Die Aufgabe umfasst die komplette Neuprojektierung des vorhandenen Arbeitssystems, da dieses in einem Hallenneubau an einem anderen Standort neu eingegliedert wird.
Hierfür bedarf es einer genauen Ausarbeitung aller vorbereitenden Maßnahmen zur wirtschaftlichen Fertigung des Produktes. Die sogenannte Arbeitsvorbereitung ist im Kreislauf von Produktentstehung und Produktmarkt das Bindeglied zwischen Konstruktion und Fertigung. Sie wird in Fertigungssteuerung sowie Arbeitsplanung gegliedert, wobei letzteres die vollständige Prozessplanung, die den auftragsunabhängigen Teil der Planung darstellt, umfasst. Hierbei werden Randbedingungen, wie bspw. die Arbeitspläne für die spätere Fertigungssteuerung, definiert. Im zeitlichen Verlauf einer Neuplanung ist dieser Schritt zwischen der Konstruktion und der Fertigung einzuordnen. Die Prozessplanung umfasst nicht nur die Montageplanung, sondern ebenso die Fertigungs- und Materialplanung.
Im hier vorliegenden Fall ist es notwendig, die Montageabläufe, die Unterlagen sowie die Anweisungen auszuarbeiten. Ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit wird die Planung des Montagesystems sein, bei der es gilt die vorgegebenen Planungsaspekte zu beachten. Diese beinhalten das Planungsobjekt(Schneckengetriebe), die Personal- und Betriebsmittelaspekte sowie die zeitlichen und logistischen Kriterien. Es muss ein technisch einwandfreier und wirtschaftlicher Ablauf des Produktionsprozesses gewährleistet sein. Die ganzheitliche Planung beinhaltet auch die Beachtung von Randbedingungen angrenzender Bereiche. Diese sind für die Erfüllung der Aufgabe ebenso wichtig und umfassen die Layoutplanung sowie das Rechnungswesen für eine Wirtschaftlichkeitsrechnung zum Vergleich diverser Varianten.
Die Planung erfolgt nach dem Top-down Prinzip, bei dem vom Ganzen zum Einzelnen geplant wird, und findet unter Anwendung der Planungsmethode nach Bullinger statt.
Inhaltsverzeichnis
1. Problembearbeitung
1.1. Präzisierung der Aufgabenstellung
1.2. Geometrisch – funktionelle Produktstruktur
1.3. Verrichtungsliste / Vorranggraph
1.4. Kapazitätsvorbetrachtung
1.5. Strukturierung des Montagesystems mit Festlegung der Arbeitsinhalte der Arbeitsplätze bzw. Arbeitsstellen (Grobplanung)
1.5.1.Reihenmontage
1.5.2.One – Piece – Flow gekoppelt mit Reihenmontage
1.6. Detaillierung der Arbeitsstellen bzw. –stellen
1.6.1 Reihenmontage
1.6.2 One – Piece – Flow gekoppelt mit Reihenmontage
1.7. Korrektur der Prozesszeiten
1.8. Kostenrechnung für die Variantenentwürfe
1.8.1 Fixkosten
1.8.2 signifikante Unterschiede der variablen Kosten
1.9. Nutzwertanalyse
1.10. Detaillierung der Vorzugsvariante (Feinplanung)
2. Angebot
2.1. Präzisierung der Aufgabenstellung
2.2. Kurzbeschreibung der untersuchten Varianten
2.2.1.Reihenmontage
2.2.2.One – Piece – Flow gekoppelt mit Reihenmontage
2.3. Beschreibung der Vorzugsvariante
2.3.1 Strukturierung und Layout
2.3.2 Kopplungsbedingungen und –forderungen in den betrieblichen Fertigungsprozess
2.3.3.Ökonomische Grundlagen
2.3.4.Grundlagen zur Realisierung
Zielsetzung & Themen
Ziel der vorliegenden Arbeit ist die komplette Neuprojektierung eines Montagesystems für ein Schneckengetriebe unter Berücksichtigung wirtschaftlicher und fertigungstechnischer Kriterien. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie durch eine systematische Planung der Montageabläufe, die Gestaltung von Arbeitsstationen und die Wahl der Materialbereitstellung ein effizienter Produktionsprozess unter räumlichen Restriktionen realisiert werden kann.
- Systematik der Montageplanung (Top-Down-Prinzip)
- Vergleich von Montagesystemvarianten (Reihenmontage vs. One-Piece-Flow)
- Kapazitätsbedarfsrechnung und Feinplanung
- Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und Investitionskosten
- Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung und Logistikkonzepte (Milk-Run-Prinzip)
Auszug aus dem Buch
1.1. Präzisierung der Aufgabenstellung
Die Aufgabe umfasst die komplette Neuprojektierung des vorhandenen Arbeitssystems, da dieses in einem Hallenneubau an einem anderen Standort neu eingegliedert wird.
Hierfür bedarf es einer genauen Ausarbeitung aller vorbereitenden Maßnahmen zur wirtschaftlichen Fertigung des Produktes. Die sogenannte Arbeitsvorbereitung ist im Kreislauf von Produktentstehung und Produktmarkt das Bindeglied zwischen Konstruktion und Fertigung. Sie wird in Fertigungssteuerung sowie Arbeitsplanung gegliedert, wobei letzteres die vollständige Prozessplanung, die den auftragsunabhängigen Teil der Planung darstellt, umfasst. Hierbei werden Randbedingungen, wie bspw. die Arbeitspläne für die spätere Fertigungssteuerung, definiert. Im zeitlichen Verlauf einer Neuplanung ist dieser Schritt zwischen der Konstruktion und der Fertigung einzuordnen. Die Prozessplanung umfasst nicht nur die Montageplanung, sondern ebenso die Fertigungs- und Materialplanung.
Im hier vorliegenden Fall ist es notwendig die Montageabläufe, die Unterlagen sowie die Anweisungen auszuarbeiten. Ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit wird die Planung des Montagesystems sein, bei der es gilt die vorgegebenen Planungsaspekte zu beachten. Diese beinhalten das Planungsobjekt(Schneckengetriebe), die Personal- und Betriebsmittelaspekte sowie die zeitlichen und logistischen Kriterien. Es muss ein technisch einwandfreier und wirtschaftlicher Ablauf des Produktionsprozesses gewährleistet sein. Die ganzheitliche Planung beinhaltet auch die Beachtung von Randbedingungen angrenzender Bereiche. Diese sind für die Erfüllung der Aufgabe ebenso wichtig und umfassen die Layoutplanung sowie das Rechnungswesen für eine Wirtschaftlichkeitsrechnung zum Vergleich diverser Varianten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Problembearbeitung: Dieses Kapitel definiert die Aufgabenstellung zur Neuprojektierung, analysiert die Produktstruktur sowie die Prozesszeiten und entwirft verschiedene Montagesystemkonzepte (Reihenmontage vs. One-Piece-Flow).
2. Angebot: Dieser Abschnitt konkretisiert die gewählte Vorzugsvariante, erläutert die logistische Anbindung, die ökonomischen Grundlagen sowie die spezifischen Details zur Realisierung und Aufbauphase des Montagesystems.
Schlüsselwörter
Montageplanung, Schneckengetriebe, One-Piece-Flow, Reihenmontage, Arbeitsvorbereitung, Kapazitätsrechnung, Nutzwertanalyse, Arbeitsplatzgestaltung, Fertigungstechnik, Milk-Run-Prinzip, Prozessplanung, Ergonomie, Investitionskosten, Betriebsmittel, Montageoptimierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der vollständigen Neuprojektierung eines Montagesystems für ein Schneckengetriebe an einem neuen Standort.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die systematische Montageplanung, der Vergleich von Fertigungskonzepten, die Kostenrechnung sowie die ergonomische und logistische Gestaltung der Arbeitsplätze.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist die Planung eines technisch einwandfreien und wirtschaftlichen Montagesystems, das die geforderten Stückzahlen effizient produziert.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird nach dem Top-down-Prinzip (Planung vom Ganzen zum Einzelnen) sowie der Systematik der Montageplanung nach Bullinger vorgegangen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil erfolgt die detaillierte Prozessanalyse, der Kapazitätsvergleich der Varianten, die Kostenrechnung und die Feinplanung der Vorzugsvariante.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Montageplanung, One-Piece-Flow, Kapazitätsrechnung und Nutzwertanalyse charakterisiert.
Wie unterscheidet sich die Reihenmontage vom One-Piece-Flow im vorliegenden Fall?
Die Reihenmontage basiert auf dem Prinzip der Artenteilung mit Puffern, während der One-Piece-Flow (gekoppelt) auf eine engere Prozessabfolge und Mengenteilung setzt.
Warum wird eine Nutzwertanalyse durchgeführt?
Die Nutzwertanalyse dient als Bewertungsverfahren, um die beiden Montagesystemvarianten objektiv anhand von Kriterien wie Kosten, Ergonomie und Qualität zu vergleichen.
Wie wird das Material an die Arbeitsstationen geliefert?
Die Materialbereitstellung erfolgt über das Milk-Run-Prinzip, bei dem ein Kommissionierwagen zyklisch nach festem Zeitplan die Teile an die Stationen liefert.
Warum wurde das One-Piece-Flow-System als Vorzugsvariante gewählt?
Das One-Piece-Flow-System erhielt in der Nutzwertanalyse die höhere Punktzahl, insbesondere aufgrund der besseren Ergonomie, Qualitätssicherung und Durchlaufzeiten.
- Quote paper
- Richard Börner (Author), Martin Demme (Author), Kevin Beuchel (Author), 2014, Neuprojektierung eines Arbeitssystems. Montageentwurf des Schneckengetriebes GS04, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/300138