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Soziale Unsicherheit. Definition, Begleiterscheinungen, Verlauf

Title: Soziale Unsicherheit. Definition, Begleiterscheinungen, Verlauf

Academic Paper , 2006 , 13 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Beate Womelsdorf (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
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„Soziale Unsicherheit ist gekennzeichnet durch eine Kombination von Angst in Anwesenheit anderer (bzw. Bewertungsangst in sozialen Situationen) und Vermeidung sozialer Situationen.“

Soziale Unsicherheit ist demzufolge ein Sammelbegriff für beeinträchtigtes und unangemessenes Sozialverhalten aufgrund verschiedener Ängste, das besonders an der gestörten, zwischenmenschlichen Interaktion erkennbar wird , was im Folgenden näher erläutert werden soll:
Sozial unsichere Kinder fallen im Alltag zwar nicht auf, da sie dem ersten Eindruck nach pflegeleicht zu sein scheinen, in der Interaktion mit anderen zeigen sie jedoch eine übermäßige Schüchternheit, Ängstlichkeit, Unsicherheit sowie Vermeidungsverhalten. Dennoch können sie Kindergarten und Schule durchlaufen, ohne dass irgendjemand merkt, dass sie Ängste oder Probleme haben. Sie können, vor allem im schriftlichen Bereich, den Leistungsanforderungen genügen und gelten schlichtweg als still und zurückhaltend.

Aus dem Inhalt:
- Definition;
- Erscheinungsbild;
- Begleiterscheinungen und Folgen;
- Theorie der erlernten Hilflosigkeit als Erklärungsgrundlage;
- Verlauf und Stabilität;
- Ziele eines Trainings bei sozialer Unsicherheit.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Hintergrundinformationen zu „Sozialer Unsicherheit“

2.1 Definition und Erscheinungsbild

2.2 Begleiterscheinungen und Folgen

2.3 Die Theorie der erlernten Hilflosigkeit als Erklärungsgrundlage

2.4 Verlauf und Stabilität

2.5 Aufrechterhaltung durch soziale Angst

3 Ziele eines Trainings bei sozialer Unsicherheit und Evaluationskriterien

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Lehrkräfte und Interessierte für das Thema der sozialen Unsicherheit bei Grundschulkindern zu sensibilisieren, den Leidensdruck der betroffenen Kinder aufzuzeigen und ein Verständnis für die Notwendigkeit sowie die Ziele gezielter Trainingsmaßnahmen zu schaffen.

  • Definition und Erscheinungsbilder sozialer Unsicherheit
  • Begleiterscheinungen und langfristige Folgen
  • Erklärung durch die Theorie der erlernten Hilflosigkeit
  • Mechanismen der Aufrechterhaltung durch soziale Angst
  • Formulierung von Trainingszielen und Evaluationskriterien

Auszug aus dem Buch

2.5 Aufrechterhaltung durch soziale Angst

Um aufzuzeigen, warum eine bestehende Unsicherheit im Sozialverhalten von enormer Stabilität geprägt ist, beziehen sich AHRENS-EIPPER und LEPLOW auf das Modell der sozialen Phobie von CLARK und WELLS aus dem Jahre 1995, das auch auf soziale Unsicherheit anwendbar ist. Demzufolge haben sozial unsichere Personen eine Reihe ungünstiger Ansichten über sich selbst und ihre soziale Umgebung, die dazu führen, dass sie der Meinung sind, in sozialen Situationen in Gefahr zu sein. So befürchten sie einerseits, sich in unbeholfener und inakzeptabler Weise zu verhalten und andererseits, dass ein solches Benehmen so schlimme Folgen haben könnte wie Statusverlust und Ablehnung. Sobald eine soziale Situation einmal auf diese Weise betrachtet wurde, startet eine Art Angstprogramm, das von diesem Zeitpunkt an automatisch abgespult wird.

Dabei handelt es sich um eine komplexe Konstellation von kognitiven, vegetativen, affektiven und behavioralen Veränderungen, die sich im Laufe der Evolution in objektiv bedrohlichen Situationen als günstig erwiesen haben. Wenn die Angst jedoch eher eingebildet als real ist, sind diese Reaktionen höchst kontraproduktiv. Statt der Person nützlich zu sein, werden sie oftmals zu einer Quelle neuer Angst und führen so zu einem Teufelskreis, durch den die soziale Angst verstärkt und verfestigt wird. Es existieren vier Prozesse, die die soziale Unsicherheit aufrechterhalten und es Menschen mit Angst vor negativer Bewertung in sozialen Situationen unmöglich machen, ihre negativen Überzeugungen hinsichtlich solcher Situationen zu überprüfen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung verdeutlicht den hohen Leidensdruck sozial unsicherer Kinder im Schulalltag und begründet das persönliche Anliegen der Autorin, für diese Problematik zu sensibilisieren.

2 Hintergrundinformationen zu „Sozialer Unsicherheit“: Dieses Kapitel definiert soziale Unsicherheit, beleuchtet deren Symptomatik, die negativen Auswirkungen auf die Entwicklung sowie theoretische Erklärungsmodelle und Mechanismen der Aufrechterhaltung.

3 Ziele eines Trainings bei sozialer Unsicherheit und Evaluationskriterien: Hier werden konkrete Zielsetzungen für Trainingsmaßnahmen zur Stärkung der sozialen Kompetenz formuliert und Kriterien für deren Evaluierung festgelegt.

Schlüsselwörter

Soziale Unsicherheit, Sozialverhalten, Angst, Grundschule, erlernte Hilflosigkeit, soziale Kompetenz, Vermeidungsverhalten, Bewertungsangst, Selbstwert, Training, Kindesentwicklung, Selbstaufmerksamkeit, Evaluationskriterien, Prävention, psychische Störungen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert soziale Unsicherheit bei Kindern, insbesondere im schulischen Kontext, und zeigt auf, wie sich diese äußert und welche langfristigen Folgen sie haben kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die Definition des Begriffs, die Auswirkungen auf das Kind, die theoretische Fundierung durch die Theorie der erlernten Hilflosigkeit sowie die Aufrechterhaltung der Problematik durch soziale Angstprozesse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist die Sensibilisierung für das Thema, um betroffene Kinder nicht zu übergehen, sowie die Definition von Zielen für ein Trainingskonzept zur Steigerung der sozialen Kompetenz.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und bezieht sich auf etablierte Modelle der klinischen Forschung, um die Thematik wissenschaftlich einzuordnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert das Erscheinungsbild, die Begleiterscheinungen (wie depressive Symptome oder vegetative Reaktionen) und die Stabilität des Verhaltens über die Zeit hinweg.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie soziale Unsicherheit, Vermeidungsverhalten, soziale Kompetenz, Angst und erlernte Hilflosigkeit beschreiben.

Warum wird soziale Unsicherheit oft von Lehrern und Eltern nicht erkannt?

Da betroffene Kinder in der gewohnten Umgebung unauffällig sein können und in der Schule oft lediglich als „still“ und „zurückhaltend“ wahrgenommen werden, ohne dass Ängste oder Probleme nach außen treten.

Welche Rolle spielt die Theorie der erlernten Hilflosigkeit hierbei?

Sie erklärt, wie wiederholte Erfahrungen von Unkontrollierbarkeit und Unvorhersagbarkeit – etwa durch familiäre Umstände oder inkonsequentes Erziehungsverhalten – dazu führen, dass Kinder in soziale Hilflosigkeit abgleiten.

Was sind die vier Prozesse, die soziale Unsicherheit aufrechterhalten?

Dazu gehören Selbstaufmerksamkeit, Sicherheitsverhalten, angstinduzierte Selbstdarstellungsdefizite sowie antizipatorische und bewertende Prozesse, die sich gegenseitig zu einem Teufelskreis verstärken.

Wie werden die Erfolge eines Trainings bei sozialer Unsicherheit gemessen?

Die Erfolge werden anhand spezifischer Evaluationskriterien gemessen, die im Verlauf und nach Abschluss des Trainings mithilfe eines Beobachtungsbogens überprüft werden.

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Details

Title
Soziale Unsicherheit. Definition, Begleiterscheinungen, Verlauf
Grade
1,0
Author
Beate Womelsdorf (Author)
Publication Year
2006
Pages
13
Catalog Number
V299748
ISBN (eBook)
9783656963882
ISBN (Book)
9783668143883
Language
German
Tags
soziale unsicherheit definition begleiterscheinungen verlauf
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Beate Womelsdorf (Author), 2006, Soziale Unsicherheit. Definition, Begleiterscheinungen, Verlauf, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/299748
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