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Der Zusammenhang von motorischer Aktivität und kognitiver Entwicklung

Eine Literaturübersicht

Titre: Der Zusammenhang von motorischer Aktivität und kognitiver Entwicklung

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2015 , 21 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Julian Grasser (Auteur)

Sport - Kinésiologie théorique et Théorie d'entraînement
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Mit der Geburt beginnt bei einem jeden menschlichen Individuum ein lebenslanger Adaptionsprozess an seine Umwelt. Zu diesem Zeitpunkt setzen äußere und innere Entwicklungsprozesse ein, welche in verschiedenen Entwicklungsstadien beschrieben und deren Ergebnisse auch beobachtet werden können. Diese Gesamtentwicklung hin zu einem Individuum prägt sich bei jedem Menschen anders aus. Unterschiede im Ausprägungsgrad und zeitlichem Einsetzen sind vorhanden, die einzelnen Teilbereiche werden jedoch von jedem Menschen durchlaufen. Zu diesen Teilbereichen der Gesamtentwicklung zählen nach Payr (2011) auch die motorische sowie die kognitive Entwicklung. Beide Entwicklungen sind von einer gewissen Komplexität und wechselseitigen Interdependenz gekennzeichnet (Payr, 2011).

In der Wissenschaft wird schon länger ein Zusammenhang zwischen motorischer Aktivität und kognitiver Entwicklung vermutet. Dieser Gedanke wurde bereits im 18. Jahrhundert von den Philantropen um GutsMuths aufgefasst und praktisch umgesetzt. Als Begründer der modernen Form von Leibesübungen verfolgte dieser das Ziel, eine ganzheitliche Entwicklung von Körper und Geist anzustreben (Landessportbund Thüringen e.V., 2009). Im Laufe der Zeit wurde diese Idee immer wieder aufgegriffen und umgesetzt.

Heute gibt es bereits zahlreiche Konzepte, die sich auf den vermuteten Zusammenhang stützen, so z.B. das Konzept ,Bewegte Schule’. Hinter diesem steckt der Grundgedanke, so viel Bewegung wie möglich in den Schulalltag zu integrieren. Dazu gehören nach Thiel, Teubert und Kleindienst-Cachay (2009) beispielsweise Bewegungspausen im Unterricht, sämtliche Formen des , bewegten Lernens’, Sportunterricht oder ,bewegte Pausenhofgestaltung’. Das Konzept wird mittlerweile bereits an vielen Schulen verpflichtend eingeführt und dazu in seinen Inhalten und Begründungsmustern immer wieder verändert und angepasst.

In der modernen Forschungsdiskussion gibt es zu diesem Thema zahlreiche Untersuchungen. Als messbarer Indikator für motorische Entwicklung wird dabei größtenteils eine motorische Aktivität in Form von Bewegung oder Sport zugrunde gelegt, als Indikator für die kognitive Entwicklung eine Beurteilung anhand von Schulleistungen. Jedoch stellt sich der „Forschungsstand zum Zusammenhang zwischen motorischer Aktivität und kognitiver Entwicklung nach wie vor inkonsistent dar“ (Payr, 2011, S. 9). Auch Burrmann und Stucke (2009) kommen zu dem Ergebnis, dass neuere Studien zwar eher positive Zusammenhänge zwischen[...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Motorische Entwicklung

1.2 Kognitive Entwicklung

2 Forschungsstand / Literaturübersicht

3 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den aktuellen Forschungsstand bezüglich des Zusammenhangs zwischen motorischer Aktivität und kognitiver Entwicklung bei Kindern und Jugendlichen. Ziel ist es, zu klären, ob eine wissenschaftlich belegte Korrelation existiert, und die Praxisrelevanz dieser Erkenntnisse für den Schulalltag zu beleuchten.

  • Grundlagen der motorischen und kognitiven Entwicklung
  • Analyse des Forschungsstandes mittels Literaturübersicht
  • Untersuchung von Interventionsstudien zum schulischen Sport
  • Bedeutung der körperlichen Aktivität für Schulleistungen
  • Praktische Implikationen für pädagogische Konzepte wie die „Bewegte Schule“

Auszug aus dem Buch

1.1 Motorische Entwicklung

Der Forschungsbereich der motorischen Entwicklung gehört nach Baur, Bös, Conzelmann und Singer (2009) zu einem der wesentlichen Hauptbestandteile in der Sportwissenschaft. Unter motorischer Entwicklung versteht man nach Willimczik und Singer (2009) den „Sammelbegriff für Veränderungen von Entitäten über einen längeren Zeitraum“ (S. 15), welche sich auf die Begriffe ,Motorik’ und ,Bewegung’ beziehen. In einem ersten Schritt gilt es also zunächst, diese Begriffe voneinander abzugrenzen. So treffen im Zusammenhang von motorischer Entwicklung zwei verschiedene Sichtweisen aufeinander, da man sich „einerseits mit den beobachtbaren Produkten (Bewegungen und Haltungen) sowie andererseits mit dem Gesamtsystem jener körperinternen Prozesse [...], die den (Bewegungs-) Vollzügen zu Grunde liegen“ (Roth & Willimczik, 1999, S. 11) auseinander setzt.

Von Außenansicht spricht man bei Betrachtung oder Beobachtungen von Bewegungen, während die Innenansicht mit der Motorik eher den Entwicklungsverlauf motorischer Fähigkeiten verfolgt (Willimczik & Singer, 2009). Der Begriff der Motorik umfasst die „Gesamtheit aller Steuerungs- und Funktionsprozesse [...], die Haltung und Bewegung zugrunde liegen“ (Payr, 2011, S. 37). Bewegung kann also als sichtbares Ergebnis der zugrunde liegenden nicht sichtbaren Motorik angesehen werden. Innerhalb der Motorik kann zwischen den Konzepten der motorischen Fähigkeiten und motorischen Fertigkeiten differenziert werden (Willimczik & Singer, 2009).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Themenfelder der motorischen und kognitiven Entwicklung ein und erläutert die Bedeutung eines möglichen Zusammenhangs für das pädagogische Umfeld. Zudem werden die methodische Vorgehensweise der Literaturrecherche und der Aufbau der Arbeit dargelegt.

1.1 Motorische Entwicklung: Dieses Unterkapitel definiert den Begriff der motorischen Entwicklung, grenzt Motorik von Bewegung ab und stellt die Klassifikation in konditionelle und koordinative Fähigkeiten sowie motorische Fertigkeiten vor.

1.2 Kognitive Entwicklung: Hier wird der Begriff der Kognition definiert, verschiedene kognitive Fähigkeiten erläutert und das Stufenmodell der kognitiven Entwicklung nach Jean Piaget als theoretischer Rahmen vorgestellt.

2 Forschungsstand / Literaturübersicht: Das Kapitel bietet eine detaillierte Zusammenfassung verschiedener aktueller Forschungsstudien und Meta-Analysen, welche die Auswirkungen motorischer Aktivität auf kognitive Leistungen und Schulerfolge untersuchen.

3 Zusammenfassung und Ausblick: Der abschließende Teil fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen, diskutiert die Heterogenität der Studienlage und gibt Empfehlungen für die schulische Praxis sowie den weiteren Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Motorische Entwicklung, Kognitive Entwicklung, Sportwissenschaft, Schulleistung, Bewegte Schule, Interventionsstudie, Korrelationsstudie, Motorische Fähigkeiten, Motorische Fertigkeiten, Lernfähigkeit, Körperkoordination, Ontogenese, Fitness, Pädagogik, Schulsport.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit widmet sich dem Zusammenhang zwischen motorischer Aktivität und der kognitiven Entwicklung bei Kindern und Jugendlichen sowie der Frage, wie sich dieser auf schulische Leistungen auswirkt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den theoretischen Grundlagen der motorischen und kognitiven Entwicklung sowie der wissenschaftlichen Evidenz aus aktuellen Studien zur Wechselwirkung beider Bereiche.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, einen fundierten Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu geben und zu prüfen, inwieweit motorische Aktivität einen Einfluss auf die kognitive Entwicklung und schulische Leistungen nimmt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine systematische Literaturübersicht (Literature Review) unter Verwendung der Datenbank „Web of Science“ für Publikationen aus dem Zeitraum 2011 bis 2015.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl die theoretischen Grundlagen (Piaget, motorische Fähigkeiten) als auch eine detaillierte Analyse von Korrelations- und Interventionsstudien präsentiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören unter anderem Motorische Entwicklung, Kognitive Entwicklung, Schulleistung, Bewegte Schule und motorische Fähigkeiten.

Welchen Stellenwert nimmt das Konzept der „Bewegten Schule“ ein?

Das Konzept dient als praktisches Anwendungsbeispiel, bei dem Bewegung gezielt in den Unterricht integriert wird, um das Lernklima und die kognitiven Leistungen zu fördern.

Was ist das Hauptergebnis bezüglich der Forschungsstudien?

Die Studienlage ist heterogen, jedoch deuten neuere Untersuchungen darauf hin, dass motorische Aktivität einen positiven und signifikanten Einfluss auf die kognitive Entwicklung haben kann.

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Résumé des informations

Titre
Der Zusammenhang von motorischer Aktivität und kognitiver Entwicklung
Sous-titre
Eine Literaturübersicht
Université
Johannes Gutenberg University Mainz
Note
1,0
Auteur
Julian Grasser (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
21
N° de catalogue
V300304
ISBN (ebook)
9783656975274
ISBN (Livre)
9783656975281
Langue
allemand
mots-clé
zusammenhang aktivität entwicklung eine literaturübersicht
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GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Julian Grasser (Auteur), 2015, Der Zusammenhang von motorischer Aktivität und kognitiver Entwicklung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/300304
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Extrait de  21  pages
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