Spätestens seit den verheerenden Folgen von Fehlentscheidungen im Finanzsektor hat der Begriff des Risikomanagements deutlich an Bedeutung gewonnen. Doch nicht nur in der Finanzbranche sind Unternehmen Risiken bzw. volatilen Märkten ausgesetzt, auch in anderen Branchen gibt es eine Vielzahl von Faktoren die im täglichen Umgang berücksichtigt werden sollten.
Jedes Unternehmen, welches heute am freien Markt agiert ist verschiedensten Risiken ausgesetzt. Nicht alle Risiken kann man direkt beeinflussen, dennoch sollte sich das Unternehmen darüber bewusst sein, welche Risiken den eigenen Geschäftserfolg beeinflussen können.
Ein durchdachtes Risikomanagementsystem ist somit unabdinglich, um im immer stärker werdenden Wettbewerb zusätzliche Wettbewerbsvorteile gewinnen zu können. Auf Grund der Komplexität von Risikobeziehungen zueinander, erfordert die analytische Bewertung jedoch spezielle Methodenkompetenzen, die nicht jedes Unternehmen beherrscht.
Ziel der vorliegenden Hausarbeit ist die Auseinandersetzung mit dem Thema „Risikomanagment-Prozess“. Dieser soll anhand der DOUGLAS HOLDING AG betrachtet und im Detail diskutiert werden.
Hierbei wird untersucht, welchen branchentypischen Risikofeldern die Unternehmensgruppe ausgesetzt ist und die Risiken werden quantifiziert bzw. bewertet. Anschließend wird geprüft welche Risikobewältigungsstrategien genutzt werden und es wird eine Aussage zur Organisation des Risikomanagementprozesses in Bezug auf die Überwachung getroffen.
Das Ergebnis soll eine strukturierte Erläuterung der Risikoidentifikation, Risikoanalyse, Risikobewertung sowie Risikobewältigungs-strategien darstellen.
Inhaltsverzeichnis
1 EINFÜHRUNG
1.1 Relevanz des Themas und Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
1.3 Die DOUGLAS HOLDING AG
2 GRUNDLAGEN
2.1 Begriffserklärung „Risiko-Management-Prozess“
2.2 Rechtliche Hintergründe
3 RISIKOIDENTIFIKATION
3.1 Markt- & Absatzrisiken - Veränderung der Konsumenten
3.2 Gesamtwirtschaftliche Veränderungen – Konsolidierung und Internationalisierung.
3.3 Politische Risiken – Einfluss neuer Regularien und politischer Spannungen
3.4 Personalrisiken
4 RISIKOANALYSE & -BEWÄLTIGUNG
4.1 Methodische Risikoanalyse & -bewertung – Theoretische Hintergründe
4.2 Analyse & Bewältigung von Risiken
4.2.1 Absatzrisiken/ Geschäftsrisiken
4.2.2 Umfeld- & Beschaffungsrisiken
4.2.3 Finanzwirtschaftliche Risiken
4.2.4 Personalrisiken
4.2.5 Informationstechnologische Risiken
5 ORGANISATIONSSTRUKTUR DES RISIKOMANAGEMENTPROZESSES
5.1 Bedeutung des Risikomanagementprozesses bei der DOUGLAS HOLDING AG
5.2 Internes Kontrollsystem (IKS)
5.3 Die 6 Stufen des Risikomanagementprozesses
6 FAZIT
6.1 Erkenntnisse und Grenzen der Arbeit
6.2 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Hausarbeit untersucht den Risikomanagement-Prozess der DOUGLAS HOLDING AG, identifiziert die für die Unternehmensgruppe relevanten branchentypischen Risikofelder und analysiert die eingesetzten Methoden zur Bewertung und Bewältigung dieser Risiken im Kontext der Unternehmensorganisation.
- Grundlagen des Risikomanagements und rechtliche Rahmenbedingungen
- Identifikation spezifischer Risiken (Markt, Finanzen, Personal, IT)
- Methodik der Risikoanalyse mittels „DOUGLAS Risiko-Radar“
- Strategien zur Risikobewältigung im Multichannel-Einzelhandel
- Organisatorische Verankerung des Risikomanagements (Konzernrevision)
Auszug aus dem Buch
4.1 Methodische Risikoanalyse & -bewertung – Theoretische Hintergründe
Zur professionellen Aufbereitung aller Risiken bedient sich die DOUGLAS HOLDING AG einem eigens entwickelten Tools, dem „DOUGLAS Risiko-Radar“. Dieses Tool findet Einsatz in allen Einzelgesellschaften des Unternehmens und dient zur strukturellen Erfassung aller Einzelrisiken, sowie deren laufenden Bewertung.
Innerhalb einer Risk Map werden hierzu zunächst alle Einzelrisiken erfasst und klassifiziert. Zur Risikobewertung ist es erforderlich die Eintrittswahrscheinlichkeit, die Schadensklasse sowie das Schadenspotenzial zu benennen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensklasse wird hierbei in 4 verschiedenen Stufen unterschieden. Ein sich veränderndes Konsumentenverhalten in Bezug auf den Einkaufsort (Trend Richtung Internet) könnte z.B. wie folgt bewertet werden:
Eintrittswahrscheinlichkeit (eingetreten/ 100%)
Schadensklasse (Mittleres Risiko – bisherige Maßnahmen fortführen / SK2)
Jedes einzelne Risiko kann durch die Kombination dieser beiden Werte mit Hilfe eines Risikoindexes (RIX) bewertet werden und es können weitere Maßnahmen ergriffen werden. Der RIX würde in diesem konkreten Fall den Wert 8 ergeben und stellt somit ein hohes Risiko dar, welches priorisiert betrachtet werden sollte.
Das Risiko-Radar erfüllt somit sämtliche gesetzliche Vorgaben des KonTraG und stellt eine hervorragende Basis für die Analyse und Bewertung von Risiken dar.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINFÜHRUNG: Einleitung in die Relevanz des Risikomanagements sowie Vorstellung der Zielsetzung und der DOUGLAS HOLDING AG.
2 GRUNDLAGEN: Definition des Risiko-Management-Prozesses und Erläuterung der rechtlichen Anforderungen für Unternehmen.
3 RISIKOIDENTIFIKATION: Untersuchung von branchentypischen Risikofeldern im Einzelhandel, wie Marktveränderungen, globale Einflüsse und Personalrisiken.
4 RISIKOANALYSE & -BEWÄLTIGUNG: Beschreibung der methodischen Vorgehensweise und detaillierte Analyse der Bewältigungsstrategien in verschiedenen Geschäftsbereichen.
5 ORGANISATIONSSTRUKTUR DES RISIKOMANAGEMENTPROZESSES: Analyse der organisatorischen Einordnung in die Konzernrevision und Erläuterung des Internen Kontrollsystems.
6 FAZIT: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse, Darstellung der Grenzen der Arbeit sowie ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Schlüsselwörter
Risikomanagement, DOUGLAS HOLDING AG, Risikomanagement-Prozess, Risikoidentifikation, Risikoanalyse, KonTraG, Multichannel, Einzelhandel, Risiko-Radar, Risikobewältigung, Konzernrevision, Internes Kontrollsystem, IKS, Marktrisiken, Finanzrisiken
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit befasst sich mit der Analyse und Bewertung des Risikomanagement-Prozesses innerhalb der DOUGLAS HOLDING AG.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Identifikation von Risiken im Einzelhandel, die Anwendung des „DOUGLAS Risiko-Radars“ sowie die Bewältigung von Risiken durch strategische Anpassungen im Unternehmen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, den bestehenden Risikomanagement-Prozess der DOUGLAS HOLDING AG zu erläutern und zu untersuchen, wie branchentypische Risiken erkannt, bewertet und bewältigt werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine deskriptive Analyse auf Basis des hausinternen „DOUGLAS Risiko-Radars“ sowie aktueller Unternehmensdaten und theoretischer Modelle des Risikomanagements durchgeführt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Identifikation von Risiken (Markt, Finanzen, Personal, IT), deren Analyse und Bewertung sowie die organisatorische Struktur des Risikomanagements in der Konzernrevision.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Risikomanagement, Douglas Holding AG, KonTraG, Multichannel und Risikoanalyse charakterisieren.
Warum ist die Konzernrevision für das Risikomanagement gewählt worden?
Die Konzernrevision bietet laut der Arbeit den Vorteil eines sehr guten Datenzugriffs und bereits existierenden Wissens über Gefahrenpunkte im Unternehmen.
Welche Bedeutung hat das „DOUGLAS Risiko-Radar“?
Es dient als zentrales, eigens entwickeltes Tool zur strukturellen Erfassung, Klassifizierung und laufenden Bewertung aller Einzelrisiken im Konzern.
Wie reagiert das Unternehmen auf den Wettbewerbsdruck durch den E-Commerce?
Durch die Transformation zum Multichannel-Anbieter, die Entwicklung eigener Online-Angebote wie „Tolino“ und die Stärkung des Eigenmarkengeschäfts.
- Citar trabajo
- Oliver Tomaschewski (Autor), 2014, Analyse des Risiko-Management-Prozesses bei der Douglas Holding AG, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/300272