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Feuerbachs "Wesen des Christentums" und seine Religionskritik

Titel: Feuerbachs "Wesen des Christentums" und seine Religionskritik

Studienarbeit , 2006 , 18 Seiten , Note: 2+

Autor:in: Simon Knopf (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 19. Jahrhunderts
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das hier zu behandelnde Werk Feuerbachs, das Wesen des Christentums, entstanden um 1841, fällt in eine Zeit in der es ein breites Bestreben gab, den Hegelschen Idealismus zu überwinden. Auch dieses Werk stellt stückweit eine Kritik des Hegelschen Geistbegriffs und der auf seiner Basis vollzogenen Idealsynthese der kulturellen Formen, wie Religion, Kunst, Wissenschaft usw. dar. Diese und vor allem die Religion will er wieder als eigenständige Sphäre aus der Geistsynthese lösen und sie als Objektivationen des Menschen dem Menschen zurückgeben. Es geht ihm um realistische Anthropologie statt absoluter Philosophie. Der Mensch wird bei ihm an die Stelle Gottes oder des Geistes gesetzt.
Während Hegel das menschliche Bewusstsein als Ausdruck des sich objektivierenden Geistes verstand, will Feuerbach nun den Menschen an die Basis, ins Zentrum seiner Phil setzten und betrachtet den Geist, bzw. die Götter als Objektivation des menschlichen Wesens.
Hegel habe seine Sinne nicht benutzt und eine sinnlose Phil voller Abstraktionen geschaffen, die dem realen Leben, dem wirklichen Dasein nicht gerecht werde. Feuerbach geht es um die Erfassung der natürlichen Realität mittels der sinnlichen Anschauung. Diese müsse die Grundlage einer vernünftigen, realitätsbezogenen Phil sein, die nach realen Ursachen weltlicher Erscheinungen zu fragen habe. Er will eine empirische Erfassung der Natur betreiben. Eine solche Phil würde die Willkürherrschaft der absoluten Phil über die Fakten des Lebens durch die

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Feuerbach in der Abgrenzung zu Hegel

2. Die Sozialität des Menschen

3. Die Sinnlichkeit des Menschen

4. Feuerbachs allgemeiner Umgang mit Religion

5. Die Verzerrung und Entfremdung in und durch die Religion

6. Der Mensch und sein Gattungswesen

7. Das Arbeitsprinzip des Wesen des Christentums

8. Das „Wesen des Christentums“ allgemein

9. Beispiel aus der christlichen Dogmatik

10. Konklusionen

11. Das wesentlich Individualistische des Christentums

12. Welt- und Leibverneinung und die Weltflucht des Christentums

13. Der Ursprung der Religion, die Kluft zwischen Individuum und Gattung, der Druck des Lebens

14. Der Wandel in Feuerbachs Ansichten

15. Feuerbach und Hegel.

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Ludwig Feuerbachs Werk „Das Wesen des Christentums“ mit dem Ziel, seine anthropologische Religionskritik und die Abkehr vom Hegelschen Idealismus zu analysieren. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwiefern Feuerbach den Menschen als konkretes, sinnliches Wesen in den Mittelpunkt stellt und wie sich dieses Menschenbild im Laufe seiner Theoriebildung durch die Vernachlässigung des Gattungsbegriffs zugunsten einer stärkeren Betonung von Leiblichkeit und Sinnlichkeit wandelt.

  • Feuerbachs kritische Abgrenzung zum Hegelschen Idealismus
  • Die psychologische Dimension der Religion und ihre Rückführung auf den Menschen
  • Sozialität, Sinnlichkeit und das Gattungswesen des Menschen
  • Die Rolle der Entfremdung im religiösen Bewusstsein
  • Kritische Analyse des Wandels in Feuerbachs philosophischer Perspektive

Auszug aus dem Buch

1. Feuerbach in der Abgrenzung zu Hegel

Das hier zu behandelnde Werk Feuerbachs, das Wesen des Christentums, entstanden um 1841, fällt in eine Zeit in der es ein breites Bestreben gab, den Hegelschen Idealismus zu überwinden. Auch dieses Werk stellt stückweit eine Kritik des Hegelschen Geistbegriffs und der auf seiner Basis vollzogenen Idealsynthese der kulturellen Formen, wie Religion, Kunst, Wissenschaft usw. dar. Diese und vor allem die Religion will er wieder als eigenständige Sphäre aus der Geistsynthese lösen und sie als Objektivationen des Menschen dem Menschen zurückgeben. Es geht ihm um realistische Anthropologie statt absoluter Philosophie. Der Mensch wird bei ihm an die Stelle Gottes oder des Geistes gesetzt.

Während Hegel das menschliche Bewusstsein als Ausdruck des sich objektivierenden Geistes verstand, will Feuerbach nun den Menschen an die Basis, ins Zentrum seiner Phil setzten und betrachtet den Geist, bzw. die Götter als Objektivation des menschlichen Wesens.

Hegel habe seine Sinne nicht benutzt und eine sinnlose Phil voller Abstraktionen geschaffen, die dem realen Leben, dem wirklichen Dasein nicht gerecht werde. Feuerbach geht es um die Erfassung der natürlichen Realität mittels der sinnlichen Anschauung. Diese müsse die Grundlage einer vernünftigen, realitätsbezogenen Phil sein, die nach realen Ursachen weltlicher Erscheinungen zu fragen habe. Er will eine empirische Erfassung der Natur betreiben. Eine solche Phil würde die Willkürherrschaft der absoluten Phil über die Fakten des Lebens durch die Zuwendung zum Menschen entlarven und verurteilen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Feuerbach in der Abgrenzung zu Hegel: Diese Einleitung skizziert Feuerbachs Bestreben, den Hegelschen Idealismus durch eine realistische Anthropologie zu ersetzen, die den Menschen statt des Geistes ins Zentrum stellt.

2. Die Sozialität des Menschen: Das Kapitel erläutert, dass das menschliche Wesen erst in der Gemeinschaft und im Gattungsbezug seine Vollkommenheit findet.

3. Die Sinnlichkeit des Menschen: Hier wird dargelegt, wie die Sinnlichkeit für Feuerbach an Bedeutung gewinnt und als notwendige Grundlage für den Zugang zur Realität dient.

4. Feuerbachs allgemeiner Umgang mit Religion: Dieses Kapitel behandelt die Religion als vornehmliches Objekt der Kritik und als psychologische Objektivierung menschlicher Bedürfnisse.

5. Die Verzerrung und Entfremdung in und durch die Religion: Es wird analysiert, wie der Mensch in der Religion sein eigenes Wesen entfremdet und als äußeres, göttliches Gegenüber verehrt.

6. Der Mensch und sein Gattungswesen: Der Text beschreibt Götter als Spiegelbilder menschlicher Gattungseigenschaften und Sehnsüchte.

7. Das Arbeitsprinzip des Wesen des Christentums: Hier wird Feuerbachs Methode erläutert, religiöse Prädikate konsequent zum menschlichen Subjekt zurückzuführen.

8. Das „Wesen des Christentums“ allgemein: Eine Darstellung der genetisch-kritischen Methode als psychologische Diagnose des Christentums.

9. Beispiel aus der christlichen Dogmatik: Die praktische Anwendung der Methode auf christliche Kernpunkte wie die Inkarnation oder Trinität.

10. Konklusionen: Zusammenfassende Betrachtung über das religiöse Gemüt und die Notwendigkeit, Religion durch die Liebe zum Mitmenschen zu überwinden.

11. Das wesentlich Individualistische des Christentums: Kritik an der christlichen Ausrichtung auf individuelle Erlösung als Hindernis für wahre Sozialität.

12. Welt- und Leibverneinung und die Weltflucht des Christentums: Analyse der lebensfeindlichen Konsequenzen christlicher Askese.

13. Der Ursprung der Religion, die Kluft zwischen Individuum und Gattung, der Druck des Lebens: Untersuchung der psychologischen und sozialen Spannungsfelder, die religiöses Denken begünstigen.

14. Der Wandel in Feuerbachs Ansichten: Eine kritische Auseinandersetzung mit der Verschiebung des Schwerpunkts von Gattung/Sozialität hin zur bloßen Natur und Leiblichkeit.

15. Feuerbach und Hegel.: Abschließende Kritik an Feuerbachs Umgang mit der Hegelschen Dialektik und dem damit verbundenen Verlust des historischen Verständnisses.

Schlüsselwörter

Feuerbach, Religionskritik, Anthropologie, Hegel, Gattungswesen, Entfremdung, Sinnlichkeit, Sozialität, Christentum, Dogmatik, Idealismus, Materialismus, Psychologie, Weltflucht, Dialektik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Feuerbachs Religionskritik in seinem Hauptwerk „Das Wesen des Christentums“ und beleuchtet seine philosophische Kehrtwende vom Idealismus Hegels hin zur materialistischen Anthropologie.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Schwerpunkte sind die Kritik am Gottesbegriff, die Bedeutung der menschlichen Gattung und Sinnlichkeit sowie die psychologische Analyse religiöser Entfremdung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Feuerbachs methodische Umkehrung von theologischen Prädikaten in anthropologische Aussagen darzustellen und seine Entwicklung von einem sozialen zu einem eher biologisch orientierten Menschenbild kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit nutzt eine philosophisch-analytische Methode, die sich eng an Feuerbachs eigener genetisch-kritischen Herangehensweise orientiert, um religiöse Dogmen anthropologisch zu dekonstruieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Dekonstruktion christlicher Dogmen, dem Konzept des hybriden Gemüts sowie der kritischen Reflexion über den Wandel von Feuerbachs philosophischen Ansätzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Religionskritik, anthropologische Umkehrung, Gattungswesen, Entfremdung und Sinnlichkeit charakterisieren.

Warum bezeichnet Feuerbach das religiöse Gemüt als "hybrides Gemüt"?

Weil der Mensch in der Religion seine eigenen besten Eigenschaften von sich abspaltet und auf ein fiktives Gegenüber (Gott) projiziert, wodurch er im Diesseits ein "verkehrtes" Bewusstsein entwickelt.

Wie bewertet die Arbeit Feuerbachs Kritik an Hegel?

Die Arbeit sieht Feuerbachs Vorgehen gegenüber Hegel als "Taschenspielertrick" an, der zwar Feuerbachs anthropologische Ambitionen ermöglicht, aber gleichzeitig zum Verlust der dialektischen Tiefe und des historischen Verständnisses führt.

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Details

Titel
Feuerbachs "Wesen des Christentums" und seine Religionskritik
Hochschule
Freie Universität Berlin
Veranstaltung
Schriftliche Abschlussarbeit Magister Nebenfach Phil.
Note
2+
Autor
Simon Knopf (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
18
Katalognummer
V300274
ISBN (eBook)
9783656978596
ISBN (Buch)
9783656978602
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Religionskritik Feuerbach Wesen des Chrsitentums
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Simon Knopf (Autor:in), 2006, Feuerbachs "Wesen des Christentums" und seine Religionskritik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/300274
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