Die vorliegende Arbeit ist eine Ausarbeitung eines Referats.
Die Geschichte der deutschen Teilung und die gesellschaftliche Realität in der DDR - wie wirkt sie sich noch heute auf gesellschaftliche Einstellungen (z.B. in Bezug auf Freundschaft, Karriere, Konsum, ...) auch in der Nachwendegeneration aus?
Auszug: Die Grundsätze, die von der Ost-Sozialisation noch übrig geblieben sind, ermöglichen Tim und seinen Altersgenossen einen sehr entspannten und positiven Umgang mit den heutigen Möglichkeiten.
Im Gegensatz zu den Eltern, welche unter dem DDR-Regime zu leiden hatten und nach der Wende einen Schock durch die Werteverschiebung erlebten, übernimmt die Nachfolgegeneration positive Aspekte der ehemaligen DDR-Gesellschaft (da sie weder deren Mangel erlebt hat, noch sich auf ein neues System umstellen musste).
Inhaltsverzeichnis
1. Einfluss des autokratischen Systems DDR auf die Gesellschaft ihrer Bürger
1.A. Konsum (und Geld)
1.B. Zwischenmenschliche Beziehungen
1.C. Beruf und Karriere
2. UNTERSCHIEDLICHE BETRACHTUNGSEBENEN
2.A. Umgang der Menschen mit den Umständen damals
2.B. Umgang der Menschen mit den Umständen heute
3. ANHALTENDER EINFLUSS AUF DIE NACHFOLGEGENERATION
3.A. BEISPIEL: TIM WIXWATH
4. FAZIT
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern die gesellschaftliche Realität der ehemaligen DDR bis in die heutige Zeit nachwirkt und wie sich diese historischen Prägungen konkret auf die Einstellungen der Nachwendegeneration in Bereichen wie Freundschaft, Karriere und Konsum auswirken.
- Einfluss des DDR-Regimes auf das Privatleben und die Konsumkultur
- Vergleichende Analyse der Lebensumstände zwischen der DDR-Zeit und der heutigen Marktwirtschaft
- Untersuchung der psychologischen Prägung durch das DDR-System auf verschiedene Generationen
- Analyse aktueller, politisch-literarischer Texte und persönlicher Experteninterviews
- Reflexion über die Transformation von Werten im Zuge der deutschen Wiedervereinigung
Auszug aus dem Buch
BERUF UND KARRIERE
Wir sind sehr vertraut miteinander umgegangen in der DDR, wir haben uns immer alles erzählt, auch bei der Arbeit. Zum Teil wurde mehr gequatscht als gearbeitet, bei 25 Kollegen stand oft ein Geburtstag an, und den feierte man auch. Wir haben Ausflüge gemacht, die Gemeinschaft wurde sehr gepflegt. Man wurde nicht arbeitslos, man musste dem Chef zwar gefallen, aber vor ihm auch keinen Knicks machen, [...] das hatte nichts Verklemmtes. Wir haben uns getraut, unsere Meinung zu äußern, auch wenn das nicht gut ankam.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einfluss des autokratischen Systems DDR auf die Gesellschaft ihrer Bürger: Dieses Kapitel analysiert, wie die staatliche Lenkung der Planwirtschaft den Alltag der DDR-Bürger in den Bereichen Konsum, zwischenmenschliche Beziehungen sowie Arbeitsleben maßgeblich formte.
2. UNTERSCHIEDLICHE BETRACHTUNGSEBENEN: Hier werden die konträren Wahrnehmungen der Lebensbedingungen zwischen der ehemaligen Mangelgesellschaft der DDR und dem heutigen marktwirtschaftlichen System gegenübergestellt.
3. ANHALTENDER EINFLUSS AUF DIE NACHFOLGEGENERATION: Das Kapitel beleuchtet anhand von Fallbeispielen, wie die Werte der Ost-Sozialisation durch die Elterngeneration an die Nachwendegeneration weitergegeben werden und wie diese mit dem heutigen System interagieren.
4. FAZIT: Das Fazit fasst zusammen, dass DDR-geprägte Strukturen auch heute noch in allen Lebensbereichen spürbar sind und die Wahrnehmung von Konsum und gesellschaftlichen Werten nachhaltig beeinflussen.
Schlüsselwörter
DDR-Geschichte, Deutsche Teilung, Nachwendegeneration, Ost-Prägung, Planwirtschaft, Mangelgesellschaft, Soziale Werte, Identität, Konsumkultur, Gesellschaftlicher Wandel, Zeitgeschichte, Transformationsprozess, Politische Sozialisation, Berlin, Kollektives Gedächtnis.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die langfristigen Auswirkungen der DDR-Realität auf das gesellschaftliche Bewusstsein und die Einstellungsbildung der heute lebenden Generationen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung von Konsumverhalten, Arbeitskultur, zwischenmenschlichen Beziehungen und der psychologischen Prägung durch die ehemalige DDR.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu klären, ob und wie die historische Erfahrung der DDR-Sozialisation die Einstellungen der Nachwendegeneration in der heutigen Bundesrepublik beeinflusst.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Autorin stützt sich auf eine qualitative Analyse von politisch-literarischen Texten sowie auf persönliche Experteninterviews und soziologische Studien.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der DDR-Alltagsstrukturen, den Vergleich dieser mit der heutigen Lebensrealität und die Untersuchung der transgenerationalen Wertevermittlung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
DDR-Geschichte, Ost-Prägung, Transformationsprozess, Identität, Kollektives Gedächtnis und gesellschaftlicher Wandel sind zentrale Begriffe.
Wie unterscheidet sich die Arbeitsauffassung zwischen der DDR-Zeit und heute laut der Studie?
In der DDR stand das kollegiale Arbeitsklima und Sicherheit im Vordergrund, während heute Eigeninitiative und Wettbewerbsfähigkeit als neue Anforderungen dominieren.
Welche Rolle spielt die „Ost-Mentalität“ für das heutige Berlin?
Die Autorin argumentiert, dass die kreative Identität des heutigen Berlin stark durch die spezifische geschichtliche Entwicklung des Ostteils geprägt ist.
Wie nimmt die Nachwendegeneration das Konsumangebot wahr?
Was für die Elterngeneration ein Privileg darstellte, wird von der Nachwendegeneration oft als Standard wahrgenommen und teilweise kritisch hinterfragt.
- Quote paper
- Alice Hannemann (Author), 2015, Die Geschichte der deutschen Teilung und die gesellschaftliche Realität in der DDR am Beispiel aktueller, politisch-literarischer Texte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/301072