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Qualitätsmanagement im Rettungsdienst und Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung

Title: Qualitätsmanagement im Rettungsdienst und Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung

Academic Paper , 2013 , 26 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Klaus Schliz (Author)

Nursing Science - Nursing Management
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Das Zeitalter des Qualitätsmanagements hat nicht nur in der Industrie Einzug gehalten, sondern schon lange auch die sozialen Bereiche erreicht. Aber was ist Qualität überhaupt? Wie ist diese messbar? Hat die Veränderung der Struktur- und Prozessqualität zwingend Auswirkungen auf die Ergebnisqualität? Diesen Frage soll in der Arbeit nachgegangen werden.

Bisher wird im Bereich des Rettungsdienstes die Hilfsfrist als das Qualitätsinstrument und probates Mittel zur optimalen Rettung von Menschenleben eingesetzt. Die Hilfsfrist bezeichnet i. d. R. die Zeitspanne vom Zeitpunkt des Notrufes bis zum Eintreffen eines entsprechenden Rettungsmittels an der Notfallstelle.
Die Norm EN ISO 9000:2008 definiert Qualität als „Grad, in dem ein Satz inhärenter Merkmale Anforderungen erfüllt“. Damit gibt Qualität an, in welcher Ausprägung das Produkt die gestellten Anforderungen erfüllt.

Damit wird auch klar, dass Qualität ein nicht aus allen Blickwinkeln gleiches Ergebnis darstellen muss. So kann sich die Ergebnisqualität aus Sicht eines Ökonomen sehr deutlich von der Sichtweise eines Arztes unterscheiden. Dies wird deutlich, wenn man die unterschiedlichen Hilfsfristen für Rettungsmittel in Deutschland betrachtet.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Qualitätsmanagement im Rettungsdienst

2.1 Zum Begriff des Qualitätsmanagements

2.2 Ziele des Qualitätsmanagements

2.3 Modelle des Qualitätsmanagements

3 Hilfsfrist als Qualitätsmerkmal

3.1 Definition Hilfsfrist

3.2 Ländervergleiche der Hilfsfristvorgaben

3.3 Hilfsfrist ein geeignetes Qualitätsmerkmal?

4 Maßnahmen der Qualitätsverbesserung

4.1 Ressourcenoptimierung

4.2 EDV gestützte Systeme

4.3 Leistungskurven

4.4 Stressbewältigung am Arbeitsplatz

5 Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Bedeutung und Problematik des Qualitätsmanagements im deutschen Rettungswesen, mit besonderem Fokus auf die Hilfsfrist als zentrales, jedoch kontrovers diskutiertes Qualitätsinstrument. Ziel ist es, Ansätze für eine objektive Qualitätsmessung und -verbesserung zu identifizieren.

  • Grundlagen des Qualitätsmanagements im Rettungsdienst
  • Die Hilfsfrist als definierendes Qualitätsmerkmal und ihre länderspezifische Varianz
  • Möglichkeiten der Ressourcenoptimierung und Prozessverbesserung
  • Einsatz EDV-gestützter Systeme zur Notrufannahme und Disposition
  • Individuelle Leistungskurven und Stressmanagement im Arbeitskontext

Auszug aus dem Buch

3.1 Definition Hilfsfrist

Für die Planung des Rettungswesens in Deutschland gibt es bisher wohl keine wichtigere Kennzahl als die der Hilfsfrist. Diese definiert ein Zeitintervall von der Notrufannahme bis zum Eintreffen des ersten Rettungsmittels am Notfallort.

Diese Zeit wird zur Flächenplanung in den Bundesländern herangezogen, in der festgelegt wird, wie lange ein anrückendes Rettungsmittel bis zum Eintreffen an der Einsatzstelle brauchen darf. Diese Zeiten sind in den Rettungsdienstgesetzen der Länder festgeschrieben. Aus dieser definierten Hilfsfrist ergeben sich dann die Standorte der Rettungswachen und damit verbunden die Dichte an Rettungsmitteln in den einzelnen Rettungsdienstbereichen. Für die Feuerwehren mit dem Auftrag des ihnen übertragenen Brandschutzes für die einzelnen Kommunen gilt dies sinngemäß.

Die Zeit vor dem Eingang der Notrufmeldung wird nicht zur Hilfsfrist gerechnet, da diese Zeit nicht durch die Planungen beeinflussbar ist. Als Beispiel sei hier eine hilflose Person genannt, die nach Stunden erst aufgefunden wird. Außerdem ist der Ereigniszeitpunkt in keinem Fall genau zu bestimmen.

Die Hilfsfrist kann in folgende 3 Zeitabschnitte unterteilt werden:

- Gesprächszeit

- Ausrückzeit

- Fahrzeit

Die Gesprächszeit beinhaltet die Notrufannahme sowie die daraus resultierenden weiteren Maßnahmen der Disposition. Hierzu gehört die Alarmierung der richtigen, nächstgelegenen, geeigneten Rettungsmittel.

Die Dispositionszeit für den Rettungsdienst liegt < 1 min, die beim Brandschutz nach Vorgabe der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren bei 1,5 min. (AGBF: 1998: 4).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Qualitätsmanagements im sozialen Sektor ein und hinterfragt die Hilfsfrist als etabliertes, aber potenziell unzureichendes Instrument zur Messung der Ergebnisqualität.

2 Qualitätsmanagement im Rettungsdienst: Dieses Kapitel definiert Qualität anhand betriebswirtschaftlicher Normen und beschreibt deren Übertragung auf den Rettungsdienst, inklusive verschiedener Modelle zur Qualitätsbeurteilung.

3 Hilfsfrist als Qualitätsmerkmal: Es erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Hilfsfrist, ihrer Definition, den extrem heterogenen länderspezifischen Vorgaben sowie die kritische Prüfung ihrer Eignung als alleiniges Qualitätsmerkmal.

4 Maßnahmen der Qualitätsverbesserung: Hier werden konkrete Lösungsansätze wie Ressourcenoptimierung, der Einsatz moderner EDV-Systeme, die Berücksichtigung individueller Biorhythmen sowie Strategien zur Stressbewältigung zur Steigerung der Versorgungsqualität vorgestellt.

5 Schluss: Das Schlusskapitel fasst zusammen, dass eine verbesserte Ergebnisqualität im Rettungsdienst ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Faktoren erfordert, da die derzeitigen Strukturen und länderspezifischen Regelungen allein nicht ausreichen.

Schlüsselwörter

Qualitätsmanagement, Rettungsdienst, Hilfsfrist, Notfallrettung, Prozessqualität, Ergebnisqualität, Ressourcenoptimierung, Notrufannahme, Dispositionsqualität, Strukturqualität, Rettungsleitstelle, Qualitätsmessung, DIN ISO, Notarzteinsatz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Qualitätsmanagement im Rettungsdienst und analysiert Maßnahmen, um die Qualität der notfallmedizinischen Versorgung zu messen und nachhaltig zu verbessern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Rolle der Hilfsfrist als Kennzahl, den theoretischen Modellen der Dienstleistungsqualität, der Optimierung der Disposition mittels EDV sowie auf personalwirtschaftlichen und psychologischen Aspekten im Leitstellenbetrieb.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, zu hinterfragen, ob die Hilfsfrist ein geeignetes Instrument zur Qualitätssicherung ist, und Ansätze aufzuzeigen, wie messbare Verbesserungen der Ergebnisqualität erreicht werden können.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse, den Vergleich bestehender gesetzlicher Hilfsfristvorgaben der Bundesländer sowie die kritische Auswertung von Modellen zur Dienstleistungsqualität.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen des Qualitätsmanagements erläutert, die Hilfsfrist als Kennzahl kritisch analysiert und anschließend konkrete Optimierungspotenziale in den Bereichen Technik, Organisation und Personalmanagement aufgezeigt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Qualitätsmanagement, Hilfsfrist, Rettungsdienst, Prozessqualität, Notrufannahme und Dispositionsqualität charakterisiert.

Warum wird die Hilfsfrist als unzureichendes Qualitätsmerkmal kritisiert?

Die Hilfsfrist bildet lediglich die Struktur- und Prozessqualität ab, lässt aber die vom Patienten wahrgenommene Ergebnisqualität völlig außen vor. Zudem führen länderspezifisch höchst unterschiedliche Vorgaben zu einer Ungleichbehandlung der Bürger.

Welche Rolle spielt die EDV bei der Qualitätsverbesserung?

EDV-gestützte Systeme ermöglichen eine schnellere und sicherere Notrufverifizierung, eine exaktere Disposition der Rettungsmittel durch GPS-Flottenmanagement sowie die Standardisierung der Notrufabfrage, was die Qualität der Hilfeleistung signifikant erhöht.

Welche Parallelen sieht der Autor zwischen Call Centern und Rettungsleitstellen?

Der Autor identifiziert Parallelen hinsichtlich der hohen emotionalen Arbeitsanforderungen und der Belastung durch ständige Interaktion, was bei Rettungsleitstellen-Personal zu ähnlichen Risiken wie Burnout und psychosomatischen Beschwerden führen kann.

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Details

Title
Qualitätsmanagement im Rettungsdienst und Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung
College
University of Applied Sciences Hamburg  (Fachbereich Gesundheit und Pflege)
Grade
1,0
Author
Klaus Schliz (Author)
Publication Year
2013
Pages
26
Catalog Number
V299766
ISBN (eBook)
9783656965244
ISBN (Book)
9783668143906
Language
German
Tags
qualitätsmanagement rettungsdienst maßnahmen qualitätsverbesserung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Klaus Schliz (Author), 2013, Qualitätsmanagement im Rettungsdienst und Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/299766
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