Die vorliegende Arbeit stellt eine Analyse einer lebensweltbezogenen Unterrichsstunde zu den Gefährdungen des Gehörs dar. Nach einer didaktischen Analyse wird die Zielsetzung der Unterrichtseinheit vorgestellt.
Auszug:
Der Gehörsinn ist einer der sechs menschlichen Sinne und ermöglicht uns Menschen Kommunikation und Orientierung. Von daher ist eine gewisse Grundkenntnis unabdingbar, um sich selbst und seinen Körper besser verstehen zu können. Aus gesundheitlicher Sicht und im Hinblick auf das Krankenversicherungssystem hat der Schutz des Gehörs nicht nur individuelle Relevanz, sondern auch gesamtgesellschaftliche.
Zu Beginn der Unterrichtsstunde ist es unverzichtbar, relevantes Vorwissen zu aktivieren. Dazu ordnen die Schülerinnen und Schüler wichtige Begriffe, die sie als laminierte Kärtchen am Platz haben. Sie versuchen, diese in eine sinnvolle Reihenfolge zu bringen, die Anordnung zu begründen und die Begrifflichkeiten fachlich bergründet zu klären. Schnellere Schüler können noch ein Lerndomino (ebenfalls in Kärtchenform + laminiert) legen, dass ihnen ebenfalls von der Vorstunde bekannt ist. Anschließend erfolgt im Plenum eine Musterlösung an der Tafel, bei der sich möglichst viele Schülerinnen und Schüler einbringen. Dies dient
auch der Rhythmisierung des Unterrichts. Sämtliche Fachtermini, die Verwendung finden, sind prinzipiell für die Erarbeitung von Bedarf. Das Wissen wurde in den Vorstunden erarbeitet und stellt somit indirekt eine Sequenzrückschau dar.
Inhaltsverzeichnis
1. Analyse der Unterrichtseinheit
1.1. Didaktische Analyse
1.1.1. Legitimation
1.1.2. Methodische Analyse
2. Zielsetzung
2.1. Lehrplanbezug
2.2. Darstellung der Lehrsequenz
2.3. Lernziele
3. Artikulation des Unterrichts
4. Materialien
Zielsetzung & Themen
Diese Unterrichtseinheit zielt darauf ab, Schülerinnen und Schüler für die Gefahren von Lärm für das menschliche Gehör zu sensibilisieren, indem sie physiologische Zusammenhänge verstehen und ihr eigenes Konsumverhalten kritisch reflektieren.
- Physiologische Auswirkungen von Schall und Lärm auf das Ohr
- Unterscheidung zwischen impulsartigen Knallgeräuschen und dauerhafter Lärmbelastung
- Prävention von Hörschäden durch gezielte Verhaltensanpassung
- Evaluation des persönlichen Lärmexpositionsrisikos
Auszug aus dem Buch
Hörschäden durch dauerhaft laute Musik
Durch die ausgiebige Nutzung von tragbaren Musikplayern steigt vor allem bei Kindern und Jugendlichen das Risiko für Gehörschäden. Wer fünf Jahre lang wöchentlich fünf Stunden laute Musik über Kopfhörer hört, riskiert einen dauerhaften Gehörschaden. Darauf weist der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte unter Berufung auf eine britische Studie hin.
Der Studie zufolge drehen junge Menschen ihren MP3-Player durchschnittlich auf 92 Dezibel auf. Hinzu kämen weitere Lärmquellen wie Musikkonzerte und Diskothekenbesuche. Wird das Ohr längere Zeit lauter Musik ausgesetzt, so erschlaffen die Haarsinneszellen und können den Schall nicht mehr ans Gehirn weiterleiten. Um das Ohr wieder zu „heilen“, darf es über einen längeren Zeitraum keinem Schalldruckpegel über 85 Dezibel ausgesetzt sein. Ist die Belastung mit Musik längerfristig zu hoch, dann verkümmern die Haarsinneszellen. In diesem Fall ist der Hörschaden nicht mehr auszugleichen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Analyse der Unterrichtseinheit: Dieses Kapitel erläutert die didaktische Legitimation des Themas Gehörschutz und beschreibt detailliert die methodische Gestaltung der Unterrichtsstunde.
2. Zielsetzung: Hier werden der Bezug zum Lehrplan, der Aufbau der Lehrsequenz sowie die angestrebten Grob- und Feinziele definiert.
3. Artikulation des Unterrichts: Dieses Kapitel stellt den zeitlichen und methodischen Ablauf der Unterrichtseinheit in tabellarischer Form dar.
4. Materialien: Dieser Abschnitt enthält die inhaltlichen Informationstexte für die Schüler zu den Themen Knallgeräusche und laute Musik sowie Arbeitsaufträge und einen Reflexionsfragebogen.
Schlüsselwörter
Gehör, Lärm, Schalldruckpegel, Dezibel, Haarsinneszellen, Hörschaden, Prävention, Lärmarbeitsplatz, Musiknutzungsverhalten, Trommelfell, Tinnitus, Explosions-Trauma, Gehörschutz, Lautstärke, Schall.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Unterrichtseinheit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Sensibilisierung von Schülerinnen und Schülern für die gesundheitlichen Risiken von Lärmbelastung für das Gehör.
Was sind die zentralen Themenfelder der Einheit?
Die Schwerpunkte liegen auf den physiologischen Folgen von hohen Schalldruckpegeln, der Differenzierung von Knalltraumata und dauerhaften Belastungen durch Musik sowie der persönlichen Reflexion des eigenen Lärmverhaltens.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Hauptziel ist, dass die Lernenden die Gefährdungen durch Lärm erkennen, den Wirkungsmechanismus auf das Ohr verstehen und ihr Konsumverhalten im Hinblick auf gesundheitliche Gefahren reflektieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein handlungsorientierter Unterrichtsansatz mit Struktur-Lege-Technik, eigenständiger Erarbeitung durch Arbeitsblätter sowie einer quantitativen Selbsteinschätzung mittels Fragebogen angewandt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die didaktische und methodische Begründung, die Zielformulierung, die Artikulation der Unterrichtsschritte sowie die Bereitstellung von Informationsmaterialien und Arbeitsblättern.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Lärm, Gehörschutz, Dezibel, Haarsinneszellen, Prävention und das persönliche Lärmrisiko.
Welche Rolle spielt das Phonometer in dieser Einheit?
Das Phonometer dient der anschaulichen Messung von Lautstärkewerten, um den Schülern ein konkretes Verständnis für die Einheit "Dezibel" und die Intensität von Alltagsgeräuschen zu vermitteln.
Warum wird ein Discobesuch im Text als "Schicht an einem Lärmarbeitsplatz" bezeichnet?
Der Vergleich verdeutlicht, dass bereits kurze Aufenthalte bei hoher Lautstärke (z.B. 104 Dezibel) eine Belastung darstellen, die der gesetzlichen Lärmbelastung an professionellen Arbeitsplätzen über einen langen Zeitraum entspricht.
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- Anonym (Author), 2014, Welche schädlichen Auswirkungen hat Lärm?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/299910