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"Denk nicht, sondern schau". Eine Analyse der Philosophiekonzeption Wittgensteins

Título: "Denk nicht, sondern schau". Eine Analyse der Philosophiekonzeption Wittgensteins

Trabajo , 2014 , 34 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Fabian Fitz (Autor)

Filosofía - Teoría (cognición, ciencia, lógica, idioma)
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Spricht man über Wittgenstein und seine Philosophie, so geht man oft davon aus, dass es in seinem Denken einen Bruch gab. Der „frühe Wittgenstein“ und der „späte Wittgenstein“ vertraten – so scheint es - zwei unterschiedliche Auffassungen dessen, was Philosophie ist und wie sie betrieben werden sollte.
Neben den offensichtlichen stilistischen Differenzen, vor allem zwischen seinen Hauptwerken dem Tractatus logicus-philosophicus und den Philosophischen Untersuchungen, wird auch eine Differenz in der Denkweise des Autors behauptet und scheint auf den ersten Blick auch plausibel.

In dieser Arbeit soll auf diese weitläufige Interpretation Wittgensteins eingegangen und dabei die These vertreten werden, dass es im Frühwerk und im Spätwerk weitaus mehr Kohärenz in Wittgensteins Denken gab, als man zunächst vermuten möchte. Dabei soll betrachtet werden inwieweit vor allem der letzte Satz des Tractatus wörtlich genommen werden kann und wie aus unterschiedlichen Interpretationen dieses letzten Satzes unterschiedliche Interpretation der gesamten Philosophie Wittgensteins folgen.

Gilt Ludwig Wittgenstein gemeinhin als Sprachphilosoph, so ist es Aufgabe dieser Arbeit, ihn im gesamtphilosophischen Kontext darzustellen und dabei zu zeigen, dass seine Darstellung als reiner Sprachphilosoph den Arbeiten Wittgensteins nicht gerecht wird.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gibt es einen frühen und einen späten Wittgenstein?

2.1. Die Sprachkonzeption

2.2. Zusammenhang von Sprache und Philosophie

2.3. Veränderung der Denkweise?

2.4. Die strenge Lesart

2.5. Das Ziel der Philosophie

2.6. Sprache als Spiel

3. Realismus und Empirismus in der Philosophie

3.1. Empirismus

3.2. Realismus

4. Wittgenstein: Empirist, Verifikationist oder Antirealist?

4.1. Umsetzung der eigenen Konzeption

5. Realismus gleich Realismus?

5.1. Realismus in der Literatur

5.2. Verwendung des Begriffs „Realismus“ bei Wittgenstein

5.3. Wittgensteins Kritik an Ramsey

6. Die realistische Position

6.1. Die philosophische Brille

6.2. Kritik an Ramseys Regelbegriff

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die philosophische Konzeption Ludwig Wittgensteins mit dem Ziel, die verbreitete Auffassung eines Bruchs zwischen dem "frühen" und dem "späten" Wittgenstein zu hinterfragen. Durch die Analyse seiner Sprach- und Philosophiekonzeption wird die These vertreten, dass eine größere Kohärenz in seinem Denken besteht, als oft angenommen, und dass er sich bewusst einer einfachen Einordnung in traditionelle Denkschulen entzieht.

  • Untersuchung der "strengen Lesart" von Wittgensteins Frühwerk (Tractatus).
  • Analyse der Begriffe Empirismus und Realismus im Kontext von Wittgensteins Philosophie.
  • Kritische Auseinandersetzung mit Wittgensteins Diskussionspartner Frank Ramsey.
  • Reflexion über Philosophie als erläuternde Tätigkeit statt als Lehre.
  • Hinterfragung der Zuordnung Wittgensteins zu einem reinen Sprachphilosophen.

Auszug aus dem Buch

2.5. Das Ziel der Philosophie

Passend zur Leiter-Metaphorik findet sich in den Philosophischen Untersuchungen dann der explizite Hinweis auf das Ziel der Philosophie:

„Was ist dein Ziel in der Philosophie? Der Fliege den Ausweg aus dem Fliegenglas zeigen.“

Dieses Zitat ist kohärent mit dem letzten Satz des Tractatus. Auch hier findet sich wieder der Hinweis auf die Philosophie als Tätigkeit. Die Fliege wird nicht aus dem Fliegenglas befreit, sondern ihr wird der Ausweg gezeigt, sie wird mitgenommen auf dem Weg nach draußen und sie kann diesen Ausweg im Idealfall nachvollziehen. Warum aber formuliert Wittgenstein in der Fliegenglas-Metapher das Ziel der Philosophie metaphorisch und hält es so allgemein? Denn ein Befreien aus einem Fliegenglas kann auf vielen verschiedenen Wegen und Art und Weisen passieren. Genau das ist die Erklärung für die allgemein gehaltene Formulierung. Wittgenstein will sich loslösen von jeder Art Dogmatismus in der Philosophie. An dieser Stelle besteht ein tatsächlicher Unterschied zwischen dem frühen und dem späten Wittgenstein. Finden sich im Tractatus noch einige Momente „philosophischer Überhöhung“, indem Ausdrücke wie „alle“ „jeder“ „vollkommen“ und weitere mehr kursiv geschrieben sind und wird dadurch gezeigt mit welchem Grundgedanke der Autor an das Werk gegangen ist, so wird in den Philosophischen Untersuchungen das undogmatische Vorgehen zu einem der Dreh- und Angelpunkte des Werkes. Er formuliert das Ziel der Philosophie so offen, weil es für ihn das Ziel nicht mehr gibt. Und auch die Stelle im Werk, an welcher das Ziel der Philosophie angesprochen wird ist von Bedeutung. Nicht nämlich, wie man vermuten könnte, zu Beginn des Werkes, als These, auf welche dann aufgebaut wird, sondern in der Mitte kommt Wittgenstein auf das Ziel der Philosophie zu sprechen, was zeigt, dass die Bewusstwerdung über das Ziel der Philosophie genauso einen Prozess, eine Tätigkeit darstellt, wie die Philosophie selbst.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik und die These, dass zwischen Früh- und Spätwerk Wittgensteins mehr Kohärenz besteht, als gemeinhin angenommen wird.

2. Gibt es einen frühen und einen späten Wittgenstein?: Untersuchung der Entwicklung von Wittgensteins Sprachkonzeption, seiner Philosophie als Tätigkeit und der Frage der Interpretation seines Frühwerks.

3. Realismus und Empirismus in der Philosophie: Grundlagenanalyse der beiden philosophischen Strömungen zur Vorbereitung auf Wittgensteins spätere Kritik.

4. Wittgenstein: Empirist, Verifikationist oder Antirealist?: Diskussion verschiedener Zuschreibungen an Wittgensteins Philosophie und deren Problematik.

5. Realismus gleich Realismus?: Untersuchung der unterschiedlichen Verwendungsweisen des Begriffs "Realismus" und Wittgensteins Kritik an Ramsey.

6. Die realistische Position: Analyse von Wittgensteins methodischem Ansatz, veranschaulicht durch die Metapher der "philosophischen Brille".

7. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Bestätigung der These, dass Wittgensteins Denken eher als Entwicklung denn als Bruch zu deuten ist.

Schlüsselwörter

Ludwig Wittgenstein, Tractatus logicus-philosophicus, Philosophische Untersuchungen, Sprachphilosophie, Realismus, Empirismus, strenge Lesart, Philosophie als Tätigkeit, Sprachspiele, Frank Ramsey, Kausalität, logischer Empirismus, Lebensform, Cora Diamond, Philosophiekonzeption

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Philosophiekonzeption von Ludwig Wittgenstein und hinterfragt kritisch die gängige Lehrmeinung eines Bruchs zwischen seinem Früh- und Spätwerk.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind Wittgensteins Sprachphilosophie, die Auseinandersetzung mit philosophischen Strömungen wie Realismus und Empirismus sowie die methodische Neuorientierung der Philosophie bei Wittgenstein.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Kohärenz in Wittgensteins Denken aufzuzeigen und zu belegen, dass er Philosophie als erläuternde Tätigkeit begreift, die sich von starren philosophischen Vorannahmen befreit.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine interpretative und analysierende Methode, die Passagen aus Wittgensteins Hauptwerken vergleicht und in den Kontext seiner zeitgenössischen Diskussionen, insbesondere mit Frank Ramsey, stellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Interpretation von Wittgensteins Früh- und Spätwerk, der Rolle der Sprache, der Kritik an empiristischen und realistischen Positionen sowie der Entwicklung des Begriffs der "realistischen Position".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Wittgenstein, Sprachspiele, Realismus, Empirismus, Philosophiekonzeption, Tractatus und Philosophische Untersuchungen.

Was bedeutet die "strenge Lesart" in Bezug auf den Tractatus?

Die "strenge Lesart" interpretiert den letzten Satz des Tractatus so, dass der Leser dazu aufgefordert wird, das Werk als Tätigkeit des Philosophierens zu begreifen und die Sätze am Ende als unsinnig zurückzuweisen, um die damit einhergehende Erkenntnis zu erlangen.

Wie unterscheidet sich Wittgensteins Ansatz von dem Frank Ramseys?

Wittgenstein kritisiert Ramsey dafür, dass dieser Logik als eine Art empirisches Wissen betrachtet und einen starren Regelbegriff voraussetzt, während Wittgenstein die Bedeutung von Sprache in der kontextabhängigen und intersubjektiven Sprachpraxis verankert sieht.

Was besagt die Metapher des "Fliegenglases"?

Die Fliegenglas-Metapher illustriert das Ziel der Philosophie: Sie soll der "Fliege" (dem Philosophen) den Ausweg aus ihren konfusionsanfälligen und dogmatischen Denkmustern zeigen, ohne ihr eine neue Lehre aufzuerlegen.

Final del extracto de 34 páginas  - subir

Detalles

Título
"Denk nicht, sondern schau". Eine Analyse der Philosophiekonzeption Wittgensteins
Universidad
University of Stuttgart  (Institut für Philosophie)
Curso
Ludwig Wittgenstein: Philosophische Untersuchungen
Calificación
1,7
Autor
Fabian Fitz (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
34
No. de catálogo
V301154
ISBN (Ebook)
9783656974444
ISBN (Libro)
9783656974451
Idioma
Alemán
Etiqueta
Wittgenstein Sprache Philosophie Philosophiekonzeption Realismus Empirismus Ramsey Cora Diamond Philosophische Untersuchungen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Fabian Fitz (Autor), 2014, "Denk nicht, sondern schau". Eine Analyse der Philosophiekonzeption Wittgensteins, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/301154
Leer eBook
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