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Zusammenhang von Eigentumsverhältnissen und politischer Autonomie bei Laski und Dahl

Titel: Zusammenhang von Eigentumsverhältnissen und politischer Autonomie bei Laski und Dahl

Hausarbeit , 2015 , 17 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Martin Ivers (Autor:in)

Politik - Grundlagen und Allgemeines
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ein Theorievergleich Harold Laskis und Robert Dahls bezüglich des Zusammenhangs der Verteilung von Einfluss und Macht unter politischen Gruppen in pluralistischen Gesellschaften und der Verteilung materieller Ressourcen, sowie über den von Dahl thematisierten Konflikt liberaler Grundrechte mit der durch reale Ungleichheit gefährdeten politischen Gleichheit.

Es soll untersucht werden, inwieweit Laski und Dahl politische Selbstbestimmung, im Sinne des Selbstsetzens von Regeln und der Möglichkeit, Handlungen vorzunehmen oder zu unterlassen, die das eigene Leben oder im Falle von Gruppen das ihrer Mitglieder betreffen, als identisch sehen mit dem Eigentum an den Produktionsmitteln; mit denen man arbeitet oder der Infrastrukturen, die man nutzt. Es sollen die Antworten herausgearbeitet werden, die die beiden Autoren geben auf die Fragen:

Wie wird politische Macht erworben und verteilt?
Welche Ansprüche sollten an ein politisches System erhoben werden?
Was verursacht Benachteiligungen einzelner Bürger und wie sind sie zu beheben?
Zu diesem Zweck sollen die Beobachtungen des Ist-Zustandes
der jeweiligen Gesellschaften (USA der 1980er und Großbritannien der 20er) nachvollzogen werden und die
Ursache-Wirkungsbeziehungen die die beiden Autoren in ihr Theoriegebäude fassen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Laski

2.1. Politische Konflikte sind Manifestationen wirtschaftlicher Ungleichgewichte

2.2. Was determiniert den Organisationsgrad einer Gruppe?

3. Dahl

3.1. „politische Ressourcen”, „politische Gleichheit”-Begriffsklärung

3.2. Das Spannungsfeld von Freiheit und Gleichheit

3.3. „Self-governing enterprises” als Entwurf einer Alternative

4. Vergleich

5. Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis von politischer Selbstbestimmung und wirtschaftlichen Eigentumsverhältnissen im Denken von Harold Laski und Robert Dahl, um zu klären, wie politische Macht verteilt wird und welche Rolle wirtschaftliche Abhängigkeiten dabei spielen.

  • Vergleich der Theorien von Laski und Dahl zur politischen Partizipation.
  • Analyse der Bedeutung von Eigentum für die politische Machtverteilung.
  • Untersuchung von Organisationsgraden politischer Akteure.
  • Diskussion über betriebliche Selbstverwaltung als Modell für demokratische Teilhabe.
  • Hinterfragung des Spannungsfeldes zwischen individueller Freiheit und gesellschaftlicher Gleichheit.

Auszug aus dem Buch

3.3 „Self-governing enterprises” als Entwurf einer Alternative

Ein zentraler Anspruch Dahls normativer politischer Theorie ist, dass Gesetze von denen gemacht werden sollten, die ihre Notwendigkeit erkennen und von ihren Auswirkungen betroffen sind. Dahl konzentriert sich vor allem auf Probleme des Arbeitsmarktes, ähnliche Formen „genossenschaftlichen“ Zusammenlebens sind aber auch für andere Strukturen des Zusammenlebens, wie von Mietern verwaltete Wohngenossenschaften oder Religionsgemeinschaften denkbar.

Das entscheidende Kriterium darüber, wer in einem Betrieb relevante Entscheidungen wie Einkauf von Produktionsmitteln, Arbeitszeiten, Verkaufspreise, Betriebsabläufe etc. in einem moralischen Sinne treffen sollte, ist in Dahls Entwurf nicht das Eigentum, das im „Corporate Capitalism“ ohnehin oft nur abstrakt bei Anteilseignern, Investoren etc. liegt, sondern die Arbeit, oder auch die physische Präsenz am Ort der von den Entscheidungen betroffen ist.

Die Beschäftigten sollten daher weitestmöglich über Angelegenheiten ihrer Arbeit selbst bestimmen, was ebenso eine Verantwortlichkeit für unternehmerischen Erfolg oder Misserfolg mit sich bringt.Dahl propagiert Selbstverwaltung auf niedriger hierarchischer Ebene im Sinne einer „Workplace Democracy”. Für ihn ist das entscheidende Mittel, um starke Zentralisierung von Autorität und Monopolbildung zu verhindern, die Selbstbestimmung der Arbeiter in den Betrieben, die sich den Betrieb in dem sie arbeiten, als ihren denken, unabhängig von der nominellen Kapitalausstattung.

Sein Konzept der „self-governed enterprise” ist konzipiert zu dem Zweck, die politische Freiheit des Einzelnen- in diesem Fall der Arbeiter- zu gewährleisten.Dabei soll jeder Beschäftigte in einem Unternehmen genau eine Stimme haben bei betriebsinternen

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die zentrale Fragestellung, wie Laski und Dahl die Bedingungen politischer Machtverteilung im Kontext wirtschaftlicher Eigentumsstrukturen bewerten.

2. Laski: In diesem Kapitel wird Laskis Sicht auf den Staat als Ausdruck wirtschaftlicher Dominanz analysiert, wobei besonders die Bedeutung der Eigentumsverhältnisse für politische Konflikte hervorgehoben wird.

3. Dahl: Dieses Kapitel erläutert Dahls Forderung nach politischer Gleichheit und seine Vision einer betrieblichen Selbstverwaltung als Mittel gegen die Tyrannei der wirtschaftlich Mächtigen.

4. Vergleich: Der Vergleich stellt die Übereinstimmungen beider Autoren in Bezug auf die Notwendigkeit demokratischer Selbstverwaltung jenseits zentralistischer Strukturen gegenüber.

5. Schlussfolgerungen: Die Schlussfolgerung führt die unterschiedlichen Kausalitätsannahmen der Autoren zusammen und ordnet ihre theoretischen Beiträge in das Feld des modernen Pluralismus ein.

Schlüsselwörter

Harold Laski, Robert Dahl, politische Macht, wirtschaftliche Ungleichheit, politische Gleichheit, Selbstbestimmung, Corporate Capitalism, Eigentumsverhältnisse, Selbstverwaltung, Arbeitsmarkt, Demokratie, Partizipation, politische Ressourcen, Workplace Democracy, Interessenverbände.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert und vergleicht die politischen Theorien von Harold Laski und Robert Dahl, insbesondere im Hinblick auf das Verhältnis zwischen wirtschaftlichen Machtstrukturen und demokratischer Selbstbestimmung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Verteilung politischer Macht, die Rolle von Privateigentum, der Einfluss von Organisationsgraden auf politische Teilhabe sowie die Idee der betrieblichen Demokratie.

Was ist die primäre Forschungsfrage des Textes?

Die Arbeit fragt danach, wie Laski und Dahl die Zusammenhänge zwischen wirtschaftlichen Verhältnissen und politischer Teilhabe beurteilen und welche Lösungen sie für eine gerechtere Verteilung von Macht vorschlagen.

Welche methodische Vorgehensweise liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine vergleichende theoretische Analyse, bei der die Schriften der Autoren (Laski 1919/1926 und Dahl 1985) untersucht und deren Kausalitätsannahmen gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär diskutiert?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Positionen von Laski und Dahl, diskutiert deren jeweilige Definitionen von politischer Macht und Gleichheit und stellt diese in einem eigenen Kapitel gegenüber.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Politische Macht, Wirtschaftsordnung, Eigentum, Selbstverwaltung und Demokratie charakterisiert.

Wie unterscheidet sich der Ansatz von Laski von dem von Dahl in Bezug auf Konflikte?

Laski sieht wirtschaftliche Auseinandersetzungen als primäre Quelle politischer Konflikte, während Dahl den Fokus stärker auf die Sicherung politischer Gleichheit und die Vermeidung der Tyrannei durch wirtschaftliche Konzentration legt.

Was genau versteht Dahl unter dem Konzept der „Self-governing enterprises“?

Dahl schlägt vor, dass Beschäftigte in ihren Unternehmen weitestgehend autonom entscheiden sollten, um die Abhängigkeit von abstrakten Kapitaleignern zu verringern und eine echte politische Partizipation am Arbeitsplatz zu ermöglichen.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zusammenhang von Eigentumsverhältnissen und politischer Autonomie bei Laski und Dahl
Hochschule
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald  (Institut für Politik- und Kommunikationswissenschaft)
Veranstaltung
Pluralismustheorien
Note
1,3
Autor
Martin Ivers (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
17
Katalognummer
V300895
ISBN (eBook)
9783656970989
ISBN (Buch)
9783656970996
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Pluralismustheorien Dahl Laski Freiheit Gleichheit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Martin Ivers (Autor:in), 2015, Zusammenhang von Eigentumsverhältnissen und politischer Autonomie bei Laski und Dahl, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/300895
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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