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Die Bedeutung von Zweckgesellschaften für den Finanzsektor

Titre: Die Bedeutung von Zweckgesellschaften für den Finanzsektor

Thèse de Bachelor , 2014 , 102 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Marcel Uhl (Auteur)

Gestion d'entreprise - Comptabilité, Fiscalité
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die vorliegende Arbeit soll die Frage beantworten, ob das Verbriefungsgeschäft nach den neuen rechtlichen Restriktionen aus Bankensicht noch seine Zielsetzungen verfolgen kann, insbesondere im Hinblick auf die Wirkungsweise der geplanten Verbriefungsankäufe von EZB und Bundesregierung. Zudem soll durch einen Vergleich der ehemaligen Bilanzierungsrichtlinien analysiert werden, ob die Zweckgesellschaften heute transparenter geworden sind.

Für die Arbeit wurde eine empirische Untersuchung der Jahresabschlüsse deutscher Großbanken durchgeführt. Analysiert wurden hauptsächlich Zielsetzungen und Aktivitäten im Verbriefungsgeschäft. Quantitative Zahlen wurden aufgrund einer uneinheitlichen Berichterstattung und mangelnder Vergleichbarkeit nicht erhoben. Die Ergebnisse befinden sich in Anhang 1.
Um die o.g. Zielsetzung zu erreichen, wird nachfolgend vom Allgemeinen auf das Spezielle geschlossen. Dafür liefert Kapitel 2 grundlegende Informationen zu Zweckgesellschaften, die in Kapital 3 auf den Finanzsektor übertragen werden. Vor dem Hintergrund der Zielsetzung werden schwerpunktmäßig Verbriefungszweckgesellschaften untersucht. Deren Zielsetzungen, Risiken sowie aufsichtsrechtliche Grenzen werden ausführlich analysiert. Kapitel 4 enthält die nach der Finanzkrise umstrittenen, jedoch seitdem geänderten Bilanzierungsrichtlinien. Berücksichtigt wurden auch die in 2014 neu eingeführten IFRS Standards.

Anschließend werden die theoretischen Grundlagen im Kapitel 5 zusammengeführt. Anhand einer Fallstudie wird
praxisnah untersucht, inwiefern und unter welchen Voraussetzungen sich die Zielsetzungen der Banken realisieren lassen. Kapitel 6 fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Problemstellung

1.2. Zielsetzung und Vorgehensweise

2. Grundlagen

2.1. Der Finanzsektor

2.2. Zweckgesellschaften

2.2.1. Definition

2.2.2. Grundstruktur

2.2.3. Ausgestaltungsarten

3. Zweckgesellschaften im Finanzsektor

3.1. Einführung

3.2. Grundlagen zu Verbriefungszweckgesellschaften

3.2.1. Aufbau

3.2.2. Klassifizierung

3.2.3. Das Rating

3.3. Volumina

3.4. Motive und Zielsetzungen

3.4.1. Aufsichtsrechtliche Aspekte

3.4.2. Arbitrage-Conduits

3.4.3. Bilanzpolitische Zielsetzungen

3.4.4. Risikomanagement

3.4.5. Finanzierungsplattform für Institut und Kunden

3.4.6. Sonstige Vorteile

3.5. Spezifische Risiken

3.5.1. Kategorisierung der Risiken

3.5.2. Ursachen und Verlauf der Subprime-Krise

3.5.3. Schlussfolgerungen

4. Die Konsolidierung von ABS-Zweckgesellschaften

4.1. HGB vor BilMoG

4.2. HGB i.d.F. nach BilMoG

4.2.1. Grundlegendes

4.2.2. Mehrheit der Risiken bei ABS-Transaktionen

4.3. IFRS bis 31.12.2012

4.4. IFRS ab 01.01.2013

4.4.1. Grundlegendes

4.4.2. Zweck und Ausgestaltung des investee

4.4.3. Relevante Aktivitäten

4.4.4. Lenkungsmacht (Power)

4.4.5. Variable Rückflüsse (Variable returns)

4.4.6. Link between power and variable returns und delegated power

4.4.7. Erweiterung der Anhangangaben

4.5. Beherrschungskriterien im Vergleich

4.6. Probleme bei der Konsolidierung

5. Fallstudie

5.1. Einführung

5.2. Aufsichtsrechtliche Vorgaben

5.3. Aufbau der Verbriefungsplattform

5.4. Durchführung der Verbriefung

5.5. Kritische Würdigung

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Zweckgesellschaften für den Finanzsektor, insbesondere im Hinblick auf deren Rolle im Verbriefungsgeschäft vor und nach der Finanzkrise. Ziel ist es, zu klären, ob Zweckgesellschaften unter den aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen und verschärften aufsichtsrechtlichen Restriktionen weiterhin ihre ursprünglichen Funktionen erfüllen können und ob sie heute ein höheres Maß an Transparenz aufweisen.

  • Analyse der Funktionsweise und Struktur von Zweckgesellschaften im Finanzsektor.
  • Untersuchung der Motive und Zielsetzungen von Banken beim Einsatz von Verbriefungstransaktionen.
  • Gegenüberstellung der Bilanzierungs- und Konsolidierungsvorschriften nach HGB und IFRS.
  • Bewertung der Risiken aus Verbriefungsaktivitäten und deren Auswirkungen auf die Finanzstabilität.
  • Praktische Anwendung der theoretischen Erkenntnisse anhand einer Fallstudie einer mittelständischen Bank.

Auszug aus dem Buch

3.4.1. Aufsichtsrechtliche Aspekte

In der Literatur wird häufig aufgeführt, dass Banken ABS-Zweckgesellschaften nutzen, um aufsichtsrechtliche Risikonormen leichter einhalten zu können.80 Im Rahmen der empirischen Untersuchung konnte diese Aussage bestätigt werden, denn 43,75 % der analysierten Banken geben an, Verbriefungstransaktionen zum Zwecke einer aufsichtsrechtlichen Entlastung zu tätigen. 81 Kohler spricht sogar davon, dass dies in Deutschland das vordergründige Ziel für Verbriefungstransaktionen ist.82 Auch die EZB nennt als Grund ihres geplanten ABS-Ankaufsprogramms, dass Banken mit Verbriefungen aufsichtsrechtliche Spielräume in der Kreditvergabe erhalten.83

Um die Problematik „Aufsichtsrecht“ zu verstehen, werden nachfolgend die wesentlichen neuen Regelungen im Bezug auf das Kreditgeschäft erläutert. Die Auswirkungen von ABS-Transaktionen auf die Erfüllung der aufsichtsrechtlichen Risikonormen werden anschließend in Kapitel 5 im Rahmen einer Fallstudie untersucht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, Zielsetzung und Vorgehensweise der Arbeit vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise.

2. Grundlagen: Definition und Grundstruktur von Zweckgesellschaften sowie Abgrenzung der verschiedenen Ausgestaltungsarten.

3. Zweckgesellschaften im Finanzsektor: Detaillierte Analyse von Verbriefungszweckgesellschaften, deren Motive, Ziele und spezifische Risiken.

4. Die Konsolidierung von ABS-Zweckgesellschaften: Untersuchung der Bilanzierungsrichtlinien und Konsolidierungsvorschriften nach HGB und IFRS.

5. Fallstudie: Praktische Anwendung der theoretischen Grundlagen anhand des Beispiels der Verbriefungsbank AG zur Verdeutlichung der Zusammenhänge.

6. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Verbriefungsgeschäfts.

Schlüsselwörter

Zweckgesellschaften, Verbriefung, ABS, Finanzsektor, Konsolidierung, Basel III, Risikomanagement, Bilanzpolitik, IFRS, HGB, Spezialfonds, Schattenbanken, Kreditrisiko, Aufsichtsrecht, Leverage Ratio.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Thema dieser Bachelorarbeit?

Die Arbeit behandelt die Bedeutung von Zweckgesellschaften, insbesondere von Verbriefungszweckgesellschaften, für den Finanzsektor und deren Rolle bei der aufsichtsrechtlichen und bilanzpolitischen Steuerung in Banken.

Welche Hauptthemenfelder werden abgedeckt?

Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Grundlagen der Zweckgesellschaften, die spezifischen Motive der Banken für den Einsatz von Verbriefungen sowie die komplexen Konsolidierungsvorschriften im Handels- und Steuerrecht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Die Arbeit analysiert, ob das Verbriefungsgeschäft nach Einführung neuer rechtlicher Restriktionen (wie Basel III) aus Bankensicht noch attraktiv ist und inwieweit Zweckgesellschaften heute transparenter als vor der Finanzkrise agieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor führt eine empirische Untersuchung der Jahresabschlüsse der 16 größten deutschen Kreditinstitute durch, um deren tatsächliche Aktivitäten und Ziele im Verbriefungsgeschäft zu erfassen.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den aufsichtsrechtlichen und bilanziellen Rahmenbedingungen, dem Risikomanagement sowie einer praxisnahen Fallstudie zur Verbriefungsplattform einer mittelständischen Bank.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die wichtigsten Schlagworte sind Zweckgesellschaften, Verbriefung, ABS, Konsolidierung, Basel III, Risikomanagement und Bilanzpolitik.

Wie unterscheidet sich die Konsolidierung nach HGB von den IFRS-Regelungen?

Während das HGB vor allem auf die Chancen-Risiken-Verteilung und beherrschenden Einfluss fokussiert, stellt IFRS 10 ein einheitliches Control-Modell basierend auf dem Zusammenhang von Macht und variablen Rückflüssen in den Vordergrund.

Welche Rolle spielt die Fallstudie innerhalb der Arbeit?

Die Fallstudie der "Verbriefungsbank AG" veranschaulicht die praktische Anwendung der theoretischen Erkenntnisse, etwa wie durch eine Verbriefung regulatorische Eigenkapitalquoten optimiert werden können.

Warum ist das "Rating" für ABS-Transaktionen so entscheidend?

Ein Rating ist für den Platzierungserfolg der Wertpapiere am Kapitalmarkt unerlässlich, da Investoren die Bonität der zugrunde liegenden Forderungen kaum selbst prüfen können und sich auf die Einschätzung der Ratingagenturen verlassen müssen.

Was ist der Zweck des "Autopilot-Mechanismus"?

Er beschreibt die vertragliche Einschränkung der Entscheidungsbefugnis der Zweckgesellschaft, wodurch sichergestellt wird, dass diese ihre vorab festgelegten Ziele erfüllt und somit oft nicht als konsolidierungspflichtiges Tochterunternehmen eingestuft wird.

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Résumé des informations

Titre
Die Bedeutung von Zweckgesellschaften für den Finanzsektor
Université
University of Cooperative Education Mosbach
Note
1,0
Auteur
Marcel Uhl (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
102
N° de catalogue
V300052
ISBN (ebook)
9783656963189
ISBN (Livre)
9783656963196
Langue
allemand
mots-clé
IFRS 10 §290 HGB IAS 27 Zweckgesellschaften Finanzsektor Finanzkrise Special purpose entities Asset backed securities ABS Konsolidierung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Marcel Uhl (Auteur), 2014, Die Bedeutung von Zweckgesellschaften für den Finanzsektor, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/300052
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Extrait de  102  pages
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