Eingangsvoraussetzungen:
> Kostenrechnung – Allgemeines
> Bezugskalkulation
> Einführung Betriebsüberleitung
Unterrichtsziele:
> Die Schüler sollen kalkulatorische Kosten ansetzen können
> Unterschiedliche Berechnungsmodalitäten anwenden können
Zentrale Fragen:
> Welche Werte können gewählt werden?
> Worin liegt die Problematik?
Bezug zum Lehrplan:
> III. Jahrgang Handelsakademie
Durchgenommener Stoff in der vorhergehenden Einheit:
> Einführung Betriebsüberleitungsbogen
Inhaltsverzeichnis
1. Unterrichtsablauf in tabellarischer Form
2. Einstieg
3. Erläuterungsbeispiel (mit Lösung)
4. Lösung + Kommentar des Erläuterungsbeispiels
5. Problemstellung (mit Lösung)
6. Zusammenfassung
7. HÜ (mit Lösung)
8. Folie 1
9. Folie 2
10. Handout für die Schüler
11. Erläuterungsbeispiel Schüler (ohne Lösung)
12. Problemstellung Schüler (ohne Lösung)
13. HÜ Schüler (ohne Lösung)
14. Folie „Büb“
Zielsetzung und Themen
Diese Unterrichtseinheit vermittelt Schülern die methodischen Grundlagen zur Ermittlung und Anwendung kalkulatorischer Kosten, um ein realistischeres Bild der betrieblichen Wertschöpfung jenseits der reinen Finanzbuchhaltung zu erhalten.
- Verständnis der Differenz zwischen buchhalterischen Aufwendungen und kalkulatorischen Kosten
- Berechnung von Zusatzkosten wie Unternehmerlohn und kalkulatorischen Zinsen
- Methoden der Normalisierung unregelmäßiger Aufwendungen
- Unterscheidung zwischen steuerrechtlichen und betriebswirtschaftlichen Abschreibungsmodalitäten
Auszug aus dem Buch
Ad kalkulatorischer Unternehmerlohn:
Soll entschieden werden, ob das Unternehmen kostendeckend bzw. betriebswirtschaftlich rentabel geführt werden kann, müssen auch Kosten für den mittätigen Unternehmer verrechnet werden (soweit er nicht angestellt ist).
2 Möglichkeiten der Berechnung bieten sich an:
- Lohn eines vergleichbaren Angestellten, meist zuzüglich eines Unternehmerzuschlags von ca. 20 %, da man vom Unternehmer einen größeren Einsatz erwartet.
- Lohn, den der Unternehmer in einem anderen Unternehmen als Angestellter verdienen würde. Dieser Ansatz geht vom entgangenen Nutzen (Opportunitätskosten) aus.
Zusammenfassung der Kapitel
Unterrichtsablauf in tabellarischer Form: Bietet einen strukturierten Zeitplan für die Unterrichtseinheit inklusive der verwendeten Medien.
Einstieg: Führt in die Problematik ein, warum der Unternehmensgewinn laut Finanzbuchhaltung oft nicht die tatsächliche betriebliche Leistung widerspiegelt.
Erläuterungsbeispiel (mit Lösung): Präsentiert einen Modellbetrieb und die notwendigen Zusatzangaben für die betriebswirtschaftliche Ergebnisermittlung.
Lösung + Kommentar des Erläuterungsbeispiels: Detaillierte Darstellung der Überleitungsrechnung von der FIBU zur Kostenrechnung.
Problemstellung (mit Lösung): Vertiefende Übungen zu den Themen Abschreibung, Zinssätze und Ergebnisvergleiche.
Zusammenfassung: Wiederholung der Kerninhalte mittels der zentralen Übersichtsgrafik.
HÜ (mit Lösung): Praktische Aufgabe zur Berechnung kalkulatorischer Zinsen an einem konkreten Gebäudebeispiel.
Folie 1: Zusammenfassung der Definition und Eigenschaften von Kosten im betrieblichen Kontext.
Folie 2: Übersicht der verschiedenen Arten kalkulatorischer Kosten sowie deren theoretische Herleitung.
Handout für die Schüler: Begleitendes Skript mit detaillierten Erläuterungen zu allen kalkulatorischen Kostenarten.
Erläuterungsbeispiel Schüler (ohne Lösung): Die ungelöste Arbeitsversion des Praxisbeispiels für die Lernenden.
Problemstellung Schüler (ohne Lösung): Arbeitsblatt für die Schüler zur eigenständigen Lösung der Problemfelder.
HÜ Schüler (ohne Lösung): Die Hausaufgabe in der Version für die Schüler.
Folie „Büb“: Tabellarische Vorlage zur Durchführung der Betriebsüberleitung.
Schlüsselwörter
Kalkulatorische Kosten, Zusatzkosten, Unternehmerlohn, kalkulatorische Zinsen, kalkulatorische Abschreibung, Betriebsüberleitung, Kostenrechnung, Finanzbuchhaltung, Wiederbeschaffungswert, Opportunitätskosten, Normalisierung, Inflation, Betriebsergebnis, Abschreibungsdauer, Tageswert.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Unterrichtseinheit?
Die Arbeit befasst sich mit der Abgrenzung von Aufwendungen der Finanzbuchhaltung und den für eine betriebswirtschaftliche Steuerung notwendigen kalkulatorischen Kosten.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Schwerpunkte liegen auf Unternehmerlohn, kalkulatorischen Zinsen, Miete, Wagnissen und Abschreibungen.
Was ist das primäre Ziel?
Die Schüler sollen in die Lage versetzt werden, die Differenzen zwischen FIBU und Kostenrechnung zu verstehen und kalkulatorische Kosten korrekt in einer Überleitungsrechnung anzusetzen.
Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?
Es wird die Methode des Betriebsüberleitungsbogens (BÜB) genutzt, um Aufwendungen systematisch in kalkulatorische Kosten zu überführen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil besteht aus einem umfangreichen Praxisbeispiel (Huber Technik), das die konkrete Berechnung und Überleitung schrittweise verdeutlicht.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit ist geprägt durch die Begriffe Zusatzkosten, Betriebsüberleitung, Tageswerte und kalkulatorische Risiken.
Wie wirkt sich die Inflation auf die kalkulatorischen Zinsen aus?
Inflation kann zu einer Doppelverrechnung führen, wenn das Vermögen zum Tageswert bewertet und gleichzeitig mit einem ungekürzten Marktzinsfuß verzinst wird.
Warum wird der Unternehmerlohn in der Kostenrechnung angesetzt?
Um die tatsächliche Rentabilität eines Betriebes festzustellen, muss auch die Arbeitsleistung des Unternehmers als Kostenfaktor berücksichtigt werden, auch wenn dieser formal kein Gehalt bezieht.
Was versteht man unter der "Normalisierung" von Schadensfällen?
Hierbei werden unregelmäßig auftretende Schadensereignisse über einen längeren Zeitraum geglättet, um nicht einzelne Perioden übermäßig zu belasten.
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- Mag. Viktoria Schmidt (Author), 2002, Kalkulatorische Kosten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30094