In dieser Arbeit möchte ich näher auf die Frage eingehen, ob Training in der Schule sinnvoll und durchführbar ist und welchen Beitrag die Trainingswissenschaft für den Schulsport leisten kann, damit eine möglichst optimale Beanspruchung der Schüler/innen erreicht wird. Im Anschluss daran möchte ich noch einige praktische Möglichkeiten zur Steuerung und Differenzierung im Schulsport aufzeigen und kurz eine Möglichkeit zur Messung der Beanspruchung nennen.
Schulsport hat die Aufgabe verschiedenste Erfahrungen den Schüler/innen zu vermitteln. Zum Einen sollen sie vielseitige Bewegungs- und Körpererfahrungen machen, zum anderen soll auch soziales Lernen im Sportunterricht stattfinden. Sportunterricht wird des Weiteren durch den Aspekt der Gesundheitsförderung legitimiert, denn der Gesundheitszustand unserer Jugend ist erschreckend schlecht: „Jeder vierte weist Kreislaufschwächen, jeder zweite Haltungsschäden auf, jeder dritte ist übergewichtig, und jeder zweite schafft nicht einmal einen Klimmzug.“
Gerade der Gesundheitsaspekt ist ein Argument warum Trainings im Schulsport stattfinden sollte.
Inhaltsverzeichnis (Table of Contents)
- 1. Einleitung
- 2. Charakteristika einer Schulklasse
- 2.1 Heterogene Klassen
- 2.2 Belastungshäufigkeiten in der Schule
- 2.3 Ferieneinschnitte als Planungsdaten
- 3. Training im Schulsport
- 3.1 Belastungsdosierung
- 3.2 Belastungssteuerung
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte (Objectives and Key Themes)
Die Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema „Training im Schulsport“ und untersucht, ob Training in der Schule sinnvoll und durchführbar ist. Die Arbeit beleuchtet den Beitrag der Trainingswissenschaft für den Schulsport, um eine optimale Beanspruchung der Schüler/innen zu erreichen. Zudem werden praktische Möglichkeiten zur Steuerung und Differenzierung im Schulsport aufgezeigt sowie eine Möglichkeit zur Messung der Beanspruchung genannt.
- Sinn und Durchführbarkeit von Training im Schulsport
- Beitrag der Trainingswissenschaft zur Optimierung der Schülerbeanspruchung
- Praktische Möglichkeiten zur Steuerung und Differenzierung im Schulsport
- Messung der Schülerbeanspruchung
- Gesundheitsförderung durch Training im Schulsport
Zusammenfassung der Kapitel (Chapter Summaries)
- Einleitung: Die Einleitung stellt die Thematik des Trainings im Schulsport vor und führt die Forschungsfrage ein, ob Training in der Schule sinnvoll und durchführbar ist. Der Beitrag der Trainingswissenschaft für den Schulsport und die Optimierung der Schülerbeanspruchung werden als zentrale Themenfelder der Arbeit benannt.
- Charakteristika einer Schulklasse: Dieses Kapitel befasst sich mit den Besonderheiten von Schulklassen, insbesondere der Heterogenität der Leistungsniveaus. Der Zusammenhang zwischen Trainingseffektivität und individueller Berücksichtigung von Schülerunterschieden wird erläutert, und es werden am Beispiel eines Waldlaufs die Schwierigkeiten einer einheitlichen Belastungsplanung für heterogene Klassen aufgezeigt.
- Belastungshäufigkeiten in der Schule: Dieses Kapitel diskutiert die Bedeutung der Belastungshäufigkeit für Trainingseffekte und die Adaptationsprozesse des Körpers. Es werden die geringen Belastungshäufigkeiten im deutschen Schulsport im Vergleich zu anderen europäischen Ländern thematisiert und die Frage aufgeworfen, ob diese ausreichend sind, um Adaptationsvorgänge auszulösen. Die Vorteile einer höheren Belastungshäufigkeit durch die Aufteilung von Doppelstunden in Einzelstunden werden dargestellt.
- Ferieneinschnitte als Planungsdaten: Dieses Kapitel beschäftigt sich mit dem Einfluss von Ferien auf das Training im Schulsport und untersucht, ob und inwieweit die Trainingserfolge durch Ferienunterbrechungen verloren gehen. Es wird erläutert, dass kurze Trainingspausen die Adaptationsprozesse zwar verlangsamen, die Leistung aber in der Regel nicht auf ein schlechteres Niveau fallen lassen. Der Leistungsabfall während der Sommerferien wird als Problem benannt, und es werden Möglichkeiten zur Verzögerung des Abfalls diskutiert.
Schlüsselwörter (Keywords)
Schulsport, Training, Trainingswissenschaft, Belastungsdosierung, Belastungssteuerung, Schülerbeanspruchung, Heterogenität, Adaptation, Belastungshäufigkeit, Ferieneinschnitte, Gesundheitsförderung.
Häufig gestellte Fragen
Ist gezieltes Training im Schulsport sinnvoll?
Ja, angesichts des oft schlechten Gesundheitszustands Jugendlicher ist ein gezieltes Training zur Förderung der Ausdauer und Kraft ein wichtiger Beitrag zur Gesundheitserziehung.
Wie geht man mit der Heterogenität in Schulklassen um?
Durch Differenzierung der Belastung: Anstatt alle Schüler das gleiche Tempo laufen zu lassen, sollten individuelle Belastungszonen (z.B. nach Pulsfrequenz) genutzt werden, um jeden optimal zu fordern.
Reicht die Häufigkeit des Schulsports für Trainingseffekte aus?
Zwei bis drei Stunden pro Woche sind oft das Minimum, um Adaptationsprozesse des Körpers auszulösen. Eine Aufteilung von Doppelstunden in Einzelstunden kann die Belastungshäufigkeit und damit den Effekt verbessern.
Welchen Einfluss haben Ferien auf den Trainingserfolg?
Kurze Unterbrechungen verlangsamen den Fortschritt nur leicht. Längere Pausen wie die Sommerferien führen jedoch zu einem signifikanten Leistungsabfall, dem durch Ferienhausaufgaben oder Sportvereine entgegengewirkt werden kann.
Wie kann die Beanspruchung im Unterricht gemessen werden?
Einfache Methoden sind die Pulsmessung (manuell oder per Uhr) sowie das subjektive Belastungsempfinden der Schüler, um Über- oder Unterforderung zu vermeiden.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2008, Die optimale Beanspruchung beim Training im Schulsport, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/301203