Praktisches Studiensemester bei Ernst&Young GmbH in Stuttgart im Bereich Assurance-Banking (Financial Services)


Praktikumsbericht / -arbeit, 2014
21 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Anhangsverzeichnis

Darstellungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Ernst & Young
2.1 Das Unternehmensportrait
2.2 Die Entstehung von Ernst & Young
2.3 Beschreibung der Abteilungsstruktur und Praktikumsstelle

3 Tätigkeitsprofil und Aufgaben
3.1 Prozessprüfung
3.2 Kreditprüfung
3.3 Prüfung von Jahresabschlussposten
3.4 Prüfungsbericht
3.5 Sonstiges

4 Fazit

Anhang

Literaturverzeichnis

Elektronische Quellen

Quellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abkürzung Erklärung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Anhangsverzeichnis

A Übersicht der Gruppengesellschaften

B Übersicht der Standorte

Darstellungsverzeichnis

Abbildung 1: Dienstleistungsangebot von Ernst & Young

Abbildung 2: Gruppengesellschaften

Abbildung 3: Standorte

1 Einleitung

Im Rahmen des praktischen Studiensemesters wurde ein Praktikum über einen Zeitraum von sieben Monaten (regulär sechs Monate), bei dem Unternehmen Ernst & Young GmbH, Stuttgart, im Bereich Assurance - Banking (Financial Services) absolviert. Die Erwartungen an das praktische Studiensemester werden im Folgen- den beschrieben. Innerhalb des Zeitraums sollen anspruchsvolle Tätigkeiten aus- geübt und das bisher erarbeitete Wissen angewendet und vertieft werden. Des Wei- teren sollen spezifische Zusammenhänge innerhalb der jeweiligen Studiengänge vermittelt, sowie das selbständige und eigenverantwortliche Handeln gefördert wer- den.

Das Ziel dieser Ausarbeitung ist es, einen Einblick in die Tätigkeiten des praktischen Studiensemesters zu gewähren. Dabei werden die Tätigkeiten, die wahrgenommenen Sachverhalte sowie, die zu ziehenden Schlussfolgerungen dargestellt.

Die Arbeit ist neben der Einleitung und einem abschließenden Fazit in zwei weiteren Hauptgliederungspunkten aufgebaut.

Im zweiten Kapitel wird die Entstehung von Ernst & Young Global sowie die Gruppe Deutschland behandelt und das Unternehmensprofil beschrieben. Anschließend er- folgt eine Beschreibung der wahrgenommenen Praxisstelle und deren Abteilungs- struktur.

Das dritte Kapitel beinhaltet die ausgeführten Tätigkeiten während des praktischen Studiensemesters.

Im vierten Hauptgliederungspunkt wird die Arbeit mit einem Rückblick in Bezug auf die bisher erlernten Studieninhalte und einer persönlichen Bewertung abgeschlos- sen.

2 Ernst & Young

2.1 Das Unternehmensportrait

Ernst & Young Global Limited (heute nach globaler „Erscheinungsanpassung“ nur noch EY geschrieben und gesprochen)1 ist ein globales Netzwerk rechtlich selb- ständiger und unabhängiger Unternehmen, in den Segmenten Steuerberatung, Transaktionsberatung, Wirtschaftsprüfung und Beratungsdienstleistungen2. Jedes der Mitgliedsunternehmen haftet nicht für das Handeln oder Unterlassen der jeweils anderen Mitgliedsunternehmen. Diese internationale EY-Organisation beschäftigte im Jahr 2013 über 175.000 Mitarbeiter, an über 700 Standorten in 150 Ländern weltweit.3 Der Gesamtumsatz des globalen Netzwerks belief sich im Geschäftsjahr 2013 auf 25,8 Mrd. US-Dollar und ist daher einer der vier größten Wirtschaftsprü- fungsunternehmen der Welt („Big Four“).4 Der Hauptsitz der Gesellschaft liegt in London und der Global Chairman bzw. CEO ist Herr Mark Weinberger.

Im Hinblick auf die deutschen Mitgliedsunternehmen von Ernst & Young Global Li- mited ist zunächst eine Zweiteilung zwischen Ernst & Young GmbH und Ernst & Young Gruppe (Deutschland) vorzunehmen. Der Unterschied hierbei liegt darin das neben der Ernst & Young GmbH auch weitere Unternehmen unter der Ernst & Y- oung Gruppe5 subsummiert werden, die jedoch kein verbundenes Unternehmen6 der Ernst & Young GmbH sind. Die deutsche Ernst & Young Gruppe mit Hauptsitz in Stuttgart beschäftigte im Geschäftsjahr 2013 durchschnittlich 7.920 (davon Ernst & Young GmbH 7.746) Mitarbeiter.7 Die Umsatzerlöse liegen bei 1,31 Mrd. Euro (davon Ernst & Young GmbH 1,27 Mrd. Euro) und belegt somit in Deutschland den dritten Platz unter den größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften.8 Hierbei ist die Gruppe an 22 Niederlassungen in ganz Deutschland präsent.9 Der Vorsitzende der Geschäftsführung ist Herr Georg Graf Waldersee. Im Jahr 2009 vollzog Ernst & Y- oung in Deutschland einen Rechtsformwechsel und firmierte ab dann als Ernst &

Young GmbH (vorher: Ernst & Young AG). Dies ist m. E. auf die besseren Durch- griffsmöglichkeiten des Managements bzw. der Unternehmensführung zurückzu- führen.

In der folgenden Abbildung soll eine Übersicht der wesentlichen Dienstleistungsangebote von Ernst & Young dargestellt werden:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Dienstleistungsangebot von Ernst & Young Quelle: Eigene Darstellung

2.2 Die Entstehung von Ernst & Young

Das heute weltweit bekannte Unternehmen Ernst & Young ist das Ergebnis einer ganzen Reihe von Verschmelzungen von Vorgängerorganisationen. Seinen Anfang nahm alles im 19. Jahrhundert in den USA mit den beiden Firmengründern Arthur Young und Alwin C. Ernst. 1906 gründete Arthur Young mit seinem Bruder Stanley die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Arthur Young & Company.10 Im Jahr 1903 grün- dete Alwin C. Ernst ebenfalls mit seinem Bruder Theodore ein kleines Wirtschafts- prüfungsunternehmen, Ernst & Ernst.11 Beide Männer waren echte Entrepreneure - Sie hatten eine Idee, von der sie überzeugt waren und setzten diese in die Tat um. Der kontinuierliche Ehrgeiz und Einsatz der beiden Männer zahlte sich aus. Ihre Gesellschaften expandierten über den US-Markt hinaus, und bereits 1924 schlos- sen sie sich mit renommierten britischen Unternehmen zusammen: Young mit Broads Paterson & Co und Ernst mit Whinney Smith & Whinney.12 Diese Fusionen markierten für beide Gesellschaften den Beginn zahlreicher Übernahmen, durch die weltweit neue Mitarbeiter und Standorte hinzukamen, von wo aus sie ihre internati- onal aufgestellten Mandanten betreuen konnten. Die endgültige Fusion der beiden Unternehmen zu Ernst & Young fand im Jahr 1989 statt, ohne dass sich die Gründer zu Lebzeiten jemals begegnet sind.13 Die daraus entstandene Institution wuchs schnell zu einem der großen Marktführer heran, einem sehr abwechslungsreichen Umfeld, das durch Globalisierung, innovative Technologien, sowie neuartiger Ar- beits- und Geschäftsmodelle geprägt war und es heute noch ist.

Die Entstehung in Deutschland geht auf die 1919 gegründeten Schitag (Schwäbi- sche Treuhand-AG) sowie die im gleichen Jahr gegründete Datag (Deutsche Allge- meine Treuhand AG), die sich in den achtziger Jahren den internationalen Verbün- den von Arthur Young bzw. Ernst & Winney anschlossen.14 1994 fusionierten die beiden Gesellschaften zu Schitag Ernst & Young und seit dem Jahr 1999 firmieren auch die beiden deutschen Mitgliedsgesellschaften unter dem gemeinsamen Na- men Ernst & Young.15

2.3 Beschreibung der Abteilungsstruktur und Praktikumsstelle

Ernst & Young Global-Mitgliedsunternehmen sind organisatorisch in vier geografi- sche Regionen (so genannte Areas) gegliedert: Amerika, Asien-Pazifik, EMEIA (Eu- ropa, Naher Osten, Indien und Afrika) und Japan. Die Areas selbst sind wiederum in sogenannte Sub-Areas untergliedert, die in der Regel Ernst & Young Global-Mit- gliedsunternehmen mehrerer Länder umfassen. Die Ernst & Young GmbH gehört zur EMEIA Area, die Ernst & Young Global-Mitgliedsunternehmen in 93 Ländern umfasst. Die EMEIA Area gliedert sich in zwölf Sub-Areas.16 Deutschland gehört zur Sub-Area GSA (Germany, Switzerland, Austria), in der Ernst & Young Global-Mit- gliedsunternehmen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich zusammenge- fasst sind. Der deutsche Branchenbereich Banken und Versicherungen gehört zur Sub-Area FSO (Financial Services Organisation).17 Diese Area wiederum setzt sich aus vier Service Lines zusammen: Assurance, Tax & Law, Advisory und Transaction Advisory Services. Hierbei liegt der Schwerpunkt der Service Line Assurance in der Prüfung von Jahres- und Konzernabschlüssen nach HGB, IFRS und US-GAAP so- wie Sonderprüfungen bei Banken, Versicherungen und Finanzdienstleistungsinsti- tuten (wie bspw. Leasing oder Factoring) unterschiedlicher Größe und Rechtsform. Darüber hinaus hat sie eine Beratungsfunktion gegenüber den Mandanten und überprüft hierbei Geschäftsprozesse und identifiziert bestehenden oder potenzielle Geschäftsrisiken. Dabei werden individuelle Lösungen durch eine einheitliche Prü- fungsmethode („Global Audit Methodology“) für den Kunden erarbeitet.

3 Tätigkeitsprofil und Aufgaben

3.1 Prozessprüfung

Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung, findet innerhalb der Vorprüfung unter an- derem die Prozessprüfung statt. Hierbei gilt es zunächst die wesentlichen Transak- tionsklassen des zu prüfenden Unternehmens zu identifizieren. Dabei handelt es sich um Transaktionsklassen, die sich signifikant auf einen wesentlichen Jahresab- schlussposten und dessen relevante Aussage auswirkt. Wesentliche Transaktions- klassen können aus Routine-Transaktionen, Nicht-Routine-Transaktionen sowie Beurteilungs- und Schätzvorgängen entstehen und umfassen die Auslösung, Erfas- sung, Verarbeitung sowie, wenn notwendig, die Korrektur bis hin zur Darstellung im Abschluss. An dieser Stelle geht es darum, einen Einblick und vor allem ein Ver- ständnis für die wesentlichen Prozesse zu gewinnen, um so potenzielle Risiken bzw. Fehler zu erkennen. Hierfür hat das Unternehmen im Optimalfall Kontrollen und Sicherheits-Mechanismen (Internes Kontrollsystem) etabliert, umso den poten- ziellen Risiken bzw. Fehlern vorzubeugen. Dieses Kontrollsystem ist ebenfalls zu überprüfen. Im Rahmen dieser Prüfung war der Autor eigenständig für diverse Pro- zesse wie „Personal“, „Mahnbearbeitung und Kreditrisikovorsorge“, „Kredit- vergabe“, „Sonstige Rückstellungen“, „Bewertung von Rettungserwerben“, „Herein- nahme Bauspareinlagen“, „Kapitalanlagen“ und „Bewertung Rückstellungen“ zu- ständig. Diese Durchführung und Dokumentation von Prozessaufnahmen, Identifi- zierung von bestehenden Risiken und Kontrollmechanismen, sowie deren Überprü- fung wurden in der GAMx (elektronischen Prüfungsprogramm) erfasst.

3.2 Kreditprüfung

Da das Kreditgeschäft in der Regel der zentrale Bereich eines Kreditinstitutes ist und sich daraus Adressenausfallrisiken ergeben können, erfolgt hier eine geson- derte Prüfung. Dabei wird zum Prüfungsstichtag das Gesamtportfolio des Kreditin- stitutes in Schichten eingeteilt, wie bspw.: Schicht I: Meldepflichtige Millionenkredite nach § 14 KWG, Schicht II: Neuzusagen im Berichtsjahr, Schicht III: EWB-Zufüh- rung und Auflösungen, Schicht IV: Kredite mit Zahlungsstörungen / Stundungen. Wobei die individuelle Schichteneinteilung immer abhängig ist von dem Geschäfts- modell und Art der Sicherstellung des jeweiligen Mandanten. In diesem Zusammen- hang wird eine risikoorientierte Auswahl bzw. Stichprobe von Kreditengagements aus dem Gesamtportfolio des Kreditinstitutes bzw. aus den gebildeten Schichten gezogen. Die ausgewählten Engagements werden im Rahmen einer Einzelengage- mentprüfung (unter Einbeziehung von Kreditnehmereinheiten nach § 19 Abs. 2 KWG) geprüft. Im Zuge der Kreditprüfung ist vor allem die Kapitaldienstfähigkeit bzw. die Bonität der Kreditnehmer und den daraus abgeleiteten Ansatz der Forde- rung, sowie ggf. notwendigen Wertberichtigungen zu beachten. Weiter ist die Ein- haltung des § 18 KWG sowie die gestellten Sicherheiten in ihrem Ansatz und ihrer Bewertung zu beurteilen bzw. zu würdigen. Ein weiteres Prüfungsziel ist die Sicher- stellung der Umsetzungen, die sich aus den gesetzlichen Anforderungen nach das §§ 13 ff. KWG ergeben.

[...]


1 Dennoch wird im Rahmen dieser Arbeit der vollständige Name verwendet.

2 Sinngemäß übersetzt - „Advisory Services“.

3 Vgl. Ernst & Young, Zahlen, Daten, Fakten (Internetquelle), Stand: 20.02.2014.

4 Vgl. ebenda.

5 Für eine Übersicht der Gruppengesellschaften soll in den Anhang A verwiesen werden.

6 I.S.d. § 271 Abs. 2 HGB.

7 Vgl. Ernst & Young, Geschäftsbericht 2013 (Internetquelle), S. 2, Stand: 22.02.2014.

8 Vgl. ebenda.

9 Für eine Übersicht der einzelnen Standorte soll auf den Anhang B verwiesen werden.

10 Vgl. Ernst & Young, Zwei Menschen. Eine Vision (Internetquelle), Stand: 22.02.2014.

11 Vgl. ebenda.

12 Vgl. ebenda.

13 Vgl. ebenda.

14 Vgl. Ernst & Young, Zahlen, Daten, Fakten (Internetquelle), Stand: 20.02.2014.

15 Vgl. ebenda.

16 Vgl. Ernst & Young, Transparenzbericht 2013 (Internetquelle), S. 8, Stand: 23.02.2014.

17 Vgl. ebenda.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Praktisches Studiensemester bei Ernst&Young GmbH in Stuttgart im Bereich Assurance-Banking (Financial Services)
Hochschule
Hochschule Heilbronn, ehem. Fachhochschule Heilbronn  (Ernst & Young)
Veranstaltung
Praktisches Studiensemester
Note
1,0
Autor
Jahr
2014
Seiten
21
Katalognummer
V300796
ISBN (eBook)
9783668000865
Dateigröße
781 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
praktisches, studiensemester, ernst&young, gmbh, stuttgart, bereich, assurance-banking, financial, services
Arbeit zitieren
Andreas Hütter (Autor), 2014, Praktisches Studiensemester bei Ernst&Young GmbH in Stuttgart im Bereich Assurance-Banking (Financial Services), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/300796

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