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Qualität betrieblicher Gesundheitsförderung der Krankenkassen in Deutschland. Eine Analyse ausgewählter "Best Practice Projekte"

Titre: Qualität betrieblicher Gesundheitsförderung der Krankenkassen in Deutschland. Eine Analyse ausgewählter "Best Practice Projekte"

Travail d'étude , 2015 , 32 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Tobias Munko (Auteur)

Santé - Divers
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Résumé Extrait Résumé des informations

Eine Änderung des Arbeitsschutzgesetzes durch das BUK-Neuorganisationsgesetz hat bereits 2013 dazu geführt, dass der Fokus explizit mit auf die „psychische Gesundheit“ (§ 4 ArbSchG) gelegt wird sowie „psychische Belastungen bei der Arbeit“ (§ 5 ArbSchG) mit in die Beurteilung von Arbeitsbedingungen einzuschließen sind (BUK-NOG, 2013).

Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) scheint daher zunehmend für Unternehmen der Bundesrepublik Deutschland an Bedeutung zu gewinnen. Dies geschieht nicht zuletzt aus gesetzlichem Zwang heraus, sondern auch aus anderen Motivationen wie z. B. dem Erhalt der Gesundheit der Belegschaft und damit der Produktionsfähigkeit (Badura et. al., 2010). So berichten der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e. V. (MDS) und der GKV-Spitzenverband (2014) im aktuellen Präventionsbericht 2014, dass im Berichtsjahr 2013 ca. 10.000 Betriebe durch die betrieblichen Gesundheitsförderungsmaßnahmen der Krankenkassen unterstütz worden sein. 54 Mio. Euro wurden allein für betriebliche Maßnahmen der Gesundheitsförderung aufgewendet.

Die Qualität der durchgeführten Maßnahmen ist dabei von entscheidender Bedeutung. Investitionen in BGF zeigen zumeist erst einige Zeit später einen sichtbaren Erfolg, welcher sich in der Regel nicht mit eindeutigen harten Kriterien messen lässt, bzw. die direkte Kausalität durch die Komplexität der Zusammenhänge häufig nicht nachzuweisen ist (Ueberle & Greiner, 2010). Gleiches gilt für das Messen von psychischer Belastung.

Daher erscheint es umso wichtiger bisher entwickelte und zum Teil evaluierte Standards in der BGF zu nutzen, um die Qualität der Maßnahmen zumindest auf konzeptioneller Ebene zu sichern. Dieser Konzept-Qualität widmet sich unter anderem das European Network for Workplace Health Promotion (ENWHP). Das ENWHP hat u. a. sechs Kernkriterien für die Qualität der BGF benannt.

In der vorliegenden Arbeit soll mithilfe dieser Qualitätskriterien des ENWHP folgende Fragestellung bearbeitet werden: Inwiefern erfüllen Best Practice Projekte betrieblicher Gesundheitsförderung der Krankenkassen in der BRD die Kriterien des Europäischen Netzwerks für betriebliche Gesundheitsförderung (ENWHP)? Dafür wurden für diese Arbeit 19 exemplarische Best Practice Projekte ausgewählt, die hinsichtlich der Fragestellung analysiert wurden und somit einen Einblick in die konzeptionelle Gestaltungspraxis betrieblicher Gesundheitsförderungsmaßnahmen der Krankenkassen geben sollen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hintergrund

2.1. Begriffsdefinition betriebliche Gesundheitsförderung (BGF)

2.2. Relevanz der betrieblichen Gesundheitsförderung der Krankenkassen

2.3. Qualitätskriterien des ENWHP

3. Methodik

4. Ergebnisse

5. Diskussion

6. Schlussfolgerung

7. Anhang

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht explorativ, inwieweit exemplarische Best-Practice-Projekte der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) von Krankenkassen in Deutschland die Qualitätskriterien des Europäischen Netzwerks für betriebliche Gesundheitsförderung (ENWHP) erfüllen, um Einblicke in die konzeptionelle Gestaltungspraxis zu gewinnen.

  • Qualitative Analyse von 19 Best-Practice-Projekten
  • Anwendung der ENWHP-Qualitätskriterien als Bewertungsmaßstab
  • Unterscheidung zwischen großen Organisationen und KMU (SMEs)
  • Bewertung der Konzeptqualität hinsichtlich Struktur, Planung und Evaluation
  • Ableitung von Handlungsempfehlungen für die Praxis

Auszug aus dem Buch

2.3. Qualitätskriterien des ENWHP

Das Europäische Netzwerk für betriebliche Gesundheitsförderung (ENWHP) ist ein 1996 gegründeter Zusammenschluss von Organisationen des Arbeits- wie Gesundheitsschutzes als auch Akteuren der öffentlichen Gesundheit sowie der Sozialversicherungsträger und der Gesundheitsförderung mehrerer Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums (ENWHP, 2013). Das ENWHP hat das Ziel, die teilweise erheblichen Informationsunterschiede der einzelnen Länder in Bezug auf betriebliche Gesundheitsförderung auszugleichen und somit die Grundlage für Standards für den Europäischen Wirtschaftsraum zu bilden. Um dieses Ziel zu erreichen, sammelt und analysiert das ENWHP Informationen über BGF und bereitet diese auf (ebd.). Ein weiteres explizit in der Luxemburger Deklaration aufgeführtes Ziel des Europäischen Netzwerks für betriebliche Gesundheitsförderung ist die Entwicklung von „Leitlinien für effektive betriebliche Gesundheitsförderung“ (ENWHP, 2014, S. 4). Einen Teil dieser Leitlinien stellen die in Abb. 2 aufgeführten Qualitätskriterien für BGF dar. Diese gelten zunächst für große Unternehmen. Das ENWHP differenziert zwischen großen Organisationen >250 Mitarbeiter und Small and Medium-Sized Enterprises (SMEs). Als SMEs nennt das ENWHP Organisationen, die weniger als 250 Mitarbeiter haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den demografischen Wandel und dessen Auswirkungen auf das Krankheitspanorama sowie die wachsende Bedeutung der betrieblichen Gesundheitsförderung durch Krankenkassen.

2. Hintergrund: Dieses Kapitel definiert den Begriff BGF, erörtert die Relevanz der Maßnahmen durch die gesetzlichen Krankenkassen und führt die ENWHP-Qualitätskriterien ein.

3. Methodik: Das Kapitel beschreibt den explorativen, qualitativen Forschungsansatz mittels Literaturrecherche und die Auswahl der 19 untersuchten Best-Practice-Projekte.

4. Ergebnisse: Hier erfolgt die detaillierte Analyse der Konzeptqualität der ausgewählten Projekte, unterteilt in große Unternehmen und SMEs, basierend auf den Kriterien des ENWHP.

5. Diskussion: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse kritisch unter Berücksichtigung der begrenzten Datengrundlage und diskutiert die Herausforderungen bei der Umsetzung und Evaluation von BGF.

6. Schlussfolgerung: Die Schlussfolgerung fasst zusammen, dass SMEs vorbildlich bei der Umsetzung der Kriterien agieren, während bei großen Unternehmen Nachholbedarf bei Arbeitsorganisation und Evaluation besteht.

7. Anhang: Der Anhang enthält die tabellarische Übersicht aller 19 analysierten Best-Practice-Projekte inklusive deren Eckdaten.

Schlüsselwörter

Betriebliche Gesundheitsförderung, BGF, ENWHP, Krankenkassen, Konzeptqualität, Qualitätskriterien, Verhältnisprävention, Verhaltensprävention, Best Practice, Organisationsstruktur, Evaluation, KMU, SMEs, Gesundheitsmanagement, Arbeitsorganisation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die konzeptionelle Qualität von Best-Practice-Projekten im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung durch Krankenkassen in Deutschland anhand internationaler Qualitätsstandards.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind betriebliche Gesundheitsförderung (BGF), die Kriterien des European Network for Workplace Health Promotion (ENWHP), Prävention am Arbeitsplatz und die Rolle der Krankenkassen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, inwieweit ausgewählte Best-Practice-Projekte die Qualitätskriterien des ENWHP erfüllen und welchen Einblick dies in die Gestaltungspraxis ermöglicht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine explorative, qualitative Inhaltsanalyse von Best-Practice-Projekten, bei der die Datenbasis aus einschlägiger Literatur und Projektberichten stammt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den theoretischen Hintergründen von BGF, der Methodik der Recherche sowie der detaillierten Ergebnisseite, die in eine kritische Diskussion der untersuchten Projekte mündet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Betriebliche Gesundheitsförderung, ENWHP, Gesundheitsmanagement, Evaluation und Best-Practice-Projekte.

Warum schneiden kleine und mittlere Unternehmen (SMEs) im Vergleich zu großen Organisationen oft besser ab?

Die Untersuchung deutet darauf hin, dass SMEs trotz komplexer Anforderungen eine vorbildliche Umsetzung der ENWHP-Kriterien zeigen, was teilweise auf einfachere Unternehmensstrukturen zurückzuführen ist.

Welches Hauptproblem identifiziert der Autor bei großen Unternehmen?

Große Unternehmen vernachlässigen häufig die Bereiche Arbeitsorganisation und die systematische Evaluation der BGF-Maßnahmen, was deren langfristigen Erfolg gefährden kann.

Welche Rolle spielt die Arbeitsorganisation bei der BGF?

Die Arbeitsorganisation ist ein kritischer Erfolgsfaktor; das ENWHP betont, dass Maßnahmen nur dann nachhaltig wirksam sind, wenn sie in die bestehenden Arbeitsroutinen und Strukturen integriert werden.

Welche Empfehlung gibt der Autor zur Verbesserung der BGF-Praxis?

Der Autor empfiehlt eine stärkere Kooperation zwischen Praxis und Wissenschaft, um belastbare Evaluierungsstandards zu etablieren und die Transparenz bei der Kommunikation von Best-Practice-Projekten zu erhöhen.

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Résumé des informations

Titre
Qualität betrieblicher Gesundheitsförderung der Krankenkassen in Deutschland. Eine Analyse ausgewählter "Best Practice Projekte"
Université
Bielefeld University
Cours
Probleme der Gesundheitssystemforschung - Arbeit und Gesundheit
Note
1,0
Auteur
Tobias Munko (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
32
N° de catalogue
V300778
ISBN (ebook)
9783656971368
ISBN (Livre)
9783656971375
Langue
allemand
mots-clé
Qualität betrieblicher Gesundheitsförderung betriebliche Gesundheitsförderung BGF BGM betriebliches Gesundheitsmanagement Gesundheitsmanagement ENWHP Europäischen Netzwerks für betriebliche Gesundheitsförderung (ENWHP) European Network For Workplace Health Promotion Arbeit und Gesundheit psychische Belastung bei der Arbeit psychische Gesundheit
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Tobias Munko (Auteur), 2015, Qualität betrieblicher Gesundheitsförderung der Krankenkassen in Deutschland. Eine Analyse ausgewählter "Best Practice Projekte", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/300778
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Extrait de  32  pages
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