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Energie mit Strategie. Internationale Abkommen und Projekte zu Russlands Gasvorkommen

Titel: Energie mit Strategie. Internationale Abkommen und Projekte zu Russlands Gasvorkommen

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2010 , 32 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Bettina Kleber (Autor:in)

Politik - Region: Russland
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Energie ist ein integraler Bestandteil unseres Alltags. Erdöl und Erdgas sind unsere entscheidenden Energieträger und stehen daher stets im Mittelpunkt der Energiedebatten. Durch die steigende Nachfrage ist es daher für energiereiche Staaten immer verlockender geworden, Öl und Gas als strategische Druckmittel zu nutzen. Dies gilt auch für Russland.

Aufgrund der weltweit sinkenden Wirtschaftskraft und dem damit verbundenen geringeren Bedarf an Energie, sind in der internationalen Finanz‐ und Wirtschaftskrise jedoch die Energiepreise gefallen.
Anhand dieser Krise wird beschrieben, wie sich ein fallender Ölpreis und eine sinkende Nachfrage auf die russische Wirtschaft auswirken können. Anschließend wird Russlands Verhalten gegenüber internationalen und supranationalen Abkommen aufgezeigt, um die korrelierenden Interessen Russlands als Energieexportland gegenüber den Energieimporteuren der EU aufzuzeigen.

Anhand ausgewählter russischer Erdgasförderungs‐ und Pipelineprojekte wird dargestellt, wie Gazprom seine mittel‐ und langfristigen Handlungsstrategien und Ziele in die Praxis umsetzt. Zudem soll dem Leser zusätzlich zu den Informationen über bestehende Pipelines ein kurzer Einblick in die Energiesicherheitsbestrebungen der EU aufgrund der Gasstreitigkeiten zwischen Russland und den Transitstaaten gewährt werden. Zudem soll geklärt werden, welche Aussichten auf Erfolg diesen zugrunde liegen. Das Hauptaugenmerk wird in dieser Arbeit wird auf den russischen Gashandel gelegt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Russland ein Ressourcenstaat?

2.1 Ressourcenfluch bzw. „Dutch Disease“

2.2 Umgang mit den Einnahmen aus dem Ressourcensektor

2.3 Krisenanfälligkeit bei sinkenden Ölpreisen auf dem Weltmarkt

3. Russland und internationale Abkommen

3.1 Russland und die WTO

3.2 Die Sehnsucht der Europäer nach Reziprozität

3.3 Streitpunkte des Energiecharta-Vertrags

3.4 Zukunftsprojekt Energiechart–lightoder plus?

4. Russlands Gasvorkommen und Projekte

5. Politik mit der Pipeline

5.1 Pipelines und Probleme – Pipelines und Interessen

5.2 Diversifizierungsmaßnahme Nabucco – Marktbeherrschungsmaßnahme South-Stream

5.3 Die North-Stream-Pipeline

6. Resümee

7. Schluss mit Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die strategische Nutzung von Energieressourcen durch Russland als machtpolitisches Instrument im internationalen Gashandel, insbesondere in Bezug auf die Interessen der EU, Transitstaaten und internationale Abkommen sowie die Auswirkungen der Finanzkrise.

  • Analyse der russischen Abhängigkeit von Öl- und Gasexporten und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft.
  • Untersuchung von Russlands Strategien zur Marktbeherrschung und Absatzsicherung durch Pipelineprojekte.
  • Bewertung des russischen Verhaltens gegenüber internationalen Abkommen wie dem Energiecharta-Vertrag.
  • Darstellung der Interessenkonflikte zwischen Energieexporteuren und Importeuren der EU im Kontext der Energiesicherheit.

Auszug aus dem Buch

3.3 Streitpunkte des Energiecharta-Vertrags

Der Energiecharta-Vertrag würde eine solche internationale Verrechtlichung beinhalten, doch Russland hat 1994 den Energiecharta-Vertrag zwar unterzeichnet, jedoch nicht ratifiziert. In dieser Charta haben sich die Unterzeichner auf Ziele und Grundsätze geeinigt. Es sollen offene und effiziente, den Regeln des Marktes unterworfene Energiemärkte geschaffen werden, günstige Rahmenbedingungen für ausländische und private Investitionen etabliert werden, es soll das Prinzip der Nichtdiskriminierung im Bereich Investitionen und Handel angewendet werden, ebenso wie das Prinzip des freien Transits ohne Berücksichtigung von Herkunft, Bestimmungsort oder Eigentumsverhältnisse. Der Leitsatz der nachhaltigen Entwicklung ist ebenfalls in dem Vertragswerk verankert. Der Vertrag selbst ruht auf den vier Säulen des Investitionsschutzes, des Handels, des Transits und der Streitschlichtungsmechanismen. In Artikel 18 des Vertragwerks wird jedoch auch auf die staatliche Souveränität über natürliche Ressourcen eingegangen. Zudem enthält es auch noch ein Zusatzprotokoll zur Energieeffizienz und zu Umweltaspekten. Damit sind in der Energiecharta die Nichtdiskriminierung und die Meistbegünstigungsklausel der WTO in die internationale Energiekooperation integriert worden. Der Vertrag sieht auch einen Konferenzprozess vor, in dem Ergänzungen, Änderungen und Zusatzprotokolle von den Vertragspartnern ausgehandelt werden können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die strategische Bedeutung von Öl und Gas als Druckmittel in der internationalen Politik und führt in die Thematik des russischen Gashandels ein.

2. Russland ein Ressourcenstaat?: Dieses Kapitel analysiert Russlands wirtschaftliche Struktur, die Symptome der „Dutch Disease“ und den staatlichen Umgang mit Einnahmen aus dem Ressourcensektor.

3. Russland und internationale Abkommen: Hier werden Russlands Beitrittsstrategie zur WTO und die Konfliktpunkte bezüglich des Energiecharta-Vertrags vor dem Hintergrund europäischer Interessen untersucht.

4. Russlands Gasvorkommen und Projekte: Das Kapitel beschreibt wichtige russische Förderprojekte und Strategien zur Sicherung und Erschließung neuer Gasvorkommen unter staatlicher Kontrolle.

5. Politik mit der Pipeline: Dieses Kapitel thematisiert die geostrategische Bedeutung von Pipelines und die russische Politik zur Marktbeherrschung durch den Ausbau alternativer Exportwege.

6. Resümee: Das Fazit fasst die zentrale These zusammen, dass Russland seine Energievorräte konsequent und zielstrebig als machtpolitisches Instrument zur Stärkung seiner Position nutzt.

7. Schluss mit Ausblick: Der abschließende Teil reflektiert die Notwendigkeit einer wirtschaftlichen Diversifizierung Russlands und betont die Bedeutung gemeinsamer Lösungen im Energiebereich mit der EU.

Schlüsselwörter

Russland, Gazprom, Erdgas, Energiesicherheit, Pipeline, Energiecharta-Vertrag, WTO, Transitländer, Diversifizierung, Marktbeherrschung, Energiepolitik, Wirtschaftskrise, Ressourcenfluch, Exportstrategie, Nord-Stream

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die russische Energiepolitik und wie Russland seine massiven Öl- und Gasvorräte als strategisches machtpolitisches Instrument auf dem internationalen Parkett einsetzt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Russlands wirtschaftliche Abhängigkeit von Rohstoffen, die Beziehung zu europäischen Energieabnehmern, die Rolle von Gazprom sowie der geopolitische Einfluss von Pipelineprojekten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Russland durch die gezielte Nutzung des Faktors Energie seine politische und wirtschaftliche Stärke international ausbaut und welche Interessenkonflikte sich daraus mit der EU ergeben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive Analyse auf Basis aktueller Wirtschaftsdaten, Fachliteratur und offizieller Berichte, um die russische Energiestrategie methodisch darzulegen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die interne wirtschaftliche Lage Russlands, das Verhältnis zu internationalen Abkommen wie der Energiecharta, die strategische Erschließung von Gasfeldern und die geostrategische Pipelinepolitik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Russland, Gazprom, Energiesicherheit, Diversifizierung, Pipelineprojekte, Marktbeherrschung und geopolitischer Einfluss.

Warum ratifiziert Russland den Energiecharta-Vertrag nicht?

Russland fürchtet, durch die Ratifizierung seine Kontrolle über den Energiesektor und seine Verhandlungsmacht gegenüber Transitländern einzubüßen, da der Vertrag marktkonforme, diskriminierungsfreie Zugänge fordert.

Welche Bedeutung hat das Projekt "North Stream" für die Ukraine?

Durch "North Stream" umgeht Russland die Ukraine als Transitland, was deren ökonomische und politische „Lage-Rente“ verringert und den Druck auf Kiew erhöht, Anteile am eigenen Pipelinenetz abzugeben.

Wie reagiert die EU auf die russische Energiestrategie?

Die EU forcierte als Gegenmaßnahme zur Sicherung der Energieversorgung eigene Projekte wie die Nabucco-Pipeline, um unabhängiger von russischen Transportwegen zu werden.

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Energie mit Strategie. Internationale Abkommen und Projekte zu Russlands Gasvorkommen
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Politikwissenschaft Internationale Beziehungen)
Veranstaltung
Governance (inter)nationalen Öl‐ Gashandels bei Prof. Dr. Paul W. Thurner
Note
1,7
Autor
Bettina Kleber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
32
Katalognummer
V300389
ISBN (eBook)
9783956873003
ISBN (Buch)
9783668003910
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ressourcenstaat Russland WTO Energiecharta Dutch Disease Pipeline South Stream North Stream Nabucco
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bettina Kleber (Autor:in), 2010, Energie mit Strategie. Internationale Abkommen und Projekte zu Russlands Gasvorkommen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/300389
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Leseprobe aus  32  Seiten
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