„Marketing is everything and everything is marketing“
Dieses Zitat von Regis McKenna zeigt deutlich die Tiefe und Vielseitigkeit des Begriffes und der Bedeutung des Marketings auf.
Der Begriff kommt aus dem Englischen und wird mit Vermarktung, Vertrieb und Absatz ins Deutsche übersetzt. Ursprünglich leitet sich das Wort Marketing jedoch aus dem lateinischen Substantiv mercatus – Markt oder mercator – Händler ab. Zur Zeit des antiken Roms galten diese Händler, die ihre Produkte anpriesen, in der damaligen Gesellschaft jedoch nicht als „everything“, sondern eher als „nothing“ und minderwertiger Pöbel.
Marketing im heutigen Sinne tauchte zuerst ab den frühen Anfängen des 20. Jahrhunderts in „Vorlesungen über [dessen Vorläufer] Distribution“ als Verb „marketing (goods)“ an amerikanischen Universitäten auf. Die eigentliche Entwicklungsphase von der Bedeutung des Substantives „Marketing“ begann erst 1920 mit der Publikation von Prinzipien des Marketings und gab somit den Anstoß für die Gründung von Marketinglehrer und -praktikervereinigungen. Durch Professor Dr. Meffert kam Marketing schließlich als Lehrstuhl nach Deutschland.
Durch Spezialisierung und Erweiterungen wurde Marketing zu einer weltweit anerkannten betriebswirtschaftlichen Disziplin und somit letztlich zu „everything“ in einem Unternehmen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Marketing im Unternehmen
2.1 Die Entwicklung des Marktes und des Marketings
2.2 Definition
2.3 Instrumente des Marketings
2.3.1 Produktpolitik
2.3.2 Preispolitik
2.3.3 Distributionspolitik
2.3.4 Kommunikationspolitik
2.4 Position des Marketings
3. Erfolgsfaktor Marketing
3.1 Notwendigkeit des Marketings
3.1.1 Marktbezogene Aufgaben
3.1.2 Unternehmensbezogene Aufgaben
3.2 Bedeutung des Marketings im Unternehmen
3.3 Bedeutung des Marketings in der Praxis
3.3.1 Beispiel anhand eines Unternehmens
3.3.2 Studie des Deutschen Marketing-Tages
4. Fazit mit Ausblick auf Zukunft des Marketing
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit befasst sich mit der grundlegenden Bedeutung des Marketingbegriffs und seiner Entwicklung von einer reinen Absatzfunktion hin zu einem zentralen, strategischen Erfolgsfaktor und Führungskonzept innerhalb moderner Unternehmen.
- Historische Entwicklung des Marketingbegriffs und des Marktes
- Die vier zentralen Marketinginstrumente (Produkt-, Preis-, Distributions- und Kommunikationspolitik)
- Die strategische Positionierung und Integration des Marketings in die Unternehmensorganisation
- Praktische Fallbeispiele zur Relevanz einer anpassungsfähigen Marketingstrategie
Auszug aus dem Buch
2.3.2 Preispolitik
Im engen Zusammenhang mit der Produktpolitik und ihrem Programm steht die Preispolitik. Diese beschäftigt sich laut Bruhn „mit der Festlegung der Art von Gegenleistung, die die Kunden für die Inanspruchnahme der Leistung des Unternehmens entrichten.“ Die zweite Disziplin des Marketing-Mix legt also den Preis für die in der Produktpolitik definierten Leistungen fest.
Im „magischen Dreieck“ werden Kosten, Nachfrage, und Konkurrenz als die drei Parameter definiert, die die Preisfindung im Wesentlichen determinieren. Die Aufgabe der Preispolitik besteht nun darin, diese Theorie in den verschiedenen Stadien des Lebenszyklus der Produkte auf dem Markt anzuwenden. Die erstmalige Festlegung findet in der Einführung der neuen Produkte statt. Im Laufe des Lebenszyklus werden die Preise aufgrund der wandelnden Wettbewerbs- und Nachfragesituation variiert, differenziert und angepasst. Die Absicht ist es dabei, stets die Unternehmensziele wie Rentabilität und Gewinn zu erreichen, aber auch den Erfolgsvorteil gegenüber der Konkurrenz zu sichern. So spielt die Preispolitik im Unternehmen als operativer Entscheidungsparameter eine wichtige Rolle, da hierbei der Umsatz und damit die allgemeine Gewinnsituation beeinflusst werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel ergründet die Herkunft und Etymologie des Marketingbegriffs und leitet dessen Wandel von einer ursprünglichen Nebenbedeutung hin zu einer umfassenden betriebswirtschaftlichen Disziplin ein.
2. Marketing im Unternehmen: Hier werden die historischen Entwicklungsphasen des Marketings von der Produktions- bis zur Netzwerkorientierung sowie die vier klassischen Instrumente des Marketing-Mix detailliert beschrieben.
3. Erfolgsfaktor Marketing: Dieses Kapitel analysiert die Notwendigkeit des Marketings für den Unternehmenserfolg, unterteilt in marktbezogene und unternehmensbezogene Aufgaben, und untermauert dies mit Praxisbeispielen und Studienergebnissen.
4. Fazit mit Ausblick auf Zukunft des Marketing: Das Fazit bestätigt die Schlüsselrolle des Marketings und gibt einen Ausblick auf künftige Herausforderungen, etwa durch gesellschaftlichen Wertewandel und ökologische Anforderungen.
Schlüsselwörter
Marketing, Marketing-Mix, Käufermarkt, Produktpolitik, Preispolitik, Distributionspolitik, Kommunikationspolitik, Erfolgsfaktor, Unternehmensführung, Marktorientierung, Kundenorientierung, Marketingstrategie, Marketingmanagement, Beziehungsmarketing, Unternehmensziele
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Thema dieser Arbeit?
Die Arbeit untersucht das Marketing als zentralen Erfolgsfaktor im Unternehmen und analysiert seine Entwicklung, seine Instrumente und seine strategische Bedeutung für die Unternehmensführung.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen umfassen die historische Entwicklung des Marketingbegriffs, die Anwendung des Marketing-Mix, die organisationale Integration des Marketings sowie dessen Rolle bei der Zielerreichung von Unternehmen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, die Wandlung des Marketings von einer reinen Absatzfunktion hin zu einem umfassenden Führungskonzept darzulegen, das für das langfristige Bestehen am modernen Käufermarkt essenziell ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie der Auswertung von Praxisbeispielen und Studienergebnissen, um die aufgestellten Thesen zur Bedeutung des Marketings zu untermauern.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Entwicklungsphasen, die Erläuterung der Instrumente des Marketings sowie die Untersuchung der Notwendigkeit und Integration dieser Disziplin im Unternehmen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Marketing-Mix, Marktorientierung, Käufermarkt, strategische Unternehmensführung und Wettbewerbsfähigkeit.
Warum wird die Firma Quelle als Negativbeispiel genannt?
Quelle dient als Beispiel dafür, wie ein Unternehmen durch das zu späte Anpassen der Marketingstrategien an den digitalisierten Markt und das Festhalten an veralteten Vertriebswegen seine Wettbewerbsfähigkeit verlor und in die Insolvenz geriet.
Was besagt das "magische Dreieck" der Preispolitik?
Das magische Dreieck definiert die drei zentralen Parameter Kosten, Nachfrage und Konkurrenz, die die Preisfindung für Produkte maßgeblich determinieren.
Welche Rolle spielt die Mitarbeiterorientierung in der Zukunft des Marketings?
Die Mitarbeiterorientierung gewinnt als zukunftsorientierte Strategie an Bedeutung, da sie durch authentisches Marketing von innen heraus und eine verbesserte Schnittstelle zwischen Personal und Kunden zum Unternehmenserfolg beiträgt.
Was versteht man unter dem modernen Marketing als "Maxime"?
Marketing als Maxime bezeichnet eine Grundhaltung und Konzeption der Unternehmensführung, bei der alle Unternehmensprozesse und Entscheidungen auf marktorientierte Ziele ausgerichtet werden.
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- Vanessa Kemme (Author), 2015, Erfolgsfaktor Marketing. Entwicklung und Bedeutung in den Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/300032