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Die Entdeckungen und Herrschaftssysteme der Spanier während der Conquista

Titre: Die Entdeckungen und Herrschaftssysteme der Spanier während der Conquista

Dossier / Travail de Séminaire , 2013 , 16 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Julia Wagner (Auteur)

Romanistique - Philologie espagnole
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Im Rahmen des Seminars „Das Bild des Indio in der spanischen Literatur“ werde ich in meiner Hausarbeit die relevanten Aspekte der Eroberung und Kolonisation des amerikanischen Kontinents durch die Spanier darstellen. Dazu werde ich zunächst einen kurzen historischen Überblick über das Zeitalter der Entdeckungen und Eroberungen geben, das mit den Entdeckungsreisen des Christoph Kolumbus einsetzt. Im Folgenden erläutere ich die wichtigen Akteure der spanischen Kolonialpolitik, wobei ich genauer auf deren Ziele und Motive eingehen werde. Abschließend schildere ich das Aufeinandertreffen der Spanier mit den Indios und den daraus resultierenden Bevölkerungsverlust der Ureinwohner, der nicht ohne Widerstand der Indianer vonstatten ging.

Spanien konnte erst nach der Niederschlagung der maurischen Herrschaft und der Einnahme Granadas am 2. Januar 1492 die Reconquista endgültig beenden und sich von nun an atlantischen Expansionen widmen.
Das bedeutendste politische Ereignis in der Regierungszeit der Katholischen Könige Isabella I. von Kastilien (1474 - 1504) und Ferdinand II. von Aragón (1479 - 1516) ist die Wiederentdeckung Amerikas am 14. Oktober 1492 durch den genuesischen Seefahrer Christoph Kolumbus. Der daraus folgende Eroberungs- und Kolonisationsprozess führte zum Aufbau des spanischen Kolonialreichs in der Neuen Welt.

Im Zeitalter der Entdeckungen (15./16. Jahrhundert) zählte Spanien, dessen Hauptanliegen in der Errichtung von Kolonien außerhalb Europas lag, neben den Portugiesen zur führenden Seemacht. Mit der militärischen Sicherung, der verkehrsmäßigen Erschließung, der wirtschaftlichen Beherrschung sowie der rechtlichen Anbindung an die Kolonialmacht entwickelten sich meist unter Anwendung politischer und militärischer Gewalt seit dem 16. Jahrhundert die Kolonialreiche. Eng verbunden mit dem Kolonialismus war die Idee der christlichen Missionierung, die von den Spanier größtenteils unter Zwang erreicht wurde.

Das Zeitalter des Kolonialismus war geprägt von Gewalt und Unterdrückung gegenüber den indigenen Völkern der eroberten Gebiete. Eine besondere Rolle spielte dabei das System der Encomienda, durch welches die autochthone Bevölkerung zur Arbeit und zur Bekehrung zum Christentum gezwungen wurde. Dies führte zwangsläufig zur Ausbeutung und Versklavung der Indios.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Entdeckung Amerikas und der Vertrag von Tordesillas

2.1 Die Entdeckungsreisen des Kolumbus

2.1.1 Die erste Entdeckungsreise

2.1.2 Die zweite Entdeckungsreise

2.1.3 Die dritte Entdeckungsreise

2.1.4 Die vierte Entdeckungsreise

3. Die gestaltenden Kräfte der Conquista

3.1 Ziele und Motive der Krone

3.2 Ziele und Motive der Konquistadoren

3.3 Ziele und Motive der Kirche

4. Die Dezimierung der Indios und das System der Encomienda

4.1 Die Widerstandsbereitschaft der indianischen Ureinwohner

5. Zusammenfassung

6. Bibliografie

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die zentralen Aspekte der spanischen Eroberung und Kolonisation des amerikanischen Kontinents, indem sie historische Zusammenhänge, Akteure sowie deren Motive analysiert und das Schicksal der indigenen Bevölkerung beleuchtet.

  • Historische Entwicklung der Entdeckungsreisen von Christoph Kolumbus.
  • Analyse der machtpolitischen Interessen von spanischer Krone, Kirche und Konquistadoren.
  • Untersuchung des Encomienda-Systems und seiner Auswirkungen auf die Ureinwohner.
  • Bewertung der Widerstandsbereitschaft verschiedener indianischer Bevölkerungsgruppen.
  • Reflexion über die demografischen Folgen der Kolonisation.

Auszug aus dem Buch

4.1 Die Widerstandsbereitschaft der indianischen Ureinwohner

Die Eroberung der Großreiche erfolgte trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit sehr schnell, da sich die Konquistadoren die alten Mythen von der Wiederkehr göttlicher Wesen, aber auch die Unzufriedenheit der unterdrückten indianischen Völker zunutze machten, indem sie sich als Befreier der Unterdrückten präsentierten. Sie rechtfertigten somit die „Eroberung als berechtigte Einmischung zur Überwindung von Tyrannei und Unterdrückung.“ Die Eroberer versuchten zuerst die indianischen Großreiche in Mexiko, Peru und den Anden zu beseitigen oder auf ihre Seite zu ziehen, denn durch diese Strategie fiel meist auch der Widerstand der nachgeordneten Gruppen. So konnten die Spaniern die Rolle der indianischen Fürsten übernehmen und eine stabilisierende Herrschaft ausüben.

Die indianischen Ureinwohner lassen sich aufgrund ihres zivilisatorischen Niveaus in drei Bevölkerungsgruppen einteilen. Zur ersten Gruppe gehören die Hochkulturen Mexikos, Mittelamerikas und des Andenraumes, welche eine stark gegliederte, hierarchisierte Gesellschaftsordnung mit hochentwickelten, arbeitsteiligen Wirtschaftsstrukturen und eine straffe politisch-religiöse Organisation besaßen. Diese sesshaften Indios leisteten kaum Widerstand gegen die Eindringlinge und waren, nachdem die politische Führungsspitze beseitigt worden war, bereit zur Unterwerfung und Verschmelzung der Kulturen. Ein Beispiel hierfür ist Eroberung des Inkareiches im Jahre 1532 durch Francisco Pizarro, der den Inkaherrscher Atahualpa gefangen nahm und somit die letzte Widerstandskraft der adeligen Krieger brach.

Die zweite Gruppe bestand aus den sesshaften Volksgruppen der dünn besiedelten Karibikgebiete und der tropisch-subtropischen Zonen, die nur über eine schwach ausgeprägte politische und soziale Gliederung und Organisation verfügten. Bei diesen Völkerschaften stießen die Eroberer auf größeren Widerstand, der gewaltsam und verlustreich auf den karibischen Inseln niedergekämpft wurde, sodass später in den entvölkerten Gebieten afrikanische Sklaven angesiedelt werden mussten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert den historischen Rahmen der spanischen Eroberung Amerikas und definiert das Ziel der Arbeit, die Akteure und Auswirkungen der Kolonisation zu untersuchen.

2. Die Entdeckung Amerikas und der Vertrag von Tordesillas: Das Kapitel behandelt die Reisen des Kolumbus und die rechtliche Aufteilung der Überseegebiete zwischen Spanien und Portugal.

3. Die gestaltenden Kräfte der Conquista: Hier werden die unterschiedlichen Ziele und Motive der spanischen Krone, der Konquistadoren und der Kirche im Kontext der Kolonialpolitik analysiert.

4. Die Dezimierung der Indios und das System der Encomienda: Das Kapitel beschreibt das Encomienda-System, die daraus resultierende Ausbeutung sowie die demografische Katastrophe der indigenen Bevölkerung.

5. Zusammenfassung: Diese Zusammenfassung reflektiert die Komplexität der spanischen Kolonisation als Prozess, der durch widersprüchliche Interessen und die Unterdrückung der Indios geprägt war.

6. Bibliografie: Dieses Kapitel listet die für die Untersuchung herangezogene wissenschaftliche Fachliteratur auf.

Schlüsselwörter

Spanien, Kolonisation, Entdeckungsreisen, Christoph Kolumbus, Vertrag von Tordesillas, Konquista, Konquistadoren, Encomienda, Indios, Missionierung, Christianisierung, Widerstand, Amerika, Unterdrückung, Machtpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die spanische Eroberung und Kolonisation des amerikanischen Kontinents ab dem 15. Jahrhundert sowie die damit verbundenen sozialen und politischen Strukturen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die Entdeckungsfahrten des Kolumbus, die Motive der beteiligten Mächte (Krone, Kirche, Konquistadoren) und die Auswirkungen der Eroberung auf die indigene Bevölkerung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es, die relevanten Aspekte der Eroberung darzustellen, die Akteure in ihrem Handeln zu beleuchten und das Schicksal der Ureinwohner infolge der Kolonisation zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse, um die historischen Prozesse der Entdeckung und der Conquista methodisch fundiert aufzuarbeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit dem Vertrag von Tordesillas, den Motiven der Eroberungskräfte, dem Encomienda-System sowie den unterschiedlichen Widerstandsformen der indianischen Völker.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind unter anderem Kolonisation, Konquista, Encomienda, Indios, Machtpolitik, Missionierung und die Reisen von Christoph Kolumbus.

Welche Bedeutung hatte das System der Encomienda für die Ureinwohner?

Das System diente als Instrument zur Ausbeutung, das die indigene Bevölkerung zur Zwangsarbeit und zur Annahme des Christentums verpflichtete, was letztlich zu einer demografischen Katastrophe führte.

Warum leisteten verschiedene indianische Gruppen unterschiedlich Widerstand?

Der Widerstand hing stark vom zivilisatorischen Niveau ab: Hochkulturen konnten durch das Ausschalten ihrer Führungsspitzen eher zur Unterwerfung bewegt werden, während nomadische Gruppen einen hartnäckigeren Kampf führten.

Welche Rolle spielte die Religion bei der Eroberung?

Die Religion diente der Krone als Integrationsfaktor und Legitimationsgrundlage, wobei die Kirche ihre eigene Machtstellung durch die Unterordnung unter den Staat zu sichern suchte.

Was waren die Gesetze von Burgos?

Dabei handelte es sich um die ersten Gesetze zum Schutz der Eingeborenen, die 1512/13 als Reaktion auf Vorwürfe der Indiodiskriminierung erlassen wurden.

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Résumé des informations

Titre
Die Entdeckungen und Herrschaftssysteme der Spanier während der Conquista
Université
University of Trier
Note
2,0
Auteur
Julia Wagner (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
16
N° de catalogue
V299473
ISBN (ebook)
9783656960454
ISBN (Livre)
9783656960461
Langue
allemand
mots-clé
entdeckungen herrschaftssysteme spanier conquista
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Julia Wagner (Auteur), 2013, Die Entdeckungen und Herrschaftssysteme der Spanier während der Conquista, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/299473
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Extrait de  16  pages
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