Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Orientalismo / Sinología - Japonología

Das japanische Erziehungssystem. Soziale Erziehung versus Bildungserziehung

Título: Das japanische Erziehungssystem. Soziale Erziehung versus Bildungserziehung

Trabajo Escrito , 2007 , 24 Páginas

Autor:in: Andrea Kluge (Autor)

Orientalismo / Sinología - Japonología
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

In meiner Hausarbeit möchte ich mich mit dem Thema des japanischen Erziehungssystems auseinandersetzen, dessen Methoden gerade in Hinsicht auf die erfolgreiche Wirtschaft Japans von großem Interesse scheinen.

Angefangen im Kindergarten mit der Koexistenz von spielerischer Freiheit und präzisen Alltagsregeln, werden den jungen Japanern das ganze schulische Leben über entscheidende soziale Werte vermittelt. Spätestens ab der Mittelschule wandelt sich der Schwerpunkt jedoch hin zu einer rein wissensbasierten Ausbildung, ausgerichtet auf das Bestehen der Aufnahmeprüfungen zur jeweils höheren Bildungsinstitution.

Insgesamt sollen nicht nur die positiven Aspekte, sondern ebenso die Schattenseiten der japanischen Erziehung nicht außer Acht gelassen werden. Sowohl die zweifellos kooperative Mentalität des japanischen Volkes, als auch die hohen Leistungsanforderungen auf akademischer Seite führen nicht selten zu Nebenwirkungen wie Gewalt, Kriminalität und Schulverweigerung. Insbesondere die Form der Schikane unter Schülern (ijime) soll als eine der häufigsten Probleme japanischer Mittel- und Oberstufen unter Betracht genommen werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1.0 Entwicklung der letzten fünfzig Jahre

1.1 Erziehungsmuster

1.2 Das Erziehungsministerium

1.3 Lehrkörper

2.0 Gruppendynamische Erziehung

2.1 Kindergarten

2.1.1 Regeln und Routine

2.2 Grundschule

3.0 Erziehung zur Bildung

3.1 Mittelschule

3.2 Oberschule

3.3 Kritische Meinungen

4.0 Schattenseiten schulischer Erziehung

4.1 Schikane unter Schülern

4.2 Zu hoher Bildungsdruck

5.0 Unterschiede zu Deutschland

6.0 Konklusion

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich kritisch mit den Strukturen und Methoden des japanischen Erziehungssystems auseinander, wobei das primäre Ziel darin besteht, das Spannungsfeld zwischen sozialer Erziehung zur Gruppenkonformität und der leistungsorientierten akademischen Ausbildung zu analysieren und mit dem deutschen System zu vergleichen.

  • Entwicklung des japanischen Schulsystems nach 1945
  • Methoden der sozialen Erziehung (shudan seikatsu)
  • Die Rolle des Erziehungsministeriums und der Lehrerschaft
  • Problematiken wie Schikane (ijime) und Leistungsdruck
  • Vergleich der pädagogischen Ansätze zwischen Japan und Deutschland

Auszug aus dem Buch

1.1 Erziehungsmuster

Da japanische Mütter mit ihren Kindern sehr nachsichtig sind und sie vielmehr als „asoziales Wesen“ sehen, dem sie auf dem Weg in die Gemeinschaft lediglich Hilfestellung geben müssen (vgl. Elschenbroich 1996:107), beginnt die eigentliche Erziehung in Japan erst mit dem Eintritt in Vor- bzw. Grundschule. Dabei hat jeder Japaner auf seinem mindestens sechsjährigen Schulweg die Chance auf grundlegende Bildung, denn nicht nur dass die neunjährige Pflichtschulzeit von Schulgebühren befreit ist, sondern auch ein Sitzenbleiben in japanischen Schulen ist nicht möglich. Jeder Jugendliche, der die japanische Oberschule abschließt, kann an der Schlacht um die Aufnahmeprüfungen der Universitäten teilnehmen (vgl. Elschenbroich 1996:159). Da es generell so ist, dass den Absolventen einer ruhmreichen Universität ein Arbeitsplatz in einem renommierten Unternehmen gesichert ist, stellen diese Examina das eigentliche Ziel der gesamten zwölfjährigen Schullaufbahn dar.

Insbesondere auf die Moralerziehung legen die Japaner seit je her viel Wert (vgl. Nemoto 1999:19). So steht im Weißbuch von 1994 geschrieben, dass „die Moralerziehung als fundamentaler Teil der schulischen Erziehung gilt, da die Erziehung an sich die Formation eines Charakters darstellt“. Die Hauptziele der moralischen Erziehung liegen darin, die in Kapitel 4.0 beschriebenen Probleme wie die Schikane, Schulschwänzerei und Gewalt zu verhindern, und den Kindern ein gewisses Maß an Respekt gegenüber dem menschlichen Dasein zu vermitteln (vgl. Nemoto 1999:23).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Vorstellung des Themas und der Forschungsfragen bezüglich der japanischen Erziehungsmethoden.

1.0 Entwicklung der letzten fünfzig Jahre: Historischer Rückblick auf die Reformen des Bildungswesens nach dem Zweiten Weltkrieg.

1.1 Erziehungsmuster: Analyse der grundlegenden pädagogischen Strategien und Ziele der japanischen Schulausbildung.

1.2 Das Erziehungsministerium: Darstellung der administrativen Struktur und des staatlichen Einflusses auf das Bildungswesen.

1.3 Lehrkörper: Untersuchung der sozialen Rolle des Lehrers und des Lehrer-Schüler-Verhältnisses.

2.0 Gruppendynamische Erziehung: Fokus auf die Vermittlung von Gruppenkonformität in den frühen Bildungsjahren.

2.1 Kindergarten: Beschreibung des spielerischen, aber regelbasierten Einstiegs in das soziale Leben.

2.1.1 Regeln und Routine: Erläuterung der Bedeutung von formalen Abläufen zur Disziplinierung.

2.2 Grundschule: Verbindung von Lernen und der Etablierung des sozialen Gruppenprinzips.

3.0 Erziehung zur Bildung: Wandel der Prioritäten hin zum leistungsorientierten Lernen in höheren Klassenstufen.

3.1 Mittelschule: Fokus auf das Erreichen spezifischer Bildungsziele und Vorbereitung auf die Oberschule.

3.2 Oberschule: Darstellung des extremen Fokus auf universitäre Aufnahmeprüfungen.

3.3 Kritische Meinungen: Diskussion über die mangelnde Förderung von Kreativität durch reines Auswendiglernen.

4.0 Schattenseiten schulischer Erziehung: Beleuchtung der negativen Auswirkungen von Leistungsdruck und Anpassungszwang.

4.1 Schikane unter Schülern: Analyse des Phänomens ijime als direkte Konsequenz der Gruppenorientierung.

4.2 Zu hoher Bildungsdruck: Betrachtung von Schulverweigerung und Gewalt als Reaktionen auf den Leistungsdruck.

5.0 Unterschiede zu Deutschland: Vergleichende Perspektive auf die Strukturen beider Erziehungssysteme.

6.0 Konklusion: Fazit zur Effektivität und den langfristigen sozialen Folgen des japanischen Erziehungssystems.

Schlüsselwörter

Japanisches Erziehungssystem, Gruppendynamik, shudan seikatsu, ijime, Schikane, Leistungsdruck, Moralerziehung, Schuluniform, Aufnahmeprüfungen, soziale Erziehung, Bildungserziehung, Konformität, Lehrer-Schüler-Verhältnis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das japanische Erziehungssystem im Kontext seiner soziokulturellen Prägung, wobei der Fokus auf dem Wechselspiel zwischen sozialer Erziehung und akademischer Leistungsanforderung liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Entwicklung des Schulwesens nach 1945, die Bedeutung der Gruppenkonformität, die Rolle der staatlichen Curricula sowie die Schattenseiten des Systems wie Mobbing (ijime) und hoher Leistungsdruck.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit analysiert, ob das japanische System, welches auf Wirtschaftserfolg ausgerichtet ist, durch seinen hohen Anpassungsdruck negative Auswirkungen auf das Individuum hat, und vergleicht dies mit dem deutschen Bildungssystem.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender pädagogischer und soziologischer Handbücher sowie Studien zum japanischen Bildungswesen seit der Nachkriegszeit.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich chronologisch vom Kindergarten über die Grund- und Mittelschule bis zur Oberschule und untersucht jeweils die spezifischen Erziehungsmethoden sowie die damit einhergehenden Probleme.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Gruppendynamik (shudan seikatsu), Schikane (ijime), Aufnahmeprüfungen, Moralerziehung und der Gegensatz von sozialer zu akademischer Erziehung.

Warum spielt die Gruppe eine so entscheidende Rolle in der frühen Erziehung?

In Japan gilt die Gruppe als "Chance" für die soziale Entwicklung. Sie bietet dem Kind Sicherheit und vermittelt ihm lebenslange soziale Kompetenzen, die in der japanischen Gesellschaft als essenziell für Harmonie und Kooperation angesehen werden.

Wie erklärt die Autorin das Phänomen der Schikane (ijime)?

Ijime wird als eine direkte, wenn auch ungewollte Konsequenz der systematischen Erziehung zur Gruppenkonformität interpretiert, bei der Individuen, die den Gruppennormen nicht entsprechen, ausgegrenzt werden.

Hat der hohe Bildungsdruck auch positive Effekte?

Ja, laut der Arbeit ist der wirtschaftliche Erfolg Japans eng mit der Disziplin und dem hohen Bildungsstand der Bevölkerung verknüpft, der durch das anspruchsvolle Schulsystem und die Aufnahmeprüfungen erzielt wird.

Wie bewertet die Autorin die Zukunft des Systems?

Die Autorin ist skeptisch, dass sich das System in absehbarer Zeit grundlegend ändern wird, da die ständigen Debatten um die sogenannte "Prüfungsholle" bisher keine nennenswerten strukturellen Veränderungen hervorgebracht haben.

Final del extracto de 24 páginas  - subir

Detalles

Título
Das japanische Erziehungssystem. Soziale Erziehung versus Bildungserziehung
Universidad
University of Tubingen
Autor
Andrea Kluge (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
24
No. de catálogo
V301314
ISBN (Ebook)
9783656978671
ISBN (Libro)
9783656978688
Idioma
Alemán
Etiqueta
erziehungssystem soziale erziehung bildungserziehung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Andrea Kluge (Autor), 2007, Das japanische Erziehungssystem. Soziale Erziehung versus Bildungserziehung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/301314
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  24  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint