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Der Beitrag der UN-Vertragsausschüsse zur Stärkung der Universalität der Menschenrechte

Titel: Der Beitrag der UN-Vertragsausschüsse zur Stärkung der Universalität der Menschenrechte

Seminararbeit , 2013 , 54 Seiten , Note: 10,0

Autor:in: Vanessa Köster (Autor:in)

Politik - Thema: Völkerrecht und Menschenrechte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Seit der Verabschiedung der UN-Charta auf der Konferenz in San Francisco (1945), hat die Organisation beträchtliche Fortschritte im Schutz der Menschenrechte auf universeller Ebene gemacht. Sie hat dazu beigetragen, die Entwicklung und Akzeptanz der Menschenrechte als integralen Bestandteil des internationalen Rechts anzusehen. Dies äußerte sich mitunter in der Verabschiedung zahlreicher Menschenrechtsabkommen, deren Einhaltung und Überwachung den Vertragsauschüssen über vertraglich ausgestaltete Kontrollmechanismen obliegt.

Die Beantwortung der Frage, inwiefern diese Vertragsausschüsse die universelle Konzeption der Menschenrechte stärken, ist Intention dieser Arbeit. Sie widmet sich im Schwerpunkt einer Darstellung der zentralen Überwachungsmechanismen und einer wertenden Beleuchtung der Stärken und Schwächen des Kontrollsystems. Schließlich soll die Schlussfolgerung eine eigene Evaluierung über den Beitrag der Ausschüsse zur Stärkung der Universalität der Menschenrechte wiedergeben.

Das Konzept der Menschenrechte wird im Wesentlichen auf ein Naturrecht zurückgeführt, wonach alle Menschen allein aufgrund ihres Menschseins mit grundlegenden, gleichen und unveräußerlichen Rechten ausgestattet sind, die von den Staaten als Träger der Hoheitsgewalt allerorts zu gewährleisten sind1. Der Universalismus bezieht sich auf eine Allgemeingültigkeit der Menschenrechte im Sinne eines Geltungsanspruchs, welcher nicht an bestimmte partikulare Merkmale oder Differenzierungskriterien knüpft2. Ein entsprechender normativer Anknüpfungspunkt, der den universellen Charakter dieser Rechte hervorhebt, ist der Gleichheitsgrundsatz, welcher in den Art. 1 Ziff. 3 und Art. 55 lit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A. Einführung

B. Die universelle Konzeption der Menschenrechte

C. Der Menschenrechtsschutz im System der Vereinten Nationen

I. Die Entwicklung des Menschenrechtsschutzes im Rahmen der Vereinten Nationen

II. Die Vertragsausschüsse der Vereinten Nationen - Treaty Based Bodies

III. Die zentralen Überwachungsmechanismen der Vertragsausschüsse

1. Das Berichtsprüfungsverfahren

a) Der Ablauf des Berichtsprüfungsverfahrens

aa) Die Begutachtung des Berichts durch einen Vorprüfungsausschuss

bb) Der Dialog zwischen dem Vertragsstaat und dem Ausschuss

cc) Die Schlussbemerkungen

b) Die Effektivität des Berichtsprüfungsverfahrens

aa) Die Rechtzeitigkeit und die Qualität der Berichte

bb) Die Effizienz bezüglich der Prüfung der Staatenberichte

cc) Die Umsetzung der Concluding Observations und die Bedeutung des Follow-Up-Verfahrens

dd) Die Transparenz des Staatenberichtsverfahrens

2. Das Staatenbeschwerdeverfahren

a) Der Ablauf des Staatenbeschwerdeverfahrens

b) Die Bedeutung des Staatenbeschwerdeverfahrens

3. Das Individualbeschwerdeverfahren

a) Der Ablauf des Individualbeschwerdeverfahrens

aa) Das Zulässigkeitsverfahren

bb) Das Entscheidungsverfahren

cc) Einstweilige Maßnahmen

b) Die Entscheidungen der Vertragsorgane

c) Die Wirksamkeit des Individualbeschwerdeverfahrens

4. Die Untersuchungen (inquiries)

5. Präventivmaßnahmen

6. Die Allgemeinen Bemerkungen (general comments/recommendations)

D. Die Reformbestrebungen in Bezug auf die Vertragsausschüsse

I. Die Zusammenarbeit der Vertragsausschüsse

II. Zentrale Reformbestrebungen nach dem Bericht der UN-Hochkommissarin aus dem Jahre 2012

E. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, inwiefern die Vertragsausschüsse (Treaty Monitoring Bodies) der Vereinten Nationen dazu beitragen, die universelle Konzeption der Menschenrechte zu stärken. Im Fokus steht dabei die Analyse der zentralen Überwachungsmechanismen, deren Stärken und Schwächen sowie die Evaluation der aktuellen Reformbestrebungen zur Steigerung der Effektivität dieses Kontrollsystems.

  • Darstellung der verschiedenen Überwachungsmechanismen wie Berichtsprüfungs-, Staatenbeschwerde- und Individualbeschwerdeverfahren.
  • Kritische Beleuchtung der Effektivität und Transparenz der Vertragsausschüsse.
  • Analyse der Rolle von Expertenkomitees bei der Auslegung und Durchsetzung menschenrechtlicher Normen.
  • Bewertung der administrativen und strukturellen Herausforderungen der Vertragsorgane.
  • Diskussion aktueller Reformvorschläge zur Harmonisierung und Professionalisierung des UN-Menschenrechtsschutzes.

Auszug aus dem Buch

Die Bedeutung des Staatenbeschwerdeverfahrens

Das Staatenbeschwerdeverfahren bringt das traditionelle völkerrechtliche Verständnis der Staaten als Hüter des Völkerrechts zum Ausdruck. Bis heute hat jedoch kein einziger Staat von dem Staatenbeschwerdeverfahren Gebrauch gemacht. Die Gründe liegen insbesondere in der Kollision mit den Grundsätzen der Diplomatie, welche darauf ausgelegt sind, zwischenstaatliche Beziehungen zu pflegen und Konflikte schonend beizulegen. Da das Verfahren als drastische Maßnahme und unfreundlicher Akt aufgefasst wird, ist es geeignet sich nachteilig auf politische und wirtschaftliche Beziehungen der Staaten auszuwirken. Insbesondere die Sorge der Staaten selbst der Menschenrechtsverletzung bezichtigt zu werden und der große Aufwand eine solche Beschwerde vorzubereiten, lässt die Staaten von der Anstrengung des Verfahrens Abstand nehmen. Das Staatenbeschwerdeverfahren hat damit als Kontrollmechanismus gegen Vertragsverletzungen eine nur geringe praktische Bedeutung.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einführung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die Stärkung der universellen Menschenrechte durch UN-Vertragsausschüsse kritisch zu hinterfragen.

B. Die universelle Konzeption der Menschenrechte: Dieses Kapitel erläutert die philosophische und rechtliche Grundlage des Universalitätsprinzips der Menschenrechte.

C. Der Menschenrechtsschutz im System der Vereinten Nationen: Hier wird die historische Entwicklung, die Struktur der Vertragsausschüsse und die Funktionsweise der verschiedenen Überwachungsmechanismen analysiert.

D. Die Reformbestrebungen in Bezug auf die Vertragsausschüsse: Dieses Kapitel widmet sich den aktuellen Herausforderungen und den geplanten Reformen zur Effizienzsteigerung des Systems.

E. Schlussfolgerung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Rolle der Staaten bei der Umsetzung des Menschenrechtsschutzes.

Schlüsselwörter

Menschenrechte, Vereinte Nationen, Vertragsausschüsse, Treaty Monitoring Bodies, Universalität, Staatenberichtsverfahren, Individualbeschwerdeverfahren, Staatenbeschwerdeverfahren, Kontrollmechanismen, Menschenrechtsschutz, Reformbestrebungen, Völkerrecht, UN-Charta, Transparenz, Follow-Up-Verfahren.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit primär?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie effektiv die UN-Vertragsausschüsse bei der Überwachung und Durchsetzung universeller Menschenrechte agieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentral sind die verschiedenen Kontrollmechanismen wie das Berichtswesen, Individual- und Staatenbeschwerden sowie die organisatorische Struktur und Effizienz dieser Gremien.

Welches Hauptziel verfolgt die Autorin?

Das primäre Ziel ist eine wertende Analyse der Stärken und Schwächen des derzeitigen vertragsbasierten Menschenrechtsschutzes innerhalb der Vereinten Nationen.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Es handelt sich um eine rechtswissenschaftliche Analyse, die auf der Auswertung relevanter Verträge, Jahresberichte der UN und einschlägiger Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der Überwachungsmechanismen, ihrer praktischen Umsetzung sowie einer kritischen Hinterfragung der Wirksamkeit dieser Verfahren.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Universalität, Vertragsausschüsse, Kontrollmechanismen und Reformbedarf im internationalen Menschenrechtsschutz.

Warum spielt das Staatenbeschwerdeverfahren in der Praxis kaum eine Rolle?

Weil Staaten es als unfreundlichen Akt betrachten und politische sowie diplomatische Interessen in der Regel Vorrang vor der Verfolgung fremder Menschenrechtsverletzungen haben.

Inwiefern sind die "Allgemeinen Bemerkungen" für die Arbeit relevant?

Sie dienen als wichtiges "soft law"-Instrument zur einheitlichen Interpretation und Konkretisierung der Menschenrechtsnormen, auch wenn sie rechtlich nicht zwingend bindend sind.

Welche administrativen Probleme werden für die Vertragsorgane identifiziert?

Insbesondere die Überlastung, mangelnde personelle Kapazitäten bei ehrenamtlichen Mitgliedern und die verspätete Einreichung von Staatenberichten werden als kritisch eingestuft.

Ende der Leseprobe aus 54 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Beitrag der UN-Vertragsausschüsse zur Stärkung der Universalität der Menschenrechte
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn  (Völkerrechtliches Institut)
Veranstaltung
Universalität der Menschenrechte und Kulturrelativismus
Note
10,0
Autor
Vanessa Köster (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
54
Katalognummer
V299913
ISBN (eBook)
9783656971603
ISBN (Buch)
9783656971610
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Treaty Bodies Vertragsausschüsse der Vereinten Nationen Menschenrechte Vereinte Nationen Universalität Menschenrechte Monitoring Bodies
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Vanessa Köster (Autor:in), 2013, Der Beitrag der UN-Vertragsausschüsse zur Stärkung der Universalität der Menschenrechte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/299913
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Leseprobe aus  54  Seiten
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