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Ernst Moritz Arndt. Eine sprachliche Untersuchung seiner Texten über eine deutsche Nation

Título: Ernst Moritz Arndt. Eine sprachliche Untersuchung seiner Texten über eine deutsche Nation

Trabajo , 2013 , 26 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Marianne Behrens (Autor)

Didáctica de la asignatura Alemán - Pedagogía, Lingüística
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In der heutigen Zeit gilt Ernst Moritz Arndt als eine stark umstrittene Persönlichkeit. In den sich um Arndt drehenden Diskussionen werden seine Errungenschaften immer wieder seinen antisemitischen und nationalpatriotischen Schriften gegenübergestellt. Ziel dieser Arbeit soll es jedoch nicht sein am Ende diesbezüglich eine Aussage machen zu können oder zu wollen. Vielmehr geht es darum folgenden Fragen nachzugehen:

• Wie konstruiert Arndt sprachlich eine deutsche Nation?
• Welche Darstellungsweisen lassen sich dabei in seinen Texten finden?
• Welche sprachlichen Besonderheiten weisen diese Texte auf?

Hingewiesen werden sollte an dieser Stelle, dass Arndt bereits von einem Deutschland sprach bevor die Reichsgründung sich vollzogen hatte. Um die Auseinandersetzung mit der verwendeten Sprache am Ende der Arbeit gewährleisten zu können, ist es der Sache dienlich, vorab allgemeine Themenbereiche anzuschneiden. Daher wird zur Realisierung dessen der Konstruktivismus kurz behandelt, um auf den Ideenansatz hinzuweisen, dass jedes Weltbild ein auf Konventionen beruhendes Konstrukt einer Gemeinschaft ist.

Diese Gedanken sowie die formulierten Erkenntnisse der Sprachwissenschaft bezüglich Wirklichkeit und Sprache sollen schlussendlich behilflich sein, unter Hinzunahme dieser Punkte die aufgeworfenen Fragestellungen zu bearbeiten.
Des Weiteren ist es unablässig sich mit dem völkisch-nationalen Sprachgebrauch ganz allgemein zu beschäftigen. Dieser Themenkomplex wird sich sowohl zeitlich gesehen vor Arndt orientieren, als auch Definitionen zu den Begriffen „völkisch“ und „Nation“ beinhalten, welche nach Arndt entworfen worden sind. Sie sollen für ein besseres Verständnis behilflich sein. Nachfolgend wird im nächsten Punkt Arndt als politischer Denker und Publizist vorgestellt werden. Hintergrund dafür ist, dass Arndt auf diese Weise besser eingeordnet werden kann zum einen und sich zum anderen eventuell auch ein Stück weit sein eigenes Selbstverständnis offenbart. [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Sprache als Werkzeug

2.1. Konstruktionen sprachlicher Wirklichkeiten

2.2. Sprachwissenschaftliche Betrachtungen zur Sprache und Wirklichkeit

2.3. Entwicklung eines völkisch-nationalen Sprachgebrauchs

3. Ernst Moritz Arndt als politischer Denker und Publizist

4. Die sprachlichen Konstruktionen einer deutschen Nation in Arndts Publikationen

4.1. Darstellungsweisen einer deutschen Nation

4.2. Sprachliche Besonderheiten bei der Darstellung einer deutschen Nation

5. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die sprachlichen Mechanismen und Strategien, mit denen Ernst Moritz Arndt in seinen Schriften das Konzept einer deutschen Nation konstruierte. Ziel ist es aufzuzeigen, wie Arndt durch spezifische Darstellungsweisen und den Rückgriff auf völkisch-nationale Sprachbilder Identität stiftete und eine Abgrenzung zum "Fremden" vollzog.

  • Konstruktivismus als theoretischer Rahmen für Wirklichkeitsbilder
  • Die Funktion der Sprache als identitätsstiftendes Werkzeug
  • Historische Entwicklung des völkisch-nationalen Sprachgebrauchs
  • Analyse von Arndts Publizistik hinsichtlich nationaler Selbstdefinition
  • Darstellung der Dichotomie von "Eigenem" und "Fremdem"

Auszug aus dem Buch

Die Sprache als Werkzeug

Das folgende Kapitel der Arbeit soll darlegen, wie Sprache als Werkzeug fungiert. Dazu befasst sich der erste Unterpunkt mit der Theorie des Konstruktivismus. Dessen sprachpsychologische und philosophische Herangehensweise hat es sich zum Ziel gesetzt, die mittels Sprache realisierten Bilder zu untersuchen bezüglich des Aspekts, wie Individuen Realitäten erzeugen. Da diese konstruierten Wirklichkeiten durch Sprache erzeugt und weiter kommuniziert werden, müssen konsequenterweise sprachwissenschaftliche Betrachtungen zur Sprache selbst und deren Auffassungen zur Gestaltung von Wirklichkeiten betrachtet werden, um die Möglichkeit zu erarbeiten, im weiteren Verlauf dieser Arbeit sprachkritische Beobachtungen vornehmen zu können. Der dritte und letzte Unterpunkt setzt sich mit dem völkisch-nationalen Sprachgebrauch auseinander, seiner historischen Entwicklung und damit, wie politische, wirtschaftliche und soziale Aspekte auf den Sprachgebrauch und das Sprachempfinden einwirkten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt das Forschungsvorhaben dar, die sprachliche Konstruktion der deutschen Nation in den Schriften von Ernst Moritz Arndt unter Einbeziehung konstruktivistischer und sprachwissenschaftlicher Aspekte zu untersuchen.

2. Die Sprache als Werkzeug: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des Konstruktivismus und der Sprachwissenschaft, um zu verstehen, wie soziale Realitäten und Wirklichkeiten durch Sprache geformt werden.

2.1. Konstruktionen sprachlicher Wirklichkeiten: Der Unterpunkt behandelt die philosophischen und psychologischen Ansätze, wie Individuen innerhalb von Gemeinschaften durch Sprache eine subjektive Wirklichkeit konstruieren.

2.2. Sprachwissenschaftliche Betrachtungen zur Sprache und Wirklichkeit: Hier werden Modelle wie das Organon-Modell von Bühler herangezogen, um die Funktionen von Kommunikation und Zeichensetzung zu beleuchten.

2.3. Entwicklung eines völkisch-nationalen Sprachgebrauchs: Das Kapitel widmet sich der historischen Entstehung von Begriffen wie „völkisch“ und „Nation“ sowie der Instrumentalisierung von Sprache für nationale Identitätszwecke.

3. Ernst Moritz Arndt als politischer Denker und Publizist: Dieser Abschnitt ordnet Arndt in den historischen Kontext seiner Zeit ein und beschreibt sein Verständnis von Volksbildung und nationalem Zusammenhalt.

4. Die sprachlichen Konstruktionen einer deutschen Nation in Arndts Publikationen: Hier erfolgt die konkrete Analyse von Arndts Schriften zur deutschen Nation und dessen Abgrenzung gegenüber anderen Nationen.

4.1. Darstellungsweisen einer deutschen Nation: Das Kapitel untersucht Arndts Forderung nach einem Großdeutschland und die rhetorischen Mittel, mit denen er ein nationales Wir-Gefühl zu erzeugen suchte.

4.2. Sprachliche Besonderheiten bei der Darstellung einer deutschen Nation: Dieser Teil analysiert die bildhafte Sprache Arndts, insbesondere die Verwendung von Begriffen wie „Urlicht“ oder die Abwertung fremdsprachlicher Einflüsse als krankhafte Elemente.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, wie Arndts Sprache als identitätsstiftendes und ausgrenzendes Werkzeug fungierte und die deutsche Nation als soziales System konstruierte.

Schlüsselwörter

Ernst Moritz Arndt, Sprachkonstruktion, deutsche Nation, völkisch-nationaler Sprachgebrauch, Konstruktivismus, Identitätsstiftung, Sprachpurismus, Nationalismus, Wirklichkeitserzeugung, politischer Publizist, Wir-Gefühl, Fremd-Eigen-Dichotomie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Schriften von Ernst Moritz Arndt unter sprachwissenschaftlicher Perspektive, um zu untersuchen, wie er das Konzept einer "deutschen Nation" sprachlich konstruiert hat.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Untersuchung behandelt?

Zentrale Themen sind der Konstruktivismus, die Rolle der Sprache als Werkzeug zur Identitätsstiftung, die historische Entwicklung des völkisch-nationalen Sprachgebrauchs und die spezifische Rhetorik in Arndts publizistischen Werken.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Publikation?

Die Arbeit möchte aufzeigen, mit welchen sprachlichen Mitteln und Darstellungsweisen Arndt eine deutsche Nation entwarf und wie er dabei das Verhältnis zwischen Sprache, Volk und nationaler Abgrenzung definierte.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Untersuchung stützt sich auf eine theoretische Fundierung durch den Konstruktivismus (u.a. Watzlawick, Glasersfeld) sowie sprachwissenschaftliche Analysetools, um Arndts Texte dekonstruktiv zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur Sprache als Wirklichkeitskonstrukteur und eine detaillierte inhaltliche Analyse ausgewählter Schriften Arndts zur Identitätsbildung und Abgrenzung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am treffendsten?

Die Arbeit ist charakterisiert durch die Begriffe Sprachnationalismus, Identitätskonstruktion, völkisches Denken, nationale Homogenität und Wirklichkeitskonstruktion.

Wie bewertet Arndt in seinen Texten den Einfluss fremder Sprachen auf das Deutschtum?

Arndt betrachtet fremde Spracheinflüsse, insbesondere den französischen, als destruktiv und bezeichnet sie metaphorisch als krankhafte Elemente, die die "Seele des Volkes" gefährden.

Warum spielt das Konzept des Konstruktivismus eine Rolle für die Analyse der Arndt-Texte?

Das Konzept verdeutlicht, dass Begriffe wie "Nation" keine objektiven Gegebenheiten sind, sondern durch Sprache und soziale Konventionen aktiv erschaffen und als wahr gesetzt werden.

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Detalles

Título
Ernst Moritz Arndt. Eine sprachliche Untersuchung seiner Texten über eine deutsche Nation
Universidad
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Institut für Deutsche Philologie)
Calificación
1,3
Autor
Marianne Behrens (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
26
No. de catálogo
V300303
ISBN (Ebook)
9783656966982
ISBN (Libro)
9783656966999
Idioma
Alemán
Etiqueta
ernst moritz arndt eine untersuchung texten nation
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Marianne Behrens (Autor), 2013, Ernst Moritz Arndt. Eine sprachliche Untersuchung seiner Texten über eine deutsche Nation, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/300303
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