Nach einer kurzen Einführung in die Ermittlung von Kostenabweichungen in den verschiedenen Formen der Plankostenrechnung, werden die aus der Literatur bekannten Abweichungsanalysemethoden vorgestellt. Die vorgestellten Methoden werden anhand festgelegter Bewertungskriterien kritisch überprüft und deren Einsatzmöglichkeiten unter dem Aspekt der Aufdeckung von Kostensenkungspotentialen aufgezeigt. Abschließend wird ein kurzer Ausblick auf die Möglichkeit weiterer Forschungsaktivitäten zu dem dargestellten Themenkomplex gegeben.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Formen der Plankostenrechnung
2.1 Die starre Plankostenrechnung
2.2 Die flexible Plankostenrechnung
3 Darstellung von verschiedenen Abweichungsanalysemethoden
3.1 Auswahl geeigneter Kosteneinflussgrößen
3.2 Die alternative Abweichungsanalysemethode
3.3 Die kumulative Abweichungsanalysemethode
3.4 Die differenziert-kumulative Abweichungsanalysemethode
3.5 Die differenziert-kumulative Abweichungsanalysemethode auf Minimumbasis
3.6 Die symmetrische Abweichungsanalysemethode
4 Beurteilung der Abweichungsanalysemethoden
4.1 Anforderungen an Abweichungsanalysemethoden
4.2 Bewertung der vorgestellten Methoden
4.3 Einsatzmöglichkeiten der Abweichungsanalysemethoden
5 Schlussbetrachtung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Diplomarbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen verschiedener Kostenabweichungsanalysemethoden innerhalb der flexiblen Plankostenrechnung, um Kostensenkungspotentiale identifizieren und zielgerichtet ausschöpfen zu können.
- Grundlagen und Formen der Plankostenrechnung (starr vs. flexibel)
- Kritische Darstellung und Analyse gängiger Abweichungsanalysemethoden
- Methodische Bewertung anhand von Anforderungskriterien wie Vollständigkeit und Willkürfreiheit
- Einsatzmöglichkeiten der Methoden zur Aufdeckung von Kostensenkungspotentialen
Auszug aus dem Buch
3.1 Auswahl geeigneter Kosteneinflussgrößen
Damit auftretende Abweichungen in zukünftigen Produktionsperioden vermieden bzw. reduziert werden, ist es erforderlich, diese den einzelnen Ursachen zuzuordnen. Deshalb werden in der Kostentheorie verschieden Kosteneinflussgrößen herausgestellt, durch die Kostenabweichungen verursacht werden können.
GUTENBERG (1983) unterscheidet bei der Bestimmung der Größen, die das Produktionskostenniveau eines Betriebes bestimmen, in fünf Einflussgrößen. Als erste Hauptkosteneinflussgröße macht er die Faktorqualitäten aus, da Betriebe, die mit den qualitativ besten Faktoren (Maschinen, Belegschaft, Werkstoffe) ausgestattet sind, auch die günstigste Kostensituation zeigen. Die Beschäftigung stellt die zweite Hauptkosteneinflussgröße dar. Die produktiven Faktoren können sich unterschiedlich gut an die Schwankungen der Beschäftigung anpassen, so dass sich bei Beschäftigungsänderungen die Faktorproportionen und somit auch das Kostenniveau ändern. Als weitere Einflussgröße werden die Faktorpreise (Betriebsmittel, Werkstoffe, Arbeitsentgelte) benannt. Eine Änderung der Betriebsgröße, die zu einer Änderung von Faktorbeschaffenheiten und -proportionen führen kann, bildet die vierte Haupteinflussgröße. Abschließend beschreibt das Fertigungsprogramm die fünfte Größe, die sich aufgrund des Verhältnisses zur vorhandenen Betriebsausrüstung auf die Produktionskosten auswirkt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die Rolle der Kostenkontrolle als Steuerungsinstrument und Zielsetzung der Arbeit zur systematischen Analyse von Kostenabweichungen.
2 Formen der Plankostenrechnung: Abgrenzung zwischen starrer und flexibler Plankostenrechnung sowie Erläuterung der Voll- und Teilkostenbasis.
3 Darstellung von verschiedenen Abweichungsanalysemethoden: Detaillierte Vorstellung verschiedener mathematischer Ansätze zur Zerlegung von Kostenabweichungen.
4 Beurteilung der Abweichungsanalysemethoden: Kritische Evaluation der vorgestellten Verfahren anhand konzeptioneller und informationsspezifischer Anforderungen.
5 Schlussbetrachtung und Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse und Diskussion weiterer Forschungsfelder zur Optimierung der Abweichungsanalyse.
Schlüsselwörter
Kostenabweichungsanalyse, flexible Plankostenrechnung, Kostenkontrolle, Kosteneinflussgrößen, Abweichungsursachen, Plankostenrechnung, Kostensenkungspotential, Sollkosten, Istkosten, Abweichungsinterdependenzen, Vollkostenrechnung, Teilkostenrechnung, Methodenbewertung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die systematische Untersuchung von Kostenabweichungen in Unternehmen, um unwirtschaftliche Aktivitäten aufzudecken und Kostensenkungspotentiale zu erschließen.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum?
Im Zentrum stehen die flexible Plankostenrechnung sowie die verschiedenen methodischen Ansätze zur Zerlegung von Gesamtabweichungen in kontrollierbare Teilabweichungen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es zu analysieren, inwieweit unterschiedliche Methoden der Kostenabweichungsanalyse eine verursachungsgerechte Zurechnung von Abweichungen ermöglichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine kritische Literaturanalyse und eine methodisch-theoretische Bewertung der verschiedenen mathematischen Zerlegungsverfahren (z.B. kumulativ, symmetrisch) vorgenommen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung und die anschließende, kriterienbasierte Bewertung der verschiedenen mathematischen Abweichungsanalysemethoden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Kostenabweichungsanalyse, flexible Plankostenrechnung, Kostenkontrolle, Kosteneinflussgrößen und Methodenbewertung.
Warum wird die starre Plankostenrechnung als nahezu unbrauchbar bezeichnet?
Da bei der starren Plankostenrechnung keine Unterscheidung zwischen fixen und variablen Kosten erfolgt, sind die Ergebnisse nicht zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeit bei Beschäftigungsschwankungen geeignet.
Welche Vorteile bietet die differenziert-kumulative Methode auf Minimumbasis?
Diese Methode verhindert die Verzerrung von Teilabweichungen durch Kompensationseffekte, indem sie lediglich solche Kostengrößen einbezieht, die einen eindeutigen kostensteigernden oder -senkenden Charakter besitzen.
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- Andreas Firla (Author), 2004, Möglichkeiten und Grenzen von Kostenabweichungsanalysen in der flexiblen Plankostenrechnung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30143