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Die (Un-)Ordnung des Mittelfelds. Satzgliedstellung im Deutschen

Titre: Die (Un-)Ordnung des Mittelfelds. Satzgliedstellung im Deutschen

Dossier / Travail , 2008 , 20 Pages

Autor:in: Andrea Kluge (Auteur)

Philologie Allemande - Linguistique
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In der vorliegenden Hausarbeit beschäftige ich mich mit der Satzgliedstellung innerhalb des topologischen Mittelfelds, ausgehend von Sätzen in deutscher Sprache. Dazu gebe ich einführend eine kurze Übersicht zu den topologischen Feldern im Allgemeinen und beschreibe im Folgenden, was für syntaktische Funktionen dem Mittelfeld vorbehalten sind und inwiefern sich bereits dort Einteilungsschwierigkeiten ergeben können.

Im direkten Anschluss an diese grundlegende Herangehensweise in den grammatikalischen Rahmen dieser Hausarbeit möchte ich auf deskriptive Art und Weise der Fragestellung nachgehen, inwiefern die Satzgliedreihenfolge der im Mittelfeld auftretenden syntaktischen Funktionen bereits eindeutig festgelegt ist bzw. welche tendenziellen Faktoren sich hinsichtlich der Besetzung des Mittelfeldes in der von mir verwendeten Sekundärliteratur bisher gefunden lassen haben. Dieser Aspekt wird in der linguistischen Literatur nicht erst seit jüngster Zeit mit großer Aufmerksamkeit und regem Interesse, teilweise jedoch auch sehr uneinheitlich und insgesamt noch mit vielen ungeklärten und komplizierten Regelungen betrachtet. Denn gerade die Abfolgeregularität innerhalb des nicht selten reich besetzten Mittelfelds ist von jeweils verschiedenen sowohl grammatischen als auch pragmatischen Faktoren abhängig.

Am ausführlichsten gehe ich dabei auf die Befunde der IDS-Grammatik zur Satzstellungsregelung der Komplemente innerhalb des Mittelfeldes ein, da diese Beschreibung sehr detailliert ausfällt.
Die Mehrzahl der jeweiligen Beispielsätze aus der von mir verwendeten Sekundärliteratur habe ich dabei nicht immer wortwörtlich übernommen, sondern mir in den meisten Fällen eigene, alternative Beispielsätze überlegt, um ein wenig Abwechslung ins Spiel zu bringen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1.0 Grundlegendes zur Topologie

2.0 Die Topologie des Mittelfelds

2.1 Syntaktische Funktionen im Mittelfeld

3.0 Die Satzgliedreihenfolge im Mittelfeld

3.1 Faktoren der Satzgliedfolge

4.0 Stellungsfaktoren in der IDS-Grammatik

4.1 Stellungsfolge der Komplemente

5.0 Fazit

6.0 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die komplexe Satzgliedstellung innerhalb des topologischen Mittelfelds in der deutschen Sprache. Ziel ist es, deskriptiv aufzuzeigen, inwieweit die Reihenfolge syntaktischer Funktionen festgelegt ist und welche grammatischen sowie pragmatischen Faktoren diese Besetzung beeinflussen, wobei ein besonderer Fokus auf den detaillierten Regelungen der IDS-Grammatik liegt.

  • Topologische Feldermodelle und Verbpositionen
  • Syntaktische Funktionen im Mittelfeld
  • Freie versus feste Satzgliedstellung
  • Faktoren der Satzgliedfolge (Thema-Rhema, Satzakzent, Definitheit)
  • Stellungsregeln der IDS-Grammatik für Komplemente

Auszug aus dem Buch

4.1 Stellungsfolge der Komplemente

Stellungsregel 1. Stufe: In unmarkierter Mittelfeldfolge stehen Termkomplemente vor Nicht-Termkomplementen. (K+TRM >> K-TRM)

Beispiel (a): „Schon seit langer Zeit traut sich [keine Menschenseele]+TRM mehr [in jenes heruntergekommene Haus]-TRM.“

In der Wortstellungsforschung wird diese Stellungsregularität in den meisten Fällen mit dem Begriff „Verbnähe“ oder „Verbbindung“ bezeichnet, den es jedoch laut der IDS-Grammatik zu präzisieren gilt, und zwar zu „je eher in der kategorialen Funktionalstruktur an das Verb angebunden, desto näher beim Verb“ (1997:1508).

Bei Nicht-Termkomplementen ist die Endstellung solcher, die Teil des Prädikatsausdrucks sind sowie Prädikativkomplemente fest („Trotzdem halten [die meisten Menschen]+TRM [einen ewigen Frieden]+TRM [für unrealistisch]-TRM.“) Würde man die Reihenfolge hierbei verändern (bspw. „Trotzdem halten die meisten Menschen für unrealistisch einen ewigen Frieden“) dann läge keine Mittelfeldfolge mehr vor, sondern eine Nachfeldstellung des Termkomplements bei nicht realisierter rechter Satzklammer (vgl. 1997:1509).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Problematik der Satzgliedstellung im Mittelfeld und Vorstellung der methodischen Herangehensweise.

1.0 Grundlegendes zur Topologie: Erläuterung der topologischen Felder und der Bedeutung der Verbposition für die Satzstruktur.

2.0 Die Topologie des Mittelfelds: Beschreibung der Eigenschaften des Mittelfelds als zentralem Stellungsfeld des Satzes.

2.1 Syntaktische Funktionen im Mittelfeld: Untersuchung der Elemente, die mittelfeldabhängig sind oder dort nicht auftreten können.

3.0 Die Satzgliedreihenfolge im Mittelfeld: Analyse des Spannungsfeldes zwischen freier und fester Satzgliedstellung.

3.1 Faktoren der Satzgliedfolge: Darlegung wichtiger Einflussfaktoren wie Thema-Rhema-Struktur, Satzakzent und Bedeutung der Satzglieder.

4.0 Stellungsfaktoren in der IDS-Grammatik: Einführung in das differenzierte System der IDS-Grammatik zur Stellungsregelung.

4.1 Stellungsfolge der Komplemente: Detaillierte Erörterung der vier Stufen der Stellungsregeln für Term- und Nicht-Termkomplemente.

5.0 Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Bestätigung der "überwiegenden Tendenz" gegenüber starren Regeln.

6.0 Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten wissenschaftlichen Quellen.

Schlüsselwörter

Mittelfeld, Topologie, Satzgliedstellung, deutsche Grammatik, IDS-Grammatik, Wortstellung, Komplemente, Satzgliedfolge, Thema-Rhema-Struktur, syntaktische Funktionen, unmarkierte Folge, Satzbau, Grammatiktheorie, Sprachwandel, linguistische Forschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Ordnung und Anordnung der verschiedenen Satzglieder innerhalb des topologischen Mittelfelds deutscher Sätze.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Aspekte sind die topologische Feldereinteilung, die syntaktischen Funktionen der Elemente im Mittelfeld sowie die Faktoren, die eine "unmarkierte" Satzgliedreihenfolge bestimmen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die teilweise uneinheitlichen Regeln der Wortstellung zu deskriptiv zu erfassen und die präzisen Regelungsmechanismen der IDS-Grammatik vergleichend darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewendet?

Die Autorin wählt einen deskriptiven Ansatz, bei dem sie Beispielsätze aus der Fachliteratur analysiert, diese teilweise variiert und anhand verschiedener linguistischer Stellungsprinzipien wie Thema-Rhema-Gliederung oder Belebt-vor-Unbelebt bewertet.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die topologischen Grundlagen, die Identifikation von syntaktischen Funktionen sowie eine tiefgehende Analyse der IDS-Regeln, insbesondere der mehrstufigen Stellungsregeln für Komplemente.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Mittelfeld, Topologie, IDS-Grammatik, Satzgliedfolge und die Dichotomie von Term- und Nicht-Termkomplementen geprägt.

Wie unterscheidet die IDS-Grammatik zwischen Termkomplementen und Nicht-Termkomplementen?

Termkomplemente umfassen Subjekte und Objekte, während Nicht-Termkomplemente Prädikative, Verbgefüge und Lokativ-Ergänzungen darstellen; für erstere gelten andere Stellungspräferenzen.

Warum wird im Fazit nur von einer "überwiegenden Tendenz" gesprochen?

Da kommunikative Absichten des Sprechers eine feste Regelhaftigkeit durchbrechen können, kann in der linguistischen Analyse des Mittelfelds keine absolute, ausnahmslose Ordnung, sondern nur eine statistisch gehäufte Tendenz postuliert werden.

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Résumé des informations

Titre
Die (Un-)Ordnung des Mittelfelds. Satzgliedstellung im Deutschen
Université
University of Tubingen
Auteur
Andrea Kluge (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
20
N° de catalogue
V301311
ISBN (ebook)
9783656974468
ISBN (Livre)
9783656974475
Langue
allemand
mots-clé
ordnung mittelfelds satzgliedstellung deutschen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Andrea Kluge (Auteur), 2008, Die (Un-)Ordnung des Mittelfelds. Satzgliedstellung im Deutschen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/301311
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