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Rohstoffreichtum der Entwicklungsländer. Fluch oder Segen?

Titre: Rohstoffreichtum der Entwicklungsländer. Fluch oder Segen?

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2015 , 25 Pages

Autor:in: Tobias Wulfert (Auteur)

Politique - Sujet: Politique de développement
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Ziel dieser Seminararbeit ist eine Analyse des Rohstofffluches mit besonderem Fokus auf rohstoffreiche Entwicklungsländer. Dabei soll insbesondere geklärt werden, welche Ursachen zu einem Rohstofffluch führen können. Ebenso soll geklärt werden, ob der Rohstofffluch eine natürliche Konsequenz des Rohstoffreichtums ist oder Maßnahmen zur Transformation des Rohstoffreichtums in einen Rohstoffsegen ergriffen werden können.

Die vorliegende Seminararbeit gliedert sich in fünf Kapitel. Im zweiten Kapitel werden die grundlegenden Begrifflichkeiten dieser Seminararbeit Entwicklungsland und Rohstoffreichtum
definiert. Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit den Ursachen für das Auftreten des Rohstofffluches und wendet diese zum Abschluss auf das Länderbeispiel Nigeria an. Die Maßnahmen zur Transformationen des Rohstoffreichtums in einen Segen sind Inhalt des vierten Kapitels ebenso wie das Länderbeispiel Botsuana als Beispiel für den Segen, den ein Land aus seinem Rohstoffreichtum machen kann. Zum Abschluss werde ich im letzten Teil dieser Seminararbeit die wesentlichen Ergebnisse kurz zusammenfassen und einen persönlichen Kommentar zum Thema geben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

1.2 Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit

2 Grundlagen

2.1 Entwicklungsland

2.2 Rohstoffe und Rohstoffreichtum der Entwicklungsländer

3 Ursachen für den Rohstofffluch

3.1 Abhängigkeit von den Exporteinnahmen

3.2 Holländische Krankheit

3.3 Politik und Gesellschaft

3.3.1 Rentenökonomie

3.3.2 Rent-seeking

3.3.3 Unterdrückungseffekt

3.3.4 Modernisierungseffekt

3.4 Weitere Ursachen

3.5 Rohstofffluch in Nigeria

4 Maßnahmen für Rohstoffsegen

4.1 Gemeinwohlorientierte Regierungsführung

4.2 Schaffung von Transparenz

4.3 Diversifizierung der Wirtschaft

4.4 Intervention der Zentralbank

4.5 Rohstofffonds

4.6 Rohstoffsegen in Botsuana

5 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert das Phänomen des Rohstofffluchs, bei dem rohstoffreiche Länder häufig ein langsameres Wirtschaftswachstum und eine schlechtere Entwicklung aufweisen als rohstoffarme Länder. Ziel ist es, die Ursachen dieses Paradoxons zu identifizieren und zu untersuchen, ob durch gezielte politische Maßnahmen und institutionelle Reformen der Rohstoffreichtum in einen Segen transformiert werden kann.

  • Analyse der ökonomischen und politischen Ursachen des Rohstofffluchs.
  • Untersuchung des Länderbeispiels Nigeria als Fallstudie für den Rohstofffluch.
  • Bewertung von Maßnahmen zur Transformation von Rohstoffreichtum.
  • Darstellung des Länderbeispiels Botsuana als Erfolgsmodell für den Umgang mit Rohstoffen.
  • Diskussion über die Rolle von Institutionen und Regierungsführung.

Auszug aus dem Buch

3.2 Holländische Krankheit

Neben gesteigerter Einnahmen aus dem Export, kann Rohstoffreichtum negative Einflüsse auf andere Wirtschaftssektoren haben und daher zu einer strukturellen Veränderung der Wirtschaft führen (vgl. vgl. Ebrahim-zadeh et al. 2003). In den Niederlanden führte die Entdeckung eines großen Erdgasfeldes bei Groningen in den 1960er-Jahren zu einer Aufwertung des Guldens, was in der Folge in einer Schwächung der anderen exportierenden Sektoren und einem massiven Arbeitsplatzabbau resultierte. Dieses Phänomen wird aufgrund seines ersten Auftretens in den Niederlanden als „holländische Krankheit“ bezeichnet (vgl. Ebrahim-zadeh et al. 2003; Benjamin et al. 1989, S. 72ff.).

Der höhere Anteil an Rohstoffexporten führt zu einer gesteigerten Devisenmenge im Inland und somit zu einer Aufwertung der Inlandswährung (vgl. Gylfason 2001). Die aufgewertete Inlandswährung verteuert die Exportgüter der Landwirtschaft und des verarbeitenden Gewerbes des Landes und verringert so die Nachfrage nach diesen Gütern auf dem Weltmarkt (vgl. Ismail 2010, S. 4f.). Die geringere Nachfrage führt kurzfristig zu einem Abbau von Arbeitsplätzen in den Sektoren geringerer Nachfrage und langfristig zu einer strukturellen Veränderung der Wirtschaft hin zu einer Fokussierung auf den rohstoffexportierenden Sektor (vgl. Benjamin et al. 1989, S. 72f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Problematik des Rohstoffreichtums und Definition der Forschungsziele sowie des Aufbaus der Arbeit.

2 Grundlagen: Definition der Begriffe Entwicklungsland und Rohstoffreichtum sowie Erläuterung der angewandten Indizes zur Ländereinstufung.

3 Ursachen für den Rohstofffluch: Detaillierte Analyse der verschiedenen ökonomischen und politischen Ursachen für den Rohstofffluch sowie Untersuchung von Nigeria.

4 Maßnahmen für Rohstoffsegen: Vorstellung und Bewertung von politischen Instrumenten zur positiven Nutzung von Rohstoffvorkommen inklusive einer Analyse des Beispiels Botsuana.

5 Zusammenfassung: Resümee der Arbeit mit der Erkenntnis, dass der Rohstofffluch vermeidbar ist und von der Qualität der Regierungsführung abhängt.

Schlüsselwörter

Rohstofffluch, Entwicklungsländer, Rohstoffreichtum, holländische Krankheit, Rentenökonomie, Rent-seeking, Institutionen, Wirtschaftswachstum, Nigeria, Botsuana, Rohstofffonds, Diversifizierung, Korruption, Regierungsführung, nachhaltige Entwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen des "Rohstofffluchs", bei dem Länder mit hohem Rohstoffvorkommen häufig schlechter wirtschaftlich und sozial entwickelt sind als Länder ohne solche Ressourcen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die ökonomischen Abhängigkeiten, politische Strukturen wie die Rentenökonomie, die "holländische Krankheit" sowie Möglichkeiten zur Transformation in einen "Rohstoffsegen".

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, warum Rohstoffreichtum oft zu einem Fluch wird, welche Mechanismen dahinterstehen und ob es durch politische Maßnahmen möglich ist, diesen Reichtum in eine nachhaltige Entwicklung zu verwandeln.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor führt eine literaturbasierte Analyse durch und kombiniert diese mit dem Vergleich zweier Fallstudien (Nigeria und Botsuana), um die theoretischen Erkenntnisse zu belegen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert Ursachen für den Fluch wie die Abhängigkeit von Exporteinnahmen, Rent-seeking und Unterdrückungseffekte sowie Maßnahmen wie Diversifizierung, Transparenz und die Einführung von Rohstofffonds.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind Rohstofffluch, Rentenökonomie, holländische Krankheit, Regierungsführung, Diversifizierung und nachhaltige institutionelle Entwicklung.

Warum wird Nigeria als Fallbeispiel für den Rohstofffluch herangezogen?

Nigeria dient als Beispiel, weil das Land trotz immenser Erdölvorkommen seit Jahrzehnten unter Hunger, Armut, Korruption und einer mangelnden Diversifizierung der Wirtschaft leidet.

Was macht Botsuana zu einem "Paradebeispiel" für den Umgang mit Rohstoffen?

Botsuana gilt als erfolgreich, da das Land seine Diamanteneinnahmen in Bildung, Infrastruktur und Diversifizierung investiert hat und durch starke Institutionen ein hohes Wirtschaftswachstum erzielen konnte.

Welche Rolle spielt die Zentralbank bei der Vermeidung des Rohstofffluchs?

Die Zentralbank kann durch Interventionen am Kapitalmarkt einer schädlichen Aufwertung der Landeswährung entgegenwirken, die im Rahmen der "holländischen Krankheit" andere Exportsektoren schwächen würde.

Was ist der "leave-it-in-the-ground-Ansatz" in diesem Kontext?

Dieser Ansatz bezeichnet die Überlegung, Rohstoffe gar nicht erst abzubauen, um negative soziale oder ökologische Folgen zu vermeiden, wenn das Land institutionell noch nicht in der Lage ist, die Gewinne effizient zu verwalten.

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Résumé des informations

Titre
Rohstoffreichtum der Entwicklungsländer. Fluch oder Segen?
Université
University of Cooperative Education Mannheim
Auteur
Tobias Wulfert (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
25
N° de catalogue
V300215
ISBN (ebook)
9783656964438
ISBN (Livre)
9783656964445
Langue
allemand
mots-clé
rohstoffreichtum entwicklungsländer fluch segen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Tobias Wulfert (Auteur), 2015, Rohstoffreichtum der Entwicklungsländer. Fluch oder Segen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/300215
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Extrait de  25  pages
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