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McWissenschaft. Die Planung einer Konferenz als wissenschaftliche Übertragung der Rationalisierung der McDonaldisierung

Title: McWissenschaft. Die Planung einer Konferenz als wissenschaftliche Übertragung der Rationalisierung der McDonaldisierung

Term Paper (Advanced seminar) , 2014 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Stephanie Kroll (Author)

Sociology - Consumption and Advertising
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Sucht man nach einem Symbol für die Wirtschaftskraft der Amerikaner, wird man unweigerlich auf das Logo von McDonalds stoßen, welches für enorme Entwicklung des Westens und das Konsumverhalten vieler Menschen steht. McDonalds ist nicht nur ein Restaurant, in welchem man essen und trinken kann, es ist vielmehr eine Ikone, gar schon ein Lebensstil, ohne den viele Menschen auf der Welt nicht mehr auskommen könnten (vgl. Ritzer 2006: 21).

Gleichzeitig ist es ein Paradebeispiel für eine enorme Standardisierung, Effizienz- und Profitsteigerung und Entmenschlichung. Denn was ein Fast-Food-Restaurant als ein Vorreiter der sogenannten gesellschaftlichen McDonaldisierung erreicht hat, wurde bisher noch in keiner Weise geschaffen. McDonalds ist ein Unternehmen, ein kulturelles Produkt, welches es geschafft hat, mit seiner Organisationsform und seinen Rationalisierungsprozessen in alle Lebensbereiche nicht nur in Amerika, sondern in vielen Teilen der Welt, einzugreifen (vgl. Ritzer 1996: 291).

Die McDonaldisierung als ein kultureller Entwicklungsprozess kann aus der modernen Sicht gesehen werden als eine externe Macht, welche die Kontrolle über das Leben der Konsumenten übernimmt, nicht nur in Bezug auf den Verbrauch von Konsumgütern. Ebenso breitet sich diese Kontrolle in institutionalisierten Systemen aus, in der Schulbildung, dem Rechtssystem, der Politik, sogar in Krankenhäusern und vor allem im Alltagsleben der Bürger (vgl. Ritzer 2000: 17).

Im Fokus dieser Analyse soll die Frage stehen, inwieweit sich die McDonaldisierung innerhalb der wissenschaftlichen Disziplin ausgebreitet hat. Ritzer ist der Ansicht, dass die Wissenschaft von den Prozessen der Rationalisierung nicht unangetastet geblieben ist. Diese Arbeit beschäftigt sich aus diesem Grund mit der Frage, ob sich die Dimensionen der McDonaldisierung (Effizienz, Berechenbarkeit, Vorhersagbarkeit, Kontrolle, Irrationalität des Rationalen) wiederfinden lassen. Als Untersuchungsgegenstand dient hierbei nicht einfach eine wissenschaftliche Arbeit oder ein Forschungsantrag, sondern eine wissenschaftliche Tagung. In diesem Jahr findet in Bonn eine Konferenz zur Konsumforschung statt, deren Organisation auf die Dimensionen der Rationalisierung untersucht werden soll.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Historischer Hintergrund – rationalisierte Systeme

3 McDonaldisierung und ihre Dimensionen

3.1 Effizienz

3.2 Berechenbarkeit

3.3 Vorhersagbarkeit

3.4 Kontrolle durch nichtmenschliche Technologie

3.5 Irrationalität des Rationalen

4 McWissenschaft: Die wissenschaftliche Tagung

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die Theorie der McDonaldisierung nach George Ritzer auf den wissenschaftlichen Betrieb, speziell auf die Organisation wissenschaftlicher Tagungen, übertragbar ist. Dabei wird analysiert, ob sich die fünf zentralen Dimensionen der Rationalisierung in der Planung und Durchführung solcher Konferenzen wiederfinden lassen.

  • Grundlagen der McDonaldisierung und historischer Kontext (Weber, Taylor, Ford).
  • Die fünf Dimensionen: Effizienz, Berechenbarkeit, Vorhersagbarkeit, Kontrolle und Irrationalität des Rationalen.
  • Analyse der rationalisierten Strukturen im Bildungswesen und im Alltag.
  • Fallbeispiel: Untersuchung einer internationalen Konsumforschungstagung in Bonn.
  • Kritische Reflexion über Entmenschlichung und den Verlust des „Zauberhaften“ im wissenschaftlichen Kontext.

Auszug aus dem Buch

McWissenschaft: Die wissenschaftliche Tagung

George Ritzer ist der Ansicht, dass McDonaldisierte Systeme in nahezu allen Lebensbereichen vorzufinden sind und diese systematisch rationalisieren. Die Aufgabe in diesem Kapitel wird es sein zu überprüfen, ob sich die fünf Dimensionen innerhalb der wissenschaftlichen Disziplin wiederfinden lassen. Hierfür wird als Beispiel eine wissenschaftliche Tagung herangezogen – die internationale Konferenz für Konsumforschung, welche vom 29.09.2014 bis 30.09.2014 in Bonn abgehalten wird.

Es stellt sich die Frage: Lassen sich die Dimensionen der Rationalisierung innerhalb wissenschaftlicher Forschung – genauer: wissenschaftlicher Tagungen finden? Wo sind Tagungen effizient, berechenbar, kontrolliert und vorhersagbar? Findet eine Entmenschlichung statt?

Konferenzen sind in der Regel fest organisiert und folgen einem bestimmten Schema. Vor der Tagung gibt es feste Zeiten für die Anmeldung und Registrierung, eine Anmeldegebühr fällt ebenfalls an. Wissenschaftler die einen Vortrag, einen Workshop, ein Poster oder Ähnliches vorstellen und leiten möchten müssen ein Abstract (in der Regel 2 Seiten) einreichen, dieses wird begutachtet und in die Vortragsliste aufgenommen oder abgelehnt. An dieser Stelle lässt sich ein deutlicher Kontrollmechanismus erkennen, der gekennzeichnet ist von Vorschriften, Regeln und Terminen die eingehalten werden müssen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Konzept der McDonaldisierung ein und stellt die Forschungsfrage zur Übertragbarkeit dieser Rationalisierungsprozesse auf den wissenschaftlichen Tagungsbetrieb.

2 Historischer Hintergrund – rationalisierte Systeme: Dieses Kapitel erläutert die soziologischen Grundlagen rationalisierter Organisationsformen bei Max Weber, Taylor und Ford als Basis der McDonaldisierung.

3 McDonaldisierung und ihre Dimensionen: Hier werden die fünf zentralen Dimensionen (Effizienz, Berechenbarkeit, Vorhersagbarkeit, Kontrolle, Irrationalität) detailliert definiert und anhand von Alltagsbeispielen erläutert.

4 McWissenschaft: Die wissenschaftliche Tagung: In diesem Kapitel wird die Theorie der McDonaldisierung anhand einer konkreten internationalen Konferenz auf den wissenschaftlichen Bereich angewendet.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass auch wissenschaftliche Konferenzen zunehmend von rationalen, standardisierten und kontrollierten Abläufen geprägt sind.

Schlüsselwörter

McDonaldisierung, George Ritzer, Rationalisierung, Effizienz, Berechenbarkeit, Vorhersagbarkeit, Kontrolle, Irrationalität des Rationalen, Wissenschaftssoziologie, Tagungsorganisation, Standardisierung, Bürokratisierung, Entmenschlichung, Konsumforschung, wissenschaftlicher Betrieb.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert, inwieweit die soziologische Theorie der „McDonaldisierung“ nach George Ritzer auf den modernen Wissenschaftsbetrieb, insbesondere auf die Organisation von Fachkonferenzen, anwendbar ist.

Was sind die fünf Dimensionen der McDonaldisierung?

Die Dimensionen sind Effizienz, Berechenbarkeit, Vorhersagbarkeit, Kontrolle durch nicht-menschliche Technologien sowie die daraus resultierende Irrationalität des Rationalen.

Was ist das zentrale Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu belegen, dass auch wissenschaftliche Tagungen als „rationale Systeme“ fungieren, die den Prinzipien der Standardisierung und Effizienz unterworfen sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Analyse angewandt?

Die Autorin nutzt eine theoretische Einbettung in die klassische Soziologie (Weber) und moderne Konsumsoziologie (Ritzer), um diese auf ein konkretes Fallbeispiel (eine Konsumforschungskonferenz) anzuwenden.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Rationalisierung und die praktische Untersuchung der Tagungsorganisation, inklusive Registrierungsprozessen und Zeitplanung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Publikation?

Wichtige Begriffe sind McDonaldisierung, Entmenschlichung, Rationalisierung, wissenschaftliche Tagung und Standardisierung.

Warum wird die Wissenschaft von der Autorin als „McWissenschaft“ bezeichnet?

Der Begriff dient als Metapher für eine Wissenschaftskultur, die zunehmend nach Kriterien wie Effizienz, Zeitersparnis und Standardisierung agiert, ähnlich wie es bei Fast-Food-Ketten der Fall ist.

Welche Rolle spielt die „Irrationalität des Rationalen“ bei der Tagungsorganisation?

Sie zeigt sich in der Überfüllung von Veranstaltungsräumen oder mangelndem Catering-Service, da das starre, effiziente System keine Rücksicht auf individuelle Bedürfnisse der Teilnehmer nimmt.

Wie werden Teilnehmer bei Konferenzen durch das System kontrolliert?

Kontrolle erfolgt durch strikte Zeitpläne, verbindliche Voranmeldungen für Workshops und die Einschränkung der individuellen Entscheidungsfreiheit bei der Konferenzplanung.

Was ist das abschließende Fazit der Autorin?

Das Fazit stellt fest, dass wissenschaftliche Tagungen tatsächlich strengen rationalen Vorschriften folgen, was einerseits für den Betrieb effizient ist, andererseits aber zu einer Entzauberung und Entmenschlichung des wissenschaftlichen Austauschs führt.

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Details

Title
McWissenschaft. Die Planung einer Konferenz als wissenschaftliche Übertragung der Rationalisierung der McDonaldisierung
College
University of Hamburg  (Institut für Soziologie)
Course
Konsumsoziologie
Grade
1,3
Author
Stephanie Kroll (Author)
Publication Year
2014
Pages
18
Catalog Number
V300760
ISBN (eBook)
9783656968726
ISBN (Book)
9783656968733
Language
German
Tags
McDonaldisierung; Wissenschaft; Konferenzplanung; Effizienz; Kontrolle; Berechenbarkeit; Vorhersagbarkeit; Entwicklungsprozess;
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stephanie Kroll (Author), 2014, McWissenschaft. Die Planung einer Konferenz als wissenschaftliche Übertragung der Rationalisierung der McDonaldisierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/300760
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