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Regulierung des Crowdinvestings

Titre: Regulierung des Crowdinvestings

Thèse de Bachelor , 2014 , 45 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Markus Bohlen (Auteur)

Gestion d'entreprise - Banque, Bourse, Assurance
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Résumé Extrait Résumé des informations

Seit Beginn der Finanzkrise im Jahr 2007 klagen viele, besonders kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) in Deutschland und anderen europäischen Ländern, über zunehmende Schwierigkeiten in der Finanzierung durch Banken. Die sog. „Kreditklemme“ trifft dabei auch gestandene und etablierte Unternehmen mit bewährten Geschäftsmodellen.
Zu streng seien die Verschärfungen der Bankenregulierungen bezüglich Eigenkapitalanforderungen und anderer Aspekte, so wird oft von den Kreditinstituten argumentiert. Historisch
erstmalig bestrafte die Europäische Zentralbank (EZB) zur Jahresmitte 2014 die Geldhäuser mit negativen Einlagezinssätzen, um der Volkswirtschaft schädigenden Sparermentalität der Banken zu begegnen. Der negative Einlagezinssatz zeigte Wirkung. Bereits einen Tag nach Inkrafttreten halbierten sich die Einlagen annähernd von 25,4 Mrd. auf 13,6 Mrd. Euro.
Für Jungunternehmen und Existenzgründer ist es bereits ohne Finanzkrise und Bankenregulierungsverschärfungen um ein vielfaches problematischer, sich in der Anfangsphase hinreichend zu finanzieren. Zu groß ist das Risiko des Scheiterns, das im Unternehmensaufbau von niemandem zuverlässig quantifizierbar ist. Neben der Ungewissheit über den Erfolg der Geschäftsidee an sich, stellen auch persönliche und fachliche Fähigkeiten der Unternehmer und das Verhältnis der Gründer untereinander weitere nicht abschätzbare Variablen und aus Geldgebersicht, somit Risiken dar. Typischerweise können daher nur diejenigen Geschäftsideen und –modelle realisiert werden, die aufgrund von ausreichend vorhandenen finanziellen Rücklagen der Gründer und einem investitionsbereiten Familien-, Freundes und Bekanntenkreis umsetzbar sind. Wer es nicht schafft mit seinem Businessplan einen Wettbewerb zu gewinnen und dadurch den Kontakt zu Business Angels oder anderen Venture Capital-Gebern (VC-Geber) aufzubauen, hat darüber hinaus oftmals keine anderen Möglichkeiten, liquide Mittel für sein Gründungsvorhaben zu akquirieren.
Eine relativ neue Kapitalbeschaffungsmöglichkeit, das Crowdinvesting, tritt an dieser Stelle in die Nische der Frühphasenfinanzierung der Unternehmen ein. Basierend auf einer Vielzahl von Internetnutzern, niedrigen Investitionsbeträgen und grundsätzlich vollautomatisch-elektronischer Abwicklung, schafft das Crowdinvesting die Bündelung zu Investitionssummen, die Entstehung und Wachstum von innovativen Start-ups finanziell ermöglichen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen des Crowdinvestings

2.1 Crowdinvesting – ein erster Überblick

2.2 Der Crowdinvesting-Markt in Deutschland

2.3 Crowdinvesting als alternative Finanzierungsform

3 Regulierung des Crowdinvestings

3.1 Rechtlicher Status Quo in Deutschland

3.1.1 Prospektpflicht und Prospekthaftung

3.1.2 Aufsichtsrechtliche Erlaubnis und Verhaltenspflichten

3.2 Regulierungsmaßnahmen in Europa und den USA

3.2.1 Europa – Italien, Österreich, UK und Frankreich

3.2.2 Regulierungsprozess in den Vereinigten Staaten

3.3 Regulierungsperspektive für Deutschland

3.3.1 Regulierungsziele

3.3.2 Ansätze und Maßnahmen der Regulierung

4 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das aktuelle Phänomen des Crowdinvestings als alternative Finanzierungsform für Start-ups und analysiert dabei kritisch die Notwendigkeit sowie die Ausgestaltung einer adäquaten regulatorischen Aufsicht im nationalen wie internationalen Kontext.

  • Grundlagen und Definitionen des Crowdinvestings
  • Marktstruktur und Entwicklung des Crowdinvestings in Deutschland
  • Analyse der regulatorischen Rahmenbedingungen in Deutschland
  • Internationaler Vergleich der Regulierung (Europa und USA)
  • Ableitung von Handlungsbedarfen für den deutschen Gesetzgeber

Auszug aus dem Buch

Crowdinvesting – ein erster Überblick

Das Crowdinvesting geht ursprünglich auf den im Jahr 2006 erstmalig in einem Magazin erwähnten Begriff „Crowdsourcing“ zurück. Das Crowdsourcing ist nicht finanzierungsspezifisch und meint allgemein die Auslagerung („Outsourcing“) von Unternehmensaufgaben an eine größere Menge von Privatpersonen (die „Crowd“) über das Internet. Der Grund für die Auslagerung einzelner Aufgaben an Externe liegt unter anderem in der von Surowiecki in seinem Buch "The Wisdom of Crowds“ angenommenen Schwarmintelligenz. Es geht dabei weniger darum, komplexe und höchst fachspezifische Herausforderungen zu lösen, wofür Unternehmensberatungen ggf. sinnvolle, wenn auch teurere Lösungen, sind. Eines der Hauptargumente für Crowdsourcing ist u.a. die Generierung von Kreativität und Ideenreichtum einer breiten Masse zu Gunsten der Unternehmung. Mittlerweile nutzen viele Unternehmen diese Möglichkeit, das Internet hat diese Entwicklung massiv vorangetrieben.

Aus dieser zunächst themenungebundenen Idee entwickelte sich das Finanzierungskonzept Crowdfunding, die USA gelten als Vorreiter dieses Konzepts und bieten aktuell den größten Markt hierfür. Aus historischer Sicht legten die USA den Grundstein für Crowdfunding bereits 1865, als in Folge der schwierigen Konjunkturlage die Zeitung New York World einen Spendenaufruf zur Finanzierung des Sockels der Freiheitsstatue startete. Zurück in der Neuzeit wurde das Crowdfunding anfänglich größtenteils für kreative und karitative Zwecke, also zur Unterstützung von Künstlern und wohltätiger Projekte, genutzt. Die „Menge“ befindet sich dabei in der Position der Geldgeber und beabsichtigt damit, sich finanziell an oben genannten Projekten zu beteiligen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Crowdinvesting ein, beleuchtet die aktuelle Finanzierungslage für KMU und Start-ups und definiert das Forschungsziel der Arbeit hinsichtlich der notwendigen Regulierung.

2 Grundlagen des Crowdinvestings: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung, die Definition, die Marktstruktur und die Akteure des Crowdinvestings sowie dessen Rolle als alternative Finanzierungsform innerhalb des Unternehmenszyklus.

3 Regulierung des Crowdinvestings: Dieser Abschnitt analysiert detailliert den aktuellen rechtlichen Status quo in Deutschland, vergleicht internationale Regulierungsansätze und diskutiert die gesetzgeberischen Perspektiven für den deutschen Markt.

4 Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, bewertet die regulatorischen Entwicklungen wie das geplante Kleinanlegerschutzgesetz und schließt mit einer Einschätzung zur Zukunft des Crowdinvestings.

Schlüsselwörter

Crowdinvesting, Crowdfunding, Regulierung, Finanzierung, Start-ups, Kapitalmarkt, Prospektpflicht, Kleinanlegerschutz, Mezzanine-Kapital, Early-Stage-Gap, partiarisches Nachrangdarlehen, Anlegerschutz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Regulierung des Crowdinvestings. Sie analysiert, wie sich diese junge Finanzierungsform entwickelt hat und ob der aktuelle Rechtsrahmen in Deutschland ausreicht oder angepasst werden muss.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Grundlagen des Crowdinvestings, die Marktdaten für Deutschland, eine detaillierte Betrachtung der rechtlichen Rahmenbedingungen und ein internationaler Vergleich mit anderen europäischen Ländern sowie den USA.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist die Klärung der Frage, ob und in welcher Form der deutsche Crowdinvesting-Markt reguliert werden sollte, um Investoren zu schützen, ohne dabei das innovative Marktpotenzial durch Überregulierung auszubremsen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es handelt sich um eine deskriptive und analysierende Arbeit, die auf einer fundierten Literaturrecherche, der Auswertung von Marktdaten sowie der Analyse von Gesetzesentwürfen und internationalen Regulierungsansätzen basiert.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Untersuchung des rechtlichen Status quo in Deutschland (insb. Prospektpflicht und Aufsichtsrecht), gefolgt von einer vergleichenden Analyse europäischer und US-amerikanischer Regulierungsmaßnahmen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Crowdinvesting, Regulierung, Kapitalmarkt, Anlegerschutz, Prospektpflicht, Frühphasenfinanzierung und Kleinanlegerschutzgesetz (KaSG).

Wie bewertet der Autor das "Weissenhaus"-Projekt?

Das Weissenhaus-Projekt wird als untypisches, großvolumiges Investment eingestuft, das durch seine festverzinsliche Komponente und dingliche Besicherung geringere Risiken aufweist als klassische Crowdinvestments in Start-ups.

Wie steht der Autor zum Kleinanlegerschutzgesetz (KaSG)?

Der Autor bewertet den Entwurf zum KaSG grundsätzlich positiv, da es Transparenz schafft und Gesetzeslücken schließt, mahnt jedoch an, dass eine Überregulierung vermieden werden sollte, um das Wachstumspotenzial der Branche nicht zu gefährden.

Fin de l'extrait de 45 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Regulierung des Crowdinvestings
Université
University of Cologne  (Seminar für ABWL und Bankbetriebslehre)
Note
1,3
Auteur
Markus Bohlen (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
45
N° de catalogue
V299538
ISBN (ebook)
9783656959069
ISBN (Livre)
9783656959076
Langue
allemand
mots-clé
Finance Crowdfunding Crowdinvesting Kleinanlegerschutzgesetz Regulierung Crowdfund Act
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Markus Bohlen (Auteur), 2014, Regulierung des Crowdinvestings, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/299538
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Extrait de  45  pages
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