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Theorien, Konzepte und Ethik Sozialer Arbeit

Titre: Theorien, Konzepte und Ethik Sozialer Arbeit

Dossier / Travail de Séminaire , 2014 , 22 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Dennis Funken (Auteur)

Travail Social
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Im Zuge dieser Ausarbeitung soll in einem ersten Schritt ein theoretischer Überblick der lebensweltorientierten sowie der systemischen Soziale Arbeit geschaffen werden und weiterhin die Vielschichtigkeit der Ethik, beziehungsweise des ethischen Selbstverständnisses Sozialer Arbeit thematisiert werden.

Der systemische als auch der lebensweltorientierte Ansatz sowie das ethische Selbstverständnis Sozialer Arbeit sollen dabei nicht in aller Ausführlichkeit beschrieben sowie nicht ausschließlich theoretisch dargelegt werden, sondern vielmehr in einen vor allem für die Praxis relevanten Kontext gesetzt werden, um innerhalb der Fallanalyse auch dementsprechend angewendet und auf den Kontext des Fallbeispiels übertragen werden zu können. Der Fall soll zwar auch analysiert werden, dennoch soll ebenfalls den Theorien, den Konzepten und der Ethik Sozialer Arbeit entsprechende Handlungsoptionen erörtert werden, beziehungsweise soll der Fall nach dem 6-Schritte-Modell der ethischen Urteilsfindung nach Tödt gelöst werden.

Innerhalb eines konkludierenden Schritts soll überdies zu einer persönlichen Einschätzung des Falls unter Berücksichtigung der Theorien, Konzepte und ethischen Urteilsfindung gelangt werden. Bei dem Fallbeispiel handelt es sich weiterhin um einen Fall des Regelverstoßes in einer Wohngruppe für Mädchen mit Gewalterfahrungen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Lebensweltorientierte Soziale Arbeit

2.1 Systemische Soziale Arbeit

3. Ethik in der Sozialen Arbeit

3.1 Ethisches Fundament der Sozialen Arbeit

3.2 Spannungsverhältnis: Klient und Staat (Hilfe und Kontrolle)

3.3 Spannungsverhältnis: Institution und Individuum

3.4 Modelle zur ethischen Urteilsfindung

4. Fallanalyse

4.1 Zur Anwendung lebensweltorientierter Sozialer Arbeit

4.2 Zur Anwendung systemischer Sozialer Arbeit

4.3 Falllösung im Kontext des ethischen Selbstverständnisses Sozialer Arbeit

5. Eigene Einschätzung im Rahmen eines Fazits

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, theoretische Konzepte der lebensweltorientierten und systemischen Sozialen Arbeit mit ethischen Fragestellungen zu verknüpfen und durch eine praxisnahe Fallanalyse von Regelverstößen in einer Mädchenwohngruppe kritisch zu reflektieren.

  • Lebensweltorientierung in der Sozialen Arbeit
  • Systemische Ansätze und deren Anwendung
  • Ethische Spannungsfelder (Hilfe vs. Kontrolle)
  • Methoden der ethischen Urteilsfindung (6-Stufen-Modell)
  • Praktische Falllösung in der stationären Jugendhilfe

Auszug aus dem Buch

3.1 Ethisches Fundament der Sozialen Arbeit

Die Ethik der Sozialen Arbeit stützt sich auf einige Prinzipien. Diese Prinzipien bilden sozusagen die Basis dieser Berufsethik. Die IFSW beschreibt diese Prinzipien hinsichtlich von Menschenrechten und Menschenwürde wie folgt: „Soziale Arbeit basiert auf der Achtung vor dem besonderen Wert und der Würde aller Menschen, und aus den Rechten, die sich daraus ergeben. Sozialarbeiter/innen sollen die körperliche, psychische, emotionale und spirituelle Integrität und das Wohlergehen einer jeden Person wahren und verteidigen.“ (ebd.: 2). Die SozialarbeiterInnen sollten das Recht auf Selbstbestimmung achten, das Recht auf Beteiligung fördern, jede Person ganzheitlich behandeln und Stärken erkennen sowie entwickeln (vgl. ebd.: 2 f.). Die IFSW führt jedoch nicht nur die Prinzipien von Menschenrechten und Menschenwürde auf, sondern auch, dass die Idee der Sozialen Gerechtigkeit die Ethik der Sozialen Arbeit stütze. SozialarbeiterInnen hätten sogar die Verpflichtung, soziale Gerechtigkeit zu fördern, indem sie negativer Diskriminierung entgegentreten, Verschiedenheit anerkennen, gerechte Verteilung der Mittel anstreben, ungerechte politische Entscheidungen und Praktiken zurückweisen und solidarisch arbeiten würden (vgl. ebd.: 3).

Maaser ergänzt jedoch, dass „[…] obwohl unser Vorverständnis bereits maßgeblich von Menschenrechtsvorstellungen geprägt ist, bedarf es in der professionellen Arbeit genauerer Systematisierung und Präzisierung. Denn nur so entwickeln sich Menschenrechte zum Element beruflicher Identität und tragen zur Orientierung bei“ (Maaser 2010: 24). Um diese Systematisierung und Präzisierung wird es in den folgenden drei Kapiteln gehen. Wie findet man den richtigen Weg zwischen Selbstbestimmung des Klienten und dem staatlichen Auftrag? Wer setzt sich für die Autonomie derer ein, die sich dahingehend noch nicht, nicht oder niemals artikulieren können? Wie geht man selbst als SozialarbeiterIn mit dem institutionellen Kontext um, der spezifische ethische Vorstellungen hat, die sich unter Umständen von den persönlichen unterscheiden? Welche Modelle zur angemessenen Urteilsfindung können eine Hilfe im Diskurs um richtiges Handeln sein? Diese Fragen sollen im Folgenden genauer beleuchtet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die theoretischen Grundlagen der lebensweltorientierten und systemischen Ansätze sowie in die ethischen Herausforderungen der Sozialen Arbeit ein, um diese anschließend auf ein Fallbeispiel anzuwenden.

2. Lebensweltorientierte Soziale Arbeit: Dieses Kapitel erläutert die Grundkonzepte, Dimensionen und Handlungsmaxime der Lebensweltorientierung nach Thiersch, die den Klienten in seiner subjektiven Realität in den Mittelpunkt stellt.

2.1 Systemische Soziale Arbeit: Hier werden systemtheoretische Grundsätze wie Zirkularität, Kontextsensibilität und Ressourcenorientierung als methodische Handlungsansätze für die Praxis der Sozialen Arbeit dargestellt.

3. Ethik in der Sozialen Arbeit: Das Kapitel definiert Ethik als System für richtiges Handeln und beleuchtet die Rolle der SozialarbeiterInnen zwischen widerstreitenden Interessen und gesellschaftlichen Anforderungen.

3.1 Ethisches Fundament der Sozialen Arbeit: Es wird die Basis der Berufsethik beschrieben, die maßgeblich auf Menschenrechten, Menschenwürde und sozialer Gerechtigkeit aufbaut.

3.2 Spannungsverhältnis: Klient und Staat (Hilfe und Kontrolle): Der Fokus liegt auf der Problematik des „doppelten Mandats“, bei dem die Fachkraft zwischen Hilfeleistungen und staatlichen Kontrollfunktionen vermitteln muss.

3.3 Spannungsverhältnis: Institution und Individuum: Hier wird diskutiert, wie institutionelle Rahmenbedingungen und ökonomische Einflüsse den individuellen Hilfeprozess und die professionelle Ethik beeinflussen können.

3.4 Modelle zur ethischen Urteilsfindung: Verschiedene methodische Modelle, insbesondere das 6-Stufen-Modell nach Tödt, werden als Instrumente zur Reflexion des eigenen Handelns vorgestellt.

4. Fallanalyse: Dieser Abschnitt beschreibt ein konkretes Fallbeispiel einer Wohngruppe für Mädchen mit Gewalterfahrungen und bereitet die Analyse unter verschiedenen theoretischen Gesichtspunkten vor.

4.1 Zur Anwendung lebensweltorientierter Sozialer Arbeit: Der Fall wird mittels lebensweltorientierter Maxime analysiert, um alternative Handlungsoptionen zum bloßen Regelvollzug aufzuzeigen.

4.2 Zur Anwendung systemischer Sozialer Arbeit: Hier wird der Fall unter systemischen Gesichtspunkten betrachtet, wobei besonders das Veränderungspotential und zirkuläres Fragen im Fokus stehen.

4.3 Falllösung im Kontext des ethischen Selbstverständnisses Sozialer Arbeit: Unter Anwendung des 6-Stufen-Modells wird eine fundierte und reflektierte Lösung für das Fallbeispiel entwickelt.

5. Eigene Einschätzung im Rahmen eines Fazits: Der Autor resümiert die Analyse und betont die Notwendigkeit einer differenzierten Praxis, die über starre Regelwerke hinausgeht.

Schlüsselwörter

Lebensweltorientierung, Systemische Soziale Arbeit, Ethik, Fallanalyse, Hilfe und Kontrolle, Menschenrechte, Partizipation, Urteilsfindung, Jugendhilfe, Wohngruppe, Regelverstoß, Professionalität, Sozialstaat, Empowerment, Reflexion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht theoretische Grundlagen und ethische Dilemmata in der Sozialen Arbeit und wendet diese Erkenntnisse auf ein konkretes Fallbeispiel aus der stationären Jugendhilfe an.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind lebensweltorientierte Konzepte, systemische Methoden, das Spannungsfeld zwischen staatlichem Kontrollauftrag und professioneller Hilfegewährung sowie die ethische Entscheidungsfindung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Handlungsalternativen für den Umgang mit Regelverstößen in einer Wohngruppe zu entwickeln, die sowohl professionellen Anforderungen als auch einer ethisch vertretbaren, lebensweltnahen Begleitung der Klientin gerecht werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die theoretische Reflexion sowie die Anwendung des 6-Stufen-Modells zur ethischen Urteilsfindung nach Tödt, um den Fall systematisch zu durchdringen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Darlegung von Ansätzen und Ethik sowie eine detaillierte Fallanalyse, in der das Verhalten einer Klientin nach Regelverstoß aus systemischer und lebensweltorientierter Sicht bewertet wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Lebensweltorientierung, Systemische Soziale Arbeit, Hilfe und Kontrolle, Ethik und Partizipation.

Wie geht die Arbeit mit dem Dilemma von Hilfe und Kontrolle um?

Sie thematisiert dieses als „doppeltes Mandat“ und plädiert dafür, dass die Fachkraft sich aktiv reflektiert, um nicht bloß zum Vollstrecker staatlicher Kontrolle zu werden, sondern auch die individuellen Bedürfnisse der Klienten zu wahren.

Warum wird das 6-Stufen-Modell zur Falllösung herangezogen?

Das Modell dient dazu, komplexe ethische Situationen in Phasen (Situationsanalyse, Planung, Evaluation) zu strukturieren, um ein willkürliches oder rein sanktionsorientiertes Vorgehen zu vermeiden.

Welche Rolle spielt die Wohngruppe in der Analyse?

Die Wohngruppe wird sowohl als schützende Institution als auch als System mit eigenen Dynamiken begriffen, in dem Regeln für das Zusammenleben essenziell sind, aber nicht zulasten der individuellen pädagogischen Arbeit gehen dürfen.

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Résumé des informations

Titre
Theorien, Konzepte und Ethik Sozialer Arbeit
Université
Wiesbaden University of Applied Sciences  (Fachbereich Sozialwesen)
Cours
Ethik in der Sozialen Arbeit; Theorien und Konzepte der Sozialen Arbeit
Note
1,3
Auteur
Dennis Funken (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
22
N° de catalogue
V299484
ISBN (ebook)
9783656961987
ISBN (Livre)
9783656961994
Langue
allemand
mots-clé
Ethik Ethik in der Sozialen Arbeit Theorien Konzepte Theorien der Sozialen Arbeit Konzepte der Sozialen Arbeit Fallanalyse
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Dennis Funken (Auteur), 2014, Theorien, Konzepte und Ethik Sozialer Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/299484
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Extrait de  22  pages
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