Im Anschluss an das Wirtschaftspraktikum der Oberstufe wurde ein ausführlicher Praktikumsbericht als Klausurersatzleistung verlangt. Der vorliegende Bericht für das einwöchige Praktikum an der Sparkasse Westholstein wurde mit der bestmöglichen Punktzahl bewertet.
Im Rahmen einer einwöchigen Schulveranstaltung wurde allen Schülerinnen und Schülern der jetzigen Qualifikationsphase die Aufgabe gegeben, sich einen Praktikumsplatz bei einem Unternehmen zu organisieren und entsprechendes Wirtschaftspraktikum in der Woche vom 26. Januar bis zum 30. Januar 2015 durchzuführen. Zugrunde liegt die Zielsetzung, dem Praktikanten Einblicke in die betrieblichen Arbeitsabläufe zu vermitteln und erste berufliche Erfahrungen zukommen zu lassen. So erhält dieser einen Eindruck von der strukturellen Organisation und den betriebswirtschaftlichen Abläufen in der ökonomischen Einheit eines wirtschaftlich orientierten Betriebes. Auch sollte ein Bild von den teilweise vielfältigen Karrieremöglichkeiten und entsprechenden Ausbildungsprozessen des ausgewählten Betriebes gemacht werden.
Da bereits seit jungen Jahren eine rege Begeisterung für die wirtschaftlichen Strukturen im Alltag besteht, galt das Interesse auf meiner Seite dem Kreditinstitut Sparkasse Westholstein, an welchem mir freundlicherweise in dessen Hauptfiliale Dithmarscher Platz 2, ebenfalls als Hauptsitz agierend, die Möglichkeit für das Praktikum geboten wurde. Schon in meiner Kindheit wurde von engen Familienmitgliedern festgestellt, dass „das Geld“ und die Wirtschaft im Allgemeinen eines der Schwerpunkte meines persönlichen Interessenspektrums darstellt, sodass das Bankwesen und damit auch ein Kreditinstitut in der Region bei der Praktikumswahl schon bald die Position eines Hauptfavoriten einnehmen konnte.
Mit der Erwartung, eine aufschlussreiche Einführung in die örtliche Bankenwelt zu erhalten, trat ich dem Praktikum auch mit der Aussicht entgegen, mir einen ersten Einblick in die betrieblichen Arbeitsprozesse und die technischen Hintergründe im Kundenbereich einer Sparkassen-Filiale anzueignen. Anhand des Praktikums beabsichtigte ich, meine Eignung auf eine Tätigkeit im Finanzensektor zu prüfen und entsprechende Berufsbilder für eine mögliche Karrierelaufbahn kennenzulernen.
Inhaltsverzeichnis
VORWORT
SPARKASSE WESTHOLSTEIN
DIE INSTITUTION
ZAHLEN UND FAKTEN
MITGLIEDSCHAFTEN
GESCHICHTE
ORGANISATION
KONKURRENZSITUATION
ZIELGRUPPE
PRODUKTE
PASSIVGESCHÄFT
AKTIVGESCHÄFT
VERSICHERUNGEN
IMMOBILIEN
WIRTSCHAFTSKRISEN - GEFÄHRDUNG DER SPARKASSE WESTHOLSTEIN?
FINANZKRISE 2007
AUSWIRKUNGEN AUF DIE SPARKASSE WESTHOLSTEIN
DER PRIVATKUNDENBERATER
AUSBILDUNG ZUM BANKKAUFMANN
DAS TUN DES SELBST
DIE WOCHE IN DER TABELLE
DER DONNERSTAG EN DÉTAIL
FAZIT
Zielsetzung & Themen
Ziel dieses Praktikumsberichtes ist es, die betrieblichen Abläufe und die Struktur der Sparkasse Westholstein im Rahmen eines Wirtschaftspraktikums zu analysieren. Dabei wird insbesondere untersucht, inwiefern die regionale Bank in Krisenzeiten existenzbedroht ist, und es werden die vielfältigen Tätigkeitsfelder sowie die Ausbildung zum Bankkaufmann beleuchtet.
- Strukturelle Analyse der Sparkasse Westholstein
- Analyse der Krisenresistenz im Kontext der Finanzkrise 2007
- Darstellung der operativen Bankprozesse im Privatkundengeschäft
- Einblick in das Berufsbild und die Ausbildung zum Bankkaufmann
- Evaluation der persönlichen Praxiseindrücke während der Praktikumswoche
Auszug aus dem Buch
Der Donnerstag en détail
Am Donnerstag der Praktikumswoche, dem 29.01.15, wurde ich unmittelbar nach dem Garderobengang von Herrn H. begrüßt, welcher mir eine weiß-rot-gestreifte Krawatte überreichte: der vierte Tag jeder Woche war offizieller Sparkassen-Tag, an welchem sich sämtliche Mitarbeiter mit einer Krawatte oder einem Schal im sparkassenorientierten Farbmuster kennzeichnen. Nach drei Versuchen einem professionellen Akt des Krawattenbindens wurde mir und Herrn H. für die nächsten 90 Minuten die Aufgabe der Korrektur der Überweisungsscheine übertragen. Deplatzierte Längsstriche nach Beträgen mussten mit Tipp-Ex-Rollern beseitigt, fehlende Prüfziffern und Kontoinhaber mithilfe der Bankensoftware OSPlus ermittelt und ergänzt sowie Unterschriften bei Überweisungen über 1000 Euro überprüft werden. Bei erstaunlichen Fällen der fehlenden Zahlungsempfänger-IBAN oder gar die ausgebliebene Angabe des Kontoinhabers samt IBAN musste angerufen, oder der Urheber des Überweisungsträgers im verzweifelten Versuch der fachmännischen Namenerkennung in der Unterschrift ermittelt und anschließend, begleitet von dem Unterfangen, dem Kunden nicht sämtliche Insultierungen jenseits der nördlichen Hemisphäre an den Kopf zu werfen, in ausgezeichneter Laune angerufen und nachgefragt werden.
Nachdem eine Kollegin, welche Herrn H.s Büro einen fröhlichen Besuch abstattete, Belange über die Planung einer geheimnisvollen Mitarbeiter-Zeitung besprach, wurden die bearbeiteten Überweisungsträger in einer Sammelmappe für die Verarbeitung in der Hamburg’schen Zentrale zur Postabteilung im Dienstleistungszentrum verlagert und von dort ein roter Kasten mit verschiedene Filialmitarbeitern adressierten Briefen wieder abgeholt. Daraufhin arbeitete Herr H. eine Adressänderung, indem er in der Software bei der spezifischen Kundenkartei eine Telekommunikationsadresse anlegte und diese mit einer vorgefertigten Briefvorlage als Bestätigung ausdrucken ließ. Anschließend erklärte er das Kreditgeschäft anhand eines Fallbeispiels und führte mich durch die Angeleprozedur der Kundendatei und der Vertragsdatei innerhalb der Datenbank.
Zusammenfassung der Kapitel
SPARKASSE WESTHOLSTEIN: Vorstellung der Institution, ihrer Geschichte, Organisation und der marktwirtschaftlichen Konkurrenzsituation.
PRODUKTE: Übersicht der angebotenen Finanzdienstleistungen, unterteilt in Passiv- und Aktivgeschäft, Versicherungen sowie Immobilien.
WIRTSCHAFTSKRISEN - GEFÄHRDUNG DER SPARKASSE WESTHOLSTEIN?: Analyse der Auswirkungen der Finanzkrise 2007 auf die Sparkasse und ihre Stabilität.
DER PRIVATKUNDENBERATER: Beschreibung des Berufsbildes des Privatkundenberaters und der Ausbildung zum Bankkaufmann.
DAS TUN DES SELBST: Dokumentation der persönlichen Erfahrungen und Tätigkeiten des Autors während der Praktikumswoche.
FAZIT: Zusammenfassende Reflexion der gewonnenen Einblicke und Bewertung der Praktikumserfahrung.
Schlüsselwörter
Sparkasse Westholstein, Wirtschaftspraktikum, Finanzkrise 2007, Bankkaufmann, Privatkundenberatung, Bankwesen, Kreditgeschäft, Kontoführung, Kundenbindung, Ausbildungsberuf, Finanzdienstleistungen, Regionalbank, Sparkassen-Finanzgruppe.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Es handelt sich um einen Praktikumsbericht, der die betrieblichen Abläufe und die Struktur der Sparkasse Westholstein aus der Sicht eines Praktikanten während einer einwöchigen Schulveranstaltung im Jahr 2015 dokumentiert.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit deckt Themen wie die Organisation des Bankbetriebs, das Produktportfolio einer Sparkasse, die Einflüsse globaler Wirtschaftskrisen auf regionale Banken sowie das Berufsbild und die Ausbildung zum Bankkaufmann ab.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, Einblicke in die betriebliche Praxis einer Bank zu gewinnen und die Leitfrage zu klären, inwieweit die Sparkasse Westholstein durch die Finanzkrise existenziell bedroht sein könnte.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Kombination aus Literaturrecherche, der Analyse betriebsinterner Daten sowie der teilnehmenden Beobachtung und dem Erleben des Arbeitsalltags während der Praktikumswoche.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Institution, die detaillierte Beschreibung des Produktangebots, die Untersuchung der Krisensicherheit und die Darstellung der spezifischen Tätigkeiten eines Privatkundenberaters.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Sparkasse Westholstein, Finanzkrise, Bankkaufmann, Privatkundenberatung, Bankwesen, Kreditgeschäft und Sparkassen-Finanzgruppe.
Wie bewertet der Autor die Krisensicherheit der Sparkasse?
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Sparkasse Westholstein durch die Finanzkrise keine existenzielle Gefährdung erfuhr, da sie regional verankert ist und durch die Sicherungsfonds der Sparkassen-Finanzgruppe geschützt wird.
Welche persönlichen Eindrücke gewinnt der Praktikant bei der Arbeit am Schalter?
Der Praktikant erhält Einblicke in die täglichen bürokratischen Aufgaben, die Bedienung der Bankensoftware und den direkten Kundenkontakt, wobei er erkennt, dass das Bankgeschäft trotz standardisierter Prozesse einen hohen Beratungsbedarf erfordert.
- Citation du texte
- Jun-Ying Poon (Auteur), 2015, Bericht über ein Wirtschaftspraktikum bei der Sparkasse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/299772