Diese Studienarbeit hat das Ziel, den Kundengewinnungsprozess der Firma XY zu analysieren und darauf basierend Verbesserungsvorschläge für einen optimaleren Prozessablauf zu erstellen. Dazu wird zunächst der derzeitige Prozessablauf untersucht. In einem zweiten Schritt werden Schwachstellen des Prozesses identifiziert, um in einem dritten Schritt mögliche Verbesserungsvorschläge darzulegen.
Im zweiten Kapitel wird das Unternehmen XY kurz vorgestellt. Eine größere Version des Organigramms kann in der Anlage A gefunden werden. Das darauffolgende dritte Kapitel beschreibt die theoretischen Grundlagen und Begriffe. Dieses Kapitel definiert den Begriff des Geschäftsprozesses und die Geschäftsprozessmodellierung mit ARIS. Das vierte Kapitel beschäftigt sich mit dem Kundengewinnungsprozess. Zuallererst wird der derzeitige Prozessablauf erläutert. In Anlage B kann der zugehörige modellierte Ist-Prozess gefunden werden. Im nachfolgenden Kapitel 4.2 werden Schwachstellen des derzeitigen Prozesses aufgezeigt. Mögliche Verbesserungsvorschläge werden schließlich in Kapitel 4.3 dargelegt. Diese beruhen auf dem in Anlage D modellierten Soll-Prozess. Das Kapitel fünf beschließt die Arbeit mit einem Fazit.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Zielbeschreibung
1.2 Abgrenzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Vorstellung des Unternehmens
3 Theoretische Grundlagen und Begriffe
3.1 Begriffsdefinition Geschäftsprozess
3.2 Geschäftsprozessmodellierung mit ARIS
3.2.1 ARIS Beschreibungssichten und Beschreibungsebenen
3.2.2 Ereignisgesteuerte Prozesskette
4 Der Kundengewinnungsprozess
4.1 Darstellung des derzeitigen Geschäftsprozesses (Ist-Prozess)
4.2 Schwachstellenanalyse
4.3 Verbesserungsvorschläge für einen Soll-Prozess
5 Fazit
Anlage A – XY Kundengewinnungsprozess (Ist-Prozess)
Anlage B – XY Kundengewinnungsprozess (Soll-Prozess)
Zielsetzung & Themen
Die Studienarbeit verfolgt das Ziel, den Kundengewinnungsprozess eines Londoner Start-up-Unternehmens (Firma XY) zu analysieren und durch die Identifikation von Schwachstellen konkrete Optimierungsvorschläge für einen effizienteren Soll-Prozess zu erarbeiten.
- Analyse der Ist-Situation des Geschäftsprozesses zur Kundengewinnung
- Anwendung der ARIS-Methodik und der Ereignisgesteuerten Prozesskette (EPK/eEPK)
- Identifikation von Schwachstellen wie Systembrüchen und langen Durchlaufzeiten
- Entwicklung von Optimierungsstrategien inklusive Prozess-Parallelisierung und Systemintegration
Auszug aus dem Buch
3.2.2 Ereignisgesteuerte Prozesskette
Die EPK zählt zu den aufgabenorientierten Modellierungsmethoden von Geschäftsprozessen und wurde von Scheer und seinen Mitarbeitern im Rahmen des ARIS-Konzepts entwickelt (Staud, 2006, p. 59). Wie bereits erwähnt, ist diese Methode der Steuerungssicht zugeordnet und bindet Elemente aus den statischen ARIS Sichten ein. Wilhelm führt die weite Verbreitung von EPKs vor allem darauf zurück, dass die SAP AG als Marktführer für ERP-Software die EPK verwendet um ihre Referenzprozesse zu visualisieren (Wilhelm, 2007, p. 207).
Hauptbestandteile einer EPK sind Ereignisse und Funktionen. Ereignisse sind Zustände, die sich innerhalb eines Prozesses ergeben können (Wilhelm, 2007, p. 207). Jeder Prozess beginnt und endet mit mindestens einem Ereignis. Ereignisse können Funktionen auslösen, sind selbst jedoch passiv und verbrauchen weder Zeit noch Kosten. Funktionen beschreiben alle Tätigkeiten, die in einem Geschäftsprozess zu leisten sind (Staud, 2006, p. 60). Im Gegensatz zu Ereignissen verbrauchen Funktionen Zeit und Kosten. In einem EPK sind Ereignisse und Funktionen durch einen Kontrollfluss verbunden und müssen sich immer abwechseln. So kann es nicht vorkommen, dass zwei Funktionen oder Ereignisse aufeinanderfolgen. Ein Kontrollfluss ist ein Pfeil, der die zeitliche und logische Abfolge von Funktionen und Ereignisse angibt. Dieser fließt in einer EPK immer von oben nach unten.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Definition des Ziels, der Abgrenzung und des methodischen Aufbaus der Untersuchung des Geschäftsprozesses.
2 Vorstellung des Unternehmens: Kurzer Abriss zur Entstehung, Ausrichtung und Herausforderungen der Firma XY im Bereich der sozialen Netzwerkanalyse.
3 Theoretische Grundlagen und Begriffe: Vermittlung der methodischen Basis mittels ARIS und Ereignisgesteuerter Prozessketten zur Analyse von Geschäftsprozessen.
4 Der Kundengewinnungsprozess: Detaillierte Darstellung des Ist-Prozesses, Analyse der Schwachstellen und Präsentation der Soll-Optimierungsvorschläge.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der erreichten Prozessoptimierung und der Übertragbarkeit der Ergebnisse auf die Start-up-Grundeinstellung.
Schlüsselwörter
Geschäftsprozessoptimierung, ARIS, Ereignisgesteuerte Prozesskette, eEPK, Kundengewinnungsprozess, Systemintegration, Prozessdurchlaufzeit, Start-up, Prozessmodellierung, Schwachstellenanalyse, Trello, Effizienzsteigerung, Kundenbeziehungsmanagement, Parallelisierung, IT-Strategie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und der prozessualen Optimierung der Kundengewinnung bei einem Londoner Start-up-Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf Geschäftsprozessmodellierung, der Identifikation von Ineffizienzen in administrativen Abläufen und der technischen sowie organisatorischen Prozessverbesserung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist die Verkürzung der Durchlaufzeiten und die Erhöhung der Effizienz im Kundengewinnungsprozess durch das Aufzeigen praktischer Optimierungsmaßnahmen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Zur Modellierung und Analyse wird die ARIS-Architektur herangezogen, insbesondere die Methode der erweiterten Ereignisgesteuerten Prozesskette (eEPK).
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil erfolgt eine detaillierte Prozessaufnahme des Ist-Zustands, eine kritische Schwachstellenanalyse (z.B. Systembrüche) und die Herleitung eines optimierten Soll-Prozesses.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Prozessoptimierung, eEPK, Effizienz, Systemintegration und Kundengewinnung geprägt.
Wie trägt die Einführung eines CRM-Systems zur Lösung der Probleme bei?
Es ersetzt isolierte Software-Lösungen (IT-Anfragesystem, Excel-Tabellen, Datenbanken), beendet Systembrüche und verhindert Redundanzen bei der Datenhaltung.
Wie wirkt sich die Entlastung des CTO im neuen Modell aus?
Der CTO wird von operativen Aufgaben befreit, was Prozesse beschleunigt und dem Management mehr Zeit für die strategische Produktentwicklung ermöglicht.
Warum wird im neuen Prozess auf eine Parallelisierung gesetzt?
Um die hohen Durchlaufzeiten zu reduzieren, werden Arbeitsschritte wie die Rentabilitäts- und Machbarkeitsprüfung gleichzeitig statt sequentiell durchgeführt.
Was bedeutet das Motto "Weniger ist manchmal mehr" im Kontext dieser Arbeit?
Es unterstreicht die Empfehlung an das Unternehmen, Prozesse schlank zu halten, unnötige Komplexität durch Software-Wildwuchs zu vermeiden und auf einfache, praktische Lösungen zu setzen.
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- Johannes Michl (Author), 2014, Analyse und Optimierung des Kundengewinnungsprozesses einer Londoner Start-up Firma, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/300888