Zu Beginn dieser Seminararbeit „Bilanzierung und Bewertung der Finanzinstrumente nach HGB und IFRS“ werden die Grundlagen der Finanzinstrumente beschrieben. Hierbei wird zunächst der Begriff Finanzinstrument definiert. Anschließend werden die verschiedenen Arten der Finanzinstrumente jeweils nach HGB und IFRS dargestellt.
Im nächsten Punkt wird die allgemeine Bewertung und Bilanzierung von Finanzinstrumente erläutert. Hierbei wird nach HGB und IFRS unterschieden. Die Bewertung nach HGB orientiert sich an die allgemeinen Bewertungsvorschriften nach §253 HGB. Die Bewertung nach IFRS erfolgt anhand von Bewertungskategorien nach IAS 39. Danach wird anhand eines Beispiels die Bewertung und Bilanzierung nach beiden Rechnungslegungen veranschaulicht. In diesem Beispiel werden Wertpapiere, insbesondere eine Bundesanleihe, näher betrachtet.
Abschließend werden in dem Beispiel das Vorgehen nach HGB und IFRS einander gegenübergestellt, um die Unterschiede der beiden Rechnungslegungen zu verdeutlichen. Diese Seminararbeit endet mit einem Fazit, indem nochmals die wesentlichen Punkte aus dem HGB und dem IFRS zusammengefasst und miteinander verglichen werden
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Gang der Arbeit
2. Grundlagen Finanzinstrumente
2.1 Definition Finanzinstrumente
2.2 Arten der Finanzinstrumente
2.3 Bewertung und Bilanzierung
3. Wertpapiere
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Seminararbeit ist es, die Unterschiede in der Definition, Bewertung und Bilanzierung von Finanzinstrumenten zwischen dem Handelsgesetzbuch (HGB) und den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufzuzeigen und gegenüberzustellen.
- Grundlegende Begriffsbestimmung von Finanzinstrumenten
- Differenzierung der Arten von Finanzinstrumenten
- Vergleich der Bewertungsvorschriften nach § 253 HGB und IAS 39
- Analyse der Bilanzierung am Beispiel einer Bundesanleihe
Auszug aus dem Buch
2.1 Definition Finanzinstrumente
Im Handelsgesetzbuch ist keine exakte Definition der Finanzinstrumente niedergeschrieben, da eine große Vielfalt existiert. Der Referenzentwurf zum BilMoG verweist lediglich auf die Definitionen im Kreditwesengesetz und IFRS. Nach IFRS ist ein Finanzinstrument ein Vertrag, der bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder Eigenkapitalinstrument führt. Diese Definition entspricht auch den Finanzinstrumenten nach KWG.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Problemstellung, dass Finanzinstrumente im HGB nicht eindeutig definiert sind, und legt den methodischen Aufbau der Arbeit dar.
2. Grundlagen Finanzinstrumente: Hier werden die begrifflichen Definitionen sowie die verschiedenen Arten von Finanzinstrumenten und deren allgemeine Bewertungsansätze nach HGB und IFRS systematisch beschrieben.
3. Wertpapiere: Anhand eines praxisnahen Beispiels einer Bundesanleihe wird die konkrete Bilanzierung und Bewertung nach HGB und IFRS gegenübergestellt.
4. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Unterschiede zusammen und stellt fest, dass das IFRS eine konkretere und detailliertere Vorgehensweise zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten bietet als das HGB.
Schlüsselwörter
Finanzinstrumente, HGB, IFRS, Bilanzierung, Bewertung, IAS 39, Fair Value, Anschaffungskosten, Wertpapiere, Bundesanleihe, Anlagevermögen, Umlaufvermögen, Nominalzins, Effektivzins, Imparitätsprinzip
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der bilanziellen Behandlung und Bewertung von Finanzinstrumenten und vergleicht dabei die Regelungen des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) mit den internationalen Standards (IFRS).
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Finanzinstrumenten, deren Klassifizierung in Anlage- und Umlaufvermögen sowie die unterschiedlichen Bewertungsmethoden wie das Imparitätsprinzip im HGB oder die Kategorien nach IAS 39 im IFRS.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Unterschiede zwischen den beiden Rechnungslegungsnormen aufzuzeigen, um Transparenz über die Auswirkungen auf die Unternehmensbilanz zu schaffen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine theoretische Analyse der gesetzlichen Grundlagen, ergänzt durch ein konkretes Fallbeispiel einer Bundesanleihe, um die Unterschiede in der Praxis zu verdeutlichen.
Was wird im Hauptteil ausführlich behandelt?
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen der Finanzinstrumente insbesondere die Bewertungskategorien des IAS 39 sowie die spezifische Bilanzierung von Wertpapieren thematisiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Finanzinstrumente, Fair Value, Anschaffungskosten, IFRS, HGB, Bilanzierung sowie Bewertungskategorien wie Held-to-maturity.
Warum wird im Beispiel der Bundesanleihe nach IFRS eine Aufwertung vorgenommen?
Dies geschieht aufgrund der Berücksichtigung des Effektivzinses bei der Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten, was zu einer anderen Wertentwicklung in der Bilanz führt als bei der reinen HGB-Bewertung.
Was bedeutet "Held-to-maturity" in diesem Kontext?
Dies ist eine Bewertungskategorie nach IAS 39 für finanzielle Vermögenswerte, die mit der Absicht und Fähigkeit gehalten werden, sie bis zur Endfälligkeit im Unternehmen zu belassen.
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- Ludmilla Klytschnikow (Autor), 2015, Bilanzierung und Bewertung der Finanzinstrumente nach HGB und IFRS, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/301417