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Der Unterschied zwischen ritualisierten und nicht ritualisierten Handlungen in der Frühpädagogik

Titel: Der Unterschied zwischen ritualisierten und nicht ritualisierten Handlungen in der Frühpädagogik

Seminararbeit , 2015 , 11 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Jennifer Weyermann (Autor:in)

Pädagogik - Kindergarten, Vorschule, frühkindl. Erziehung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Was sind Rituale? Was macht ein Ritual aus und was unterscheidet gewöhnliche Handlungen von ritualisierten Handlungen? Wodurch werden die konkreten Abläufe von Ritualen bestimmt und ist es möglich, bei der Durchführung etwas falsch zu machen? Gibt es Gründe, die dafür sprechen die Einführung eines Rituals als sinnvoll zu bezeichnen?

Dazu soll im nachfolgenden Text zunächst eine Beobachtung beschrieben werden, die ich in der Mitte meiner ersten Praxisphase in einer Kindertagesstätte gemacht habe. Dabei soll insbesondere deutlich gemacht werden, wie ich mich selbst mit der Wirkung meiner Handlungen und der Einführung von Ritualen auseinandergesetzt habe.
Daran anschließend möchte ich theoretisch den Unterschied zwischen ritualisierten und nicht ritualisierten Handlung näher erläutern.
Im darauffolgenden Textabschnitt soll die Beobachtung im Rahmen einer kritischen Reflexion näher analysiert werden. In der Reflexion möchte ich v.a. auf den Sinn und den eigentlichen Zweck von (meinen) Handlungen näher eingehen.
Abschließend werde ich die am Anfang dieser Arbeit gestellten Fragen noch einmal betrachten und versuchen, diese zu beantworten sowie mit weiteren Ideen zu verknüpfen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Hauptteil

2.1 Beobachtung

2.2 Ritualisierte und nicht ritualisierte Handlungen

2.3 Kritische Reflexion

3 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht das Wesen von Ritualen im Kontext der frühkindlichen Pädagogik und hinterfragt, welche Merkmale eine Handlung zu einem Ritual machen. Ausgehend von einer praktischen Beobachtung in einer Kindertagesstätte wird theoretisch fundiert analysiert, ob alltägliche Abläufe wie Schlafrituale tatsächlich als Rituale im wissenschaftlichen Sinne gelten können.

  • Grundlagen und Definition von Ritualen
  • Abgrenzung von gewöhnlichen und ritualisierten Handlungen
  • Die Rolle des rituellen Engagements
  • Kritische Analyse von Ritualen in Kindertagesstätten
  • Das Konzept der Entritualisierung als pädagogischer Ansatz

Auszug aus dem Buch

2.2 Ritualisierte und nicht ritualisierte Handlungen

Ritualisierte Handlungen unterscheiden sich von gewöhnlichen Handlungen dadurch, dass der Akteur beim Ritual eine bestimmte Einstellung oder Haltung bezüglich der eigenen Handlungen einnimmt, die Humphrey und Laidlaw als rituelles Engagement bezeichnen (vgl. Humphrey; Laidlaw, 2003, S.135).

Das rituelle Engagement umfasst vier wesentliche Merkmale: Ritualisierte Handlungen sind nicht-intentional, vorgeschrieben, elementar und wieder-erkennbar (vgl. ebd. S.135). Im Folgenden soll nur auf die beiden Aspekte „nicht-intentional“ und „vorgeschrieben“ näher eingegangen werden.

Nicht-Intentionalität bedeutet für Humphrey und Laidlaw, dass beim ritualisierten Handeln die Intention des Akteurs nicht konstitutiv für die Handlung selbst ist und nicht die Identität der Handlung bestimmt (vgl. ebd. S. 142). Humphrey und Laidlaw gehen davon aus, dass unsere alltäglichen Handlungen eine intentionale Bedeutung oder einen Handlungssinn haben, welcher konstitutiv für unsere Handlungen ist.

„Intentionale Bedeutung oder Handlungssinn ist das reflexive Selbstverständnis des Akteurs, das Handlungen als solche konstituiert, d.h. das, was der Akteur meinte zu tun, als es getan wurde.“ (Ebd. S. 140)

Für Humphrey und Laidlaw ist beim Ritual nicht die Intention des Akteurs konstitutiv für die Handlung. Die Identität der Handlung ist dadurch gegeben, dass die Handlung bereits ontologisch festgesetzt ist.

Der Teilnehmer oder die Teilnehmerin an einem Ritual findet seine oder ihre Handlungen schon als ausgewählt, konstituiert und bezeichnet vor, denn sie sind den Regeln für die Ausführung des Rituals vorgeschrieben. (Ebd. S.143)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Fragestellung ein, was Rituale ausmacht und welche Unterscheidungen zwischen gewöhnlichen Handlungen und Ritualen existieren.

2 Hauptteil: Der Hauptteil gliedert sich in die Beschreibung einer konkreten Beobachtung, die theoretische Definition ritualisierter Handlungen durch Humphrey und Laidlaw sowie deren kritische Reflexion im praktischen Kontext.

3 Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die theoretischen Erkenntnisse zusammen, diskutiert den Nutzen von Ritualen für die Gruppenidentität und beleuchtet das Prinzip der Entritualisierung als Alternative.

Schlüsselwörter

Rituale, Pädagogik der Kindheit, rituelles Engagement, Nicht-Intentionalität, Kindertagesstätte, Schlafrituale, Handlungssinn, Entritualisierung, Sozialisation, Kleinkinderziehung, Gruppenidentität, pädagogische Fachkräfte, Alltag, Partizipation, Handlungsabläufe

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen und praktischen Analyse von Ritualen im pädagogischen Alltag von Kindertagesstätten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Definition von Ritualen, die Unterscheidung zwischen absichtsvollen Handlungen und rituellen Handlungen sowie die Bewertung von Ritualen für die kindliche Entwicklung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, basierend auf einer eigenen Beobachtung im Praktikum zu klären, unter welchen Bedingungen Handlungen als Rituale bezeichnet werden können und wie diese pädagogisch zu bewerten sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Kombination aus teilnehmender Beobachtung in der Praxisphase und einer theoretischen Analyse basierend auf fachspezifischer Literatur, insbesondere von Humphrey und Laidlaw.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beschreibt eine spezifische Situation während der Mittagsruhe in einer Kita, erläutert die Theorie des "rituellen Engagements" und reflektiert das eigene Handeln der Autorin anhand dieser Theorie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Rituale, rituelles Engagement, Entritualisierung, pädagogische Praxis, Handlungssinn und kindliche Orientierung.

Warum kommt die Autorin zu dem Schluss, dass ihr Singen kein Ritual war?

Da die Autorin intuitiv handelte, eigene Ziele verfolgte und zu keinem Zeitpunkt eine rituelle, von Regeln geleitete Einstellung einnahm, erfüllte ihr Verhalten nicht die Kriterien eines Rituals.

Was bedeutet das Prinzip der "Entritualisierung" nach Marianne Krug?

Es beschreibt einen pädagogischen Ansatz, bei dem Fachkräfte ihre Handlungsweisen kritisch hinterfragen, um starr gewordene Strukturen aufzubrechen und eine stärkere Orientierung an der Lebenswirklichkeit der Kinder zu ermöglichen.

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Details

Titel
Der Unterschied zwischen ritualisierten und nicht ritualisierten Handlungen in der Frühpädagogik
Hochschule
Technische Hochschule Köln, ehem. Fachhochschule Köln
Note
1,0
Autor
Jennifer Weyermann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
11
Katalognummer
V300675
ISBN (eBook)
9783656968306
ISBN (Buch)
9783656968313
Sprache
Deutsch
Schlagworte
unterschied handlungen frühpädagogik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jennifer Weyermann (Autor:in), 2015, Der Unterschied zwischen ritualisierten und nicht ritualisierten Handlungen in der Frühpädagogik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/300675
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Leseprobe aus  11  Seiten
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