSHALT

Die Schülerinnen und Schüler

- können unterschiedlich komplexe haushaltsbezogene Aufgaben- und Problemstellungen selbstständig und im Team bearbeiten;
- können Grundnahrungsmittel nach haushälterischen und gesundheitlichen Kriterien sowie nach Prinzipien der Nachhaltigkeit bewerten und verarbeiten;
- kennen Zusammenhänge zwischen Ernährung, Körperbeziehung und Wohlbefinden und können daraus individuelle Verhaltensweisen ableiten;
- kennen einfache Stoffwechselvorgänge und wissen um Zusammenhänge zwischen Ernährung und Gesundheit;
- kennen den Einfluss unterschiedlicher Faktoren auf Gesundheit und Krankheit und wissen um Möglichkeiten und Bedeutung präventiven Verhaltens.

Zudem können im Sinne des fächerübergreifenden Lernens folgende Kompetenzen aus weiteren Unterrichtsfächern mit der Einheit in Verbindung gebracht werden:

Natur und Technik, Klasse 8/9

Die Schülerinnen und Schüler können

- Eigenschaften handelsüblicher Haushalts- und Lebensmittel vergleichen und bewerten;
- einfache qualitative und quantitative Analyseverfahren bei Haushalts- und Lebensmitteln anwenden;
- geeignete Experimente durchführen und begründete Aussagen zu Stoffeigenschaften machen.

Gesundheit und Soziales, Klasse 8/9

Die Schülerinnen und Schüler können

- grundlegende Zusammenhänge zwischen Gesundheit und Lebensführung aufzeigen, beschreiben und an Beispielen selbst erfahren;
- sich mit aktuellen Ernährungsthemen auseinandersetzen und diese kriteriengeleitet bewerten.

2 LERNVORAUSSETZUNGEN

2.1 Die Schule

Die Musterschule ist eine Grund- und Werkrealschule und befindet sich im Ortsteil Musterdingen. Das wesentliche Einzugsgebiet der Schule ist die Gemeinde Mustertal. In der Schule werden insgesamt 286 Schüler von 31 Lehrern unterrichtet, davon 176 Schüler an der zweizügigen Grundschule und 110 Schüler an der einzügigen Werkrealschule, welche eine offene Ganztagesschule für die Klassen sechs bis acht ist. Zur Musterschule gehören zwei Schulgebäude sowie eine Sporthalle. Im alten Schulhaus sind die Räume der ersten beiden Klassen untergebracht; alle anderen Schüler werden im neuen Schulgebäude unterrichtet. Dort befinden sich mehrere Fachräume, sowie das Sekretariat und die Räume der Schulleitung.

Im Fächerverbund WAG wurde im vorangegangenen Schuljahr von allen Beteiligten der Fachkonferenz ein Schulcurriculum erarbeitet, welches alle Klassenstufen beinhaltet. Für die Klasse 8 wurde dabei festgelegt, dass der Unterricht in dieser Jahrgangsstufe ausschließlich in der Lehrküche stattfinden soll. Vorgesehene Themen sind „Ernährung und Wohlbefinden“, „Essstile“, „Der Weg der Nahrung durch den Körper“, „Planung von Mahlzeiten“ sowie „alternative Kostformen“.

2.2 Die Klasse

Der WAG-Unterricht der achten Klasse findet montags von 13.25 Uhr – 15.40 Uhr im halbjährlichen Wechsel in der Lehrküche statt. Die Schüler besuchen ein Halbjahr den Technikunterricht und ein Halbjahr den Hauswirtschaftsunterricht. In der derzeitigen WAG-Lerngruppe werden insgesamt neun Jugendliche im Alter von 13 bis 15 Jahren unterrichtet, davon sieben Mädchen und zwei Jungen. Am wöchentlichen Unterricht nehmen allerdings nur acht Schüler regelmäßig teil, da eine Schülerin den Unterricht und vor allem den Nachmittagsunterricht weitestgehend verweigert. Die Schüler sitzen in der Lehrküche an zwei Gruppentischen.

Im Allgemeinen zeigt sich die Klasse sehr kooperativ und hat sich innerhalb der kurzen Zeit auf mich, als neue Lehrperson, gut eingestellt. Die Schüler arbeiten in der Regel harmonisch miteinander, sodass bei Gruppen- oder Partnerarbeit verschiedene Konstellationen möglich sind. Aufgrund der vorherrschenden Sympathie müssen die Schüler allerdings auch häufig daran erinnert werden, ihre Privatgespräche auf die Zeit nach dem Unterricht zu vertagen.

Während der Inputphasen zeigt sich ein Großteil der Schüler sehr motiviert und bereichert den Unterricht durch gute Beiträge. Einzelne Schüler haben noch Schwierigkeiten damit, ihre Ideen innerhalb der Lerngruppe zu verbalisieren. Aus diesem Grund muss während solcher Phasen darauf geachtet werden, dass alle Schüler zu Wort kommen und ihr Wissen dadurch in die Gruppe einbringen können.

Die Fähigkeiten und Vorerfahrungen der Schüler in Bezug auf den WAG – Unterricht sind relativ homogen. Da sie bereits das vierte Schuljahr im Fach WAG unterrichtet werden, arbeiten die Jugendlichen schon recht selbstständig mit Lebensmitteln in der Lehrküche und verfügen über ein solides Grundwissen in Bezug auf Ernährungsthemen.

2.4 Anmerkungen zu einzelnen Schülern

M. ist ein Schüler, der zeitweise Schwierigkeiten damit hat, sich im Unterricht zu konzentrieren. Obwohl er den Unterricht regelmäßig durch produktive Beiträge bereichert, fällt er zeitweise dadurch auf, dass er sehr schwerlich ins Arbeiten findet und sich mit anderen Dingen ablenkt. Aus diesem Grund ist es wichtig, M. die nötige Aufmerksamkeit zu geben und ihn in seinem Tun stets zu bestärken und zu motivieren.

C. und V. sind Schülerinnen, die stets motiviert an Aufgaben herangehen und diese auch immer in der vorgegebenen Zeit erledigen. Sie bringen regelmäßig gewinnbringende Beiträge in den Unterricht ein und verhalten sich gegenüber ihren Mitschülern stets vorbildlich.

E. ist ein Mädchen, das seit diesem Schuljahr die Musterschule besucht. Trotz laufender Elterngespräche verweigert sie den Unterricht weitestgehend. Am Vormittagsunterricht nimmt sie laut des Klassenlehrers sporadisch teil, den WAG-Unterricht besuchte sie bis zum jetzigen Zeitpunkt kein einziges Mal. Da die vorliegende Unterrichtsstunde am Vormittag stattfindet, ist es möglich, dass E. an diesem Tag zum ersten Mal am WAG-Unterricht teilnehmen wird.

[...]


[1] Vgl. http://www.bildung-staerkt-menschen.de/service/downloads/Bildungsplaene/Werkrealschule/Bildungsplan2012_WRS_Internet.pdf

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten

Details

Titel
"Rethink your drink!" Der Zuckergehalt von Getränken und ihre Auswirkung auf unsere tägliche Ernährung
Untertitel
Eine Lehrprobenstunde im Fächerverbund Wirtschaft - Arbeit - Gesundheit
Hochschule
Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (Grund- und Hauptschule) Pforzheim
Note
2,0
Autor
Jahr
2015
Seiten
29
Katalognummer
V299322
ISBN (eBook)
9783656964513
ISBN (Buch)
9783656964520
Dateigröße
1356 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Ausführlicher Unterrichtsentwurf zur Lehrprobe im Fach WAG
Schlagworte
rethink, zuckergehalt, getränken, auswirkung, ernährung
Arbeit zitieren
Lisa Kessler (Autor), 2015, "Rethink your drink!" Der Zuckergehalt von Getränken und ihre Auswirkung auf unsere tägliche Ernährung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/299322

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