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Androgyn. Eine Untersuchung über den vollkommenen Menschen mit Bezug auf „Orlando. Eine Biografie“ von Virginia Woolf

Titre: Androgyn. Eine Untersuchung über den vollkommenen Menschen mit Bezug auf „Orlando. Eine Biografie“ von Virginia Woolf

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2015 , 21 Pages

Autor:in: Meike Exner (Auteur)

Didactique de l'Anglais - Littérature, Œuvres
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Androgynie – ein Begriff, der gesellschaftlich sowohl das äußerliche Zusammenwirken “männlicher“ und “weiblicher“ Geschlechtsmerkmale als auch dessen mythologischen Hintergrund in sich trägt. Seine Verwendung bezieht sich auf die Vereinigung sowie Vervollkommnung durch den weiblichen und männlichen Pol in einer Person oder in einem Körper.
Die Mythen und Legenden zu Androgynie reichen weit in die Historie zurück. Eine Vielzahl von ihnen enthält Bezüge zum Göttlichen und Vollkommenen.
Ambivalent dazu verhält sich heute das gesellschaftliche Bild von Vielgeschlechtlichkeit, beziehungsweise Geschlechtlichkeit, die sich nicht in das Zweigeschlechtersystem von Mann und Frau einordnen lässt. Das dritte Geschlecht, Geschlechtslosigkeit, Inter- und Transsexualität sowie Androgynie existieren, wenn überhaupt, am Rande des gesellschaftlichen und politischen Diskurses, obgleich sie ein breites Thema in der Geschlechterforschung darstellen. Die Thematik Androgynie ist eng verflochten mit der Gendertheorie und der Konstruktion von Rollenbildern und Geschlechtsidentitäten.

Literarisch aufgearbeitet wurde das Thema Androgynie in der westlichen Gesellschaft beispielsweise in der Romantik von Goethe und Kleist oder in der Literatur des Fin de siécle. Auch Geschlechter- oder Rollentauschgeschichten, beispielsweise in der DDR-Literatur tragen insofern einen androgynen Charakter, als sie weiblich und männlich konnotierte Eigenschaften in Figuren vereinen und so Bezüge zu den vermeintlichen Polen, die in Menschen stecken und durch Sozialisation unterdrückt werden, herstellen. In der Literatur sowie in allen anderen Künsten wird der Aspekt der Androgynie vielfach auf und häufig auch auf dessen mythologische Ursprünge zurückgegriffen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Geschlechtlichkeiten

1.1 Das konstruierte Geschlecht

1.2 Zwischen und außerhalb der Geschlechtergrenzen

2 Androgynie

2.1 Ideal und Urzustand

2.2 Literatur

3 Virginia Woolf und der vollkommene Mensch

3.1 Virginia, Vita und Orlando

3.2 Orlando und die Auflösung der Polarität

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht das Konzept der Androgynie als Ideal des vollkommenen Menschen mit besonderem Fokus auf Virginia Woolfs Roman „Orlando. Eine Biografie“. Ziel ist es, die Darstellung von Geschlechterrollen und deren Auflösung zu analysieren und zu prüfen, ob die Figur Orlando als androgynes Ideal für eine Aufhebung gesellschaftlicher Kategorisierungen verstanden werden kann.

  • Analyse des Geschlechterbegriffs in der Gendertheorie und Soziologie.
  • Mythologische und psychologische Grundlagen des Androgynie-Konzepts.
  • Untersuchung von Identitätskonstruktionen im Roman „Orlando“.
  • Hinterfragung heteronormativer Geschlechterrollen und gesellschaftlicher Konventionen.

Auszug aus dem Buch

3.2 Orlando und die Auflösung der Polarität

„Orlando. Eine Biografie“ ist von unterschiedlichen Motiven und Gattungsüberschneidungen erfüllt. In Interpretationen wird es beispielsweise auch als „anti-novel“ und von Virginia Woolf selbst als „half laughing, half serious“ beschrieben. Elemente einer Biografie, eines historischen Romans und eines Entwicklungsromans kommen hier zusammen. Die Erzählperson ist als Biograf des Lebens von Orlando, einem zu Beginn der Geschichte im 16. Jahrhundert lebenden, sechzehn Jahre jungen und schönen Aristokraten gezeichnet, worauf, teils ironisch, mehrfach angespielt wird. Jedoch ist die Fiktionalität der Geschichte schon darin zu erkennen, dass Orlandos Leben sich über mehrere Jahrhunderte erstreckt. Während des Fortlaufs der Zeit und ihren historischen Begebenheiten wird ebenfalls der Schreibstil des Biografen und Orlandos eigenes schriftstellerisches Schaffen den jeweiligen Epochen angepasst und damit auf die Entwicklungen der englischen Literatur und Literaturkritik angespielt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Geschlechtlichkeiten: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Gendertheorie, unterscheidet zwischen „sex“ und „gender“ und beleuchtet die Vielfalt jenseits binärer Geschlechtermodelle.

2 Androgynie: Hier werden die etymologischen Wurzeln sowie mythologische, psychologische und literarische Perspektiven auf den Androgynie-Begriff als Ausdruck von Ganzheit und Vervollkommnung dargestellt.

3 Virginia Woolf und der vollkommene Mensch: Dieses Kapitel analysiert anhand von „Orlando“ die praktische literarische Umsetzung des Androgynie-Konzepts bei Virginia Woolf und die Überwindung traditioneller Geschlechterrollen.

Schlüsselwörter

Androgynie, Virginia Woolf, Orlando, Geschlechterrolle, Gendertheorie, Identität, Zweigeschlechtersystem, Mythologie, Literaturwissenschaft, Geschlechtertausch, Vervollkommnung, Körperlichkeit, Sozialisation, Polarität, Transformation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der literarischen und gesellschaftlichen Bedeutung des Androgynie-Begriffs und seiner Verwendung bei Virginia Woolf.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Gendertheorie, die Konstruktion von Geschlechterrollen, die psychologische Vereinigung männlicher und weiblicher Aspekte sowie deren literarische Verarbeitung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu analysieren, wie Virginia Woolf durch die Figur Orlando das Konzept der Androgynie nutzt, um die Grenzen der Geschlechterdichotomie aufzuheben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Untersuchung, die philosophische, psychologische und soziologische Theorien in Bezug auf den Roman „Orlando“ anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Geschlechterbegriffs, die historische Herleitung der Androgynie und die spezifische Analyse von Orlandos Verwandlung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind Begriffe wie Androgynie, Geschlechtertausch, Identitätsfindung, gesellschaftliche Konventionen und die Dekonstruktion von Polaritäten.

Wie definiert die Autorin das Androgynie-Ideal?

Androgynie wird als ein Zustand der Vollkommenheit beschrieben, der nicht nur geschlechtliche Merkmale vereint, sondern die Befreiung von festgefahrenen Rollenbildern darstellt.

Welche Bedeutung hat die Figur des Biografen im Roman Orlando?

Der Biograf fungiert als ironischer Kommentator der Konventionen und betont die Natürlichkeit von Orlandos Wandel, während er gleichzeitig die Beschränkungen der damaligen Zeit reflektiert.

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Résumé des informations

Titre
Androgyn. Eine Untersuchung über den vollkommenen Menschen mit Bezug auf „Orlando. Eine Biografie“ von Virginia Woolf
Université
University of Hildesheim
Auteur
Meike Exner (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
21
N° de catalogue
V301099
ISBN (ebook)
9783656977841
ISBN (Livre)
9783656977858
Langue
allemand
mots-clé
androgyn eine untersuchung menschen bezug orlando biografie virginia woolf
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Meike Exner (Auteur), 2015, Androgyn. Eine Untersuchung über den vollkommenen Menschen mit Bezug auf „Orlando. Eine Biografie“ von Virginia Woolf, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/301099
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Extrait de  21  pages
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