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Eine kritische Betrachtung der utilitaristischen Moraltheorie und des Glücksprinzips von John Stuart Mill

Titre: Eine kritische Betrachtung der utilitaristischen Moraltheorie und des Glücksprinzips von John Stuart Mill

Dossier / Travail , 2012 , 18 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Jana Schmidt (Auteur)

Philosophie - Divers
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John Stuart Mill war ein bedeutender Vertreter des Utilitarismus. In seinem Werk "Der Utilitarismus" erläutert er seine Auffassung der utilitaristischen Moraltheorie, verteidigt sie gegenüber Kritikern und versucht ihren Beweis darzustellen. In dieser Arbeit möchte ich Bezug auf sein zweites Kapitel "Was heißt Utilitarismus?" nehmen.

Der Utilitarismus hat die Nutzenmaximierung zum Ziel. Mill ist nicht Neubegründer dieser philosophischen Richtung. Er folgt damit seinem direkten Vorreiter Bentham. Er verteidigt die utilitaristische Grundidee gegenüber Einwänden und entwirft neue Aspekte, die bedeutsam für die heutige Auffassung der
utilitaristischen Moraltheorie sind. Mill stellt im zweiten Kapitel von "Der Utilitarismus" seine Moraltheorie dar und bezieht Stellung zu bereits voran gegangener Kritik. Die Moraltheorie und ihr auf Glück basierendes Prinzip sind eng miteinander verknüpft und die Abgrenzung daher nicht immer deutlich zu ziehen. Jedoch halte ich diese Abgrenzung für wichtig, da beide in ihrer Funktion unterschiedlich zu bewerten sind.

Um den Inhalt Mills utilitaristischer Theorie zu verdeutlichen, möchte ich demnach zunächst das Glücksprinzip versuchen darzustellen, das den Kern seiner Moraltheorie bildet um anschließend mit einer Darstellung der Moraltheorie fortzufahren. Während dieser Darstellungen möchte ich problematische Stellen bereits kritisch betrachten, da sie Probleme aufwerfen und Fragen hinterlassen. Im den Kapiteln 3 und 4 möchte ich spezielle Punkte aufgreifen, die im Rahmen dieser Arbeit noch einmal ausführlicher behandelt werden sollen. Diese Kritikpunkte drehen sich zunächst um das Erreichen der Nutzenmaximierung, bei der Probleme der Klassifizierung des Glücks und ihrer Umsetzung deutlich werden. Mill stellt mit seiner Moral hohe Ansprüche an die Menschen, von denen vor allem die Bewertung der Art des Glücks und der Anspruch einer unparteiischen Bewertung behandelt werden. Diese im Glücksprinzip auftretenden Probleme stehen im Zusammenhang mit der Frage nach der Integrität der Individuen, was im Anschluss diskutiert wird.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was heißt Utilitarismus?

2.1. Das Glücksprinzip

2.2. Das Moralprinzip

3. Einwände gegen die Glückstheorie - Das Überforderungsproblem

3.1. Mills Ansprüche an die Menschen

3.2. Die Unparteilichkeit als Problem

4. Einwand gegen Mills Moralsprinzip - Die Integrität der Individuen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der utilitaristischen Moraltheorie von John Stuart Mill auseinander, wobei der Fokus insbesondere auf dem zweiten Kapitel seines Werkes "Der Utilitarismus" liegt. Ziel ist es, die theoretischen Grundpfeiler wie das Glücksprinzip zu erläutern und diese anhand zentraler Kritikpunkte, insbesondere des Überforderungsproblems und der Frage der individuellen Integrität, auf ihre praktische Umsetzbarkeit und Kohärenz hin zu hinterfragen.

  • Grundlagen des Utilitarismus nach John Stuart Mill
  • Die Differenzierung zwischen qualitativen und quantitativen Freuden
  • Analyse des Überforderungsproblems und der Forderung nach Unparteilichkeit
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Integrität des Individuums
  • Reflexion der praktischen Umsetzbarkeit utilitaristischer Moralprinzipien

Auszug aus dem Buch

4. Einwand gegen Mills Moralsprinzip - Die Integrität der Individuen

Mill steht unter anderem dafür in der Kritik, dass die Menschen, zumindest in manchen Situationen, sollten sie seinem Utilitarismus folgen, ihre Integrität verlieren würden. Diese Situationen entstehen dann, wenn die Pläne des Einzelnen mit denen des Utilitarismus in Konflikt geraten. Am folgenden Beispiel von Roger Crisp möchte ich versuchen diese Kritik etwas näher zu beleuchten:

"Jim, a botanist travelling in South America, comes upon a public execution in a small town. A military captain has lined up twenty Indians. He explains to Jim that they have been chosen at random from the local population, which has recently been protesting against the government. The captain offers Jim a guest's privilege. If Jim wishes, he can select one of the Indians and shoot him; the other nineteen will then go free. Otherwise, the execution by the captain's henchman, Pedro, will go ahead as planned."

Offensichtlich stehen Jim hier zwei Handlungsmöglichkeiten zur Auswahl. Erstens kann Jim einen Mann töten, zweitens kann er nicht handeln und als Konsequenz werden 20 Männer getötet, wobei nur die erste Möglichkeit beinhaltet, dass Jim aktiv zum Resultat der Situation beiträgt. Aus utilitaristischer Sicht wäre die Exekution der 20 unschuldigen Männer die schlechtere Wahl. Sie würde auf den ersten Blick mehr Leid in die Welt bringen. Für einen Utilitaristen bedeute dies, dass: "wenn ich weiß, daß, falls ich x tue, E1 eintreten wird und daß, wenn ich es unterlasse, x zu tun, E2 eintreten wird und daß E2 schlechter ist als E1, bin ich verantwortlich für E2, wenn ich es freiwillig unterlasse, x zu tun."

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Werk von John Stuart Mill ein, umreißt die Zielsetzung der kritischen Untersuchung des zweiten Kapitels und benennt die methodische Herangehensweise.

2. Was heißt Utilitarismus?: Dieses Kapitel erläutert die Grundbegriffe von Mills Utilitarismus, insbesondere das Glücksprinzip und das Moralprinzip sowie die Unterscheidung zwischen verschiedenen Arten von Freuden.

3. Einwände gegen die Glückstheorie - Das Überforderungsproblem: Hier werden kritische Aspekte beleuchtet, wie die hohen Ansprüche an den Menschen und die Problematik der unparteilichen Bewertung, die zu einer Überforderung des Individuums führen können.

4. Einwand gegen Mills Moralsprinzip - Die Integrität der Individuen: Dieses Kapitel diskutiert anhand des Beispiels von Roger Crisp den Konflikt zwischen utilitaristischer Handlungspflicht und der Wahrung der persönlichen Integrität.

5. Fazit: Das Fazit fasst die kritischen Ergebnisse zusammen und bewertet die Umsetzbarkeit von Mills Theorie sowie dessen bleibende Bedeutung trotz der aufgezeigten Schwachstellen.

Schlüsselwörter

Utilitarismus, John Stuart Mill, Glücksprinzip, Moralprinzip, Nutzenmaximierung, Überforderungsproblem, Unparteilichkeit, Integrität, Handlungsregel, Handlungsmotiv, höhere Freuden, Glück, Ethik, Philosophie, Selbstaufopferung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert kritisch das zweite Kapitel von John Stuart Mills Werk "Der Utilitarismus" und untersucht die theoretischen Grundlagen sowie deren praktische Konsequenzen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das utilitaristische Glücks- und Moralprinzip, die Forderung nach Unparteilichkeit, das Überforderungsproblem sowie der Schutz der individuellen Integrität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die utilitaristische Moraltheorie hinsichtlich ihrer Kohärenz und praktischen Umsetzbarkeit zu prüfen und die daraus resultierenden moralischen Spannungsfelder aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine philosophische Textanalyse, bei der zentrale Aussagen Mills direkt mit kritischen Einwänden, beispielsweise von Roger Crisp, konfrontiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Grundlagen (Glücksprinzip, Moralprinzip) und die detaillierte Auseinandersetzung mit den Kritikpunkten Überforderung und Verletzung der Integrität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Utilitarismus, Nutzenmaximierung, Integrität, Glücksprinzip und Moraltheorie charakterisieren.

Wie unterscheidet Mill zwischen verschiedenen Arten von Glück?

Mill differenziert zwischen quantitativen und qualitativen Freuden, wobei er den "höheren" geistigen Freuden einen Vorzug einräumt.

Welche Rolle spielt die Integrität im utilitaristischen Kontext?

Die Arbeit argumentiert, dass der Utilitarismus das Individuum vor existenzielle Konflikte stellt, bei denen das Streben nach dem Gesamtglück zu einem Verlust der eigenen moralischen Integrität führen kann.

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Titre
Eine kritische Betrachtung der utilitaristischen Moraltheorie und des Glücksprinzips von John Stuart Mill
Université
University of Kassel  (Philosophie)
Cours
Moraltheorien
Note
1,3
Auteur
Jana Schmidt (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
18
N° de catalogue
V300768
ISBN (ebook)
9783656970644
ISBN (Livre)
9783656970651
Langue
allemand
mots-clé
Utilitarismus Moral Mill Nützlichkeitsprinzip Glück
Sécurité des produits
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Citation du texte
Jana Schmidt (Auteur), 2012, Eine kritische Betrachtung der utilitaristischen Moraltheorie und des Glücksprinzips von John Stuart Mill, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/300768
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Extrait de  18  pages
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