Wert des Wissens, Wert der Dummheit

Darstellung und Beurteilung von Wissen, gerechtfertigter Meinung und Nichtwissen mit Blick auf das Menon- und Gettierproblem


Masterarbeit, 2014

86 Seiten, Note: 2,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Wert des Wissens
2.1 Der Wissensbegriff in der Philosophie
2.2 Wissen, Zufall, gerechtfertigte Meinung
2.3 Lösungsversuche
2.4 Der Wert des Wissens
2.5 Das Wissen und seine Grenzen
2.6 Wissenserwerb

3 Dummheit und Torheit
3.1 Die Begriffe „Dummheit“ und „Torheit“
3.2 Dummheit und Torheit in Literatur und Philosophie
3.3 Wissenwollen und Interessenehmen
3.4 Nichtwissen-wollen
3.5 Die Unauffälligkeit epistemischer Werte
3.6 Ironie – eine Reaktion auf die Torheit
3.7 Aktuelle Debatten zu Dummheit und Torheit

4 Schluss

Abbildungsverzeichnis

Literaturverzeichnis

Versicherung

1 Einleitung

Diese Arbeit soll verschiedene Zugänge zu Wissen und Meinung darstellen und diese eingangs mit ausgewählten Problemen der Philosophie, wie z.B. dem Menondialog und dem Gettierproblem illustrieren. Diese Probleme sollen helfen, Wissen, gerechtfertigte Meinung und Nichtwissen zu untersuchen und eine Verbindung zwischen diesen Begriffen herzustellen. In Folge soll auf das Nichtwissen Bezug genommen werden. Dummheit und Torheit sollen im Rahmen der Erkenntnistheorie beur­teilt und eingeordnet werden. Im Besonderen soll hier wiederum auf die Begriffe „Wissen“ und „gerechtfertigte Meinung“ zurückgegriffen werden. Abschließend soll die Arbeit Dummheit und Torheit im wissenschaftlichen Umfeld untersuchen und auch Beispiele für gegenwärtige Erscheinungsformen der Torheit anführen.

„Wenn man das Stichwort ‚Wissen‘ vor Augen, die philosophische Fachliteratur der letzten 25 Jahre durchblättert, fällt einem etwas auf: fast scheint es so, als gäbe es nur zwei Fragen […] Erstens, wie wird man mit dem Skeptiker fertig, der behauptet, wir wüssten nichts […]? Wie ist der Wissensbegriff […] zu analysieren?“[1]

Die Zielsetzung der Arbeit ist die Kontextualisierung des Wissens im Bezug zu Nichtwissen und dessen Erscheinungsformen. Mit Hilfe der epistemologischen Beurteilung der gerechtfertigten Meinung und des Wissens soll eine Aussage über Nichtwissen getätigt werden. Der Bereich, in dem Wissen vermutet wird und eine Entscheidung zu Gunsten des Nichtwissens erfolgt, soll untersucht und mit Beispielen belegt werden.

Der Forschungsstand zum Begriffsfeld Dummheit und Torheit ist ein geringer, was sich auch dadurch bemerkbar macht, dass die Forschung zur Dummheit auf akademischen Niveau gering ausfällt. Dieses Naheverhältnis zur Dummheit sieht Musil als systemisches Problem, auf das in dieser Arbeit ebenfalls eingegangen wird. Neben den Forschungslücken über dem Begriffsfeld Dummheit und Torheit erschließt sich andererseits eine gute Literatur- und Forschungslage zum Thema Wissen, welche unterschiedliche Zugänge ermöglicht.

Hierbei beschränkt sich die Materialauswahl zumeist auf erkenntnistheoretische Zugänge zum Thema Wissen. Dass Wissen mit Wahrheit verbunden zu sein scheint, soll unter Annahme eines bestimmten Wahrheitsbegriffes erläutert werden. Als Grundlage des Materials über Dummheit soll ausgehend von der Rede Musils das Feld Dummheit und Torheit unter Berücksichtigung der aktuellen Forschung (z.B. Mulligan) dargestellt und interpretiert werden.

Methodisch soll die Arbeit im Rahmen der Erkenntnistheorie Fragen nach Voraussetzungen von Wissen, gerechtfertigter Meinung, Dummheit und Torheit behandeln. Gedankenexperimente, wie z.B. das Gettier-Problem, sollen neben Syllogismen Möglichkeiten der Darstellung der Thematik bieten. Ebenso sollen Beschreibungen der Thematik einen Forschungszugang eröffnen.

Die Arbeit gliedert sich in einen Teil über den Wert des Wissens, in dem vom Wissensbegriff über dessen Probleme bis hin zu Grenzen und Lösungsversuchen geführt werden soll. Mit der Wissensverweigerung soll ein Übergang zur Thematik der Dummheit und Torheit gelegt werden, der sich mit den epistemischen Werten auseinandersetzt und auch Trennlinien der unterschiedlichen Formen des Nichtwissens ziehen soll.

Die Erkenntnistheorie versucht die Möglichkeiten und Grenzen menschlicher Erkenntnis zu beschreiben und zu erforschen. Was eigentlich Wissen ist, stellt sich bei näherer Betrachtung für den Philosophen[2] komplexer dar, als es oft in anderen Wissenschaften den Anschein hat.

2 Der Wert des Wissens

Vom Wert des Wissens sprechen zu können, bedingt eine nähere Untersuchung des Wissens- und des Wertbegriffs. Die philosophische Untersuchung von Wissen zeigt recht deutlich, dass das Nachdenken über das Wissen, dessen Herkunft und dessen Wert einen breiten Forschungsgegenstand darstellt. Einerseits gilt es, den Wert des Wissens im Sinne von Wissen, gerechtfertigter Meinung und Zufall darzustellen, andererseits darf man nicht vom Wertbegriff mit Blick auf das Wissen sprechen, ohne diesen im Vorfeld definiert zu haben. Der kritische Rationalismus Poppers verlangt z.B. Wertfreiheit in der Wissenschaft[3] und weist einen deduktiv-theoriekritischen Erkenntnisweg, der von den Philosophen des Wiener Kreises mit Hilfe der Logik genauer dargestellt wird. Dieser Exkurs zeigt bereits die Schwierigkeit, den Wert des Wissens philosophisch zufriedenstellend darzustellen. Daher wird dieses Kapitel den Wissensbegriff nicht vollständig erfassen können, wobei jedoch über die Wissensdiskussion und deren besondere Fälle, wie z.B. Zufall und gerechtfertigte Meinung, der Bogen zum Nichtwissen und zur Wissensverweigerung gespannt werden soll.

2.1 Der Wissensbegriff in der Philosophie

Im Alltag wird der Begriff Wissen ungenau verwendet. Bei Schülerinnen und Schülern wird das Wissen abgeprüft. Manche Dinge, wie z.B. der Name eines Menschen, werden als selbstverständliches Wissen vorausgesetzt. Auch wird oft Tieren Wissen unterstellt, wie z.B. einer Katze, die weiß, was sie nicht darf. Lehrerinnen und Lehrer werden als Wissensvermittler dargestellt. Schließlich zieren auch viele Zitate über Wissen so manches Buch und letztendlich wird dem Wissen Macht („Wissen ist Macht“) und dem Nichtwissen eine geringe Rolle („Nichtwissen macht auch nichts“) zugesprochen.

Verlässt man diesen Alltagsdiskurs gerät man in ein Forschungsfeld, das nicht mehr in dieser Selbstverständlichkeit von Wissen sprechen kann. Es stellt sich die Frage, ob die Dinge, die einem erscheinen, und von denen wir behaupten, Wissen um diese zu besitzen, tatsächlich gewusst werden. Dieses Wissen bezieht sich schließlich auf die menschliche Wahrnehmung. Diese Wahrnehmung ist aber bei Tieren eine andere, da diese die Welt mit vom Menschen unterschiedlichen Sinnesorganen wahrnehmen. Ein Text von Kant, der von einem Tonbandgerät wiedergegeben wird, kann für den Zuhörer einen Erkenntnisprozess eröffnen, so dass er dann sagen kann, dass er nun weiß, was Kant gemeint habe. Für die Hauskatze stellt sich dieser philosophische Hörtext nur als Schall dar. Hiermit soll keineswegs der Diskurs zur Tierethik eröffnet werden, es soll nur gezeigt werden, dass der Skeptizismus, der das Wissen systematisch in Zweifel zieht, eine Basis für die Diskussion um das Wissen darstellt. Schließlich sollen die Überzeugungen, die wir durch die Erkenntnis erlangen, hinterfragt werden.

Kant sieht in der Kritik der reinen Vernunft die menschliche Erkenntnis als Erscheinung des Dings an sich. Dieses Ding an sich bleibt dem Menschen verborgen. Nur durch ein System (die Kategorien) erlangen wir Erkenntnis von einer Sache und behaupten, dass wir über diese Affektion von dieser Wissen besitzen. Dies führt zu den beiden Fragen der Erkenntnistheorie:

Was können wir wissen?

Was ist Wissen?[4]

Diese beiden Fragen bilden die Basis vom Wissensbegriff in der Philosophie. Die Frage nach dem Inhalt des Wissens („Was kann ich wissen?“) führt zu den Grenzen unseres Wissens. Der Blick auf die Dummheit und das Nichtwissen lässt die Frage „Was kann ich nicht wissen?“ ebenfalls zu, wodurch der epistemologische Diskurs einen neuen Blickwinkel erfährt. Es wird nämlich die Frage zu stellen sein, ob Nichtwissen auch eine Form von Wissen sein kann. Diese Fragestellung führt zur zweiten Frage nach der Beschaffenheit des Wissens. Die Beschaffenheit des Wissens eröffnet mehrere Fragen, die sich auf die Gültigkeit von Wissen und damit einhergehend mit dem Wahrheitsbegriff befassen.

Eine erkenntnistheoretische Definition von Wissen kann als wahre und gerechtfertigte Meinung angegeben werden. Die beiden Bedingungen für das Wissen kann man folgendermaßen definieren:

1. Eine Person S weiß nur dann, dass p, wenn es der Fall ist, dass p, wenn also der Satz „p*“ wahr ist.[5]
2. Eine Person S weiß nur dann, dass p, wenn S in ausreichendem Maße davon überzeugt ist, dass p.[6]

Diese Definition des Wissensbegriffs führt zur Frage nach der Herkunft des Wissens. Misst man die Erkenntnis, findet man 3 Angaben für die Normalform des Wissens

(1) Wahrnehmungssubjekt (P)
(2) Wahrnehmungstyp
(3) Wahrnehmungsinhalt (A)[7]

Diese Beobachtungsaussage findet sich in der Form „P [Wahrnehmungstyp], dass A.“ Z.B. Franz (P) riecht (Wahrnehmungstyp), dass es brennt (A). Der Wahrnehmungsinhalt findet sich auch als Beobachtungsaussage, wie z.B. „Es brennt (A)“ wieder. Diese Beobachtungsaussagen spielen im Alltag eine große Rolle, die zu epistemologischen Schlüssen führen kann.

Ich rieche, dass A → Ich weiß, dass A

(Ich rieche, dass es brennt. Ich weiß, dass es brennt.)

Damit wird im Alltag auf Wissen geschlossen.

Ich weiß, dass A → A

Aus den beiden Regeln lässt sich folgende Regel ableiten:

Ich rieche, dass A → A[8]

Mit diesen Regeln präsentiert sich Wissen als wahrnehmungsabhängige Entität. Das Subjekt erfährt über den Wahrnehmungstyp den Wahrnehmungsinhalt. Es wird letztendlich eine Beobachtungsaussage für die Entstehung von Wissen im Sinne des Modus ponendo ponens herangezogen.

1) Wenn ich rieche, dass es brennt (A), dann weiß ich, dass es brennt (B).
2) Ich rieche, dass es brennt.
3) Ich weiß, dass es brennt.

1) A→B
2) A
3) B

Mit dieser Definition von Wissen gerät man aber zwangsweise in das Beweisproblem, denn Wissen leitet sich hier induktiv ab und verallgemeinert von einer Wahrnehmung, die in der Wissenschaft auch empirisch beweisbar sein kann. Wenn ich z.B. einen Schnupfen habe und den Brand nicht riechen kann, könnte man schließen:

1) A→B
2) Ø A
3) Ø B

Die Abhängigkeit von der Wahrnehmung lässt daher den Schluss zu, dass Wissen nur dann vorliegen kann, was auch wahrgenommen werden kann.

Dieser Schluss führt dazu, dass die fehlende Wahrnehmung eines Gegenstands bewirkt, dass das Wahrnehmungssubjekt durch den fehlenden Wahrnehmungstyp den Wahrnehmungsinhalt nicht erfassen kann. Für das Subjekt liegt dann kein Wissen vor (obwohl es z.B. tatsächlich brennt).

Wenn man aber durch eine Wahrnehmung etwas zu wissen glaubt und der Wahrnehmungsinhalt nicht stimmt, stellt sich die Frage, welches Wissen in einem solchen Fall vorliegt. Man kann z.B. einen Brandgeruch wahrnehmen, in Wirklichkeit ist es aber nur eine geräucherte Wurst, welche diese Wahrnehmung vermittelt. Wissen kann nach dieser Definition nur vorliegen, wenn das Wahrnehmungssubjekt über den Wahrnehmungstyp den Wahrnehmungsinhalt erfährt. Die Wahrheitstabelle zeigt hier die Zusammenhänge.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Wahrheitstabelle

Das Bikonditional AºB bietet sich vorerst an, um eine Definition zu erhalten. Wenn ich etwas wahrnehme und das auch der Fall ist, genau dann liegt Wissen vor. Damit lässt sich die Bedingung „Eine Person S weiß nur dann, dass p, wenn es der Fall ist, dass p, wenn also der Satz „p*“ wahr ist.“[9]

erklären. Das Lügnerparadoxon „Satz S ist nicht wahr“, das genau dann wahr ist, wenn Satz S nicht wahr ist, zeigt prinzipiell die Schwierigkeit der Wahrheitsfindung. Das Wahrnehmungsbeispiel geht von empirisch abgeleitetem, induktivem Wissen aus. Popper sieht das Problem, dass hier induktive Schlüsse mittels deduktiver Logik begründet werden. Dies schließe einander aus. Wenn eine Prämisse falsch ist, liegt hier kein wahrer Schluss vor. Die Methode der Induktion impliziert aber nicht, dass auf eine Allgemeingültigkeit geschlossen werden kann, da durch ein einziges Gegenbeispiel der Satz p* nicht wahr ist.

Aus Ø j (ai) folgt immer Ø "x j (x).[10]

Mit diesem Beispiel soll illustriert werden, dass das Wissen um den wahren Satz p* das Problem der Wahrheit und der Gültigkeit eines Schlusses mit sich bringt. Außerdem muss p der Fall sein, was auch nicht in jeder Situation, wie das Beispiel mit dem Brandgeruch zeigt, sicher erkennbar ist. Weiters gilt es noch zwischen „Wissen-wie“ und „Wissen-dass“ zu unterscheiden. Dieser Diskurs führt vorerst zur Annahme, dass Grundbedingungen für das Wissen Wahrheit, Wahrnehmung und der Gegenstand des Wissens der Fall sind.

Als zweite Bedingung für das Wissen wurde die Überzeugung angeführt. Eine Person S kann nur p wissen, wenn sie davon ausreichend überzeugt ist. Colin Radford hat in seinem Aufsatz „Knowledge by Examples“ drei Beispiele angeführt, welche zeigen, dass Wissen trotz fehlender Überzeugung bestehen kann. Radford führt als erstes Beispiel einen Mann an, der unsicher ist, ob das Auto verschlossen wurde.

„Man: Look, I know I locked the car. Still-I’ll go back and make absolutely sure.

Wife (irritated): Aren’t you sure?

Man: Well-yes, I am sure. I’d bet money on it. Still, I could be mistaken. It’s possible, isn’t it darling? And this is though neigbourhood.

Wife (surprised): Oh!

Man: Yes. And since it would be disastrous if I hadn‘t locked it, I might as well go and check. I won’t be long …“[11]

Dieses Beispiel unterstellt einem Menschen etwas zu wissen, ohne davon überzeugt zu sein. Auch zwei weitere Beispiele Radfords zeigen ähnliche Fälle. Ein Beispiel handelt z.B. von einem Quiz, in dem der Kandidat historische Daten erraten muss und nicht überzeugt ist diese zu wissen. Außerdem gibt der Kandidat an, dass er auf Grund seiner Schulbildung keine entsprechenden Geschichtskenntnisse besäße. Dennoch gibt der Kandidat richtige Antworten. Diese richtigen Antworten zeigen, dass der Kandidat doch englische Geschichte gelernt haben muss, nicht sein Wissen vergessen hat und sich der Geschichte erinnern kann.[12] Man kann hier dem Kandidaten Wissen zuschreiben, aber auch (genauso wie im ersten Beispiel) Wissen absprechen. Zusammenfassend merkt Radford an:

„To briefly summarise my negative conclusions: neither believing that P nor, a fortiori, being confident, sure, quite sure, or certain that P is a necessary condition of knowing that P. Nor is it a necessary condition of knowing that P that one should have the right to be, or be justified in being, or have adequate grounds for being sure that P. Nor it is a necessary condition that one should believe that one has the right to be, etc., sure that P. It is, perhaps, rather that being sure that P, and believing that one has the right to be sure that P, are necessary conditions of believing that one knows, and hence of having the prima facie right to say that one knows that P.“[13]

Diese Beispiele zeigen aber nicht, dass fehlende Überzeugung die Entstehung von Wissen verhindert, vielmehr wird auf die Wichtigkeit der Sicherheit bzw. des Gefühls der Sicherheit für die Überzeugung als Bedingung für das Wissen hingewiesen. Radfords Beispiele führen zur Frage, ob Überzeugungen einen anderen Gegenstand als Wissen haben, was letztendlich zu Platons Menon führt.

Die Definition von Wissen stellt, wie es die Beispiele zeigen sollen, eine große Schwierigkeit dar, da jede Definition Zweifel mit sich bringt, die auch Gegenstand philosophischer Debatten sind. Aus diesem Grund sollen nochmals die wesentlichen Punkte der Begriffsanalyse angeführt werden und eine taugliche Definition gefunden werden, welche für die weitere Arbeit mit Blick auf das Nichtwissen und Torheit, hilfreich sein kann. Die Probleme, welche die Begriffsanalyse mit sich bringt, sollen auch genannt werden, um die Thematik umfassender darzustellen.

Die Bedingungen für Wissen sind:

(1) p ist wahr
(2) S glaubt, dass p Daraus ergibt sich logisch:
(3) Wenn p nicht wahr ist, dann glaubt S nicht p (Ø p → Ø (S glaubt, dass p))
(4) p → S glaubt, dass p[14]

Die Wahrheit von p als Bedingung für Wissen zu nennen, wirft die Diskussion über den Begriff Wahrheit auf, die hier nicht geführt werden kann. Trotzdem können gerade unter diesem Aspekt die Eingangsfragen „Was kann ich wissen?“ und „Was ist Wissen?“ um die Fragen „Haben wir Wissen?“ ergänzt werden. Kant sieht die Wahrheit als Übereinstimmung der Erkenntnis mit ihrem Gegenstand[15], die a priori besteht. Das Ding an sich bleibt im Verborgenen. Wittgenstein sieht im Tractatus die Wahrheit als sinnvolle Sätze, die sich aus der Gesamtheit der Tatsachen ergeben.[16] Tarski gibt in seiner semantischen Konzeption das Kriterium für Wahrheit an

P ist genau dann wahr, wenn p.[17]

Die Überprüfbarkeit gestaltet sich in manchen Fällen sehr schwierig, womit die Debatte um Falsifikation oder Verifikation an dieser Stelle geführt wird. Wenn S glaubt, dass p, muss dies irgendwie vermittelt werden („Wahrnehmungstyp“.

„If p were true and S were to use method M to arrive at a belief wether (or not) p, then S would believe, via M, that p.“[18]

Ryles „The Concept of Mind“ folgend, wird „wissen-wie“ aus der allgemeinen Analyse von Wissen ausgenommen[19] und (wie aus den Beispielen ersichtlich wurde) „wissen-dass“ der Analyse unterworfen.

„ ‚Intelligent‘ cannot be defined in terms of ‚intellectual‘ or ‚knowing how‘ in terms of ‚knowing that‘; ‚thinking what I am doing‘ does not connote ‚both thinking what to do and doing it‘. When I do something intelligently, i.e. thinking what I am doing, I am doing one thing and not two.“[20]

Wenn also S glaubt, dass p, dann muss er davon die Überzeugung besitzen. Radford zeigte, wie man Wissen besitzen kann, ohne überzeugt zu sein. Wenn wir der Meinung sind, dass eine Person etwas weiß, dann meinen wir, dass sie die richtige Überzeugung habe.

Kutschera definiert Wissen als wahre bzw. wahre oder fundierte Überzeugung.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[21]

Wichtig scheint die Unterscheidung der objektiven und der perspektivischen Variante des Wissens. Die objektive Variante des Wissens bezieht sich auf die Interessen des Wissenden in der Person des Informationsgebers und des Handlungserklärers.

„Eine Person weiß genau dann, daß p, wenn sie überzeugt ist, daß p, und wenn es tatsächlich der Fall ist, daß p.“[22]

Gettier-Beispiele zeigen in diesem Fall, dass die objektive Variante von Wissen nicht die einzige sein kann.[23] Die perspektivische Variante von Wissen bezieht sich auf das Interesse des Unwissenden in Form des gutgläubigen Informationssuchers, des zweifelnden Informationssuchers und in Form des Interesses des Handlungserklärers.[24] Die perspektivische Variante von Wissen lässt sich folgendermaßen darstellen.

„Eine Person weiß genau dann, daß p, wenn sie überzeugt davon ist, daß p, wenn es tatsächlich der Fall ist, daß p, und wenn sie Gründe weiß, die dazu geeignet sind, die Zweifel, die der Wissenszuschreiber in Betracht zieht, auszuräumen.“[25]

Die objektive Variante des Wissens beinhaltet die richtige Überzeugung, die perspektivische Variante des Wissens und das Interessenehmen einer Person.

Erst in diesem Zusammenhang werden die Gettier-Beispiele und Platons Menon verständlich. Zweifel am Wissen ist immer möglich und auch zufällig entstandenes Wissen wird durch diese Definitionen nicht ausgeblendet. Nur das Zusammenspiel der objektiven und perspektivischen Varianten von Wissen kann eine zuverlässigere Aussage über die Natur des Wissens ermöglichen, als die isolierte Betrachtung der einzelnen Varianten. Das Wort Ente bezeichnet z.B. die Tierart als auch die weiblichen Exemplare dieser Tierart. Übersieht man die Mehrdeutigkeit, dann zeichnet sich die Schwierigkeit ab, dass man die Fortpflanzung in Ermangelung der männlichen Exemplare in Frage stellen müsse. Es kann aber keine männlichen Enten geben, weil Enten weiblich sind. Die Lösung ist ein Zusammenspiel beider Varianten des Wissens. Es gibt männliche Enten (1. Bedeutung), aber keine männlichen Enten (2. Bedeutung). Ebenso ist Wissen (objektive Variante) unabhängig von der Perspektive des Wissenszuschreibers, nicht aber das Wissen (perspektivische Variante).

2.2 Wissen, Zufall, gerechtfertigte Meinung

Am Beispiel mit dem Zusammenspiel von Wissensvarianten bezüglich der männlichen Enten, aus dem p ˄ Øp dargestellt werden könnte und der Satz vom ausgeschlossenen Dritten einer Analyse unterworfen werden kann, sieht man die Problematik der Definition des Wissens. Daher soll die Definition von Wissen, gerechtfertigter Meinung und Zufall an dieser Stelle mit deren Problemen gezeigt und der Bezug zum Nichtwissen, der Dummheit und der Torheit hergestellt werden.

Edmund L. Gettier führt in seinem Aufsatz „Is Justified True Belief Knowledge“ auch drei Definitionen von Wissen an.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[26] [27] [28]

Sämtliche Wissensdefinitionen (a ist die klassische Definition, b von Chisholm und c von Ayer) können als gut argumentierbar akzeptiert werden. Dennoch kam es, wie es das Radfort – Beispiel zeigte, zu Problemen mit der Definition von Wissen. Diese Probleme lassen sich bereits in die Antike zurückführen. Das Agrippa-Trilemma sieht die Unmöglichkeit des Wissens, da man um p zu begründen etwas von p Verschiedenes (z.B. q) anführen muss, da nichts ein Grund für sich selbst sein kann. Man weiß aber q wiederum nur durch einen weiteren Grund r. Man gerät demnach in einen infiniten Regress, in eine dogmatische Darstellung (wenn man den Rechtfertigungsversuch abbricht) oder in einen Zirkel. Agrippa argumentiert hier gegen die Möglichkeit des Wissens.[29] Descartes selbst bringt wie viele andere Philosophen Skepsis am Wissen an, indem er ein sicheres Fundament für die Wissenschaft zu finden sucht. Man spricht zwar von der cartesianischen Skepsis, obwohl Descartes selbst kein Skeptiker war, sondern lediglich die Überzeugungen, die kein sicheres Fundament für die Wissenschaft sind, zu finden suchte.[30] Hilary Putnams Gedankenexperiment vom Gehirn im Tank zweifelt ebenfalls am Begriff Wissen. Putnam konstruiert eine Situation, in der Wissen im Allgemeinen nur von einem Supercomputer gesteuert wird und daher sämtliche Wissenskonzeptionen Illusion wären. Ein böser Wissenschaftler entnimmt einem Menschen das Gehirn, legt es in eine Nährlösung und schließt es an einem Supercomputer an, der ihm sämtliche Sinnesreize und Empfindungen vorgibt. Bei der Person entsteht kein Verdacht, dass sie nur ein Hirn im Tank sei.[31] Das Gehirn im Tank steht in keinem Kontakt zur Umgebung.

Nach Putnam bezieht sich ein Sprecher S mit einem Ausdruck A nur dann redend und denkend auf ein äußeres Objekt O, wenn O oder ein Objekt von der Art O tatsächlich vorhanden ist und S in einem geeigneten kausalen z.B. sensorischen Kontakt zu ihm steht oder gestanden hat.[32]

Dass die Leute in jener möglichen Welt nicht imstande sind, sich auf das zu beziehen, worauf wir uns beziehen, schließt nach Putnam die Möglichkeit aus, dass wir Gehirne im Tank sind.

Die Skeptiker und deren Darstellung der Probleme mit Bezug auf die Definition des Wissens sind für die Debatte um die Definition des Begriffes des Wissens hilfreich, da vor allem mögliche Grenzen und Probleme gezeigt werden.

Bertrand Russel stellt die klassische Konzeption des Wissens in Frage.

„Können wir jemals etwas wissen, oder treffen wir nur manchmal mit etwas Glück die richtige Meinung?“[33]

Wahre Meinung kann kein Wissen darstellen, wenn sie aus einer falschen Meinung abgeleitet wird. Auch kann wahre Meinung nicht als Wissen gelten, wenn sie auf Grund eines unzulässigen Schlussverfahrens abgeleitet wird. Aber auch ein gültiges Schlussverfahren reicht nicht aus. Russels Uhrenbeispiel zeigt einen Fall, indem eine gerechtfertigte wahre Meinung kein Wissen darstellt.

„There is a man who looks at a clock which is not going, though he thinks it is, and who happens to look at the moment when it is right; this man requires a true belief as to the time of day, but cannot be said to have knowledge.“[34]

Dieses Beispiel stützt die Idee, dass hier Wissen fehlt, weil Zufall vorliegt. Stellt nun A seine Armbanduhr nach der Bahnhofsuhr, hat er nun die korrekte Uhrzeit und er hat diese bei korrekter Funktion der Armbanduhr auch in der Zukunft. In 10 Jahren ist sich A nicht mehr bewusst, dass er seine Armbanduhr nach der Bahnhofsuhr gestellt hat. A kommt immer zu der wahren Meinung der richtigen Uhrzeit. Nach 10 Jahren scheint es, als ob der Zufall verschwunden sei und es scheint schwierig, A das Wissen von der Uhrzeit abzusprechen.[35] Russel formuliert

Wenn das, was wir glauben, wahr ist – so könnte man annehmen -, dann haben wir es wir zu einem Wissen des von uns Geglaubten gebracht“[36]

Wahre Meinung kann kein Wissen darstellen, wenn sie aus einer falschen Meinung abgeleitet ist oder mit einem unzulässigen Schlussverfahren gebildet wurde. Die Frage, warum sich A im Uhrenbeispiel schwer das Wissen über die Uhrzeit absprechen lässt, kann nur über den Begriff des Zufalls geklärt werden.

Gettier zitiert neben der Standardanalyse Platons für Wissen Chisholm und Ayer. Die Definition Platons stammt aus Θεαίτητος. Wissen ist demnach nicht nur ein Zusammenspiel von Denken und Wahrnehmen. Wissen liegt auch in Vorstellungs- und Einbildungssätzen, denen allgemeine Denkinhalte innewohnen. Denken begreift Plato als Selbstgespräch mit der Seele, das durchaus als sprachliches Denken begriffen werden kann. Neben das Sein tritt auch das Nicht-Sein als Denkinhalt.[37]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Von der Sinneswahrnehmung zur Wissenschaft (Seidl: Einführung in die antike Philosophie, 147.)

Dieser Zugang eröffnet den Weg zum Nicht-Wissen, das ebenso als Denkinhalt möglich ist. Wenn jemand ein Seiendes mit einem anderen verwechselt, sei dies keine falsche Meinung, da die Meinung als Überlegung des Verstandes sich nicht selbst widersprechen kann.[38] Gettier argumentiert, dass dies falsch sei.

„I shall argue that (a) is false in that the conditions stated therein do not constitute a sufficient condition that S knows P.“[39]

Diese Kritik Gettiers dürfte gerechtfertigt scheinen, wenn man Platons Definition mit den heutigen Mitteln und dem heutigen Wissen einer historisch-philologischen Untersuchung unterzieht. Es gestaltet sich sehr schwierig mit dem heutigen Wissen das Denken der Antike nachzuvollziehen und mit den gleichen Instrumenten zu messen.[40]

Gettier spricht sich auch gegen die anderen Konzeptionen aus.

„The same argument will show that (b) und (c) fail if ‚has adeqate evidence for‘ or ‚has the right to be sure that‘ is substituted for‚ is justified in believing that‘ throughout.[41]

Chisholms Definition bezieht sich auf drei Bedingungen: die Wahrheit der Proposition P, die Akzeptanz der Person S und die Evidenz der Proposition P für die Person S. Chisholm sieht nach Gettier die Problematik und stellt die Frage, ob es eine geeignete vierte Bedingung gibt, die den drei Bedingungen der traditionellen Definition hinzugefügt werden kann.[42]

Ayers Definition betont vor allem die Überzeugung („sure“), dass P wahr ist.

„I conclude then that the necessary and sufficient conditions for knowing that something is the case are first that what one is said to know be true, secondly that one be sure of it, and thirdly that one should have the right to be sure.“[43]

Die dritte Bedingung Ayers ist in ihrer Definition für Gettier bedeutungslos, da Gettier bereits an der Proposition (i) ansetzt und Ayer die dritte Bedingung aus dieser ableitet.[44]

Gettier führt in seinem Aufsatz zwei Fälle an, in denen gerechtfertigte wahre Meinung nicht hinreichend für Wissen ist und damit zeigt er auch, dass Wissen als gerechtfertigte wahre Meinung in der traditionellen Konzeption widerlegbar ist.

Case I: Suppose that Smith and Jones have applied for a certain job. And suppose that Smith has strong evidence for the following conjunctive proposition:

(d) Jones is the man who will get the job, and Jones has ten coins in his pocket.

Smith's evidence for (d) might be that the president of the company assured him that Jones would in the end be selected, and that he, Smith, had counted the coins in Jones's pocket ten minutes ago. Proposition (d) entails:

(e) The man who will get the job has ten coins in his pocket.

Let us suppose that Smith sees the entailment from (d) to (e), and accepts (e) on the grounds of (d), for which he has strong evidence. In this case, Smith is clearly justified in believing that (e) is true.

But imagine, further, that unknown to Smith, he himself, not Jones, will get the job. And, also, unknown to Smith, he himself has ten coins in his pocket. Proposition (e) is then true, though proposition (d), from which Smith inferred (e), is false. In our example, then, all of the following are true: (i) (e) is true, (ii) Smith believes that (e) is true, and (iii) Smith is justified in believing that (e) is true. But it is equally clear that Smith does not know that (e) is true; for (e) is true in virtue of the number of coins in Smith's pocket, while Smith does not know how many coins are in Smith's pocket, and bases his belief in (e) on a count of the coins in Jones's pocket, whom he falsely believes to be the man who will get the job.[45]

Wissen entsteht hier, wie bei Russels Uhrenbeispiel, das auch als Gettier-Beispiel benannt werden kann, auf Grund falscher Prämissen bzw. aus Zufall. Smith weiß nicht, dass (e) wahr ist, er bekommt aber den Job und hat zehn Münzen in der Tasche. Damit sind alle Bedingungen der traditionellen Konzeption des Wissens, aber auch der Konzeption Chisholms und Ayers erfüllt. Bei Heranziehung der perspektivischen und objektiven Variante des Wissens werden ebenso alle Bedingungen für Wissen erfüllt.

These two examples [Gettier führt noch ein zweites Beispiel an] show that definition (a) does not state a sufficient condition for someone's knowing a given proposition. The same cases, with appropriate changes, will suffice to show that neither definition (b) nor definition (c) do so either.[46]

[...]


[1] Craig, Edward; Vossenkuhl, Wilhelm: Was wir wissen können. Pragmatische Untersuchungen zum Wissensbegriff: Wittgenstein-Vorlesungen der Universität Bayreuth. 1. Aufl Aufl. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1993 (Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft 1090), 9.

[2] Die verwendete maskuline bzw. feminine Sprachform dient der leichteren Lesbarkeit und meint immer auch das jeweils andere Geschlecht.

[3] Eberhard, Kurt: Einführung in die Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie. Geschichte und Praxis der konkurrierenden Erkenntniswege. 2., durchges. u. erw. Aufl Aufl. Stuttgart u.a: Kohlhammer, 1999 (Urban-Taschenbücher 386), 36–37.

[4] Lauth, Bernhard; Sareiter, Jamel: Wissenschaftliche Erkenntnis. Eine ideengeschichtliche Einführung in die Wissenschaftstheorie. 2., überarb. und erg. Aufl Aufl. Paderborn: Mentis, 2005, 8–9.

[5] Lauth, et al.: Wissenschaftliche Erkenntnis, 49.

[6] Lauth, et al.: Wissenschaftliche Erkenntnis, 59.

[7] Ernst, Gerhard: Einführung in die Erkenntnistheorie. Darmstadt: Wiss. Buchges. [Abt. Verl.], 2007 (Einführungen Philosophie), 158.

[8] Lauth, et al.: Wissenschaftliche Erkenntnis, 158–159.

[9] Ernst: Einführung in die Erkenntnistheorie, 49.

[10] Lauth, et al.: Wissenschaftliche Erkenntnis, 97.

[11] Radford, Colin: "Knowledge by Example. ", in: Analysis 27 (1), 1966, 1.

[12] Radford: Knowledge by Example, 5.

[13] Radford: Knowledge by Example, 11.

[14] Nozick, Robert: Philosophical explanations. Oxford u.a: Clarendon Press, 1981, 172–185.

[15] vgl. Kant, Immanuel: Kritik der reinen Vernunft. Vollst. Ausg. nach der zweiten, hin und wieder verb. Aufl. 1787, vermehrt um die Vorr. zur ersten Aufl. 1781 Aufl. Köln: Anaconda, 2009, 55 (KrV Einleitung, Kap. I).

[16] vgl. Wittgenstein, Ludwig: Tractatus logico-philosophicus. [21. Aufl.] Aufl. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1989 (Edition Suhrkamp 12), 16 (im Besonderen 2.04 - 2.063).

[17] vgl. Tarski, Alfred: "The Semantic Conception of Truth: and the Foundation of Semantics. ", in: Philosophy and Phenomenological Research Vol. 4 (3), 1944, 344.

[18] Nozick: Philosophical explanations, 186.

[19] vgl. Ryle, Gilbert: The concept of mind. Repr Aufl. London u.a: Hutchinson, 1951 (Hutchinson's university library), 27–32.

[20] Ryle: The concept of mind, 32.

[21] Kutschera, Franz von: Grundfragen der Erkenntnistheorie. Berlin, New York: W. de Gruyter, 1982, 16.

[22] Ernst, Gerhard: Das Problem des Wissens. Zugl.: München, Univ., Diss., 2001. Paderborn: Mentis-Verl, 2002, 95.

[23] Ernst: Das Problem des Wissens, 107.

[24] Ernst: Das Problem des Wissens, 114–124.

[25] Ernst: Das Problem des Wissens, 122.

[26] Gettier, Edmund: "Is Justified True Belief Knowledge?", in: Analysis (23), 1963, 121.

[27] Gettier: Is Justified True Belief Knowledge?, 121.

[28] Gettier: Is Justified True Belief Knowledge?, 121.

[29] vgl. Ernst: Einführung in die Erkenntnistheorie, 20–21.

[30] vgl. Ernst: Einführung in die Erkenntnistheorie, 19.

[31] vgl. Putnam, Hilary: Vernunft, Wahrheit und Geschichte. 1. Aufl Aufl. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1982 (Theorie), 21–24.

[32] Tetens, Holm: Philosophisches Argumentieren. Eine Einführung. Orig.-Ausg., 3., unveränd. Aufl Aufl. München: Beck, 2010 (Beck'sche Reihe 1607), 123.

[33] Russell, Bertrand: Probleme der Philosophie. [17. Aufl.] Aufl. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1995 (Edition Suhrkamp 207), 116.

[34] Russell, Bertrand: Human Knowledge. Its scope and limits. London: Allen and Unwin, 1948, 170–171.

[35] vgl. Baumann, Peter: "Gettier, Wissen, Zufall. ", in: Ernst, Gerhard: Das Gettierproblem. Eine Bilanz nach 50 Jahren. Münster. Mentis 2013, 16–18.

[36] Russell: Probleme der Philosophie, 116.

[37] vgl. Mojsisch, Burkhard: "Politeia, Theaitetos, Sophistes. ", in: Kobusch, Theo: Platon. Seine Dialoge in der Sicht neuer Forschungen. Darmstadt. Wiss. Buchges 1996, 172.

[38] vgl. Seidl, Horst: Einführung in die antike Philosophie. Hauptprobleme und Lösungen, dargelegt anhand der Quellentexte. Orig.-Ausg Aufl. Freiburg im Breisgau u.a: Alber, 2010, 145.

[39] vgl. Gettier: Is Justified True Belief Knowledge?, 121.

[40] vgl. Rössl, Philipp: Gettier und die traditionelle Konzeption des Wissens. Dipl.-Arb. Wien, 2007, 45–46.

[41] vgl. Gettier: Is Justified True Belief Knowledge?, 121.

[42] vgl. Chisholm, Roderick M.: Erkenntnistheorie. Dt. Erstausg Aufl. München: Dt. Taschenbuch-Verl, 1979 (Dtv 4296), 149.

[43] Ayer, A. J.: The problem of knowledge. London: Macmillan, 1956, 35.

[44] vgl. Rössl: Gettier und die traditionelle Konzeption des Wissens, 47.

[45] Gettier: Is Justified True Belief Knowledge?, 122.

[46] Gettier: Is Justified True Belief Knowledge?, 123.

Ende der Leseprobe aus 86 Seiten

Details

Titel
Wert des Wissens, Wert der Dummheit
Untertitel
Darstellung und Beurteilung von Wissen, gerechtfertigter Meinung und Nichtwissen mit Blick auf das Menon- und Gettierproblem
Hochschule
FernUniversität Hagen  (Philosophie)
Note
2,7
Autor
Jahr
2014
Seiten
86
Katalognummer
V299561
ISBN (eBook)
9783656962144
ISBN (Buch)
9783656962151
Dateigröße
900 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wert, wissens, dummheit, darstellung, beurteilung, wissen, meinung, nichtwissen, blick, menon-, gettierproblem
Arbeit zitieren
Mag., MA Thomas Jaretz (Autor), 2014, Wert des Wissens, Wert der Dummheit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/299561

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