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Beratungsansätze bei hochstrittigen Trennungs- und Scheidungspaaren

Título: Beratungsansätze bei hochstrittigen Trennungs- und Scheidungspaaren

Tesis (Bachelor) , 2015 , 82 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Katharina Waszak (Autor)

Trabajo social
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Unter sozialer Arbeit mit Familien werden
„alle Interaktionen zwischen sozialpädagogischen Fachkräften (…) und Familienmitgliedern [verstanden], die unter Einbeziehung bestimmter Konzepte, Methoden und Techniken darauf ausgerichtet sind, Eltern und Kinder dabei zu unterstützen, familienbezogene Konfliktthemen, Aufgabenstellungen und soziale Probleme zu klären und zu lösen. Soziale Arbeit mit Familien zielt auf die Wiederherstellung bzw. Stärkung der familiären Erziehungs- und Sorgeleistung ab, die zum Beispiel angesichts von Konflikten und sozialen Problemen aus Sicht von Familienmitgliedern und/ oder Sozialarbeitern nur ungenügend erbracht werden. Soziale Arbeit wird im Rahmen von Organisationen geleistet und basiert auf rechtlichen Regelungen bzw. wird durch diese ermöglicht.“
Gerade beim Thema ‚Hochkonflikt‘, einem Phänomen, das in den letzten zwei Dekaden auch in Deutschland immer mehr Aufmerksamkeit auf sich zieht, sind diese Ziele der sozialen Arbeit gefragt: Die hochstrittige Klientel stellt besondere Anforderungenan Berater, Institutionen und Familien.
Wie aber soll die Sozialarbeit mit diesem relativ neuen Phänomen, das in seiner destruktiven Dynamik weitreichende Folgen vor allem für die Kinder nach sich zieht, umgehen?
In der vorliegenden Arbeit soll dieser Frage nachgegangen werden. Dazu wird einleitend ein Überblick über die gesellschaftlichen Gründe für die moderne Entwicklung von Trennungen und Scheidungen sowie deren Verlauf und Konsequenzen gegeben, um anschließend die Entstehung von Hochkonflikt zu erläutern. Durch Definitionen und ausgewählte Theorien soll veranschaulicht werden, wie Hochkonflikt (abweichend vom normalen Trennungsprozess) entstehen kann. Anschließend werden drei mögliche (sozialpädagogische) Strategien zur Konfliktbehandlung, die methodischen Zugang zum Hochkonflikt versprechen, dargestellt.Im Abgleich mit den zuvor aufgezeigten Entstehungstheorien werden sie abschließend in einem Fazit bewertet.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Scheidung und Trennung

1.1 Entwicklung der Scheidungen/ Trennungen

1.2 Scheidungs-/ Trennungsprozess

1.3 Folgen

1.3.1 Folgen für die Erwachsenen

1.3.2 Folgen für die Kinder

1.3.3 Folgen für die Gesellschaft

2. Hochkonflikt

2.1 Konfliktstufen nach Glasl

2.2 Konfliktstufen nach Weeks und Treat

2.3 Kollusionsprinzip nach Willi

2.4 Bindungstheorie nach Bowlby

2.5 Die Lazarus- Schachter- Theorie der Bewertung

2.6 Systemtherapeutische Perspektiven

3. Strategien für den Umgang mit Hochkonflikt

3.1 Trennungs- und Scheidungsberatung

3.1.1 Entwicklung der Beratung

3.1.2 Beratung und Hochkonflikt

3.1.3 Grenzen der Beratung im Hochkonflikt

3.2 Mediation

3.2.1 Geschichte der Mediation

3.2.2 Mediationsprozess

3.2.3 Mediation mit hochstrittigen Paaren

3.3 ‘Therapeutische Mediation’ im Hochkonflikt

4. Handlungsfeld der sozialen Arbeit

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des "Hochkonflikts" bei Trennungs- und Scheidungspaaren sowie die damit verbundenen Herausforderungen für die Soziale Arbeit. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit der methodischen Herangehensweise an diese destruktive Dynamik, um langfristige Belastungen für alle Beteiligten, insbesondere für Kinder, zu minimieren.

  • Analyse des Scheidungs- und Trennungsprozesses sowie dessen gesellschaftliche Auswirkungen
  • Theoretische Fundierung von Hochkonflikten durch psychologische und systemische Ansätze
  • Untersuchung von Interventionsstrategien wie Beratung und Mediation
  • Rolle und Handlungsauftrag der Sozialen Arbeit im Kontext hochstrittiger Klientel

Auszug aus dem Buch

2.1 Konfliktstufen nach Glasl

Glasl unterscheidet neun absteigende Eskalationsstufen; diese sollen das Abgleiten auf immer niedrigere Regressionsniveaus verdeutlichen, die nicht dem eigentlichen Reifegrad der Person entsprechen sondern Rückgriffe auf bereits überwundene Phasen darstellen. Von Stufe zu Stufe werden die Handlungsoptionen der Gegner immer weiter eingeengt, weil bestimmte Alternativen ausgeschlossen werden. Dabei werden die Eskalationsstufen sechs bis neun betont, da sich hochkonfliktive Paare in der Beratungsarbeit vor allem auf diesem Niveau bewegen.

Auf der ersten Stufe beginnen die Standpunkte sich zu verhärten, Argumente werden selektiver wahrgenommen und Rollen, Funktionen und Erwartungen in der Streitdynamik kristallisieren sich vor allem in kritischen Momenten zunehmend heraus. Die Positionen und Rollen verhärten sich weiter auf der nächsten Stufe, gleichzeitig werden jedoch ambivalente Motive gegenüber der Gegenseite wahrgenommen: Kooperative und kompetitive Einstellungen und Kommunikationsformen wechseln sich ab, Gespräche werden zu Debatten. Ziel ist, den Gegner durch Imposanz zu dominieren und eine Asymmetrie in den Beziehungen herzustellen. Eine Eskalation zur nächsten Konfliktstufe erfolgt, wenn die Parteien sich das Recht auf Erwiderung und Rechtfertigung absprechen und somit eine Aufrechterhaltung der Beziehung negieren. Verbale Kommunikation tritt in den Hintergrund, es kommt zu Drohgebärden und Taten sowie der Ausübung von Druck. Die Empathie schwindet zusehends. Bis zur dritten Stufe ist eine Lösung des Konflikts mit Gewinn für beide Parteien jedoch noch möglich (win-win-Situation).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Hinführung zum Phänomen des Hochkonflikts und Klärung der Relevanz für die Soziale Arbeit.

1. Scheidung und Trennung: Analyse der gesellschaftlichen Entwicklung von Trennungen und der damit verbundenen Folgen für Erwachsene, Kinder und die Gesellschaft.

2. Hochkonflikt: Theoretische Auseinandersetzung mit der Dynamik hochstrittiger Paare mittels verschiedener psychologischer und systemischer Erklärungsmodelle.

3. Strategien für den Umgang mit Hochkonflikt: Darstellung und kritische Prüfung von Interventionsmöglichkeiten, insbesondere Trennungsberatung, Mediation und therapeutische Mediation.

4. Handlungsfeld der sozialen Arbeit: Reflexion über die Anforderungen an Berater und notwendige institutionelle Rahmenbedingungen bei der Arbeit mit hochstrittigen Familien.

Fazit: Synthese der theoretischen Erkenntnisse mit den praktischen Interventionsansätzen zur Bewältigung von Hochkonflikten.

Schlüsselwörter

Hochkonflikt, Trennung, Scheidung, Mediation, Soziale Arbeit, Hochstrittigkeit, Konflikteskalation, Familiensystem, Kindeswohl, Bindungstheorie, Stressbewältigung, Beratung, Erziehungsberatung, Paarkonflikt, Interventionsstrategien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelor-Thesis untersucht das komplexe Phänomen hochstrittiger Trennungs- und Scheidungsprozesse und diskutiert, wie professionelle Beratungsansätze der Sozialen Arbeit hier deeskalierend wirken können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Neben den Ursachen und dem Verlauf von Hochkonflikten bilden die psychologischen Auswirkungen, theoretische Erklärungsmodelle sowie konkrete Interventionsstrategien wie Mediation und systemische Beratung die Schwerpunkte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die destruktive Dynamik in Hochkonfliktfamilien zu schaffen und Handlungsmöglichkeiten für Fachkräfte in der Sozialen Arbeit abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung und kritische Analyse bestehender Literatur und wissenschaftlicher Modelle, um verschiedene Strategien für den Umgang mit Hochkonflikten zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Analyse der Eskalationsprozesse und eine anschließende detaillierte Bewertung von Strategien für den Umgang mit diesen Konflikten im Beratungsalltag.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Hochkonflikt, Mediation, systemische Perspektive, Kindeswohl und die Rolle der Sozialen Arbeit sind zentral für das Verständnis der Arbeit.

Welche Bedeutung hat das Modell von Glasl für die Arbeit?

Das Phasenmodell der Konflikteskalation von Glasl dient der Autorin dazu, den Eskalationsgrad hochstrittiger Paare diagnostisch einzustufen, um daraus passende, machtvollere Interventionsschritte abzuleiten.

Was unterscheidet die "therapeutische Mediation" von einer klassischen Mediation?

Die therapeutische Mediation schaltet dem eigentlichen Mediationsprozess eine therapeutische Phase vor, um die psychische Handlungsfähigkeit der Ex-Partner durch Aufarbeitung von Krisen und Kränkungen überhaupt erst zu ermöglichen.

Final del extracto de 82 páginas  - subir

Detalles

Título
Beratungsansätze bei hochstrittigen Trennungs- und Scheidungspaaren
Universidad
University of Applied Sciences North Rhine-Westphalia Köln  (Katho NRW Köln)
Calificación
1,0
Autor
Katharina Waszak (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
82
No. de catálogo
V301511
ISBN (Ebook)
9783656976264
ISBN (Libro)
9783656976271
Idioma
Alemán
Etiqueta
hochstrittig Trennung Scheidung Fam FG hochkonflikt
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Katharina Waszak (Autor), 2015, Beratungsansätze bei hochstrittigen Trennungs- und Scheidungspaaren, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/301511
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