Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Pédagogie - Pédagogie des médias

Fremdheit im Eigenen und der Film als Medium der Fremderfahrung. Filmanalyse zu „Die Frau die singt – Incendies“

Titre: Fremdheit im Eigenen und der Film als Medium der Fremderfahrung. Filmanalyse zu „Die Frau die singt – Incendies“

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2015 , 22 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Liza Springub (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie des médias
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Der Film „Die Frau die singt – Incendies“ zeigt auf einer sehr eindringlichen, dabei aber nicht greifbaren Weise das Fremde. Der Zuschauer versucht diesen Film zu verstehen, die kriegerischen Konflikte und die unbekannten Familienverhältnisse einzuordnen.

Doch diese Suche nach einem Sinn läuft ins Leere und findet sich im Antworten selbst wieder. Der Film versucht nicht, andere Verhältnisse darzustellen, sondern zeigt die radikale Fremdheit, ohne dass diese dabei verloren geht. Im Folgenden wird zunächst erläutert, worin die Schwierigkeit besteht, das Fremde im Film zu zeigen. Dabei wird es um die Fremderfahrung an sich und um den Film als Medium der Fremderfahrung gehen.

Anschließend werden diese theoretischen Grundlagen auf den Film „Die Frau die singt – Incendies“ übertragen. Nach einer kurzen Einführung samt Inhaltsangabe wird der Film analysiert. Zunächst wird die Fremdheit im Eigenen erläutert und soziologische Theorien zur Grundlage der Analyse angewandt. Im Besonderen werden dann die Brände und der Frieden im Film, in ihrer symbolischen und tatsächlichen Bedeutung, analysiert. Abschließend werden die Ergebnisse zusammengefasst und rückblickend bewertet

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Fremdheit im Film

2.1) Das Phänomen der Fremderfahrung

2.2) Der Film als Medium der Fremderfahrung

3) Der Film „Die Frau die singt“

3.1) Inhalt

3.2) Analyse: Fremdheit im Eigenen

3.2.1) Brände

3.2.2) Frieden

4) Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Film „Die Frau die singt – Incendies“ unter dem Fokus der Fremderfahrung. Ziel ist es aufzuzeigen, wie das Medium Film das „Fremde“ nicht durch rationale Einordnung, sondern durch eine sinnliche Ebene erfahrbar macht, wobei die paradoxe Natur von Fremdheit im Kontext familiärer und gesellschaftlicher Strukturen beleuchtet wird.

  • Phänomenologie der Fremderfahrung
  • Film als Medium zur Vermittlung von Fremdheit
  • Analyse symbolischer Strukturen und Zeichen im Film
  • Interaktion von Identität, sozialen Rollen und Bürgerkriegskontexten

Auszug aus dem Buch

3.2) Analyse: Fremdheit im Eigenen

Wie schon beschrieben enthält der Film viele Zeichen und Symbole und spielt sich deshalb weniger auf einer kognitiven, sondern vielmehr auf einer sinnlichen Ebene ab. Gerade zu der Fremderfahrung erhält der Zuschauer so viel besser Zugang, als auf einer begrifflichen Ebene. Auch der Ton und die Musik spielen hierbei eine Rolle. Der Film beginnt mit einem Blick auf eine Felsenlandschaft und sanft im Wind wehenden Palmen. Die Kamera bleibt zunächst still und außer dem Gesang von Zikaden ist nichts zu hören. Dieser Gesang ist typisch für südliche Länder, erinnert an Hitze und Sommer. Auch Jeanne bewertet ihn in einer späteren Szene positiv (00:55, Jeanne in Der Om). Aber der Zikadengesang kann nicht nur friedlich, sondern auch nervend und belästigend wahrgenommen werden. Der Zuschauer wartet darauf, dass etwas passiert, als die Kamera endlich schwenkt. Es wurde aus dem Fenster eines Hauses gefilmt, in dessen Inneres nun langsam geblickt wird. Dabei wird Musik eingespielt, die leise und langsam ist und immer lauter wird. In dieser Szene befinden sich viele Jungen in einem Raum, der von Männern mit Gewehren bewacht wird.

Die Jungen sind barfuß, tragen schmutzige Kleidung und sind teilweise verletzt. Die Männer rasieren den Jungen die Köpfe (00:02). Zunächst herrscht eine melancholische Stimmung, die Enttäuschung und Hilflosigkeit in sich trägt. Doch als ein Junge an der Reihe ist, der eine Tätowierung an der rechten Ferse trägt und somit leicht wieder zu erkennen ist, schlägt die Stimmung um. In den Augen dieses Jungen ist Nichts. Sein leerer Blick verrät dem erwartungsvollen Zuschauer keine tiefe Trauer, keine Wut, keine Angst und keine Hoffnung. Aber das Lied „You and whose army?“ von Radiohead, das an dieser Stelle lauter und schneller wird, spricht für eine Art Verachtung, Kampfgeist und Widerstand.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Die Einleitung führt in die filmische Thematisierung radikaler Fremdheit ein und umreißt die methodische Herangehensweise über soziologische und phänomenologische Perspektiven.

2) Fremdheit im Film: Dieses Kapitel erörtert theoretische Grundlagen der Fremderfahrung sowie die Rolle des Films als Medium, das Unsicherheit und Begegnung statt einfacher Wissensvermittlung ermöglicht.

3) Der Film „Die Frau die singt“: Der Abschnitt bietet einen Überblick über den Filmkontext, die Handlung sowie eine tiefgehende Analyse der symbolischen Ebene, speziell bezogen auf das Phänomen der „Fremdheit im Eigenen“.

4) Schluss: Das Fazit fasst zusammen, dass der Film erfolgreich Unerträgliches durch eine sinnliche Ebene zugänglich macht, ohne den Anspruch der vollständigen logischen Auflösung zu erheben.

Schlüsselwörter

Fremdheit, Fremderfahrung, Film, Phänomenologie, Identität, Soziale Rollen, Symbolik, Incendies, Denis Villeneuve, Bürgerkrieg, Narrative Struktur, Sinnlichkeit, Verstehen, Paradoxie, Filmpsychologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Film „Die Frau die singt“ und analysiert, wie dieser das Konzept der „Fremdheit im Eigenen“ auf einer sinnlichen und symbolischen Ebene erfahrbar macht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die phänomenologische Fremderfahrung, die Wirkung von filmischen Zeichen und Symbolen sowie die Auseinandersetzung mit Identitätskrisen vor dem Hintergrund gewaltsamer gesellschaftlicher Konflikte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, dass der Film den Zuschauer gezielt verunsichert, um eine authentische Begegnung mit dem Fremden zu ermöglichen, statt ihn lediglich kognitiv zu informieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein phänomenologisch-interpretativer Ansatz gewählt, der soziologische Rollentheorien mit einer film- und medienpädagogischen Analyse verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine inhaltliche Einführung und eine detaillierte Analyse der symbolischen Aspekte, insbesondere durch die Untersuchung der Leitmotive „Brände“ und „Frieden“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Fremdheit, Identität, Rollenkonflikt, symbolische Narration und Sinnlichkeit charakterisieren.

Welche Rolle spielt die Mathematik im Film laut der Autorin?

Die Autorin verdeutlicht, dass mathematische Gleichungen (wie „1+1=1“) im Film als Metaphern für die Unmöglichkeit dienen, komplexe und widersprüchliche menschliche Identitäten in einfachen, logischen Systemen abzubilden.

Warum ist das Lied „Nami, Nami Ya Seghirreh“ im Film von zentraler Bedeutung?

Das Schlaflied symbolisiert für die Protagonistin Nawal Geborgenheit und mütterliche Fürsorge und fungiert als Ausdrucksmittel ihrer seelischen Verfassung in einer extrem feindseligen Umgebung.

Fin de l'extrait de 22 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Fremdheit im Eigenen und der Film als Medium der Fremderfahrung. Filmanalyse zu „Die Frau die singt – Incendies“
Université
University of Hamburg  (Fakultät für Erziehungswissenschaften)
Cours
Heterogenität, Medien, Bildungsinstitutionen: Heterogenität und Fremderfahrung
Note
1,0
Auteur
Liza Springub (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
22
N° de catalogue
V300700
ISBN (ebook)
9783656968641
ISBN (Livre)
9783656968658
Langue
allemand
mots-clé
Filmanalyse Fremdheit Fremderfahrung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Liza Springub (Auteur), 2015, Fremdheit im Eigenen und der Film als Medium der Fremderfahrung. Filmanalyse zu „Die Frau die singt – Incendies“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/300700
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  22  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint