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Wege der Dialektik zwischen Selbstbehauptung und Selbstentfremdung in Adornos "Dialektik der Aufklärung"

Titre: Wege der Dialektik zwischen Selbstbehauptung und Selbstentfremdung in Adornos "Dialektik der Aufklärung"

Dossier / Travail de Séminaire , 2014 , 30 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Fabian Fitz (Auteur)

Philosophie - Philosophie du XXe siècle
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Um Adornos Philosophie zu begreifen, ist es von Relevanz, das Dialektische seines Denkens selbst zu durchdringen, da dies die Grundlage ist auf welcher seine Philosophie aufbaut. Dialektik findet sich bei Adorno in nahezu allen Bereichen der Philosophie, wobei die Bereiche nicht unabhängig voneinander fungieren, sondern immer aufeinander aufbauen beziehungsweise aufeinander einwirken.
In der „Dialektik der Aufklärung“ beziehen Adorno und Horkheimer die dialektischen Verhältnisse explizit zwar nur auf die sich zum bürgerlichen Kapitalismus entwickelnde Gesellschaft und die kritische Analyse davon, jedoch sind auch hier schon die Ideen der „Negativen Dialektik“ präsent.

Es soll in dieser Arbeit nachvollzogen werden, in welchem Zusammenhang das begriffliche Denken, welches Horkheimer/Adorno schon in der mythischen Figur des Odysseus ausmachen, mit bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaftsstrukturen steht. Und es soll darum gehen, in welchem Verhältnis dazu das Individuum steht und wie dieses sich als ebensolches konstituieren kann. Dabei soll Bezug genommen werden auf Hegels Theorie der Anerkennung aus der „Phänomenologie des Geistes“, da diese, so die These dieser Arbeit, in der „Dialektik der Aufklärung“ wiedergefunden werden kann. Es wird sich zeigen, dass Adorno zwar im Geiste Hegels Philosophie betrieben hat, jedoch, und das entspricht wiederum seinem dialektischen Denken selbst, kritisch darauf Bezug genommen und auch das Denken Hegels nicht einseitig betrachtet hat.
Im Fokus der Arbeit soll die Analyse der Entwicklung des
begrifflichen Denkens hin zu Selbetbehauptung und Selbestentfremdung in der Gesellschaft stehen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Annäherung und Grundlegungen

2.1 Das Dialektische in Adornos Philosophie

3. Das begriffliche Denken

3.1 Identifizierbarkeit des Nichtidentischen

4. Die Odyssee als Allegorie für die Dialektik der Aufklärung

4.1 Die Episode der Selbstpreisgabe

4.2 Rückschlüsse aus dem homerischen Epos

4.3 Die Odyssee als Allegorie für die Dialektik der Aufklärung

5. Naturbeherrschung als Selbstentfremdung

5.1 Denken und außersprachliche Wirklichkeit

5.2 Naturbeherrschung und Selbstbeherrschung

5.3 Dogmatismus des Rationalen

5.4 Der Mensch als Herr, die Natur als Knecht

5.5 Odysseus Vorbeifahrt an den Sirenen als Exempel

6. Anerkennung und Versöhnung

6.1 Individuum und Gesellschaft

6.2 Selbstbehauptung in der Gesellschaft

6.3 Hegels Idee der Anerkennung

6.4 Versöhnung als Idee in der „Dialektik der Aufklärung“

7. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht das dialektische Verhältnis von Selbstbehauptung und Selbstentfremdung im Kontext der „Dialektik der Aufklärung“ von Adorno und Horkheimer. Ziel ist es, die Entwicklung vom begrifflichen Denken hin zu gesellschaftlichen Herrschaftsstrukturen unter Einbeziehung von Hegels Anerkennungstheorie nachzuvollziehen und kritisch zu beleuchten.

  • Die Analyse des dialektischen Denkens bei Adorno.
  • Die Interpretation der Odyssee als Allegorie für aufklärerische Prozesse.
  • Der Zusammenhang zwischen Naturbeherrschung und Selbstentfremdung.
  • Die Rolle der Anerkennung und die Utopie der Versöhnung in der kritischen Theorie.

Auszug aus dem Buch

4.1 Die Episode der Selbstpreisgabe

Diese Episode soll wie auch die folgenden Episoden unter dem Gesichtspunkt betrachtet werden, welches Strukturmodell der Aufklärung Adorno anhand der Odyssee erkennt.

Odysseus zeigt in diesem Teil die aufgeklärte Einsicht, dass Worte von ihrer Bedeutung abtrennbar sind, dass es eine Differenz zwischen Wort und Gegenstand gibt, die der dem Mythos angehörige Kyklop nicht erkennen kann. Durch die Entbindung von der mythischen Sprachebene, deren performatives Moment darin besteht, dass zwischen Dingen und ihren Namen nicht unterschieden wird, steht Odysseus auf einer aufgeklärten Stufe und damit für den Subjektivismus der Bürgerlichkeit, der es dem Einzelnen ermöglicht Begriffe aus sich selbst heraus zu entwickeln. Anhand der Stufe der Sprachentwicklung zieht Adorno eine Parallele zur Stufe der Entwicklung hinsichtlich der Organisation des Ackerbaus und somit der Arbeit und der Gesellschaft und von dort aus zum Denken selber. Da kein „systematischer Ackerbau betrieben werde“, sei auch keine „systematische, über die Zeit disponierende Organisation von Arbeit und Gesellschaft erreicht [...]“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das dialektische Denken Adornos und die Zielsetzung der Arbeit bezüglich der Analyse von Selbstbehauptung und Selbstentfremdung.

2. Annäherung und Grundlegungen: Darlegung der dialektischen Philosophie Adornos und dessen Abgrenzung zu traditionellen Denkweisen.

3. Das begriffliche Denken: Untersuchung der Identifizierbarkeit des Nichtidentischen als zentrales Element des begrifflichen Denkens.

4. Die Odyssee als Allegorie für die Dialektik der Aufklärung: Analyse der Odyssee als mythologisches Exempel für den Prozess der Aufklärung und die List des Odysseus.

5. Naturbeherrschung als Selbstentfremdung: Erläuterung, wie der Wunsch nach Naturbeherrschung in Selbstentfremdung und Herrschaft über Menschen mündet.

6. Anerkennung und Versöhnung: Auseinandersetzung mit der Dialektik von Individuum und Gesellschaft sowie dem Versöhnungsbegriff im Vergleich zu Hegels Anerkennungstheorie.

7. Fazit: Abschließende Reflexion über die Notwendigkeit dialektischen Denkens zur Bewusstwerdung von Herrschaftsstrukturen und die Grenzen des Begriffs der Versöhnung.

Schlüsselwörter

Adorno, Horkheimer, Dialektik der Aufklärung, Selbstbehauptung, Selbstentfremdung, begriffliches Denken, Naturbeherrschung, Anerkennung, Hegel, Herrschaft, Versöhnung, Nichtidentisches, Odyssee, bürgerliche Gesellschaft, Subjekt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das dialektische Denken Adornos und Horkheimers, insbesondere wie sich das Streben nach Selbsterhaltung in einer von Aufklärung geprägten Welt in Selbstentfremdung und Herrschaftsverhältnisse verkehrt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören das begriffliche Denken, die Dialektik von Naturbeherrschung und Selbstbeherrschung sowie die Rolle von Anerkennung und Versöhnung in der modernen Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, nachzuzeichnen, wie sich das begriffliche Denken – allegorisch an der Figur des Odysseus illustriert – zu bürgerlich-kapitalistischen Strukturen entwickelt und inwieweit Hegels Anerkennungstheorie zur Klärung von Adornos Versöhnungsbegriff beitragen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche und sozialphilosophische Analyse angewandt, die primär auf den Werken Adornos, Horkheimers und Hegels basiert und diese in einen dialektischen Interpretationsrahmen stellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Odyssee als Allegorie, die Prozesse der Naturbeherrschung als Selbstentfremdung und die Verstrickung des Individuums in das Tauschprinzip der modernen Gesellschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Dialektik, Selbstentfremdung, Aufklärung, Herrschaft, Nichtidentisches, Anerkennung und Versöhnung.

Warum spielt die Figur des Odysseus eine so zentrale Rolle in der Analyse?

Odysseus fungiert als Prototyp des bürgerlichen Menschen, der durch List und die Abwendung vom Mythos zwar Natur beherrschbar macht, aber dabei seine eigene Identität und Natürlichkeit unterdrückt.

Inwiefern beeinflusst Hegels Anerkennungstheorie das Verständnis von Adornos Philosophie?

Die Arbeit nutzt Hegels Modell von Herr und Knecht, um zu verdeutlichen, dass Herrschaft ein dialektisches Verhältnis ist, in dem der Herr ebenso in Abhängigkeit gerät, und kontrastiert dies mit Adornos Konzept der zwangfreien Versöhnung.

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Résumé des informations

Titre
Wege der Dialektik zwischen Selbstbehauptung und Selbstentfremdung in Adornos "Dialektik der Aufklärung"
Université
University of Stuttgart  (Institut für Philosophie)
Cours
Dialektik der Aufklärung
Note
1,3
Auteur
Fabian Fitz (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
30
N° de catalogue
V301152
ISBN (ebook)
9783656975823
ISBN (Livre)
9783656975830
Langue
allemand
mots-clé
Philosophie Adorno Horkheimer Dialektik Aufklärung Politik Gesellschaft Kritische Theorie Frankfurter Schule Sozialwissenschaften Versöhnung Praktische Philosophie Anerkennung Hegel
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Fabian Fitz (Auteur), 2014, Wege der Dialektik zwischen Selbstbehauptung und Selbstentfremdung in Adornos "Dialektik der Aufklärung", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/301152
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