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Prokrastination. Interventionsmaßnahmen bei Störungen der Selbststeuerung

Titel: Prokrastination. Interventionsmaßnahmen bei Störungen der Selbststeuerung

Hausarbeit , 2014 , 22 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Jannis von Nitzsch (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Psychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Morgen fange ich an!“ – das ist ein Satz, den sich vermutlich jeder schon einmal gesagt hat. Dinge aufzuschieben, ist bis zu einem gewissen Maße normal. Es kann aber auch zur Belastung werden. Beispielsweise fangen viele Studierende zu spät an, für eine Prüfung zu lernen oder schreiben sogar in der Nacht vor der Abgabe eine wichtige Hausarbeit. Darunter leidet meistens nicht nur die Qualität der durchgeführten Tätigkeit, sondern auch die seelische Verfassung des Betroffenen.

Das Ziel der Arbeit liegt darin, die Störung „Prokrastination“ genau zu beschreiben und ein Urteil über die Effektivität der thematisierten Interventionsmaßnahmen zu treffen. Im zweiten Kapitel der Arbeit wird hierzu zunächst ein Überblick über aktuelle Erkenntnisse zum Thema „Prokrastination“ geliefert. In diesem Zusammenhang wird auch ein Bezug zu dem Rubikon-Modell von Heckhausen und Heckhausen (2006) hergestellt.

Im dritten Kapitel werden zwei Interventionsmaßnahmen vorgestellt, die beide von vier Forschern der Universität Münster (Höcker, Engberding, Haferkamp & Rist, 2008, 2009, 2012) entwickelt und empirisch überprüft wurden. Zur besseren Verständlichkeit wird hierzu eingangs eine Zusammenfassung der wichtigsten Messinstrumente vorgestellt. Beide Studien werden sowohl methodisch als auch empirisch erläutert und kritisiert. In der abschließenden Diskussion im vierten Kapitel wird die Quintessenz der Ergebnisse der Studien dargestellt und eine mögliche Kombination der beiden Maßnahmen thematisiert und kritisch hinterfragt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Zusammenfassung

1. Einleitung

2. Was ist Prokrastination?

3. Interventionsmaßnahmen

3.1. Verwendete Messinstrumente

3.2. Pünktliches Beginnen und realistisches Planen

3.2.1. Methode

3.2.2. Ergebnis

3.2.3. Kritik

3.3. Arbeitszeitrestriktion

3.3.1. Methode

3.3.2. Ergebnis

3.3.3. Kritik

4. Diskussion

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die detaillierte Beschreibung der Störung Prokrastination sowie die kritische Evaluation der Wirksamkeit zweier spezifischer Interventionsmaßnahmen, die zur Reduktion von Aufschiebeverhalten bei Studierenden entwickelt wurden.

  • Theoretische Grundlagen und psychologische Einordnung der Prokrastination
  • Methodische Darstellung wissenschaftlicher Messinstrumente (APS, APSI, LIST, LMI)
  • Evaluation des Trainings "Pünktliches Beginnen und realistisches Planen"
  • Evaluation der Interventionsmethode "Arbeitszeitrestriktion"
  • Diskussion über Synergieeffekte durch Kombination beider Maßnahmen
  • Einfluss moderner Medien und Technisierung auf das Prokrastinationsverhalten

Auszug aus dem Buch

3.3. Arbeitszeitrestriktion

Eine weitere Interventionsmaßnahme basiert auf dem Prinzip der Arbeitszeitrestriktion. Dieses beschreibt eine Reduzierung der täglich zur Verfügung stehenden Arbeitszeit auf ein fest definiertes Arbeitsfenster. Diese zeitliche Beschränkung der Arbeitszeit soll eine Motivationssteigerung in dem Sinne bewirken, dass die vorhandene Zeit auch ausgenutzt wird. Außerhalb des Arbeitsfensters ist es den Teilnehmern untersagt zu arbeiten und die Zeitfenster können nur dann erweitert werden, wenn eine Verbesserung der Arbeitseffizienz zu verzeichnen ist (Höcker et al., 2012).

Die Entwicklung der Methode der Arbeitszeitrestriktion kann auf das Konzept der Quer- und Längskonkurrenz von Kuhl und Beckmann (1994, Höcker et al., 2012) zurückgeführt werden. Hierbei beschreibt die Querkonkurrenz die Konkurrenz verschiedener Tätigkeiten zu einem Zeitpunkt, während die Längskonkurrenz die verschiedenen Zeitpunkte, zu denen eine Tätigkeit durchgeführt werden kann, widerspiegelt. Die Arbeitszeitrestriktion mindert durch die Reduktion der zur Verfügung stehenden Zeit die Längskonkurrenz und erhöht somit die Wahrscheinlichkeit, dass die Arbeit in dem vorgegebenen Zeitraum durchgeführt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Aufschiebens ein und skizziert das Ziel der Arbeit, zwei spezifische Trainingsprogramme empirisch zu bewerten.

2. Was ist Prokrastination?: Das Kapitel definiert Prokrastination als Störung der Selbststeuerung und bettet sie in das Rubikon-Modell der Motivation ein.

3. Interventionsmaßnahmen: Hier werden die angewandten Messinstrumente sowie die beiden Interventionsprogramme samt Methodik, Ergebnissen und methodischer Kritik detailliert vorgestellt.

4. Diskussion: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Studien, diskutiert Kombinationsmöglichkeiten der Maßnahmen und beleuchtet den Einfluss neuer Medien auf die Zunahme von Prokrastinationsverhalten.

Schlüsselwörter

Prokrastination, Selbststeuerung, Interventionsmaßnahmen, Arbeitszeitrestriktion, Rubikon-Modell, Zeitmanagement, Studienleistung, Psychologie, kognitive Verhaltenstherapie, Pünktlichkeit, Lernstrategien, Leistungsmotivation, Prä-Post-Vergleich, Trait-Prokrastination, State-Prokrastination

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die klinisch bedeutsame Störung der Selbststeuerung, bekannt als Prokrastination, und untersucht zwei darauf ausgerichtete Interventionsmaßnahmen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung des Aufschiebeverhaltens, die wissenschaftliche Messung dieses Phänomens sowie die Evaluation von Trainings zur Verbesserung von Zeitmanagement und Arbeitsstruktur.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Störung präzise zu definieren und die Wirksamkeit zweier spezifischer Trainingsprogramme der Universität Münster anhand empirischer Daten kritisch zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Es werden Prä-Post-Vergleichsstudien durchgeführt, die auf standardisierten Messinstrumenten wie der Atiken Procrastination Scale (APS) und dem Inventar zur Erfassung von Lernstrategien im Studium (LIST) basieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Messinstrumente sowie die detaillierte Analyse der Programme "Pünktliches Beginnen und realistisches Planen" und "Arbeitszeitrestriktion".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Prokrastination, Selbststeuerung, Arbeitszeitrestriktion, Rubikon-Modell, kognitive Verhaltenstherapie und Zeitmanagement.

Warum ist das "Rubikon-Modell" für die Prokrastinationsbehandlung relevant?

Das Modell hilft zu verstehen, in welcher Phase der Handlungsinitiierung (Intentionsbildung oder Intentionsinitiierung) bei Prokrastinierern Defizite auftreten, um diese gezielt zu therapieren.

Worin besteht der methodische Unterschied zwischen den beiden vorgestellten Trainings?

Während das erste Training auf eine kurzfristige Verhaltensänderung (Pünktlichkeit) zielt, ist das Training zur Arbeitszeitrestriktion eher für einen längeren Zeitraum und eine generelle Umstrukturierung der Arbeitsweise konzipiert.

Welche Rolle spielen moderne Technologien bei der Prokrastination?

Der Autor führt aus, dass ständiger Internetzugang und Geräte wie Smartphones die Ablenkung fördern, was das Aufschieben von Aufgaben im digitalen Zeitalter weiter begünstigt.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Prokrastination. Interventionsmaßnahmen bei Störungen der Selbststeuerung
Hochschule
Universität zu Köln
Veranstaltung
Pädagogische Psychologie
Note
1,7
Autor
Jannis von Nitzsch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
22
Katalognummer
V300127
ISBN (eBook)
9783656964070
ISBN (Buch)
9783656964087
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Pädagogische Psychologie Pädagogik Prokrastination Pünktliches Beginnen Realistisches Planen Arbeitszeitrestriktion
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jannis von Nitzsch (Autor:in), 2014, Prokrastination. Interventionsmaßnahmen bei Störungen der Selbststeuerung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/300127
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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